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Seit Beginn des Jahres 2007 besteht am
Institut
für Afrikawissenschaften der Universität Wien in Kooperation mit dem
„Projekt Internationale Entwicklung“ in Forschungsschwerpunkt zum
Thema "Sprachmittlung bei Gericht und Behörden".
Gegenstand der Forschung ist die Kommunikation in Straf- und
Asylverfahren mit Beteiligten aus afrikanischen Herkunftsländern. Im Zentrum
steht dabei der Einsatz so genannter LaiendolmetscherInnen - gemeint
sind Sprachkundige ohne akademische Dolmetschausbildung oder
Zertifizierung.
Dolmetschen bzw. Sprachmittlung hat zum Ziel, die
Kommunikation zwischen Angehörigen unterschiedlicher sprachlicher
und kultureller Herkunft problemfrei zu ermöglichen. Damit sich die
verschiedenen Kommunikationsparteien optimal verstehen, sollte -
soweit möglich - gewährleistet sein, dass sie in ihrer Muttersprache
sprechen und die Beiträge anderer TeilnehmerInnen in ihrer
Muttersprache hören können. Die Standardsituation bei Gericht und
Behörden ist, dass dafür
geprüfte DolmetscherInnen zu Verfügung stehen und die an sie
gestellten Aufgaben effizient erfüllen.
Darüber hinaus gibt es aber auch Situationen bei
Gericht und Behörden, in denen auf diese ExpertInnen nicht
zurückgegriffen werden kann. Dies kann zwei Gründe haben, entweder
stehen für die gesuchte Muttersprache keine geprüften
DolmetscherInnen zu Verfügung, oder die vernommene Person spricht
eine lokale Varietät, die es ihr nicht ermöglicht mit dem/r
geprüften DolmetscherIn problemfrei zu kommunizieren. Aus der Sicht
der Afrikawissenschaften gilt es, diese schwierig zu erhebende Zahl
von Fällen zu untersuchen und für den Bedarf bei Gericht und
Behörden Lösungsansätze zu entwickeln.
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Letztes Update:
09/02/12
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