Yes We Can!? (2)
published by Stephan GruberEin Fehlersuchbild:
Die Gratiszeitung “Heute” druckte in ihrer gestrigen Ausgabe unter dem Titel “Die Stunde des Siegers” die – aus ihrer Sicht – “wichtigsten Passagen aus Obamas emotionaler Rede” anlässlich seines Wahlerfolges. Er bedankte sich bei den amerikanischen BürgerInnen mit einer Aufzählung einzelner Bevölkerungsgruppen, die “Heute” so widergibt:
Die Antwort kam von Jungen und Alten, von Reichen und Armen, von Demokraten und Republikanern, Weißen, Schwarzen, von lateinamerikanischen und asiatischen Amerikanern, von den amerikanischen Ureinwohnern.
Im Original ging Obamas Dank an folgenden Personenkreis:
It’s the answer spoken by young and old, rich and poor, Democrat and Republican, black, white, Hispanic, Asian, Native American, gay, straight, disabled and not disabled.
Fehler gefunden?
Nun könnte man natürlich sagen, “Heute” hat eben nicht so viel Platz und muss daher die Artikel möglichst kurz halten. Dass aber dann gerade bei diesem Satz die “gay, straight, disabled and not disabled” unter den Tisch fallen müssen, legt eher die Vermutung nahe, dass “Heute” diese Personen der Leserschaft nicht zumuten wollte. Also einfach weglassen? “Yes we can!”, lautete wohl auch hier die Devise.

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