Kriminalisieren – Entkriminalisieren – Normalisieren
published by Stephan GruberKlingt spannend, der Sammelband “Kriminalisieren – Entkriminalisieren – Normalisieren. Criminaliser – Décriminaliser – Normaliser“, bereits 2006 herausgegeben von Claudia Opitz, Brigitte Studer und Jakob Tanner. Heute ist auf H-Soz-u-Kult eine Rezension des Bandes von Peter Becker erschienen. Er beschreibt den Band so:
Die sozial- und kulturwissenschaftlich inspirierten Zugangsweisen zum institutionellen wie gesellschaftlichen Umgang mit Personen, die entweder Normen verletzt hatten oder zu einer Risikogruppe zählten, bilden die konzeptuelle Klammer für die Beiträge. Die Begriffstrias ‚Kriminalisieren, Entkriminalisieren, Normalisieren’ ist ein gut gewählter Titel, weil er das Verständnis von Kriminalität als Resultat eines komplexen Zuschreibungsprozesses mit erheblichen institutionellen Konsequenzen zum Ausdruck bringt.
Der Band erzählt keine kohärente Geschichte; er reduziert sich aber auch nicht auf die Publikation von Vorträgen, die auf der Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialgeschichte im Jahre 2004 gehalten wurden.
Der Band spricht viele für uns relevante Themen und Thesen an (Verständnis von Kriminalität als Resultat eines Zuschreibungsprozesses, institutionelle Konsequenzen dieses Prozesses, Grenzziehungen zwischen ‘Anständigkeit’ und ‘Devianz’, Bedrohungsvorstellungen,…)
Eine Inhaltsübersicht ist auf der Verlagswebsite zu finden. Peter Beckers rundum positives Fazit:
Der Band präsentiert Arbeiten aus der Schweiz bzw. über die Schweiz. Das ist der Entstehung des Bandes geschuldet. Die Beiträge zu diesem Band sind lesenswert und eröffnen neue Einblicke in die Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex von Kriminalisierung und Normalisierung aus einer interdisziplinären und meist auch vergleichenden Perspektive. Der Band ist daher ohne Einschränkung zu empfehlen.

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