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Be prepared to show identification (Port Angeles, WA)

August 21st, 2012 Stephan Gruber

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Mein Diplomatenpass

Februar 16th, 2012 Stephan Gruber

Die Aufregung um die Vergabe von österreichischen Diplomatenpässen (vgl. etwa “Kopf des Tages“) an österreichische (Ex-)Politiker, (Ex-)Politikerinnen und deren Familienangehörige hat sich wieder gelegt, dank Boomerang-Karten kann sich inzwischen jeder und jede einen eigenen “Diplomatenpass” nehmen:

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Ein Tag, drei neue Ausweise

Oktober 4th, 2011 Stephan Gruber

Heute durfte ich wieder einmal in geballter Form erleben, wie wichtig Ausweise für unseren Alltag sind: Um Zutritt zu verschiedenen Leistungen, Institutionen, Online-Anmeldesystemen und sogar Bestellungen von Mensa-Mittagsmenüs zu erhalten, braucht man solche Identitätsnachweise – heute natürlich allesamt relativ einheitlich gestaltet, im Scheckkartenformat und mit einem Foto als wichtigstem Identitätsmerkmal.

Ist man neu in einer Stadt/einem Land (in meinem Fall in der tschechischen Hauptstadt Prag), ist es daher unumgänglich, diverse Amtswege zu erledigen, um zu diesen Plastikkarten zu kommen, die den Alltag komfortabler gestalten sollen. Hier das Ergebnis meiner heutigen Ausbeute – inklusive der Prager Bürgerkarte “Opencard” (Slogan: “Smart card that will make your life in the capital city easier”), die unter anderem wegen datenschutzrechtlicher Bedenken und Korruptionsverdacht bei der Auftragsvergabe ein besonderes Ausweisschmankerl darstellt:

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Formular für Heimatscheine, 1850

August 2nd, 2011 Stephan Gruber

Eingeführt mit Erlass der k. k. n. ö. Statthalterei vom 10. Mai 1850, Z. 18220, an die 17 Bezirkshauptmannschaften, an die k. k. Stadthauptmannschaft und den Wiener Magistrat, über die Ausfertigung der Heimatscheine. In: Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Oesterreich unter der Enns. VIII. Stück. Ausgegeben und versendet am 5. Juni 1850, S. 154–157.

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Rezension: Passkontrolle! Eine kritische Geschichte des sich Ausweisens und Erkanntwerdens von Thomas Claes

Februar 15th, 2011 Daniel Meßner

Thomas Claes: Passkontrolle! Eine kritische Geschichte des sich Ausweisens und Erkanntwerdens, Vergangenheitsverlag, Berlin 2010, 140 Seiten, ISBN 978-3940621276 , Preis: 14,90 Euro

Ausweise, Pässe und andere Identifizierungstechniken haben eine Geschichte. Somit verändern sich auch die Praktiken des Identifizierens von Personen und die damit verbundenen Artefakte im Laufe der Zeit. Thomas Claes zeichnet in „Passkontrolle! Eine kritische Geschichte des sich Ausweisens und Erkanntwerdens“ eine Geschichte des Ausweises nach vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Während dieser Zeit wandelten sich Pässe von Legitimationsinstrumenten, die das „Nicht-am-Platz-sein“ rechtfertigten sollten, zu einem immer stärker individualisierten Artefakt, das zunehmend mit biometrischen Daten verbunden wurde.

Das Passwesen ist einer der wichtigsten Bereiche ziviler Identifizierung und es stellt sich daher die Frage des Warum: Welche Funktionen erfüllen Ausweise und Pässe? Claes betont hier vor allem die kontrollierende und disziplinierende Funktion von Ausweisen durch Obrigkeiten: „Identifizierungsdokumente waren folglich schon immer Mittel der Kontrolle.“1 Wesentliche Wegmarker in der Entwicklung von Ausweisen und Pässen waren die Französische Revolution und die Einführung des Personenstandes (état civil) Ende des 18. Jahrhunderts. Die Erfindung der Staatsbürgerschaft führte zu wesentlichen Veränderungen des Passwesens: „Der moderne Staat wollte seine eigenen Subjekte erkennen, überwachen und kontrollieren“, betont Claes. Deutlich wird die Verknüpfung von Nationalstaatsbildung und Passwesen: „Die Geschichte des Passes ist auch die Geschichte des modernen Staates.“2 Hauptzweck ziviler Identifizierung ist vor allem die Zugangskontrolle: Identifizierungsdokumente regeln den Zugang zu bestimmten Territorien und Räumen wie Städte oder Nationalstaaten. Allerdings gilt es zu betonen, dass sie gleichzeitig ermächtigende und limitierende Effekte haben. Auch darauf verweist Claes, denn Zugehörigkeit zu einem Staatswesen bedeutet auch Zugang zu Bürgerrechten und eben nicht nur staatliche Kontrolle. Staatenlosigkeit bedeutet Rechtlosigkeit. Ausweise und Pässe markieren somit immer auch eine Grenze zwischen Inklusion und Exklusion.

Während die politischen Rahmenbedingungen für die Ausweitung des Passwesens mit den Nationalisierungsbewegungen in Europa im 19. Jahrhundert gesetzt werden, gilt es ebenso, den Übergang von Mittelalter/Früher Neuzeit hin zur Moderne zu erklären. Als Gründe für die Ausweitung der Anwendung von Ausweisen und Pässen nennt Claes das Bevölkerungswachstum im 19. Jahrhundert, die gestiegene Mobilität – zum Beispiel durch die Eisenbahn – und die rasch wachsenden Großstädte durch die Industrialisierung. „Vormoderne Gesellschaften benötigen keine Mittel zur genauen Identifikation“, so das Fazit des Autors.3 Doch mobile Bevölkerungsgruppen gab es auch schon im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, worauf Claes selbst verweist, darunter Boten, Kaufleute aber auch Pilger, Bettler, Handwerker, Tagelöhner und nicht zuletzt Soldaten. Dennoch werden Ausweisdokumente, wie der Geleitbrief, nicht an individuelle Personen gekoppelt, geschweige denn mit biometrischen Merkmalen ergänzt. Für das Passwesen bedeutete der Erste Weltkrieg eine Zäsur. Claes betont die liberalen Passbestimmungen in Europa – die er mit dem Schengenraum vergleicht – und die mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges ein Ende fanden. Eine interessante Neuerung wurde nun in den Pass aufgenommen: Fortan wurde auch ein Foto des Passinhabers zur Pflicht; neben der Unterschrift des Passträgers das wichtigste biometrische Merkmal – bis heute.

Eine Geschichte des Passwesens verweist auf wesentliche (Macht-)Verhältnisse, innerhalb dessen Menschen interagieren. Claes beschreibt, wie es gerade nach dem Ersten Weltkrieg Probleme mit Flüchtlingen gab, die keine Ausweise hatten oder die sich im Sinne der Nationalstaaten nicht klar zuordnen ließen. Das gilt ebenso für nicht-sesshafte Bevölkerungsgruppen, die von Obrigkeiten häufig als Sicherheits- und Ordnungsproblem wahrgenommen wurden – und werden. Claes erwähnt mit dem sog. „Nansen-Pass“ des Völkerbundes einen Lösungsansatz. Der 1920 gegründete Völkerbund war eine wichtige Institution hinsichtlich der Standardisierung von Ausweisdokumenten. Ein Einschnitt in der Geschichte des Passwesens war die 1938 durch die Nationalsozialisten eingeführte Kennkartenverordnung und der Kennkartenzwang, der die politische Instrumentalisierung von Ausweisen besonders verdeutlicht. Denn zum Besitz einer Kennkarte verpflichtet wurden alle wehrpflichtigen Männer spätestens drei Monate vor ihrem 18. Geburtstag und alle Juden mit deutscher Staatsbürgerschaft. Die Wechselwirkungen zwischen politischen Machtverhältnissen und technischen Möglichkeiten wird von Claes eher vernachlässigt, zugunsten einer Ausrichtung vor allem auf den politischen Kontext.

Die technischen Neuerungen durch den Einsatz von EDV in der Verwaltung prägte die Geschichte der Ausweise in den 1980er-Jahren. Bemerkenswert sind die „Datenschutzrechtlichen Bestimmungen“ im Passgesetz der deutschen Bundesregierung von 1986, in dem es unter §16 heißt: „Der Paß darf weder Fingerabdrücke noch verschlüsselte Angaben über die Person des Inhabers enthalten.“ Die verstärkten Bemühungen biometrische Daten auf Ausweisen und Pässen zu integrieren, zeichnen gegenwärtige Tendenzen aus. Als Gründe führt Claes Terrorismus – vor allem 9/11 – sowie Globalisierungsbewegungen an. Biometrie spielte vorher vor allem durch Unterschrift und Lichtbild des Passträgers auf Ausweisen eine Rolle, während alle anderen biometrischen Verfahren im zivilen Bereich keine Anwendung fanden. Seit Fingerabdrücke auf Reisepässen und Personalausweisen gespeichert werden, ist dies anders, wobei zu betonen ist, dass es weiterhin zu keinen Überschneidungen mit der strafrechtlichen Anwendung von Fingerabdrücken kommt. Biometrie schließt nun – so Claes – „die Jahrhunderte alte Lücke zwischen Mensch und Dokument.“4 Außer Acht gelassen wird hier von Claes – dessen Anspruch es ist, eine kritische Geschichte des Passwesens zu verfassen –, dass das nur gilt, wenn es zu einem 1-zu-1-Vergleich zwischen Passträger und den Fingerabdrücken, die auf dem Pass gespeichert sind, kommt. Schließlich müssen die Meldebehörden die Daten nach Aushändigung des Passes löschen. Ein 1-zu-1-Vergleich ist derzeit aber noch nicht möglich und wird auch – wenn die technischen Probleme überwunden sind – nicht im großen Maßstab durchführbar sein, dafür ist der Vergleich zweier Fingerabdrücke zu komplex und nicht vollständig automatisiert durchführbar, sondern immer von menschlicher Expertise abhängig.5 Für eine strafrechtliche Verwendung reicht die Speicherung der Zeigefingerpapillarlinien nicht aus. Kritik übt Claes hingegen an der Speicherung biometrischer Lichtbilder: „Der Sinn, biometrische Passbilder im Ausweis zu speichern, ist jedoch weniger ersichtlich.“6 Doch gerade hier ergeben sich zukünftig neue Methoden der Identifizierung, die es gilt im Auge zu behalten. So können die Daten eines Reisepasses kontaktlos mit Hilfe eines RFID-Chips ausgelesen werden. Anschließend würde sich zum Beispiel mit einem Face-recognition-System die Möglichkeit ergeben, die Person zu identifizieren.

Die Frage, was es bedeutet, eine Person zu identifizieren, wirft das Beispiel des neuen Personalausweises in Deutschland, der sog. ePass, auf. Die Kritik, die an den neuen Ausweisen geübt wurde, ist, dass diese nicht sicher genug seien, und Claes geht näher auf einen Test des Chaos Computer Clubs ein, der Sicherheitslücken der neuen Personalausweise aufgezeigt hat. Ohne Zweifel ist es wichtig, auf die Sicherheitslücken hinzuweisen, aber, dabei darf nicht vergessen werden, dass mit den Ausweisen versucht wird, Identitäten von Personen, die im Internet Geschäfte tätigen, eindeutig sicherzustellen. Hier stellt sich allerdings die Frage, ob das generell überhaupt möglich ist. Die Ausweise sollen gewährleisten, dass eine Person im Internet auch die Person ist, für die sie sich ausgibt. Das ist allerdings nicht möglich über biometrische Daten, die auf einem Dokument gespeichert sind. Schließlich kommt es nicht zu einem 1-zu-1-Vergleich zwischen Pass und Internetanwender. Nur weil eine Person im Besitz des Passes ist und die PIN des Benutzers weiß, ist sie noch lange nicht die Person, für die sie sich ausgibt. Die Unsicherheit der Verwendung, wie sie der Chaos Computer Club aufzeigte, geht vor allem von der Möglichkeit aus, Schadsoftware über den Computer oder das Kartenlesegerät zu installieren. Das lässt sich ohnehin nie verhindern. Hier hätte Claes meines Erachtens stärker auf die soziale Interaktion des Identifizierens eingehen können, also auf die Praxis des Identifizierens und die Frage, wie Personen zu bestimmten Zeiten mit Hilfe von Pässen identifiziert wurden. Denn wird nicht meistens der Abgleich, ob Person und Ausweis zusammengehören, in die Frage ausgelagert, ob der Ausweis gefälscht ist oder nicht?

Mein Eindruck ist, dass bei dem Buch die Grenzen zwischen akademischem Fachbuch – vor allem was die Sprache betrifft – und Sachbuch, für einen breiteren Markt, verschwimmen. Sprachlich hätten dem Buch erzählende Passagen, vor allem als Einstieg in die Kapitel, und personalisierte Beispiele gutgetan. Dazu gehört auch, dass das Buch anschaulicher hätte gestaltet werden können. Gerade Ausweise hätten sich angeboten, wie das Cover auch zeigt, über Bilder einen besseren Eindruck davon zu vermitteln, wie sich Ausweise in den letzten Jahrhunderten veränderten oder auch, welche Merkmale zu welchen Zeiten auf den Pässen gefordert waren.

Insgesamt bietet das Buch einen guten Einstieg in das Thema. Es liest sich schnell und vermittelt einen kompetenten Überblick über wichtige Entwicklungen des Passwesens und über aktuelle Forschungsfragen. Darüber hinaus werden LeserInnen im Literaturteil auf einschlägige weiterführende Lektüre verwiesen. So werden viele Standardwerke genannt, die sich für eine vertiefende Lektüre empfehlen würden – insbesondere der Sammelband „Documenting Individual Identity“, herausgegeben von Jane Caplan und John Torpey, ist hier zu nennen.7

  1. Claes, Passkontrolle, S. 10 [↩]
  2. Claes, Passkontrolle, S. 100 [↩]
  3. Claes, Passkontrolle, S. 91 [↩]
  4. Claes, Passkontrolle, S. 84 [↩]
  5. Siehe u.a. Cole, Simon A. (2002): Suspect identities. A history of fingerprinting and criminal identification. 2nd print. Cambridge, MA: Harvard Univ. Press [↩]
  6. Claes, Passkontrolle, S. 89 [↩]
  7. Caplan, Jane (Hg.) (2001): Documenting individual identity. the development of state practices in the modern world. Princeton N.J. u.a.: Princeton Univ. Press [↩]

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Gefälschte Pässe und Ausweise online kaufen

Oktober 4th, 2010 Stephan Gruber

Gerade bin ich völlig zufällig durch einen Spam-Forumsbeitrag auf folgende Website gestoßen: fakepassportsale.cc. Diese Seite verspricht hochwertige Fälschungen verschiedener Ausweisdokumente unterschiedlicher Herkunftsländer – ganz einfach per Internet-Bestellung:

Welcome to FakePassportSale.cc – the unique producer of quality fake documents. We offer only original high-quality fake passports, driver’s licenses, ID cards, stamps and other products for following countries: Australia, Belgium, Brazil, Canada, Finland, France, Germany, Holland, UK, USA and some others.

Scheint auch nicht die einzige Website zu sein, die ein solches “Service” anbietet, Google liefert unter dem Suchbegriff “fakeID” noch einige andere Anbieter. Offen bleibt vorerst (wie bei allen anderen Spammern, Cheap-Viagra-Verkäufern und Konsorten), wieviele naive Menschen diese “Dienste” tatsächlich in Anspruch nehmen …

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Fingerchirurgie

Dezember 9th, 2009 Anna Masoner

Wenn sich diese Meldung nicht als Ente entlarvt, wirds jetzt richtig gruselig: futurezone berichtet von einer Chinesin, die sich die Haut ihrer Fingerkuppen verpflanzen lies (Kostenpunkt angeblich 10.000 Euro), um mit einem gefälschten Pass  nach Japan einzureisen. Aufgeflogen ist sie, weil Beamten seltsame Narben an ihren Fingern aufgefallen waren.

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“Das Foto auf Ihrem Pass sieht Ihnen nicht ähnlich”

Dezember 7th, 2009 Stephan Gruber

Im Standard findet sich heute unter dieser Überschrift ein Artikel über den beschwerlichen Bürokratie-Weg aus der Türkei nach Österreich:

Türkische Unternehmer beschweren sich über die Visumspolitik mancher EU-Staaten – Österreich gilt als besonders bürokratieintensiv … [Weiterlesen]

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These papers tell me you are nothing

Oktober 7th, 2009 Stephan Gruber

“But I am a German!”

“No, you are nothing. These papers tell me you are nothing. Nothing at all. You do not exist.”

“One day! They are out of date by one day, that is all.”

“Sir, this gentleman comes through all the time,” Klingermann gave Alois an uncomfortable look. “He is… he is well known to me. I can vouch for him.”

“Oh, you can vouch for him, can you Klingermann? And why do you think the Imperial Government in Vienna spends a fortune every month on papers, stamps, passports and vouchers, then? For fun? What do you think a voucher is? It is a stamped piece of paper to be carried around at all times, legitimising the bearer. Or does this non-existent citizen of nowhere imagine that he will carry you around as his voucher?”

“But as a German, I am allowed free passage into Austria!”

“But you are not a German. You may have been, from these papers, a German yesterday. But today, today you are no one and nothing.”

aus Stephen Fry: Making History, London 1997, S. 32

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Gasthaus, St. Leonhard am Hornerwald

Juni 1st, 2009 Stephan Gruber

signalement

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Add-on für den Ausweis

Dezember 16th, 2008 Anna Masoner

Interessantes berichtete gestern die SZ unter dem Titel Filmchen im Pass in der Rubrik Digitales. Die deutsche Bundesdruckerei tüftelt derzeit gemeinsam mit dem koreanischen Tech-Riesen Samsung anscheinend an einem Gadget, das kleine Videosequenzen in den Pass bringen soll. Warum? Diesmal mal nicht um die Ausweise fälschungssicherer zu machen, wie das beliebte Argument bei der Implementiereung von Biometrie in Ausweisdokumente lautet, sondern um Identitätsdiebstahl vorzubeugen. Kurze Videosequenzen, die den Kopf von vorne, wie von beiden Seiten zeigen, würden eine Person viel eindeutiger identifizieren als ein Foto, heißt es aus der Staatsdruckerei. Dass Menschen, die sich ähnlich sehen, Ausweise untereinander austauschen, fürchtet die Staatsdruckerei derzeit wohl mehr, als dass sie selber welche produzieren.

Funktionieren solls jedenfalls mit speziellen Anzeigefolien aus speziellen Leuchtdioden. In drei bis fünf Jahren soll die Technik marktreif sein.

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