IEFN - JOUR FIXE

Mittwoch, 18. April 2012, 18.30 s.t.
Hörsaal 45, Hauptgebäude der Universität Wien

Johannes Weiss:

Zeitenwende 1300? Warum die Frühe Neuzeit aus kartographischer Sicht früher beginnt

(Moderation: Thomas Winkelbauer)

Abstract:
Historische HilfswissenschaftlerInnen haben mitunter mit völlig andere Epochengrenzen zu rechnen als dies in der Geschichtswissenschaft ansonsten der Fall ist. Für die Abweichung von dieser pädagogischen Norm ist die Kartographiegeschichte ein beredtes Beispiel, vor allem wenn es sich um die zeitliche Festsetzung vom Wechsel eines mittelalterlichen zu einem neuzeitlichen Weltbild handelt. Schließlich transportiert jede Karte immer auch eine Unmenge an ideologischen Informationen, die sie zu einer idealen Quelle entsprechender Fragestellungen werden lassen.

Zur Person:
Johannes Weiss studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Geschichtswissenschaften und Kunstgeschichte an der Universität Wien mit dem Schwerpunkt mittelalterlicher Kartographie; Diplomarbeit (2007) und Dissertation (2011) zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen englischen Kartographie am Institut für Österreichische Geschichtsforschung; 2008-2011 Kustos am Archiv des Kunsthistorischen Museums Wien.