Zeitenwende 1300? Warum die Frühe Neuzeit aus kartographischer Sicht früher beginnt
(Moderation: Thomas Winkelbauer)
Abstract:
Historische HilfswissenschaftlerInnen haben mitunter mit völlig andere Epochengrenzen zu
rechnen als dies in der Geschichtswissenschaft ansonsten der Fall ist. Für die Abweichung von
dieser pädagogischen Norm ist die Kartographiegeschichte ein beredtes Beispiel, vor allem wenn
es sich um die zeitliche Festsetzung vom Wechsel eines mittelalterlichen zu einem neuzeitlichen
Weltbild handelt. Schließlich transportiert jede Karte immer auch eine Unmenge an ideologischen
Informationen, die sie zu einer idealen Quelle entsprechender Fragestellungen werden lassen.
Zur Person:
Johannes Weiss studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Geschichtswissenschaften
und Kunstgeschichte an der Universität Wien mit dem Schwerpunkt mittelalterlicher Kartographie;
Diplomarbeit (2007) und Dissertation (2011) zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen
englischen Kartographie am Institut für Österreichische Geschichtsforschung; 2008-2011 Kustos am
Archiv des Kunsthistorischen Museums Wien.