Die Geschichte der Internationalen Entwicklung
Der Anfang
Ende der 1970er Jahre beginnt mit einer "Entwicklungskampagne" auf vielen Ebenen der Weg. Auf Initiative und Drängen Studierender, mit Unterstützung der Österreichsichen Hochschülerschaft und nach vielen Treffen (u.a. in Mondsee) wird der "Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik an den Österreichischen Hochschulen" (MK) gegründet. Die handelnden Personen damals: Peter Feldbauer, Franz Kolland, Herwig Palme, Manfred Nowak, Helmut Kramer, Martin Jäggle, u.v.a.m.
Die ersten Früchte
- Am Außeninstitut der TU Wien finden in den Jahren 1984 bis 1993 regelmäßig die ersten Ringvorlesungen mit dem Titel "Entwicklungspolitik" statt
- Das "Journal für Entwicklungspolitik" (JEP*) wird unter Auflassung einer Zeitschrift der ÖFSE (aus fördertechnischen Gründen) gegründet - der erste Jahrgang mit dem Titel "Entwicklungspolitik und Universität" 1983
- Österreichweit finden mehrere Tagungen statt
- an der Uni Wien wird Ende der 1980er Jahre die Gruppe "Außereuropäische Geschichte" gegründet, die für diesen Themenbereich Ringvorlesungen organisiert - unter den Lehrenden damals (wie heute): Peter Feldbauer, Sepp Linhart, Walter Schicho, Inge Grau, Erich Pilz u.a.m.
- die Österreichische Hochschülerschaft organisiert die "Entwicklungspolitischen Hochschulwochen" - deren "Auswirkungen" in Form der "zweiten Generation" unserer Lehrenden heute eine wichtige Rolle spielen
Die (Anläufe zur) Institutsgründung
Im Juni 1990 stellte eine Proponentengruppe den Antrag an den Senat der Universität Wien, ein überfakultäres Institut für Entwicklungsstudien zu gründen. Aus diesem Vorhaben wurde vorerst nichts. Immerhin wurde eine Senatskommission geschaffen, die sich mit dieser Thematik auseinander setzen sollte.
In dieser Phase wurde ein Interdisziplinäres DissertantInnen- und DiplomandInnenseminar (1991-94) angeboten, ein Korb für Lehrveranstaltungen zum Thema "Entwicklungsforschung" eingerichtet.
Die erste Senatskommission, die 1992-1994 bestand, schlug dem Senat gleichfalls die Errichtung eines Institutes im Sinne des UOG mit dem Titel "Institut für Internationale Entwicklung" vor. Die Universität nahm den Vorschlag an, das Wissenschaftsministerium lehnte jedoch ab.
Eine zweite Senatskommission tagte von 1996 bis 2000, der Vorschlag und nochmalige Beschluss des Senats der Universität auf Institutsgründung wurde 1999 vom Ministerium erneut abgelehnt, die Kommission sorgte aber immerhin für die Einrichtung und Etablierung des Wahlfaches "Internationale Entwicklung". Die Lehrveranstaltungen des Curriculums werden allerdings nur zum kleinen Teil über den "Korb" finanziert. Daher kamen und kommen die meisten Vortragenden von anderen Instituten. Dies ist jedoch gleichzeitig ein Zeichen der Vielfalt und Transdisziplinarität des Projekts und der Entwicklungsforschung.
Die Neuorganisation der Universität im Jahr 2000 ließ die Universität das Institut ein drittes Mal gründen. Doch auch diesmal fand das Ministerium Druckmittel, das in der gewünschten Form zu verhindern. Nicht verhindern ließ sich jedoch, dass die Universität ein Projekt, das dem Zentrum für überfakultäre Lehre unter der Leitung von Vizerektor Mettinger unterstellt wurde, einrichtete.
In dieser Form existieren und arbeiten wir heute noch ... bis voraussichtlich WS 2008/09 - dann wird einheitlich auf Bachelor- Mastersystem umgestellt.