ExpertInnen
Folgende ExpertInnen haben am Workshop teilgenommen:
Peter Becker | Andrea Griesebner | Barbara Orland | Peter Purgathofer | Anton Tantner
PETER BECKER ist Professor für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Johannes-Kepler-Universität Linz. Als Mitglied der ZiF-Forschergruppe zur Kontrolle der Gewalt arbeitet er derzeit über ‘Neuropolitics’, d.h. über die zunehmende Bedeutung der Neurowissenschaften in der Debatte über sozial- und sicherheitspolitische Fragen. Weitere Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Kulturgeschichte der Verwaltung.
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ANDREA GRIESEBNER ist ao. Professorin für Neuere Geschichte am Institut für Geschichte der Universität Wien. 2002 lehrte sie als Gastprofessorin an der Georgetown University, Washington DC., im Sommersemester 2008 an der Universität Tübingen. Ihre Forschungs-, Lehr-, und Publikationsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle zwischen Kultur-, Rechts-, Kriminalitäts-, Körper- und Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit sowie im Bereich der Theorie und Methodologie der Geschichtswissenschaft. Derzeit arbeit sie an einer Studie zur Trennung von Tisch und Bett bzw. Ehescheidung vom 17. bis ins 20. Jahrhundert.
Ausgewählte Publikationen:
Stadt – Macht – Rat 1607. Die Ratsprotokolle von Perchtoldsdorf, Retz, Waidhofen/Ybbs und Zwettl im Kontext. St. Pölten: Verein für Niederösterreichische Landeskunde 2008 (Hg. mit Martin Scheutz und Herwig Weigl).
Feministische Geschichtswissenschaft. Eine Einführung. Wien: Löcker 2005.
Konkurrierende Wahrheiten. Malefizprozesse vor dem Landgericht Perchtoldsdorf im 18. Jahrhundert (Frühneuzeit-Studien, Neue Folge 3). Wien/Köln/Weimar: Böhlau 2000.
… dein brod, daß ich mit dir in den verdamden ort gefresen hab, hab ich
sauer genug gefresen. Kontexte eines Ehekonflikts um 1780, in: Ira Spieker /
Elke Schlenkrich / Johannes Moser / Martina Schattkowsky (Hg.):
UnGleichzeitigkeiten. Transformationsprozesse in der ländlichen Gesellschaft
der (Vor-)Moderne (Bausteine des Instituts für Sächsische Geschichte und
Volkskunde, 9), Dresden 2008, im Erscheinen.
Entscheidung über Leib und Leben. Rechtsgutachter in frühneuzeitlichen Malefizprozessen im Erzherzogtum Österreich, in: Alexander Kästner/Sylvia Kesper-Biermann/Peter Wettmann-Jungblut (Hg.), Experten und Expertenwissen in der Strafjustiz von der Frühen Neuzeit bis zur Moderne, im Erscheinen (mit Susanne Hehenberger).
Wien und die exurbia. Funktionen und Optionen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, in: Martin Scheutz/Vlasta Valeš (Hg.), Wien und seine WienerInnen. Ein historischer Streifzug durch Wien über die Jahrhunderte. Festschrift für Karl Vocelka zum 60. Geburtstag. Wien/Köln/Weimar: Böhlau 2008, 157-177.
Verbannung statt Todesstrafe? Diebstahlsprozesse aus dem Erzherzogtum Österreich unter der Enns im 18. Jahrhundert, in: Werkstatt Geschichte, Heft 42/2006, 5-24.
Geschlecht und “Selbst” in Quellen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, in: Claudia Ulbrich, Gabriele Jancke (Hg.), Vom Individuum zur Person. Neue Konzepte im Spannungsfeld von Autobiographietheorie und Selbstzeugnisforschung (Querelle. Jahrbuch für Frauen- und Geschlechterforschung). Göttingen: Wallstein 2005, 51-70 (mit Christina Lutter).
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BARBARA ORLAND is a senior scientist at the Science Studies Program, University of Basel (Switzerland). In the winter term 2007/2008 she was invited to lecture as a guest professor at the University of Vienna, Institute of Economic and Social History and the Contemporary History Institute. Before she worked as a senior scientist at the Federal Institute of Technology Zurich, among others at the chair “History of Technology” (1999-2004) and the Collegium Helveticum. Between 2004 and 2007 she was the managing director of the newly founded Center “History of Knowledge” from the Federal Institute of Technology and the University Zurich. Her current research interests cover different fields of the history of biomedical technologies; history of agriculture, nutrition and food technologies. At the moment she is finishing a book on the cultural history of nutritional sciences: “Stoffwechsel – Wie das moderne Ernährungswissen entstand, 1720 – 1870″.
Some recent publications:
Wissenschaft kontrovers. Dokument einer Selbstbefragung über Geld, Kultur und Qualität, (Edition Collegium Helveticum, Bd. 2), Chronos Verlag, Zürich 2005 (hg. gem. mit Johannes Fehr und Matthias Michel), CD—ROM mit Booklet.
Artifizielle Körper — Lebendige Technik. Technische Modellierungen des Körpers in historischer Perspektive, (Interferenzen: Studien zur Kulturgeschichte der Technik, Bd. 9), Chronos Verlag, Zürich 2005. (Herausgeberschaft)
Milky Ways. Dairy, Landscape and Nation Building until 1930, in: Carmen Sarasua und Peter Scholliers (Hg.): Land, Shops and Kitchens. Agriculture and Technology in historical Perspective, (Comparative Rural History of the North Sea Area, vol 6), Turnhout: Brepols 2005, S. 212-254.
Repräsentation von Leben. Visualisierung, Embryonenmanagement und Qualitätskontrolle im reproduktionsmedizinischen Labor, in: Hinterwaldner, Inge et. al. (Hg.): The Picture’s Image. Wissenschaftliche Visualisierung als Komposit, Karlsruhe 2006, S. 222-242.
Darmkontrolle. Ernährung unter wissenschaftlichem Regime (1840-1930), in: Blätter für Technikgeschichte, 66/67 (2006), 17-46.
Zur Erfindung regionaler Traditionen in der europäischen Land- und Ernährungswirtschaft, in: Kilian Steiner (Hg.): The European – an Invention at the Interface of Technology and Consumption, CD-Rom Deutsches Museum, München 2007.
“Labor-Reproduktion: Die Identität des Embryos zwischen Natur, Technik und Politik”, in: Identität, Lust, Reproduktion: Sexualität als Experiment zwischen ‘Science’ und ‘Fiction’, hg. von Nicolas Pethes und Silke Schicktanz, Frankfurt/New York: Campus 2008, 307-326.
“Sexualität und Fortpflanzung in den Medien des 20. Jahrhunderts”, Gastherausgabe der Zeitenblicke – Ein Online-Journal für die Geschichtswissenschaften, H. 2, 2008 (im Erscheinen)
Virtuelle Schwangerschaften im Internetzeitalter”, in: Orland, Barbara (Hg.): Sexualität und Fortpflanzung in den Medien des 20. Jahrhunderts, Zeitenblicke. Online-Journal für Geschichtswissenschaften, 3 (2008) (im Erscheinen)
The Invention of the Nutrient. William Prout, Digestion and Alimentary Substances in the 1820s, erscheint in: Kleeberg, Bernhard und Abigail Lustig (Hg.): Between Economics and Biology: Organisms and Metabolism in the Ninenteenth and Twentieth Centuries, MPI-Reprint, Berlin 2008 (im Erscheinen)
Nutrients: About the Invention of Good Things that can Harm your Body, in: Viola Balz, Alexander von Schwerin, Heiko Stoff, Bettina Wahrig (Hg.): Prekäre Stoffe in den experimentellen Lebenswissenschaften im 19. und 20. Jahrhundert, MPI-Reprint, Berlin 2008 (im Erscheinen)
Enlightened Milk. Reshaping a Bodily Substance into a Chemical Object, in: Klein, Ursula und Emma Spary (Hg.): Materials and Materials Knowledge, 1500-1800, Cambridge, Ma.: MIT Press 2008 (im Erscheinen)
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PETER PURGATHOFER ist ao. Univ.Prof an der TU Wien, Fakultät für Informatik, am Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung, Arbeitsbereich human-computer interaction. Seit August 2006 ist er “austrian representative to IFIP TC14″, das ist das “Technical Committee on Entertainment Computing”. Seit Anfang 2005 ist er im Fachgebiet “Interaktive System” habilitiert. Seine Habilitationsschrift behandelt Geschichte, Theorie und Praxis der Methoden des Designs, im Besonderen des Designs interaktiver Software.
Website: http://igw.tuwien.ac.at/designlehren/Site/Welcome.html
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ANTON TANTNER leitet das FWF-Projekt “Europäische Adressbüros in der Frühen Neuzeit.”
Homepage mit “Galerie der Hausnummern”: http://tantner.net
Weblog: http://adresscomptoir.twoday.net
Letzte Veröffentlichungen:
Die Hausnummer. Eine Geschichte von Ordnung und Unordnung. Marburg: Jonas, 2007.
Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen. Hausnummerierung und Seelenkonskription in der Habsburgermonarchie. (Wiener Schriften zur Geschichte der Neuzeit; 4). Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag, 2007.
Geschichte Online. Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. (Gemeinsam mit Franz X. Eder, Heinrich Berger und Julia Casutt-Schneeberger). Wien/Köln/Weimar: Böhlau/UTB 2822, 2006.
Paradoxien der Romantik. Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft in Wien im frühen 19. Jahrhundert (Hg. gemeinsam mit Christian Aspalter, Wolfgang Müller-Funk, Edith Saurer und Wendelin Schmidt-Dengler). Wien: Wiener Universitätsverlag, 2006.
“… der größte Teil der Untertanen lebt elend und mühselig”. Die Berichte des Hofkriegsrates zur sozialen und wirtschaftlichen Lage der Habsburgermonarchie 1770-1771. (=Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs; Sonderband Nr. 8). (Hg. gemeinsam mit Michael Hochedlinger). Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag, 2005.
