Dieses KoVo wurde von der StRV/IG Germanistik zusammengestellt. Wer direkt von der Institutsseite "daherkommt", könnte sich trotzdem einmal die neue Homepage der StRV/IG Germanistik anschauen.
Das KoVo, wie ihr es hier sehen könnt, ist zwei Tage vor Fertigstellung der gedruckten Version übernommen worden. Daher kann es sein, dass einige Beiträge, die im gedruckten KoVo aufscheinen, hier noch nicht enthalten sind; außerdem wurde untenstehendes Online-KoVo nicht korrekturgelesen wie das gedruckte KoVo. Entschuldigt also die Fehler, die sicherlich enthalten sein werden.
Für uns lag Priorität darauf, Studierende überhaupt einmal eine kommentierte Form des Vorlesungsverzeichnisses verfügbar zu machen.
Auch den "Allgemeinen Teil", in dem Studienplan etc. enthalten sind, konnten wir leider nicht mehr für das Web fertigstellen wir bitten euch, bei Bedarf auf die gedruckte Version des KoVo zurückzugreifen.
Nicht böse sein!
Auf Anregung von Studierenden wurde hier die kurze Einleitung zu den Terminen aus der gedruckten Version des KoVo übernommen:
Die Anmeldung zu den einzelnen Lehrveranstaltungen und die Informationsveran-staltung zu DaF findet am 05.03.2001 um 10.00 Uhr im HS 42 statt
Alle Proseminare und Seminare sind anmeldungspflichtig - im Vorlesungsverzeichnis gekennzeichnet durch die Abkürzung "p.A."
! IM ERSTEN SEMESTER: Einführungsproseminare Germanistische Sprachwissenschaft (I 111) und Neuere deutsche Literaturwissenschaft I (I 113):
Die Anmeldung erfolgt vom 12. Februar bis einschließlich 2. März 2001 (12:00) mittels am Institut aufliegender Formulare. Die mit einem persönlichen Dreiervorschlag aus-gefüllten Formulare werden in die dafür vorgesehenen Kästen beim Zeugnisschalter ("Theke" am Gang vor der Bibliothek im 2. Stock) eingeworfen. Dort liegen ab 3.10.2000, 12 Uhr die Listen für die jeweiligen Parallellehrveranstaltungen auf.
! Alle übrigen Einführungsproseminare (I 112, I 114) und Proseminare (einschließlich Fachdidaktik, Sprecherziehung und Wahlfächer):
Die Anmeldung erfolgt am Freitag, den 2. März 2001 von 9-12 Uhr und von 14-16 Uhr sowie am Montag, den 5. März von 9-12 Uhr in den Übungsräumen des Instituts (2. Stock); (Zugang ausschließlich über Stiege IX).
! Die Anmeldung für die Seminare findet gemäß den Aushängen am Institut statt, Ausnahmen und genauere Hinweise zu den einzelnen Seminaren sind dem kommentierten Teil des KOVOs und den Aushängen zu entnehmen.
! Die Anmeldung für alle Lehrveranstaltungen aus Deutsch als Fremdsprache findet am Mittwoch, den 6. März ab 10 Uhr im Übungsraum 4 statt. Weitere Infos siehe Aushänge am Institut (3.Stock).
Achtung!
Für alle Erstsemestrigen gibt es am Donnerstag, den 1. März um 14 Uhr c. t. einen Informationsnachmittag im Übungsraum 4!
WIEN AKADEMIE
der Universität Wien und der
Wiener Vorlesungen der Stadt Wien
Die Stadt Wien und die Universität Wien vernetzen im Rahmen der Wien Akademie ihr Erkenntnispotential, ihre Analysekapazität und ihr Know how in der Bewältigung der Aufgabe, historische Grundlagen und aktuelle Problemsituationen präzise darzustellen. Die Wien Akademie wird im Universitätscampus mit Vorlesungsreihen und Symposien die intellektuellen, künstlerischen, politischen und sozialen Konstellationen, die die Stadt, ihre Mentalitäten und ihre Ausdrucksformen geprägt haben, analysieren.
13.03. Ernst Bruckmüller: Wien: Hauptstadt am Beginn der Ära
Franz Josephs
20.03. Hannes Stekl: Wiener Bürgertum
27.03. Peter Eigner: Wiener Wirtschaft in der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts
03.04. Ilona Sarmany-Parsons: Malerei der Ringstraße
24.04. Karlheinz Rossbacher: Zur Literatur und Kultur der Ringstraßenzeit
08.05. Volker Klotz: Die Operette
15.05. Geza Hajos: Die Parkanlagen der Wiener Ringstraße
22.05. Manfred Wagner: Musik der Wiener Ringstraße von Brahms
bis Zemlinsky
29.05. Markus Kristan: Architektur der Ringstraße
12.06. Juliane Vogel: Die große Szene. Das Burgtheater der Gründerzeit
19.06. Mara Reissberger: Die Wiener Ringstraße als Gesamtkunstwerk
26.06. Lydia Marinelli: Hieroglyphen des Traums. Freuds Expeditionen
in das Altertum
Ort: Universitätscampus, Aula
Zeit: Dienstag, 17-19
Konzept und Koordination
Institut für Germanistik
Universität Wien
a.o. Prof. Dr. Karl Wagner
Gruppe Wissenschaft
der Stadt Wien
Doz. Dr. Hubert Christian Ehalt
Für Studierende der Germanistik (Euch!!!) anrechenbar als Wahlfach (I 260)
Mi, 10 - 12, Ü 4; Beginn: 14.3.
In dieser Lehrveranstaltungsreihe, die sich nun schon über 7 Semester
erstreckt, möchte ich meine Hörer mit der Entwicklung der deutschen
Literatur von ihren Anfängen bis zum Beginn der Habsburgerzeit vertraut
machen. Natürlich kann es sich dabei nur um einen Überblick handeln,
der jedoch so beschaffen sein soll, daß er beim Publikum Neu-gier
hervorruft und das Interesse, die Werke selbst kennenzulernen und sich
in weiter-gehenden Lehrveranstaltungen mit den Literaturdenkmälern
zu befassen. Nachdem in den letzten beiden Vorlesungen vorwiegend die Großepik
nach französischen Vorbil-dern und die deutsche Heldendichtung behandelt
wurden, wird nun diese Vorle-sungreihe mit der Kleinepik und der kulturwissenschaftlich
besonders interessanten Lehrdichtung, aber auch mit der Spätform des
Minnesangs und der Spruchdichtung (Neidhart, Tannhäuser, Frauenlob
u.a.) zu Ende geführt.
Literaturangaben: es gibt viele einschlägige Literaturgeschichten,
die Sie aus den Ein-führungsübungen kennen. Ich empfehle hier
nur als leicht erhältliches und erschwingli-ches Überblickswerk:
Joachim Bumke. Geschichte der deutschen Literatur im hohen Mittelalter.
dtv 4552, München 1990. Ein wichtiges Nachschlagewerk ist das neu
bear-beitete Verfasserlexikon Die deutsche Literatur des Mittelaters, Berlin,
New York 1978ff., bis jetzt 10 Bde.
Prüfungskriterien: Durch ein schriftliches Kolloqium beurteile
ich a) wie weit Sie den von mir behandelten Stoff beherrschen und b) selbst
durch Primärlektüre sich die Kenntnis einzelner Werke, die ich
am Beginn des Semsters nennen werde, angeeignet haben.
Mo. 10 - 12 Uhr, HS 33, Beginn: 12. März 2001 Von ihren Anfängen in hellenistischer Zeit entwickelten sich die Dichtungen über Leben und Taten Alexanders des Großen zum verbreitetsten historischen Stoff der Weltlitera-tur, der sich u.a. auch im deutschen Sprachraum im Hoch- und Spätmittelalter größter Beliebtheit erfreute. Im Hinblick auf die bei kaum einem anderen Stoff in derartigem Ausmaß anzutreffende Kontinuität werden in dieser Vorlesung die deutschsprachigen Alexanderdichtungen des 12. bis 15. Jahrhunderts als herausragende Beispiele für die Anfänge und Weiterentwicklung volkssprachlichen historischen Erzählens wie auch als Dokumente der allmählichen Veränderung der geistigen Welt ihrer klerikalen, höfi-schen und bürgerlichen Autoren und Rezipienten in repäsentativer Auswahl darge-stellt und interpretiert werden.
Prüfungstermine: schriftlich: Ende Juni, Anfang Oktober sowie Anfang Dezember 2001; mündlich: in allen Sprechstunden sowie nach gesonderter Vereinbarung von Anfang Juli 2001 bis Ende Juni 2002.
Do 12.15 - 13.45. HS 33. Beginn: 8. 3.
Für die Geschichte der germanischen Sprachen und die vergleichende
Sprachwissen-schaft sind Runeninschriften als sehr alte Quellen von zentraler
Bedeutung. Wegen der Schwierigkeit der Rekonstruktion grammatischer Formen
und der Bedeutung und Funktion der Texte sind sie auch zur Erörterung
von Fragen der allgemeinen Sprach-wissenschaft hervorragend geeignet. Die
Funktion von historischen bzw. pseudo-historischen Sprachzeichen bis in
die Gegenwart kann am Beispiel von "Runentexten" aus der jüngsten
Vergangenheit studiert werden. Insgesamt also ein umfassendes und spannendes
Teilgebiet der Sprachwissenschaft. Ein Skriptum ist im Uni- Shop erhältlich
(Neuauflage erscheint zu Semesterende).
Prüfungen: wahlweise schriftlich (Termine: 28. 6., 4. 10. 01;
31.1., 7. 3., 27. 6. 02) oder mündlich (in jeder Sprechstunde von
Ende Juni 01 bis Ende September 02).
Blockveranstaltung: 5.-27.3., jeweils Mo 12-14 (Ü1), Di 8-10
(Ü4), Do 12-14 (Ü4), Fr 11.30-13 (Ü4), Beginn: 5. 3.
nur für I 212!
In den historischen Wissenschaften läßt sich seit einigen Jahren eine neue Hinwendung zu Überlieferungs- und mediengeschichtlichen Fragestellungen beobachten. Die Vorle-sung stellt sich dieser Entwicklung aus dem Blickpunkt der germanistischen Mediävis-tik. Sie versucht, Überlieferungsgeschichte als Literaturgeschichte begreifbar zu machen, und widmet sich der mittelalterlichen Handschrift als Zeugnis literarischer Interessen und Prozesse. Im Zentrum steht dabei die spezifische Textualität mittelalterlicher Über-lieferungsträger in einer von mündlichen Kommunikationsstrukturen geprägten Gesell-schaft. Zur Sprache kommen die materielle Erscheinungsweise der Textzeugen, ferner Überlieferungsbedingungen und -kontexte sowie Fragen einer adäquaten Aufbereitung in neuzeitlichen Editionen (von den rekonstruierenden Ausgaben Lachmann'scher Prä-gung bis zur Darstellung einer unfesten Textgeschichte am Computerbildschirm). Die herangezogenen Textbeispiele bewegen sich im Bereich der höfischen Lyrik und Epik, des geistlichen Spiels und der Wissensliteratur. Literatur in der Vorlesung.
Fr. 15.30-17.30 (pktl.), Ü 4, Beginn: 9.3.
Untrennbar von den politischen Hintergründen und Mentalitäten
ihrer Zeit, ist die Lite-ratur der Weimarer Republik stets politisch, auch
wo es zunächst nicht so scheint. Dies an einem repräsentativen
Querschnitt sowie besonders am essayistischen und erzähleri-schen
Werk einiger ihrer bedeutendsten Exponenten aufzuzeigen, ist das Ziel der
Vorle-sung, wobei vor allem die Frage der literarischen Umsetzung politischer
Aspekte im Kontext der großen Diskurse der Moderne erörtert
werden soll.
Literaturangaben (Ausw,): H. Broch, Die Schlafwandler; A. Döblin,
Berlin Alexander-platz; Th. Mann, Der Zauberberg, Erzählungen 1910-1930,
Essays 1919-1933; A. Kaes (Hg), Weimarer Republik. Manifeste und Dokumente
zur deutschen Literatur 1918-1933. Stuttgart 1983; E. Kolb, Die Weimarer
Republik, München 1993; H.A. Winkler (Hg), Weimar. Ein Lesebuch zur
deutschen Geschichte 1918-1933, München 1997
Do 10-12, HS 33, Beginn: 1.3.
In einem Lektüredurchgang der wichtigsten literarischen und theoretischen
Texte (Lese-liste) wird versucht werden, die Entwicklung des Autors Lessing
im Kontext der ästhe-tischen und philosophischen Debatten der Aufklärung
nachzuzeichnen, die For-schungsdiskussion zu skizzieren und die Klassizität
Lessings zu überprüfen. Neben den Dramen und der Dramentheorie
kommt auch die publizistische (Literaturbriefe, Ham-burgische Dramaturgie),
theoretische (Laokoon) und im weitesten Sinne aufklärerische Tätigkeit
Lessings (Fragmentenstreit) zur Darstellung.
Textgrundlage bilden die entsprechenden Reclam-Bändchen. Zur Einführung:
Lessing : Epoche - Werk - Wirkung, hg. von Wilfried Barner u.a. 6. Aufl.,
München: Beck 1998 (Arbeitsbücher zur Literaturgeschichte)
Mo 17:00-18:30 (pünktlich), Hs. 33, Beginn: 12.3. In dieser Vorlesung soll es erlaubt sein, jeweils 90 Minuten über ein Gedicht nachzu-denken. Die Texte stammen von Fleming, Claudius, Klopstock, Goethe, Schiller, Brenta-no, Tieck, Heine, Rilke, Celan, Bachmann, Jandl.
Zur Vorbereitung: Metrik und Versgeschichte wiederholen (hilfreich: Christian Wagen-knecht: Deutsche Metrik. 4. Aufl. München: Beck 1999; Dieter Breuer: Deutsche Metrik und Versgeschichte. 4. Aufl. München: Fink 1999 (UTB 745); Daniel Frey: Einführung in die deutsche Metrik mit Gedichtmodellen. Stuttgart 1996 (UTB 1903). - Anthologien: Deutsche Gedichte. Hrsg. v. Dietrich Bode. Stuttgart 1994 (RUB 8012); Deutsche Gedich-te aus zwölf Jahrhunderten. Hrsg. v. Hans-Joachim Simm. Frankfurt: Insel 2000).
Do 12-14, Aud.max., Beginn: 15. 3. Kolloquium zur VO
WS 2000/2001: 8. 3.
Wenn das "Reformationsjahrhundert", das zu einem eklatanten Wandel in fast
allen Kulturbereichen führte, im allgemeinen Bewußtsein primär
durch die Tat Luthers ge-prägt erscheint, so bedeutet dies lediglich
das Herausgreifen eines Teilvorganges aus dem vielschichtigen Geschehen
an der Schwelle der Neuzeit. Die Vorlesung will zeigen, wie sich die geistigen
Kräfte jenes Zeitalters in der Literatur spiegeln.
Die Vorlesung schließt an das Wintersemester an, ist aber in
sich abgeschlossen.
Nähere Hinweise werden in der ersten Vorlesungsstunde gegeben.
Di 13 -14.30, Aud. max. , Beginn: 6.3.
Die Konjunktur, in deren Zeichen lange die Befassung mit der Literatur
zwischen den beiden Weltkriegen stand, ist vorbei. Das tut der Qualität
und Bedeutung der Texte kei-nen Abbruch, im Gegenteil: Ein Gegengewicht
zur immer noch grassierenden Faszinati-on durch die Literatur der Jahrhundertwende
scheint angebracht, schon um zu zeigen, da? das Fin-de-siècle kein
Ende bedeutet. Literatursoziologische Untersuchungen, insti-tutionengeschichtlich
orientierte Arbeiten (Verlagsgeschichte. Vereinsgeschichte, Litera-turpreise,
Zeitschriften, monographische Studien zu einzelnen Bereichen und Autoren)
haben eine neue Grundlage für die Bewertung der Literatur der Zwischenkriegszeit
ge-schaffen. Die Vorlesung versucht, die Einsichten der literatursoziologischen
Erwägun-gen in die Textanalyse einzubringen. Dabei stehen Fragen wie
die Besonderheit der Entwicklung österreichischer Literatur, die bevorzugten
Textsorten und ihre zentralen Themen im Mittelpunkt, vor allem aber geht
es um den Hinweis auf Projekte, deren äs-thetische und politische
erst lange nach dem Zweiten Weltkrieg erkannt und analysiert wurden. Auch
einige als trivialliterarisch bezeichnete Produkte werden ausführlicher
behandelt. Dringend empfohlen wird die Lektüre folgender Texte:
A. Schnitzler: Casanovas Heimfahrt /Fräulein Else (Fischer TB
11597) Therese (Fischer TB 9412)
Hugo von Hofmannsthal: Der Schwierige (Fischer TB 7112); Der Turm (Fischer
TB 11729)
Karl Kraus: Die letzten Tage der Menschheit (Suhrkamp st 1322); Dritte
Walpurgisnacht (Suhrkamp st 1320)
Joseph Roth: Flucht ohne Ende; Hiob; Radetzkymarsch (empfohlene Ausgabe:
J.R.: Kie-penheuer Kassette, KiWi 350)
Leo Perutz: Turlupin (Knaur Tb 3205)
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften (1. Teil: besonders Kapitel
1-8; 67; 100; 116; 122) (rororo 13462); Nachla? zu Lebzeiten (rororo 5).
Ödön von Horvàth: Geschichten aus dem Wiener Wald
(st 1054); Der ewige Spie?er ( st 1062)
Hermann Broch: Die Verzauberung (suhrkamp tb 350)
Stefan Zweig: Sternstunden der Menschheit (Fischer TB 595)
Hermynia zur Mühlen: Unsere Töchter, die Nazinen (Pro media)
Franz Werfel: Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig (in:
F.W.. Die schwarze Messe, Erzählungen, Fischer TB 9450); Cella oder
Die Überwinder (Fischer TB 9454).
Darüber hinaus werden in Form eines Readers Texte von A. Bettauer,
A. Ehrenstein, Th. Kramer, A. Polgar, J. Weinheber, A. Wildgans, F. Wittels,
J. Soyfers, und anderer zu-gänglich gemacht. Einführung und Zusammenfassung
der Problemstelllung: Wendelin Schmidt-Dengler: Abschied von Habsburg.
In: Literatur der Weimarer Republik 1918-33. Hrsg. von Bernhard Weyergraf.
München: Hanser 1995, S. 483-548; S. 720-724. [=Hansers Sozialgeschichte
der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Ge-genwart. Bd 8] Dort
auch weitere Literatur.
Texte für die Vorlesung sind lagernd bei der Buchhandlung Kolisch
(1010 Wien, Rathausstr. 18)
wird nicht gelesen wegen Freisemester!
Mo. 12-13.30, HS 32, Beginn: 12. 3. 2001 Die Sprachepoche zwischen dem Mittelhochdeutschen (das schon sehr früh im Zentrum des Interesses stand) und dem Neuhochdeutschen (das sich wenigstens im 20. Jahrhun-dert endgültig als Forschungsgegenstand etablierte) war bis vor kurzem eine gro?e Un-bekannte. Man ging häufig von der Überzeugung aus, mit dem Ende der klassisch-mittelhochdeutschen Epoche habe ein "Verfall" eingesetzt, ein kaum überschaubares Wirrwarr mit einer Vielzahl von regional gebundenen Sprachformen. Erst mit dem Sie-geszug der neuhochdeutschen Standard- bzw. Schriftsprache habe die deutsche Sprache wieder Konturen angenommen. Diese Sicht ist mittlerweile freilich überwunden; in den letzten Jahrzehnten hat man sich sehr intensiv um eine Aufarbeitung der Zustände in der frühneuhochdeutschen Zeit bemüht. In dieser Vorlesung soll zunächst kurz der ge-genwärtige Forschungsstand dargestellt werden, sodann wird mehr oder weniger de-tailliert auf räumliche, soziologische verschiedene andere Belange einzugehen sein. Es soll auch gezeigt werden, welcher Stellenwert den einzelnen Sprachlandschaften wie auch Persönlichkeiten (z.B. Luther) im Zusammenhang mit der Herausbildung der neu-hochdeutschen Schrift- und Standardsprache zukommt. Zu diesem Zweck wird auch eine Reihe von Textbeispielen besprochen werden, um die Sprachzustände im Frühneu-hochdeutschen zu illustrieren.
Empfohlene Literatur zur Einführung in die Materie:
Hartweg, Frèdèric / Wegera, Klaus-Peter: Frühneuhochdeutsch.
Eine Einführung in die deutsche Sprache des Spätmittelalters
und der frühen Neuzeit (= Germanistische Ar-beitshefte 33). Tübingen
1989.
Mi, 10-12; Hs. 30, Beginn: 7. 3. Auch neueste Erscheinungen der deutschen Sprache haben ihre Geschichte: Viele Ver-änderungen in Wortbildung, Wortschatz und Syntax stehen in einer deutlich erkennba-ren Entwicklungsreihe. Selbst manche grammatischen Veränderungen lassen sich in ihren Grundzügen bis in die Vorgeschichte der deutschen Sprache verfolgen. In dieser Vorlesung geht es zunächst um die neuesten Entwicklungen, wobei besonders Tenden-zen im Wortschatz (Fremdwörter und Trendwörter) in ihren Zusammenhängen mit ge-sellschaftlichen Veränderungen besprochen werden. Es wird dabei aber immer auch um sprachgeschichtliche Konstanten im Deutschen gehen. Ein Einstiegstext zu den Trend-wörtern findet sich im Internet unter http://www.e-lisa.at/magazine/tribuene/downloads/tribuene04_2000.pdf
Fr, 9-11, HS 1 (NIG), Beginn: 9.3.
Zweck der Vorlesung ist es, die Eigenheiten des österreichischen
Deutsch der Gegen-wart auf allen Ebenen darzulegen und seine Stellung innerhalb
des Gesamtdeutschen zu ermitteln sowie die dazu vorgetragenen Theorien
zu überprüfen. Die Herkunft seiner Eigenart wird in die Geschichte
zurückverfolgt und da besonders die Entwicklung der Schriftsprache
in Österreich seit dem 16. Jahrhundert beleuchtet. Die Vorlesung ist
für beide Studienabschnitte und für das Wahlfach anrechenbar.
Literaturangaben zur Ver-tiefung werden in der Vorlesung ausgeteilt.
Das Proseminar legt die Grundlagen für wissenschaftliche
Beschäftigung mit Sprache (unter besonderer Berücksichtigung
der deutschen Sprache) im Hinblick auf das weitere Studium. Ausgehend von
den Voraussetzungen der sprachlichen Kommunikation wer-den die sprachlichen
Ebenen des Lautes (Phonetik / Phonologie), des Wortes (Morpho-logie), des
Satzes (Syntax) und des Textes (Text-linguistik) sowie einige weitere wichtige
Bereiche der Linguistik (Semantik, Soziolinguistik, Dialektologie) behandelt.
Das erar-beitete Wissen soll anhand von Übungen auch praktisch angewendet
werden können.
| Elisabeth Bertol-Raffin | Do, 14-16.00 | Ü2; Beginn: 8.3. |
| Günter Lipold | Mi, 12.30-14 | Ü2; Beginn: 7.3 |
| Hermann Reichert | Mo, 10.30-12 | Ü4; Beginn: 19.3. |
Diese Lehrveranstaltung ist eine der für Anfänger verpflichtenden
"Eingangstüren" zu Lehrveranstaltungen aus dem Bereich der deutschen
Sprache (Näheres im Skriptum, hg. Peter Ernst). Die Schlußprüfung
ist zweiteilig: schriftlich 18. 6., mündlich 25. 6. 01.
Arbeitsgrundlage:
Skriptum (vor der 2. Stunde erhältl. im Sekretariat Fr. Guggenbichler
- Panzer). Einführung in die synchrone Sprachwissenschaft, hg. v.
P. Ernst, Wien 1997
| Wilfried Schabus | Do, 12-14 | Ü2, Beginn: 8.3. |
Diese Pflichtlehrveranstaltung (vorgesehen für das 2. Semester)
bietet eine Einführung in jene Disziplinen, die traditionell als "Altgermanistik"
bezeichnet werden. Im Zent-rum des sprachwissenschaftlichen Teils steht
die Entwicklung der deutschen Sprache: indogermanische Sprachen, Methoden
der Etymologie, früheste germanische Sprach-zeugnisse, Gliederungsmodelle
für das Germanische, Besonderheiten der Wortbildung, lautliche Entwicklung
zum Alt- und Mittelhochdeutschen. Im Rahmen der älteren Lite-raturwissenschaft
werden die Grundlagen der germanistischen Mediävistik anhand ausgewählter
Texte vermittelt: Themen, Gattungen und Stoffe, Weltbild des Mittelalters,
Metrik, und Handschriftenkunde, gesellschaftliche Funktion von Literatur,
Editions-prinzip, Rhetorik und Poetik. In der Regel gibt es zwei Prüfungen:
In der Sprachwissen-schaft werden u.a. Sprachgeschichte ("Lautgesetze")
und ihre kulturellen Grundlagen, Grundzüge der Wortbildung ("Ablaut")
und Wortgeschichte gefragt, in der Literatur-wissenschaft werden jene Kenntnisse
abgeprüft, die für eine erste adäquate Interpretati-on eines
mittelalterlichen Textes nötig sind.
| Chr. Habiger Tuczay | Do, 10.30-12 | SE IV, Beginn: 8.3. |
| Leopold Hellmuth | Do. 8.30 - 10 | Ü1, Beginn: 8. 3. |
| Peter Krämer | Fr, 10-12 | Ü1; Beginn: 9.3. |
| Lydia Miklautsch | Mi. 10-12 | Ü5, Beginn: 7.3. |
| Franz Patocka | Di. 15 - 16.30 | Ü2, Beginn: 6.3. |
| Hermann Scheuringer | Mo. 10 - 12 | Ü2; Beginn: 5.3. |
| Ingrid Strasser | Fr. 14-15.30 | Ü4; Beginn: 9.3. |
| Klaus Zatloukal | Mo. 10 - 12 | Ü1, Beginn: 12. 3. |
Arbeitsgrundlage: Skriptum (vor der zweiten Stunde erhältlich
im Sekretariat Fr. Guggenbichler)
A.Ebenbauer, P.Krämer [Hgg.]: Ältere deutsche Literatur.
Eine Einführung, Wien (Literas) 21990
| Günter Zimmermann | Do. 9-11 | Ü5, Beginn: 8.3 |
Die Lehrveranstaltung verfolgt ein doppeltes Ziel: Sie will Ihnen
einen ersten Einblick in literaturwissenschaftliche Fragestellungen und
Forschungsergebnisse vermitteln. Paral-lel dazu erhalten Sie praktische
Tips für Ihre Arbeit an unserem Institut und den Um-gang mit wissenschaftlichen
Einrichtungen.
Folgende Themen werden behandelt: Formen der Textrezeption und des
Textgebrauchs im Alltag; Besonderheiten literaturwissenschaftlicher Beschäftigung
mit Texten. Wie sieht (definiert) die Literaturwissenschaft ihren Gegenstand?
Welche Forschungsberei-che umfaßt sie?
Zwei solche Forschungsbereiche werden Ihnen genauer vorgestellt: Im
ersten geht es um die Überlieferung literarischer Texte und die Erarbeitung
zuverlässiger Ausgaben; im zweiten um Grundbegriffe einer metrischen
und rhetorischen Analyse von Texten. Darüber hinaus erhalten Sie Hinweise
und Arbeitsanregungen zu den Fragen: Wo und wie finde ich mein Material?
Was muß ich beim Abfassen einer schriftlichen Arbeit be-achten?
Voraussetzungen für einen positiven Abschluß: Literaturgeschichtliche
Grundkenntnis-se; mündliche und schriftliche Mitarbeit (Hausübungen);
Abschlußprüfung am Semesterende.
| Eva Arts | Do, 14-16 | Ü4; Beginn: 8.3. |
| Norbert Griesmayer | Do, 16-17.30 | Ü4; Beginn: 8.3. |
| Susanne Hochreiter | Fr. 9 - 11 | Ü2; Beginn: 9.3. |
| Ursula Klingenböck | Di, 13.30-15 | Ü2; Beginn: 6.3. |
| Wynfried Kriegleder | Fr, 8.30-10 | Ü5, Beginn: 9.3. |
| Margarete Wagner | Mo, 17-19 | Ü3, Beginn: 12.3 |
Aufbauend auf "EPS: Neuere deutsche Literaturwissenschaft I" behandelt diese Übung, nach einem kurzen Überblick über die Perspektiven der Stoff- und Motivgeschichte, die Bauelemente der literarischen Hauptgattungen. Im Vordergrund steht dabei die Vermittlung der in der Literaturwissenschaft bei der Analyse epischer, dramatischer und lyrischer Texte gebräuchlichen Terminologie. Anschließend wird der Begriff der Gattung selbst - die historische und systematische Entfaltung verschiedener Gattungskonzepte - zur Debatte gestellt. Der Schlußteil behandelt die Grundlagen der Methodenlehre und gibt einen Überblick über die wichtigsten methodischen Ansätze der Literaturwissenschaft. Teilnahmevoraussetzungen: positiver Abschluß von EPS I (= I 113); Prüfungsanforderungen analog zu EPS I.
| Arno Dusini | Do. 9-11 | Ü 3, Beginn: 8. 3 |
| Franz Eybl | Fr, 12-14 | Ü1; Beginn: 9. 3. |
| Konstanze Fliedl | Mo 12-14 | Ü 4, Beginn: 12. 3. |
| Pia Janke | Di 16-17.30 | Ü 4, Beginn: 6. 3 |
| Werner Michler | Mi. 12-14 | Ü1, Beginn: 7. 3. |
| J. Sonnleitner | Di, 10.30-13 | Ü2; Beginn: 6. 3. |
| Juliane Vogel | Mi, 11-13 | Ü3; Beginn: 7.3. |
| Karl Wagner | Mi, 10-12 | Ü1, Beginn: 14.3. |
| Werner Welzig | Mi, 13-15 | Ü3, Beginn: 7.3. |
Dieses Proseminar vermittelt die zum Übersetzen mittelhochdeutscher Texte nötigen Fähigkeiten, vor allem als Voraussetzung für das Proseminar "Ältere deutsche Literatur". Dazu gehört vor allem die Struktur der Sprache (daher der Titel "Mittelhochdeutsche Grammatik"), aber auch Wortschatz, Metrik und Aussprache, sowie aus Kulturkunde und Sprachgeschichte, was noch nicht aus der "Einführung in die ältere deutsche Sprache und Literatur" bekannt ist.
Man muß zu Semesterende einen mittelhochdeutschen Text 1. laut lesen, 2. seine grammatischen Strukturen erklären und 3. ihn in die Gegenwartssprache übersetzen können. Dazu wird meist ein Textabschnitt zur grammatikalischen Analyse angegeben sowie ein längeres Werk oder Textkorpus, aus dem eine unbekannte Stelle mit Hilfe eines Wörterbuches zu übersetzen ist.
| Alfred Ebenbauer | Di, 9-11 | Ü3; Beginn: 6.3. |
| Die in vorausgehenden Lehrveranstaltungen erworbenen Kenntnis der historischen Grammatik ("Lautlehre") soll erweitert und vertieft werden ("Formenlehre"), vor allem aber ist das Ziel der Lehrveranstaltung das ("passive") Erlernen des Mittelhochdeutschen als Voraussetzung für den interpretatorischen Umgang mit mittelalterlichen Texten. Literatur: HELM/EBBINGHAUS: Abriß der mittelhochdeutschen Grammatik, Niemeyer, Tübingen 1961 u.ö. Mittelalter I (= Die deutsche Literatur. Ein Abriß in Text und Darstellung, Bd. 1), hg. von H.J.KOCH (= Reclam UB 9601), Stuttgart 1976. | ||
| Leopold Hellmuth | Di, 9 - 11 | Ü5; Beginn: 6.3. |
| Peter Krämer | Fr, 14-16 | Ü1; Beginn: 9.3 |
| Karin Lichtblau | Do, 11.30-13 | Ü5; Beginn: 8.3. |
| Günter Lipold | Mi, 16-17.30 | Ü2; Beginn: 7.3. |
| Manfred Zips | Fr, 10-12 | Ü5, Beginn: 9.3. |
Mi 8-10, Ü 4, Beginn: 14. 3.
Heinrich von Neustadt, dessen Unterhaltungsroman Apollonius von Tyrlant wir im Seminar behandeln, hat auch ein theologisch-philosophisches Werk über das Erscheinen Gottes auf Erden, insbesondere in der Endzeit des Antichrist, verfaßt. Es vertritt u.a. den eigentlich häretischen Gedanken, daß Gott durch Zulassen des Sündenfalles an diesem Schuld habe und daher zur Opferung seines Sohnes verpflichtet gewesen sei! Auch glaubt Heinrich, daß so vorzügliche Heiden wie Aristoteles oder Hippokrates nicht in der Hölle sein können, sondern von Christus zusammen mit den Erzvätern aus dem limbus herausgeführt worden seien. Auch dieser Gedanke ist reichlich eigenwillig. Uns soll es um das Verständnis des nicht ganz leichten Textes, dann aber auch um die Einordnung in das theologische und philosophische Wissen in der Zeit um 1300 gehen. Mit dem Werk im Zusammenhang steht auch eine Todesvision (Visio Philiberti), in der die Trennung von Leib und Seele thematisiert ist.
Literaturangaben: Der Text ist aus Heinrichs von Neustadt 'Apollonius von Tyrland'..., 'Gottes Zukunft' und 'Visio Philiberti' hg. S. Singer (= DTM 7), Berlin 1906, 329 - 464 zu kopieren, was in der Bibliothek leicht möglich ist. Ich bitte Sie, bereits in der ersten Veranstaltung im Besitz des Textes zu sein, damit wir sofort mit der Arbei beginnen können.
Prüfungskriterien: Wie bei allen Übungen Mitarbeit mit Anwesenheitspflicht, sowie Herstellung einer etwa 20-seitigen Proseminararbeit
Di. 8.30 - 10.00, Ü 2, Beginn 13. 3.
Am Beispiel des Motivs der unschuldig verfolgten Frau (Creszentia, Lucretia, Beaflor etc.), das sich durch die gesamte mittelalterliche Literatur zieht, lassen sich Aufschlüsse über die Stellung der Frau im Mittelalter gewinnen.
Themenbereiche des Proseminars: Möglichkeiten weiblicher Lebensformen im Mittelalter, die Stellung der Frau im Rechtswesen, Emotionalität (z.B. Gestaltungsformen von Trauer, Melancholie; Emotionen in der öffentlichen Kommunikation); Varianten des Motivs in Volkserzählungen ("Das Mädchen ohne Hände").
Textgrundlage: ausgewählte Abschnitte aus der Kaiserchronik; Mai und Beaflor; Konrad von Würzburg, Der Schwanritter; Die Königin von Frankreich und der ungetreue Marschall; Johann von Soest, Die Kinder von Limburg.
Die wichtigsten Texte werden zu Semesterbeginn im Rahmen eines Readers vorliegen.
Zeugniserwerb: Proseminararbeit + Referat + Übersetzungsprüfung.
Mi, 9-11, SE I, Beginn: 7.3.
Der "Iwein" Hartmanns von Aue ist einer der zentralen deutschen Liebes- und Aventiureromane des Mittelalters. Mit der Themenstellung "Die (unverheiratete) Landesherrin als Macht- und Lustobjekt2 setzt sich das PS im Rahmen der Gesamtinterpretation des Textes schwerpunktmäßig mit einem speziellen Erzählelement auseinander: Die Eroberung einer Landesherrin bzw. eines Burgfräuleins und ihres Territoriums verdeutlicht ein männliches Denk- und Verhaltensschema, das seit der Antike vielfach bekannte frauenkritische Elemente beinhaltet.
In der Lehrveranstaltung versuchen wir herauszuarbeiten, wie der Dichter, dem dieses Haupthandlungselement und das Frauenbild in seiner Quelle, dem "Yvain" von Chrestien de Troyes noch ausgesprochen frauenfeindlich vermittelt wird, mit seiner Vorlage umgeht. Dabei wollen wir die mögliche Intention des Dichters und vor allem seine erzähltechnischen Mittel untersuchen. Voraussetzung dafür ist eine kritische Hinterfragung der historischen, feudalrechtlichen Realität und der möglichen Übertragbarkeit auf die Dichtung der Zeit.
Ablauf: Allgemeine Einführung zu Werk und Autor, Lektüre ausgewählter Passagen in Verbindung mit den Beiträgen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Diskussion
Prüfungskriterien: mündliches und schriftliches Referat
Textgrundlage: Hartmann von Aue. Iwein. Urtextausgabe, Übersetzung und Anmerkungen von Thomas Cramer, Berlin 31981
Zur Einführung empfohlen: Christoph Cormeau, Wilhelm Störmer, Hartmann von Aue. Epoche - Werk - Wirkung, München 1985, S.194-231
Do. 13.30-15.00, Ü5, Beginn: 8.3.
Nach einer wohl um 1220 entstandenen Schilderung des Caesarius von Heisterbach soll Abt Gevard mit den Worten Rex quidam fuit, qui Artus vocabatur die Aufmerksamkeit seiner (schläfrigen) Mönche auf sich gelenkt haben: im europäischen Mittelalter erfreute sich der Artusstoff großer Beliebtheit. In diesem komparatistischen Proseminar werden zwei Texte im Mittelpunkt stehen: der erste deutsche Artusroman, der Erec Hartmanns von Aue, und das altwestnordische Gegenstück, die Erex saga. - Thematische Schwerpunkte sind u.a.: Stoffgeshcichte (frühe historische Quellen, Geoffrey von Monmouth etc.), Poetik der Gattung(en), Verhältnis zur Vorlage (Chrétiens Erec et Enide), Gegensatz Ideal : Wirklichkeit, literarische Wirkungengsgeschichte etc. - Ablauf: Einführung, gemeinsame Textlektüre, Diskussion aktueller Forschungsansätze; Referatblock. Weiteres, insdbesondere die Arbeitsaufteilung zwischen Germanist(inn)en und Skandinavist(inn)en (bzw. Keltolog[inn]en?), in der ersten Stunde.
Texte: 1. Hartmann von Aue: erec, ed. Albert Leitzmann/ Ludwig Wolff. 6. Auflage besorgt von Christoph Cormeau/ Kurt Gärtner (=ATB 39; Tübingen 1985). 2. Erex saga, ed. Gustav Cederschiöld (Köpenhamn 1880). -Ferner ist von allgemeinem Interesse: König Artus und seine Tafelrunde. Europäische Dichtung des Mittelalters, ed Karl Langosch/ Wolf-Dieter Lange (=RUB 9945; Stuttgart 1980 [u.ö.]).
Mo. 14 - 16, Ü 1, Beginn: 12. 3.
Behandelt werden sollen in dieser Übung alle wichtigen das Heldenepos Kudrun betreffenden Fragestellungen, insbesondere jedoch soll die These, dass die Kudrun eine Antwort auf das Nibelungenlied sei, einer Überprüfung unterzogen werden.
Texte: Kudrun hg. v. K.Bartsch Wiesbaden 51965, Nibelungenlied hg. v. H. de Boor, Wiesbaden 201972; Kudrun eingel. u. überarb. v. F. Neumann, Stuttgart 1978 (= Reclam UB 465)
Do. 13-15, Ü 3, Beginn: 8. 3. 2001, teilweise Blockveranstaltung
Ein Wächter verrichtet sein Geschäft just über dem Ritter auf dem Weg zum Stelldichein, König Artus und Parzival als hilflos Gefangene auf einer Felsklippe, ein Waldmensch, der sich über die freiwillig auf sich genommenen Gefahren der aventiure wundert usf. - Über mittelalterliche Literatur darf gelacht werden. Nur: entspricht unser subjektives Empfinden der Entstehungszeit?, wie ist intendierte Komik von unfreiwilliger zu unterscheiden?, welche Spielarten mittelalterlicher Komik - von obszön bis raffiniert - kînnen wir entdecken? Um solche und ähnliche Fragen wird es in der Lehrveranstaltung gehen.
Ablauf: Einführung meinerseits, Lesen ausgewählter Textpassagen und Diskussionen, Einführung ins praktische wissenschaftliche Arbeiten. Schriftliche Übersetzungsprüfung zur Semestermitte, kein Unterricht bis zum Blocktermin mit ihren mündlichen Referaten im Juni; schriftliche Arbeiten bis Semesterende.
Hinweise zu Ausgaben, Sekundärliteratur etc. in den ersten Stunden. Zum Einstieg lesen Sie bitte: Thomas Cramer, der deutsche höfische Roman und seine Vorläufer, in: Neues Handbuch der Literaturwissenschaft Bd. 7.
Mi., 9 - 11, Ü 3, Beginn 7. 3.
Anders als viele Konzepte des creative writing, die Textproduktion vom horror vacui des weißen Blatt Papiers aus erproben, will dieses Proseminar zeigen, daß das Schreiben niemals voraussetzungslos beginnt. Es gibt immer schon Vor- und Vorausgeschriebenes, an dem sich der Schreiber oder die Schreiberin festzuhalten vermag. Insofern gilt es, Texte, von denen es heißt, daß sie aufgrund ihrer Autorität Angst machen können (vgl. etwa Harold Bloom: Einflußangst), als hilfreiche Instrumente zu begreifen, die in einem Prozeß der Interpretation, Imitation oder Parodie die eigenen Schreibfähigkeiten zu steigern vermögen. Übersetzung, Stil, Romananfang, wissenschaftliche Arbeit, Gedicht, Szene und Brief sind die Stationen, über welche diese Rhetorik des Schreibens führen soll. Die schriftliche Arbeit besteht in einer Sammlung von selbstverfassten, über das Semester hinweg erarbeiteten Beispieltexten. Zur Einführung empfohlen: Gert Ueding, Rhetorik des Schreibens. Eine Einführung. Weinheim: Beltz Athenäum 1996.
Fr. 17.40-20.00, Ü4, Beginn: 9.3., teilw. Blockveranst. n. Ü.
!ACHTUNG: ZEIT UND HS GEGENÜBER ALLG. VORLESUNGSVERZEICHNIS GEÄNDERT!
Unterwegs zu Fremden, damit aber auchh zu sich selbst, gerät die Italienreise zu einer Schlüsselerfahrung der Wahrnehmung und des Erzählens davon an der Schwelle zur Moderne. Mit Goethes Reise zum Mythos geworden und mit den imaiginierten Italienreisen der Romantiker zur poetisierten Welt schlechthin, können die Bilder des klassischen Südens bei den Erben Grillparzer und heine nur mehr produktive Dekonstruktion evozieren, um sich schließlich mit Hesse, Freud und Thomas Mann erneut zur 'Arbeit am Mythos' zu verdichten. Wie aus dieser Dialektik gleichsam ein Diskurssystem erzählten Reisens erwächst, soll hier untersucht werden.
Texte (Ausw.): Goethe, Italienische Reise; Seume, Spaziergang nach Syrakus; Tieck, Franz Sternbalds Wanderungen; Heine, Reisebilder; Hesse, Italien...(Ffm 1983); Freud, Das Unbehagen in der Kultur; Thomas Mann, Der Tod in Venedig.
Zur Einführung; P.J. Brenner (Hg), Der Reisebericht..., Ffm 1989; G.E.Grimm u.a., Ein Gefühl von freierem Leben. Deutsche Dichter in Italien, Stuttgart 1990; C. Wiedemann (Hg), Rom-Paris-London. Erfahrung und Selbsterfahrung deutscher Schriftsteller..., Stuttgart 1988
Di, 16-18, SE II, Beginn:
Do. 12 - 13.30, Ü1, Beginn: 8. 3.
Anhand einer Auswahl von Gedichten österreichischer Autorinnen und Autoren aus den letzten fünfzig Jahren - sie wird in der ersten Stunde in einem Reader zur Verfügung gestellt - sollen verschiedene Möglichkeiten erarbeitet und reflektiert werden, sich über Gedichte zu verständigen.
Dabei wird es einerseits um die Erfassung ihrer sprachlichen und thematischen Eigenart gehen ( die Lektüre von D. Burdorfs: Einf. i. d. Gedichtanalyse. 1995/97 wird DRINGEND empfohlen) , anderseits um die Auseinandersetzung mit der zu den Gedichten vorliegenden Sekundärliteratur - einschlie?lich des Angebots im INTERNET.
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, verschiedene Diskursformen über Gedichte in ihrer Eigenart (Ziele, Mittel und Voraussetzungen / Kontext der Explikation und Argumentation) und ihrem Erkenntniswert bewusst zu machen und selbst anzuwenden. Zur Auswahl/ Bearbeitung vorgesehen sind u.a. Gedichte von: H.C. Artmann, I. Bachmann, Chr. Busta, P. Celan, M. Haderlap, F. Hafner, E. Jandl, Chr. Lavant, , F. Mayröcker, J. Oswald ...
Mi 16.30-18, Ü 4, Beginn: 7. März 2001
Als Dichter heiterer Spiele kennt man Ferdinand Raimund, als Verklärer einer beschaulichen, harmonischen, häuslichen Welt. Doch gerade diese Stereotype der Rezeption gilt es kritisch zu hinterfragen. Als Dichter der psychischen Abgründe, der Lebensängste und -unsicherheiten, aber auch der gesellschaftlichen (Auf-)Brüche gilt es Raimund neu zu entdecken. Gerade das scheinbar "Unpolitische" von Raimunds Stücken könnte möglicherweise auch als Sublimierung innerer und äußerer Spannungen kenntlich gemacht werden.
Anhand von ausgewählten Theaterstücken Raimunds soll im Proseminar nicht nur nach den dramaturgischen Mustern, nach den Szenerien und der Figurenkonzeption gefragt werden, sondern es sollen auch die Zeitbezüge und die Strategien der "Zwangsharmonisierungen" innerhalb der Rezeption untersucht werden: Ist die österreichische Sicht auf Ferdinand Raimund, einen der sogenannten österreichischen Nationaldichter, nicht auch ein Ergebnis des typisch österreichischen Verdrängungsmechanismus?
Bitte bereits jetzt zu lesen beginnen! Und zwar: Der Diamant des Geisterkönigs, Der Bauer als Millionär, Die gefesselte Phantasie, Der Alpenkönig und der Menschenfeind, Der Verschwender.
Mi, 18-20, Ü2
Fr. 14 -15.30; Ü 5, Beginn: 9.3.
In den ersten 15 Jahren nach dem Ende des 2. Weltkriegs sind eine Fülle von höchst unterschiedlichen Romanen erschienen, die in erzähltechnischer Hinsicht ein breites Spektrum umfassen. Diese Vielfalt soll im Proseminar bewusst werden: die einzelnen Texte sollen genau gelesen und mit den gängigen Methoden der Erzählforschung analysiert werden; als theoretische Basis schlage ich Matias Martinez / Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie (München: Beck 1999) vor. Für den positiven Abschluss verlange ich neben einem mündlichen Referat und dem Verfassen einer schriftlichen Proseminararbeit die Lektüre von 6 Romanen (bzw. 2000 Seiten) aus dem Lektürekanon, der voraussichtlich folgende Titel umfassen wird:
Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein (1947)
Ilse Aichinger: Die größere Hoffnung (1948)
Thomas Mann: Der Erwählte (1951)
Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras (1951)
Max Frisch: Stiller (1954)
George Saiko: Der Mann im Schilf (1955)
Heinrich Böll: Billard um halbzehn (1959)
Günter Grass: Die Blechtrommel (1959)
Uwe Johnson: Mutmaßungen über Jakob (1959)
Hans Lebert: Die Wolfshaut (1960)
Mi, 15-16.30, Ü3, Beginn 14. 3.
Ausgehend vom "Prototyp" des europäischen Picaro-Romans, dem anonym überlieferten spanischen "Lazarillo de Tormes" aus dem 16. Jh. werden einige wesentlichen Ausformungen dieses Romantyps in der dt.-spr. Literatur des 17. und 20. Jahrhunderts analysiert: H. J. Ch. Grimmelshausen: "Simplicissimus" und "Landstörzerin Courasche", J. Beer: "Jucundus Jucundissimus", Th. Mann: "Felix Krull", G. Grass: "Blechtrommel".
Übergreifende Hauptschwerpunkte der Interpretationen:
Weltbilder und Zeitbilder und Welt- und Zeitsatire aus moralischen, amoralischen religiösen, satirischen und individualistischen Perspektiven der Erzähler. Form und Funktion des "niederen Romans" in der frühen Neuzeit und seine "Emanzipation" im 20. Jh., Pikaroroman und Bildungsroman.
Strukturelles: (Auto-)biographische Struktur, Ich-Perspektive/Reflexion, Episodenhaftigkeit, Schwank und Exempel, allegorische Strukturen, (pseudo-)didaktische Topoi.
Welt- und Zeitsatire: "Verkehrte Welt", Position der Hauptfigur, "Moral" der Hauptfigur, Glückswechsel, Gesellschaftliches Panorama, Standessatire. Thema Krieg. Komik und Groteske als konstitutives Merkmal des Picaroromans und als Mittel der Satire. Maskierungen und Demaskierungen. Individualismus.
Texte:
Hans J. Chr. von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus (Teutsch). Nachw. v. Volker Meid. Reihe Reclam.
Hans J. Chr. von Grimmelshausen: Lebensbeschreibung der Erzbetrügerin und Landstörzerin Courasche. Hrsg. v. Klaus Haberkamm u. Günther Weydt. Ditzingen: Reclam Universal-Bibliothek.
Johann Beer: Jucundus Jucundissimus.
In: J.B. Sämtliche Werke. Hrsg. v. Ferdinand van Ingen und Hans-Gert Roloff. Band 4: Pokazi, Jucundus Jucundissimus. Bern, Berlin, Frankfurt u.a.: Lang 1992.
Thomas Mann: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull. Der Memoiren erster Teil. Frankfurt/M.: Fischer (Fischer Taschenbücher Bd. 2429).
Günter Grass: Die Blechtrommel. München: dtv (dtv Taschenbücher Bd. 11821)
Lazarillo de Tormes: Leben und Wandel Lazaril von Tormes. Nachw. v. Gisela Nochles. Hrsg. v. Manfred Sestendrup. Ditzingen: Reclam (RUB 1389)
Einführende Literatur (Auswahl):
Jürgen Jacobs: Der deutsche Schelmenroman. Eine Einführung. München u. Zürich: Artemis 1983.
Gerhart Hoffmeister (Hg.): Der deutsche Schelmenroman im europäischen Kontext. Rezeption, Interpretation, Bibliographie. Amsterdam: Rodopi 1987 (- Chloe. Beihefte zum Daphnis, Bd. 5)
Claudia Erhart-Wandschneider: Das Gelächter des Schelmen. Spielfunktion als Wirklichkeitskonzeption der literarischen Schelmenfigur. Untersuchungen zum modernen Schelmenroman. Frankfurt/M.: Peter Lang 1995.
Mo, 15-17, Beginn: 5. 3.
Zwischen Lebensentwurf und Selbstdarstellung liegt jene Entwicklung der literarischen Darstellung von Jugend, die von Jean Jacques Rousseau bis Benjamin von Stuckrad-Barre reicht. Angel- und Wendepunkt bleibt J. D. Salingers "Der Fänger im Roggen" mit dem im Jahr 1958 der Siegeszug des Adoleszenzromans einsetzt. Welche Erzählformen ranken sich um diesen (jugend)kulturellen Wandel? Welche Wahrnehmung von Jugend liegt zwischen der emanzipatorischen Jugendliteratur der 70er Jahre und dem postmodernen Adoleszenroman der 90er Jahre? Wie reagiert Jugendliteratur zwischen dem von Christine Nöstlinger postulierten Abwurf gesellschaftspolitischen Ballasts und der notwendigen Bezugnahme auf eine globalisierte Medienwelt auf die Frage nach zeitgemäßen Darstellungsformen? Untersucht werden soll der Wandel spezifischer Genres im Spannungsfeld von literarisierter Jugend und zielgruppenorientierter Literatur und deren erzählerische Spezifika in einem Grenzbereich zwischen Jugendliteratur und Erwachsenenliteratur. Zur Diskussion stehen unter anderem Texte von Ulrich Plenzdorf, Christine Nöstlinger, Andreas Steinhöfel, Paulus Hochgatterer und Alexa Hennig von Lange.
Einführende Literatur:
Ewers, Hans-Heino: Vom "guten Jugendbuch" zur modernen Jugendliteratur. -In: Sterz 74 / Jugendliteratur. Graz 1997.
Jugendkultur im Adoleszenzroman. Jugendliteratur der 80er und 90er Jahre zwischen Moderne und Postmoderne. Hg. v. Hans-Heino Ewers. -Weinheim / München 1994.
Kaulen, Heinrich : Jugend- und Adoleszenzromane zwischen Moderne und Postmoderne. -In: 1000 und 1 Buch. Nr. 1/1999. S. 4-12.
Mo. 11.30 -13.00, Ü 5, p.A., Beginn: 5. 3. 2001
Was tun wir, wenn wir literaturwissenschaftlich arbeiten? Ist die Literaturwissenschaft eine Wissenschaft und wenn ja, welchen Typs? Wie und warum lösen methodische Ansätze einander ab? Diese Fragen sollen an einige zentrale Theorien und Ansätze der Geschichte der deutschen Literaturwissenschaft gestellt werden, vom Positivismus des 19. Jahrhunderts bis hin zu aktuellen soziologischen, feministischen und poststrukturalistischen Positionen. Anhand einiger weniger Fallbeispiele (darunter der Geschichte der Analyse von Goethes "Werther") werden u. a. Probleme der Reichweite literaturwissenschaftlicher Methoden, des literarischen Kanons, der Editorik und der Literaturgeschichtsschreibung diskutiert, immer mit Blick auf das "Sozialsystem" Wissenschaft und seine Reaktionen auf gesellschaftlichen Wandel und historische Umbrüche. Die Geschichte der Germanistik gehört nicht nur zur Selbstreflexion des Faches, sie ist in den letzten Jahren selbst zu einem spannenden Forschungsfeld geworden.
Ein Reader wird vorbereitet.
Zur Vorbereitung:
Jost Hermand: Geschichte der Germanistik. Reinbek: Rowohlt 1994 (= re 534).
Peter J. Brenner (Hg.): Geist, Geld und Wissenschaft. Arbeits- und Darstellungsformen von Literaturwissenschaft. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1993 (= stm 2118); Wilfried Barner u. Christoph König (Hg.): Zeitenwechsel. Germanistische Literaturwissenschaft vor und nach 1945. Frankfurt/M.: Fischer TB 1996 (= FTB 12963).
Mi. 18-20, Ü 3, Beginn: ???
Der Dramentext steht in einem vielfältigen Spannungsverhältnis zu Realisierungen auf dem Theater. In der Lehrveranstaltung wird diese produktive Beziehung an Einzelbeispielen studiert.
Die Wahl der Texte erfolgt in Abstimmung auf das aktuelle Theaterprogramm der Wiener Bühnen. Neben einer literaturwissenschaftlichen Arbeit sind auch Theaterkritiken zu schreiben.
Gemeinsame Theaterbesuche werden organisiert. Deshalb begrenzte Teilnehmerzahl (20 Personen).
Di, 11-13, Ü1, Beginn:???
Diese Lehrveranstaltung ist nicht als Übung zum Erkennen einschlägiger Figuren oder zum Abzählen von Metaphern gedacht. "Rhetorik" soll vielmehr als die in verschiedenen historischen Epochen soziokulturell begründete Theorie und Praxis der intentionalen Sprachgestaltung erklärt und anhand literarisch kanonisierter Reden, Formen der politischen Propaganda, der kommerziellen Werbung aber auch belletristischer Texte in ihrer Entwicklung vorgestellt werden. Zugleich wird sie auch als Instrument der Gesellschafts-, Ideologie-, und Literaturkritik präsentiert. Die exemplarischen Texte umfassen neben theoretischen Ansätzen von E.R.Curtius, W. Jens, E. Topitsch, H.G.Gadamer, R. Barthes und D. Breuer auch literarische Beispiele von Shakespeare, Goethe, Schiller, Kraus, Wildgans, Brecht, Handke etc.
Einführende Lektüre bzw. Textgrundlagen:
H. Schlüter: Grundkurs der Rhetorik dtv WR 4149
M.F. Loebbert: Rhetorik. Reclam UB 15021
Herrschaft durch Sprache Reclam UB 9501
Politische Lyrik Reclam UB 9502
Argumente und Parolen Reclam UB 9581
Weitere Texte werden in einem eigenen Reader zusammengestellt.
entfällt!!!
Do 10-12, Ü1, Beginn: 8.3.01, Beschränkte Teilnehmerzahl
Das Proseminar beschäftigt sich mit exemplarischen Briefromanen der Goethezeit. In einer Lektüre der Geschichte des Fräuleins von Sternheim von Sophie LaRoche, von Friedrich Schlegels Lucinde, von Goethes Briefwechsel mit einem Kinde von Bettina von Arnim sollen empfindsame und romantische Spielarten postalischer Geselligkeit untersucht werden. Die Rolle des Briefeschreibens für die Entwicklung und Ausdifferenzierung bürgerlicher Seelen, insbesondere für die "Erfindung der Liebe" soll dabei ebenso behandelt werden wie die Brief-Maskeraden der Geschlechter, die die Positionen "männlich" und "weiblich" sowohl konstruieren als auch hintertreiben. Grundlage der Diskussion wird durchwegs die Form des Briefes sein, der die Kommunikation der Geschlechter reflektiert und formatiert. Die Kenntnis von Goethes Werther wird vorausgesetzt.
Texte: Sophie von LaRoche: Geschichte des Fräuleins von Sternheim. Reclam UB 7934./ Bettina von Arnim: Goethes Briefwechsel mit einem Kinde. Insel-Tb 767/ Friedrich Schlegel: Lucinde. Reclam UB 360
Zur Vorbereitung: Sylvia Schmitz-Burgard: Das Schreiben des anderen Geschlechts. Richardson, Rousseau, Goethe. Würzburg 2000 (=Epistemata; 266). Albrecht Koschorke: Körperströme und Schriftverkehr. Mediologie des 18. Jahrhunderts. München 1999. Ockenfuß, Solveig: Bettine von Arnims Briefromane. Literarische Erinnerungsarbeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Opladen 1992.
Mo, 16-18, Ü1, Beginn:
Sprechstunde: Mo. 17.45, Ort: n. Ü.
Dass Wien nicht nur an der schönen blauen Donau gelegen und die gute alle Zeit nicht immer nur "alle Tage Sonntagsspaziergang und immer Operette" (Karl-Markus Gauß) war: Darüber erzählen zahlreiche Prosatexte schon lange, bevor die eigentliche "Sozialreportage" erfunden worden ist.
Die gemeinsame Lektüre kürzerer Prosatexte aus der zweiten Hälfte des 19. sowie dem frühen 20. Jahrhundert soll den erzählerischen Strategien bei der Darstellung sozialen und ökonomischen Elends nachgehen: Wo endet die "ethnographische" Beschreibung einer wienerischen "vierten Welt" und wo beginnt das, was wir heute "Sozialvoyeurismus" nennen? Wo wird effektreich (und wie?) ein Szenario von Not und Ausgrenzung inszeniert und wo dominiert ein medizinisch-kalter Blick? Wo und wie wird das Elend zum Hintergrund für politische Agitation, bzw. dient es als tragisch-malerische Kulisse für ein fiktionales Konstrukt?
Der Schwerpunkt der Lehrveranstaltung liegt in der genauen Textlektüre und im strukturierten Austausch über das Gelesene: Vornehmlich soll das Wahrnehmen, Reflektieren und Diskutieren von Texten geübt und entwickelt werden.
Texte u. a.:
Adalbert Stifter: Wien und die Wiener / Franz Grillparzer: Der arme Spielmann / Ferdinand von Saar: Novellen aus Österreich / Friedrich Schlögl: Wiener Blut und Wiener Luft / Felix Salten: Wurstelprater, Josefine Mutzenbacher / Ivan Cankar: Vor dem Ziel / Max Winter: Großstädtisches Elend, Meidlinger Bilder / Emil Kläger: Durch die Wiener Quartiere des Elends und Verbrechens (1908) / Alfons Petzold: Das rauhe Leben (Ausz.) / Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild (Ausz.)
Ein Großteil dieser Texte wird in einem Reader zusammengestellt.
Literatur:
Benjamin, Walter: Über einige Motive bei Baudelaire. In: W. B.: Illuminationen. Ausgewählte Schriften, hg. v. Siegfried Unseld. Frankfurt/Main 1985, S. 185-229.
Maderthaner, Wolfgang u. Lutz Musner: Die Anarchie der Vorstadt. Das andere Wien um 1900. Frankfurt/Main 2000.
Rossbacher, Karlheinz: Literatur und Liberalismus. Zur Kultur der Ringstraßenzeit in Wien. Wien 1992.
Rossbacher, Karlheinz: Nachwort zu: Friedrich Schlögl: Wiener Blut und Wiener Luft. Skizzen aus dem alten Wien, hg. v. Karlheinz Rossbacher u. Ulrike Tanzer. Salzburg 1997 (=Eine österreichische Bibliothek), S. 228-252
Wagner, Karl: Nachwort zu: Ferdinand von Saar: Novellen aus Österreich, Bd. 2, hg. v. Karl Wagner. Wien 1998, S. 297-310.
In dieser Lehrveranstaltung werden anhand der wesentlichen Modelle der Grammatikografie die Grundkenntnisse der neuhochdeutschen Grammatik erarbeitet. Thematische Schwerpunkte sind: Grammatische Kategorien; Morphologie; Beziehung zwischen Philosophie und Grammatik; Syntax der traditionellen Grammatik; Valenz- und Dependenzgrammatik; der Weg von der strukturalistischen Syntax via IC-Grammatik zur generativen Transformationsgrammatik; Textgrammatik; Standard/Substandard und regionale grammat. Varianten; Grammatik u. interaktive Grammatikvermittlung auf CDROM und im Internet.
| Franz Patocka | Di. 10-11.30 | Ü2, Beginn: 6.3. |
| Paul Roessler | Fr. 9-11 | Ü3; Beginn: 9.3. |
| Richard Schrodt | Mi. 8.30-10 | Ü1; Beginn: 7.3. |
| Herbert Tatzreiter | Mi, 8-10 | Ü2; Beginn: 7.3. |
Mi. 15-18 (s.t.), 14-tägig, SE II, Vorbesprechung 7. 3. 2001, 15.00 pktl.
Seminartermine: 14., 21., 28. März; 25. April, 9., 16. Mai, 20. Juni 2001
Fortsetzung der Arbeit vom vorigen Semester. Dieser Abenteuer- und Unterhaltungsroman vom Beginn des 14. Jh.s ist aus vielen Gründen hochinteressant. Er verbindet das spätantike Romanschema von den verlorenen und wiedergefundenen Verwandten mit vielen abenteuerlichen Elementen, die sich vor allem auf die Wunder des Orients beziehen. Am Ende wird auch der Artuskreis und das Christentum in die antik-heidnische Erzählung eingeflochten. Untersuchungen zur Motivgeschichte werden im Vordergrund der Seminarübung stehen. Sie bereitet aber auch auf eine Ausstellung der Stadt Wiener Neustadt über den Arzt Heinrich von Neustadt, dem Verfasser des Romans, vor.
Literaturangaben: Es gibt nur eine Ausgabe des Werkes: Heinrich von Neustadt, Apollonius von Tyrlant, hg. S. Singer (=DTM 7), Berlin 1906 (s. oben ). Sie werden sich mit einer Xeroxkopie des Werkes begnügen müssen.
Prüfungskriterien: Wie bei allen Übungen Mitarbeit mit Anwesenheitspflicht zählt die Mitarbeit im Unterricht. Darüber hinaus ist ein Referat über ein bestimmtes, mit mir zu besprechendes Thema zu halten. Selbstverständlich erwarte ich, daß Sie den ganzen Roman lesen (über 20000 Verse!), Vorteil: Das Seminar ist nicht überlaufen, ich habe viel Zeit für Sie und die Veranstaltung findet in einer freundschaftlich-lockeren Atmosphäre statt.
Di 11-13, Ü3, Beginn: 6.3., Anmeldung: 5.3.2001, 14-16, Sekretariat Guggenbichler
Die Relevanz des "Mythos" von Tristan und Isolde für die europäische Literatur- und Geistesgeschichte ist ebenso evident wie die literarische Bedeutung von Gottfrieds von Straßburg Roman von ‚Tristan und Isolde'. In einer Verbindung von Referaten (mit Diskussion) und intensiver Textlektüre soll der ‚Tristan'-Komplex von beiden Fragestellungen her erörtert werden. Im Rahmen des Seminar soll auch der Film ‚L'Éternel Retour' (mit Jean Marais etc.) von 1943 gezeigt und besprochen werden.
Literatur:
Gottfried von Straßburg, Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch, hg. von Rüdiger Krohn (= Reclam UB 4471/4472), Stuttgart 1981.
Christoph Huber, Gottfried von Straßburg: Tristan, Berlin: Erich Schmidt 2000.
Mo 8.30-10, Ü 3, Beginn: 12.3., Anmeldung: 5.3. 14-16, Sekretariat Guggenbichler
Da es um die literarische Produktion eine wichtigen (böhmischen) Kulturraums geht, werden sehr verschiedene Texte (Antikenromane, Liebesromane, Lyrik, Legenden, Chroniken etc.) zu erörtern sein. Im Vordergrund soll der "kulturhistorische" und "kulturgeographische" Aspekt stehen.
Hinweis: Das Seminar wird parallel zu einem Seminar von Prof.Mertens an der FU
geführt; die Berliner und die Wiener Gruppe treffen sich zu einem gemeinsamen
Wochenendseminar (Donnerstag abends bis zum Sonntagabend) in Olomouc (Olmütz), an dem auch die dortigen KollegInnen teilnehmen werden. Der Termin steht noch nicht fest.
Di 12.00-14.00, Ü4, Beginn u. Anmeldung : 6. März
In dieser Lehrveranstaltung sollen die unbekannten und im Lehrbetrieb vernachlässigten Genres der ma. Kleindichtung zur Diskussion gestellt werden. Gedacht ist, das Einverständnis der Teilnehmer vorrausgesetzt, an eine eigenständige Erarbeitung der Blöcke etwa von geistlicher, weltlicher und Minne-Rede, von weltlich didaktischer und politischer Rede, von Gnomik (sprichwörtlicher Dichtung) und Priamel, von Mirakel- und Wundererzählung u.a. im Teamwork.
Die Nachweis über die Zulassungsberechtigung (Zeugnis über die 1. Diplomprüfung, Einreichbestätigung des Zeugnisses, Zeugnis über ein bereits absolviertes Seminar, sind unbedingt (!) vorzulegen.
findet nicht statt! stattdessen Vorlesung I 212!
Di. 9 - 11, Ü 1, Anmeldung: 13. 3. 01
Behandelt werden wichtige Fragestellungen der Forschung zur mittelhochdeutschen Chanson des gest (Rolandslied, Wolframs Willehalm, Strickers Karl), wobei insbesondere der realpolitische Bezug (Kreuzz¸ge) und der lokalhistorische Aspekt im Vordergrund der Betrachtung stehen sollen. Die Exkursion in die Provence ist vom 18. 5. bis 27. 5. 01 geplant.
Mo. 14-16, Ü 4 (p.A.); Anmeldung und Beginn: 5.3.
Die Anmeldung findet Montag, 5. März 2001, von 9 - 11 Uhr im Sekretariat des Instituts für Germanistik (Frau Grill, Stiege IX, 1. Stock/Unterteilung, Zi. 5) statt.
Bitte das/die erforderliche/n Zeugnis/se UNBEDINGT mitbringen: Diplomprüfungszeugnis (Erste Diplomprüfung) oder alle Zeugnisse für die Diplomprüfung oder ein Seminarzeugnis.
Studierende aus dem Ausland: Nach Anmeldung bitte Rücksprache mit mir in der Sprechstunde oder vor Beginn der Lehrveranstaltung.
Phantastische Genres haben schon seit längerer Zeit Konjunktur. Impulse gingen zunächst von der Populärkultur und ihrer Erforschung aus, das Interesse am Phantastischen führte dann aber zu verstärkter Beschäftigung auch mit anspruchsvolleren Texten.
Im Seminar sollen zu Beginn terminologische Fragen (Nähe der Phantastik zu anderen Genres; Subgenres) besprochen, Gründe für die Faszination des Phänomens (Eskapismus, Trend zum Mythos, zur Esoterik, postmodernes Vergnügen am spielerischen Rätselcharakter) erörtert und Beurteilungen des Weltbildes der Phantastik (reaktionär - konservativ - oder doch subversiv?) diskutiert werden. Aus dem breiten Spektrum rätselhafter Phänomene sollen einige bes. interessante Motive und Themen herausgegriffen werden, so z.B. der Revenant (E.T.A. Hoffmann: "Ritter Gluck", K. H. Strobl: "Die arge Nonne"), Doppelgänger-Manifestationen (G. Meyrink: "Der Golem", W. Bergengruen: "Der Doppelgänger"), magische Praktiken und ihre schrecklichen Folgen (G. Meyrink: "Das Grillenspiel", W. Seidel: "Das älteste Ding der Welt"), unerklärliche Todeserfahrungen (A. Lernet-Holenia: "Der Baron Bagge", L. Perutz: "Zwischen neun und neun"), die Prophezeiung, deren Erfüllung man nicht entgehen kann (A. Schnitzler: "Die Weissagung"), das geheimnisvolle Skelett (B. Kegel: Das ÷lschieferskelett), die Reinkarnation (H. Valencak: "Zuflucht hinter der Zeit", H. Rosendorfer: "Stephanie und das vorige Leben") u.a.
Zur Einführung: Tzvetan Todorov: Einführung in die fantastische Literatur (Introduction à la littérature fantastique, dt.). (Aus dem Frz. übers. v. Karin Kersten, Senta Metz u. Caroline Neubaur.) - München 1972. (Literatur als Kunst [37].); Frankf. a. M. 1992. (Fischer TB. 10958); Florian F. Marzin: Die phantastische Literatur. Eine Gattungsstudie.- Frankf. a.M., Bern 1982. (EHSS. Reihe 1. Bd. 569); Gero von Wilpert: Die deutsche Gespenstergeschichte. Motiv - Form - Entwicklung. - Stuttgart 1994. (KTA. Bd. 406.) Ausführliche Literaturliste mit Themenvorschlägen bei der Anmeldung im Sekretariat. Es gelten die allgemeinen Seminaraufnahmebedingungen.
Di. 16-18 Uhr, Ü 5 (p.A.), Anmeldung und Beginn: 5.3.
Die Anmeldung findet Montag, 5. März 2001, von 9 - 11 Uhr im Sekretariat des Instituts für Germanistik (Frau Grill, Stiege IX, 1. Stock/Unterteilung, Zi. 5) statt.
Bitte das/die erforderliche/n Zeugnis/se UNBEDINGT mitbringen: Diplomprüfungszeugnis (Erste Diplomprüfung) oder alle Zeugnisse für die Diplomprüfung oder ein Seminarzeugnis.
Studierende aus dem Ausland: Nach Anmeldung bitte Rücksprache mit mir in der Sprechstunde oder vor Beginn der Lehrveranstaltung.
Die Konjunktur der Fremdheits-Thematik setzt zu Beginn der siebziger Jahre ein, verbunden mit einer verstärkten Rezeption der "Klassiker" der Fremdheitsforschung (z.B. G. Simmel). Im Laufe der achtziger und neunziger Jahre stieg die Zahl der Studien zur Alterität geradezu inflationär an: Das Spektrum reicht von der Untersuchung verschiedener Völkerbilder über Gastarbeiterforschung und -literatur, Erörterung sozialpsychologischer Aspekte des Fremdheitsproblems bis zur Diskussion grundsätzlicher Fremdheit des Menschen in der Welt und sich selbst gegenüber.
Eine solche Ausweitung verbietet der zeitliche Rahmen des Seminars. Gedacht ist an die Konzentration auf die Untersuchung erotischer Beziehungen zwischen Angehörigen verschiedener Ethnien, weil hier das - in der Begegnung mit dem Fremden so zentrale - Distanz-Nähe-Verhältnis bes. problematisiert wird.
Nach Analysen von Texten aus der ersten Jahrhunderthälfte (z.B. M. Brod: "Ein tschechisches Dienstmädchen", M. Dauthendey: "Den Abendschnee am Hirayama sehen", v.a. C. Goll: "Der Neger Jupiter raubt Europa"), in denen all diese erotischen Beziehungen auf die eine oder andere Weise scheitern, sollen neuere Texte (H. Böll: "Gruppenbild mit Dame", B. Frischmuth: "Das Verschwinden des Schattens in der Sonne", "Die Schrift des Freundes" u.a.) untersucht und das zunehmende Gelingen erotischer Begegnungen mit dem Fremden (L. Faschinger. "Wiener Passion") bes. beobachtet werden.
Zur Vorbereitung: Kulturthema Fremdheit: Leitbegriffe und Problemfelder kulturwissenschaftlicher Fremdheitsforschung. Hg. v. Alois Wierlacher: - München 1993: Fremde und Fremdes in der Literatur. Hg. v. Joanna Jablkowska u. Erwin Leibfried. Frankf.a.M: [usw.] 1996. (= Gie?ener Arbeiten zur neueren Literatur und Literaturwissenschft. Bd. 16) Johanna Kassimis: Fremde und Fremdes: Erotische Begegnungen. Erotische Beziehungen zwischen Angehörigen verschiedener Ethnien am Beispiel von ausgewählten epischen Werken der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Wien, Geisteswiss. Diss. 2000. Literaturliste mit Themenvorschlägen bei der Anmeldung im Sekretariat. Es gelten die allgemeinen Seminaraufnahmebedingungen.
Do, 15-17, Ü1, Beginn: 8.3.
Das Seminar verfolgt mittels induktiver, textzentrierter Vorgehensweise die Entwicklung der Barocklyrik. Anhand eingehender Lektüre und Interpretation ausgewählter Gedichte sollen die geläufigen literaturwissenschaftlichen Kontextualisierungen problematisiert werden: rhetorische Gestaltungsnorm, sozialhistorische und anthropologische Fragestellungen, Autorschaft, Medialität und Mentalität. Gelesen und bearbeitet werden jeweils 1-2 Gedichte von Martin Opitz, Andreas Gryphius, Catharina Regina von Greiffenberg, Paul Fleming und Johann Christian Günther, weitere Einheiten gelten den "Schlesiern" (Lohenstein, Hofmannswaldau), den geistlichen Dichtern (Spee, Laurentius von Schnifis), den Epigrammatikern (Opitz, Logau, Silesius) sowie der Galanten Lyrik.
Zur Einführung: Dirk Niefanger: Barock. Stuttgart [u.a.]: Metzler 2000 (Lehrbuch Germanistik) sowie mein Skriptum "Literatur des Barock" (SS 1999, Sekretariat Kugler).
Di 10-12, Ü 4, Anmeldung: Do, 8. März 2001, 10-11, Zimmer 1 U 23; Beginn: 13. 03.
Aus der reichen Fälle des novellistischen Schaffens, für das es keinen normativen Idealtypus gibt, will das Seminar in einem repräsentativen Panorama Novellen von der Goethezeit bis in die Gegenwart exemplarisch behandeln: zumeist Dichtungen von hohem Rang.
Darüber hinaus will das Seminar dem Deutschlehrer an AHS und BHS zu einer lebendigeren Gestaltung des Unterrichts verhelfen.
Freitag 11 -13, Ü 3, Beginn: 9. 3.
Anmeldung ab sofort schriftlich, telefonisch oder per e-mail (wynfrid.kriegleder@univie.ac.at)
Ziel dieses Seminars ist es, ein möglichst umfassendes Bild von Leben und Werk Heinrich Heines zu vermitteln. Die Teilnehmer sollen eine schriftliche Seminararbeit anfertigen, die von einem konkreten Text Heines ausgehend zu allgemeineren Fragen vorstößt. Das Seminar selbst wird als Gesprächsrunde gehalten, in der fortlaufend über Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Arbeit berichtet und reflektiert wird. In den letzten beiden Stunden werden die fertigen Arbeiten, die von allen Seminarteilnehmern zu lesen sind, vorgestellt und diskutiert.
Als Vorbereitung auf das Seminar empfehle ich, dass Sie Ihr literarhistorisches Wissen über die Biedermeier- (oder Restaurations- oder Vormärz-) Epoche erweitern und sich mit Heinrich Heine vertraut machen. Empfehlenswert: Gerhard Hˆhn: Heine-Handbuch: Zeit, Person, Werk. 2. aktualisierte Auflage, Stuttgart u. Weimar: Metzler 1997.
Montag 14-16, SE I, Beginn: 5.3., teilweise Blockveranstaltung
Anmeldung: Sekretariat Kugler (begrenzte Teilnehmerzahl)
Reguläre Sprechstunden:5.3., 2.4., 23. 4., 28.5.
Seminarablauf
Montag, 5.3.: Einführung in die Lehrveranstaltung, Überblick, Vergabe der Referatthemen
Montag, 2.4.(regulär): Einführung in die Grundbegriffe der Lehrveranstaltung (Gedächtnis, Erinnerung, Vergessen)
Freitag, 6.4. (Block, 14-18): Vom "privaten" Gedächtnis zur kollektiven Erinnerungskultur
Textbasis:
Maurice Halbwachs, Das Gedächtnis und seine sozialen Bedingungen, Frankfurt/ M 1985
ders., Das kollektive Gedächtnis. Frankfurt/M. 1985
Jan Assmann, Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen, M¸nchen 1992
Der soziale Rahmen des individuellen Gedächtnis. Zur Gedächtnistheorie von Maurice Halbwachs
Der soziale Rahmen des individuellen Gedächtnisses. Die literarischen Beispiele von Maurice Halbwachs
Kollektives Gedächtnis und Geschichte. Zur Konstruktion eines Gegensatzes in der Theorie von Maurice Halbwachs
Zur Konzeption des kulturellen Gedächtnis bei Jan und Aleida Assmann
Zur Gedächtniskultur in frühen Hochkulturen
Samstag, 7.4.( Block, 9-13): Die Kunst des Vergessens:
Textbasis: Harald Weinrich, Lethe. Kunst und Kritik des Vergessens
Adalbert von Chamisso, Peter Schlemihls wundersame Geschichte: Erinnerungsverlust, Nomadentum, Naturwissenschaft
Sigmund Freuds Konstruktion des Unbewu?ten am Beispiel des ÑWunderblockì- Aufsatzes
Friedrich Nietzsche als Erinnerungs- und Vergeßlichkeitstheoretiker
Aufschreiben, um zu vergessen: Thomas Bernhard, Auslöschung. Ein Zerfall.
Die Architektur des Erinnerns. Heimito von Doderers Roman ?Die Strudlhofstiege als mnemotechnischer Roman.
Die Spuren der Erinnerung im Medium der Literau.Marcel Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit.
Freitag, 20.4. (Block 9-12): Die Kunst der Erinnerns:
Textbasis: Frances A. Yates, Gedächtnis und Erinnern. Mnemonik von Aristoteles bis Shakespeare, Weinheim 1991
Anselm Haverkamp und Renate Lachmann(Hg.), Memoria. Erinnern und Vergessen, München 1993
Wolfgang Müller-Funk(Hg.), Zeit. Mythos, Phantom, Realität. Wien, Heidelberg, New- York 2000
Aleida Assmann, Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses, München 1999
Erinnerungstechniken in der Antike: Griechenland
Erinnerungstechniken in der Antike: die lateinische Kultur
Augustinus als Zeit- und Gedächtnistheoretiker
Samstag, 21.4. (Block 9- 13): Die Säkularisierung des Denkens: Memoria, Fama Historia (Kap. II Aleida Assmann, Pierre Nora, Reinhardt Kosseleck)
Gedächtnisorte.
Romantische Erinnerungskunst (Wordsworth)
Danilo Kis: Die Enzyklopädie der Toten
Montag, 23.4. (regulär): Semiotische Konzepte von Erinnern und Vergessen (Renate Lachmann)
Gedächtnis und Erinnerung in den Naturwissenschaften
Montag 28.5. (regulär): Gedächtnis und Erinnerung in heißen und kalten Kulturen (Levi- Strauss)
Die regulären Sitzungen am 5.3., 2.4., 23.4. und 28.5. finden jeweils im Institut für Germanistik statt, die Blockveranstaltungen im Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) der Universität Wien in der Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien
Di. 15.30-17, Ü 1, Beginn: 6.3.
Goethes Ruf als Dramatiker ist umstritten. Das Seminar ist nicht darauf angelegt, an diesem Zustand etwas zu ändern - im Gegenteil. Es sollen alle Argumente gesammelt werden, die gegen die Stücke Goethes vorgebracht werden können oder vorgebracht werden konnten. Dabei geht es um die Komposition der Stücke, um deren dramaturgische Konzeption, um die Handlungsführung, die Finalisierung von Szenen (ist ein Vergleich mit dem in dieser Hinsicht überlegenen Schiller zulässig?), die Konfrontation der Protagonist(inn)en, die Lehren (gibt es überhaupt welche?), die Sprache (wie funktionieren die Verse? wie sieht es in der Prosa aus?), die Bühnenwirksamkeit (was für die Weimarer Bühne taugt, gehört das auf die Bretter, die die Welt bedeuten?), die Sentenzen (kann Schiller das nicht besser?), die Geschlechterrollen und die Geschlechterverteilung.
Freilich ist es nicht möglich, alle Stücke Goethes als Induktionsbasis heranzuziehen; es werden drei herausgegriffen, die als exemplarisch gelten können und die allesamt bei Reclam erhältlich sind. Für die Arbeit wird freilich auf die Edition im Klassiker-Verlag oder auf die Münchner Ausgabe (Hanser) zurückzugreifen sein. Als Diskussionsgrundlage verbindlich:
Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand (RUB 71)
Clavigo. Ein Trauerspiel (RUB 96)
Torquato Tasso. Ein Schauspiel (RUB 88)
Zur Orientierung empfohlen: Goethes Dramen. Hg. von Walter Hinderer
(RUB 8417)
Texte für das Seminar sind lagernd bei der Buchhandlung Kolisch (1010 Wien, Rathausstr. 18)
Themen ab sofort erhältlich!
17.00, Ü1, Beginn: 9. 3., weitere Termine als Block
Dieses Seminar stellt die Fortsetzung eines im WS 2000/01 begonnenen Unternehmens das. Mit "schwer" sind einerseits die Schwierigkeit gemeint, denen diese Texte bei der Lektüre ausgesetzt sind, andererseits aber auch der Zustand, in dem diese Literatur meist zu haben ist: Die Bücher, die sie enthalten, sind auch dem Gewicht nach schwer. Das Seminar versteht sich als Protest gegen die den Status der Literaturkritik im deutschen Sprachraum. Es geht um eine Literatur, die das Feuilleton mit Herablassung, ja mit Verachtung links liegen läßt unzuständig. Wird es ihrer ansichtig, empfiehlt es eine "gängige" Schreibweise. Das Seminar ist von der ‹berzeugung getragen, da? diese schwere Literatur zugänglich ist und das sich in ihr das vollzieht, was in der Tat den Prozeß des Schreibens und damit die Literatur voranbringt. Der akademische Freiraum ist geeignet und auch dazu verpflichtet, gerade diese Literatur zu thematisieren, die beharrlich das leisten will, was nur eine radikale Literatur kann, die sich auch nicht dem Markt unterwirft und damit auch die Empörung, Verachtung oder Nichtbeachtung von seiten der Kritik und des Publikums riskiert. Für den Einstieg ist an die "naturgedichte" von Franz Josef Czernin und an einige Texte von Ferdinand Schmatz und Reinhard Prießnitz gedacht, vor allem soll das Seminar sich auf den Text konzentrieren, der beispielhaft diese schwere Literatur zu repräsentieren vermag, und zwar auf Marianne Fritz' Werk, und da auf "Dessen Sprache du nicht verstehst"(1985).
Da es unmöglich ist, die Fülle des Stoffes in einem Semester zu behandeln, wird dieses Seminar in jedem Semester angeboten, und zwar bis zum Ausscheiden des Vortragenden aus dem Lehrbetrieb. Selbstverständlich ist es möglich, in jedem Semester in das Seminar einzusteigen und semesterweise Zeugnisse zu erwerben.
Das Seminar steht in Zusammenhang mit einem Lesekreis, der sich in der Alten Schmiede mit dem Werk der Marianne Fritz befaßt.
Blockseminar 2. Maihälfte; nähere Angaben siehe Aushang
Alle Schriftsteller, die ein Konzentrationslager überlebt haben, beschreiben eine gemeinschaftliche Erfahrung: sogar im Traum hätten sie sich mit dem Versuch beschäftigt, ihre Wirklichkeit zu schildern, und niemand hätte ihnen geglaubt. Dabei stellen sie sich folgendes Problem: mit welcher Sprache kann man das Unaussprechliche, das Unerzählbare, schildern? Das Werk der beiden Autoren wird im Seminar von dieser Fragestellung ausgehend analysiert. Wie wird Autobiographie zu Literatur? Welche Konstruktionen des Ichs erweisen sich dabei? Im Zentrum der Analyse werden folgende Werke stehen: Jenseits von Schuld und Sühne, Lefeu oder der Abbruch, Über das Altern. Revolte und Resignation von Jean Améry, Was für ein schöner Sonntag, Der weisse Berg, Algarabía von Jorge Semprún.
entfällt!
Do, 15-17, SE I, Beginn: 8.3.
"Gestehen wir, es sind verrückte Stunden" [V.†7933]: Im Zentrum dieses Semesters steht die "Klassische Walpurgisnacht" und der dritte Akt mit der Liebesbegegnung von Faust und Helena, den Schimpfreden der Phorkyas und jenen Chor-Versen, die Karl Kraus "das größte Sprachwunder aller Zeiten und Völker" genannt hat (F 521,71). Die Arbeitseinheiten des Seminars werden neun aufeinanderfolgende Szenen sein. Der Widerstand, den es bei diesem Weg entlang einer Szenenfolge zu entwickeln gilt, wird darin liegen, nicht der in den Kommentaren der heute verbreiteten Ausgaben versammelten Gelehrsamkeit zu verfallen. Das Vorhaben des Seminars sei vielmehr mit Worten angegeben, die Peter Stein für die Schauspieler formuliert hat: "immer von der Grammatik ausgehen, von dem, was im Text steht".
wird wegen Freisemesters nicht abgehalten!
Blockveranstaltung 21.-30.3., täglich (außer Sa u. So), 16 - 18
Raum 59 (3. Stock).
Anmeldung: Sekretariat Oberleuthner, 26. Februar - 6. März 2001
Beginn: 21. 03. 2001
Anders als in Neuhochdeutschen, in dem die Satznegation durch verschiedene, syntaktisch unterschiedlich funktionierende Negationswörter wie nicht, niemand, nirgends, kein, keineswegs,.... gekennzeichnet wird, verfügt das Althochdeutsche ursprünglich über eine einheitliche Form der Negationskennzeichnung, die Partikel ni, die in negativen Sätzen obligatorisch ist und in der Regel vor dem finiten Verb platziert wird. Darüber hinaus erscheinen in negierten Sätzen spezielle Formen des Indefinitpronomens, z.B. wiht bzw. niwiht statt eteswaz, das im Althochdeutschen zunächst auf positiv-affirmative Sätze beschränkt ist. In dem Seminar wollen wir unter Einbeziehung neuere grammatiktheoretischer Arbeiten zur Negation untersuchen, wie sich diese beiden Negationssysteme voneinander unterscheiden und wie der Umbau des Negationssystems des Deutschen im Einzelnen vonstatten geht. Dabei werden wir neben althochdeutschen auch mittelhochdeutsche und frühneuhochdeutsche Texte mit heranziehen. Geplant ist außerdem auch eine Sichtung moderner Dialekte, insbesondere der Situation im Bairischen.
Lektüre zur Vorbereitung:
Donhauser, Karin (1996): Negationssyntax in der deutschen Sprachgeschichte: Grammatikalisierung oder Degrammatikalisierung?, In: Deutsch-typologisch. Hg. v. E. Lang/G.Zifonun. Berlin/New York 1996, S. 201-217.
Lenz, Barbara (1996): Negationsverstärkung und Jespersen-Zyklus im Deutschen und in anderen Sprachen. In: Deutsch-typologisch. Hg. v. E. Lang/G.Zifonun. Berlin/New York 1996, S. 183-200.
Mi, 12-14, HS 42, Blockveranstaltung
wird wegen Auslandsaufenthaltes nicht abgehalten!
Mi. 10.30 -12; Ü 2, pers. Anmeldung in der Sprechstunde, Beginn: 7.3.
Gerade in Politik und Werbung ist das Entstehen (und Überleben) neuer Wörter ein Rezeptions- und Akzeptanzproblem. Um den Neologismen im Journalismus generell auf die Spur zu kommen, sollen in diesem Seminar aktuelle, thematisch gemeinsam festzulegende Artikel in den gängigen österreichischen Tageszeitungen untersucht werden. Als Literatur empfiehlt sich Fleischer/Barz (1992) Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache. Tübingen.
Mo 18-19.30 und ein Ganztag (23. 6. 01) als Ersatz für ausfallende Stunden. Seminarraum I. Beginn: 19. 3. 01
Während die Vorlesung einen breiten Überblick über Runeninschriften als Quellen der Sprachgeschichte bieten wird, sollen im Seminar einzelne für die Methodik und die Ergebnisse wesentliche Inschriften besprochen werden. In der ersten Semesterhälfte werden wir gemeinsam die wichtigsten Textgrundlagen (Inschriften) lesen und interpretieren. In der zweiten Semesterhälfte fallen zunächst 5 Seminarsitzungen aus, diese Zeit soll zum Anfertigen der schriftlichen Arbeiten genutzt werden. Die ausgefallenen 5 Doppelstunden werden Samstag, den 23. 6. 2001, ganztägig, eingebracht. An diesem werden die Referate, die Sie zuvor schriftlich abgeben, ausschnittsweise vorgetragen und diskutiert. Beginn: 9.00 Uhr. Ende: 18.00 Uhr.
Damit Sie zur Literatursuche und Anfertigung der Seminararbeiten genug Zeit haben, können Sie schon ab jetzt in der Sprechstunde (Mo + Do 14.30-15.30) Themen übernehmen.
Die schriftlichen Arbeiten geben Sie bitte eine Woche vor dem mündlichen Referat im Sekretariat Kugler ab.
Mo, 14 - 16, Ü2; Beginn: 5. 3. 2001
Gegenstand des Seminars sind die hochsprachlichen Varianten des Deutschen in den deutschsprachigen Ländern des geschlossenen Sprachgebiets, also vornehmlich in der Bundesrepublik Deutschland, in der Schweiz und in Österreich, die anhand der wissenschaftlichen Literatur und anhand von Primärtexten erarbeitet werden sollen.
Persönliche Anmeldung erforderlich bis 2. März 2001 im Sekretariat Oberleuthner. Beschränkte Teilnehmerzahl.
Do, 16-18, Ü2, Beginn: 8.3.
Anmeldung zum Seminar und Wahl/Besprechung der Themen: in der Sprechstunde (7.3.) bzw. in der 1. Seminarstunde (8.3.).
In einem theoretischen Teil wird zunächst zu klären, was unter "festen Wortgruppen" zu verstehen ist (vgl. z.B. die Merkmale der Idiomatizität, Stabilität, Lexikalisierung u.a.). Im Anschluss daran sollen (anhand von Texten) Beispiele aus den verschiedenen "Bereichen" nach bestimmten Kriterien interpretiert werden (z.B. "Hand" > aus erster Hand, unter der Hand, freie Hand haben, jemanden in der Hand haben, seine Hände im Spiel haben, seine Hand ins Feuer legen usw.).
Themenwahl ist in der Vorbesprechung (oder früher) möglich, Literatur dazu wird zu Beginn des Seminars ausgehändigt.
Mo, 16-18, Ü2, Beginn: 5.3.
Anmeldung unter Vorlage des 1. Diplomzeugnisses im Sekretariat Oberleuthner 26.2.-2.5.
Der Wortschatz der Dialekte bildet eine der lexikalischen Quellen der Umgangssprache und der Schriftsprache in Österreich und damit der Eigenheiten des österreichischen Deutsch. Anhand der Karten des "Deutschen Wortatlasses" und des "Atlasses der deutschen Umgangssprachen" sollen die Verbreitungen des charakteristischen Wortschatzes innerhalb und zum Teil außerhalb Österreichs ermittelt und in Referaten dargestellt werden.
Einführungslektüre:
P. Wiesinger: Sprachgeschichten und Sprachgebrauch in Österreich. In: Zeitschrift für Germanistik 4, Leipzig 1983, S. 184-195
P. Wiesinger: Grundsätze der großräumigen bairischen Wortgeographie. In: H. Munske u. a. (Hrsg.): Deutscher Wortschatz - Lexikologische Studien. Berlin 1988, S. 555-672
Achtung! Von den beiden vorgeschriebenen PS Fachdidaktik (I 251) muß auf jeden Fall zuerst das PS "Einführung in die Methodik und Didaktik des Deutschunterrichts" besucht und absolviert werden!
Do, 15.30-17, Ü3, Beginn:
Di, 13-14.30, Ü3, Beginn:
Do, 8.30-10.00, SE 1, p.A., Beginn: 8.3.
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, wesentliche Erkenntnisse der Schreibdidaktik kennen zu lernen und für das Schreiben in der Schule fruchtbar zu machen.
Die Auffassungen und Vorgaben des Lehrplans sollen dazu erörtert und mit neueren Ansätzen der Textproduktion in Verbindung gesetzt werden.
Ein günstiges Verhältnis zwischen der Arbeit mit Aufsatzformen (Textprodukte) und der Ausbildung des Schreibvermögens der SchülerInnen (Schreibprozesse) soll erarbeitet werden. Der Blick für die Beobachtung der anderen wie der eigenen Schreibkompetenz soll geschärft werden. Eingebrachte SchülerInnen-Texte und eigenproduzierte Texte dienen dazu, die Faktoren des Schreibens, die Korrektur, die Beurteilung sowie die Überarbeitung zu thematisieren. Diverse Anregungen und Übungen aus einschlägigen Handbüchern und Schulbüchern werden dabei erprobt. Fragen aus der Praxis sollen dabei im Vordergrund stehen.
Anforderungen:
Mitarbeit in Form von mündlichen und schriftlichen Beiträgen
Sammelmappe mit allen Texten, die in der Lehrveranstaltung verfasst und behandelt werden
Do, 17-18.30, Ü3, Beginn:
Fr, 13-15, Ü3, Beginn:
Mi, 14-16, Ü1, Beginn:
Mi, 14-16, Ü1, Beginn:
Di, 11-13, SE I,
Mo. 16:00-17:30 Uhr, pünktlich, SR I, Beginn: 5. 3.
Im Zentrum der Veranstaltung steht das Schreiben in der Schule. Dabei werden Konzepte der aktuellen Schreibdidaktik vorgestellt, anhand der Lehrpläne diskutiert, Methoden erörtert und erprobt, Schreibsituationen und Aufgabenstellungen erarbeitet, Anregungen aus Lehrbüchern besprochen ... Neben pragmatisch ausgerichtetem soll auch kreatives Schreiben und seine Funktion im Deutschunterricht reflektiert werden.
Ausgehend von authentischen Schüler/innen-Texten werden Korrektur und Beurteilung thematisiert und problematisiert, jeweils mit Blick auf Diagnose und Therapie. Auch die aktuelle Rechtschreibung, die seit langem an den Schulen gelehrt wird, wird Sie beschäftigen.
Außerdem:
Sie sollen nicht nur die rezeptive Seite der Textproduktion kennen lernen. Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung ist das Produzieren eigener Texte mit der Zielsetzung der Wahrnehmung der eigenen Schreibkompetenz und der Erfahrung der Bedingungen schulischen Schreibens, auch in gemeinsamer Arbeit mit Schüler/innen.
Einige Termine werden daher an einem Ganztag geblockt, voraussichtlich an einem Freitag.
Ort: Gymnasium SacrÈ Coeur, 1030 Wien. Anwesenheitspflicht!
Zeugnisanforderungen: Anwesenheit, Texte-Mappe, Prüfung am Semesterende.
Mo, 12.30-14, Ü4, Beginn:
Fr, 10 - 11.30, Ü4, Beginn: 09.03.01
Die Zahl der teilnehmenden Studierenden ist auf 15 begrenzt.
Die Lehrveranstaltung ermöglicht den Studierenden, das freie Sprechen in der Präsentation zu üben und zu perfektionieren.
Die Sprechproben in der Mitte des Semesters zeigen individuelle Lernschwerpunkte auf, an denen im Verlauf des Halbjahres gearbeitet wird. Die resultierenden Übungserfolge werden bei den Abschlußprüfungen durch die Studierenden unter Beweis gestellt. Derartige Lernschwerpunkte betreffen einerseits Atem, Stimme und Artikulation, andererseits die Redegestaltung. Eine Arbeit an sprecherischen Faktoren geschieht stets zugunsten des kommunikativen Verhaltens und des persönlichen Auftretens, und wirkt dadurch allgemein Karriere unterstützend. Als Feedback-Instrumente werden - außer der Rückmeldung anderer im anschließenden Gespräch - Audio bzw. Video genutzt.
Willkommen sind Studierende aller Fakultäten, die das Sprechen und Präsentieren als wichtigen Bestandteil ihres (künftigen) Berufsalltages betrachten.
Lerninhalte des Semesters:
- Gestaltung einer Rede bzw. einer Präsentation
- Kenntnisse um verbale und nonverbale Signale, die den Ausschlag dafür geben, bei den ZuhörerInnen gut anzukommen
- Die eigene Erfahrung "vorne zu stehen"
- Abbau von Angst, Stress und Unsicherheit
- Spaß am Präsentieren
- Atem- Stimm- und Artikulationsübungen
- Schulung von Ästhetik und Leistungsfähigkeit der Stimme
Die Lehrveranstaltung ist somit für Studierende geeignet, die an einer Verbesserung ihrer kommunikativen Möglichkeiten interessiert sind, sowie aufgeschlossen dafür, mittels Feedback an sich zu arbeiten.
Literaturhinweise:
Als Standardwerk der Sprechpädagogik und als Übungsgrundlage:
Coblenzer, H. & Muhar, F.: Atem und Stimme. (Anleitung zum guten Sprechen). 12. Auflage, Bundesverlag Wien 1993.
Als Übungsbücher bzw. Nachschlagewerk für den artikulatorischen Bereich, Hochlautung etc.:
Aderhold, E. & Wolf, E.: Sprecherzieherisches Übungsbuch. 8. Auflage 1990, Florian Noetzel Verlag, Wilhelmshaven 1990.
Balser-Eberle, V.: Sprechtechnisches Übungsbuch. (Ein Unterrichtsbehelf aus der Praxis für die Praxis).
22. Auflage, Bundesverlag, Wien 1993.
Boor, Moser & Winkler (Hrsg.) "Siebs": Deutsche Aussprache. 19., umgearbeitete Auflage.
Walter de Gruyter, Berlin 1969.
Auch für den Nicht-Mediziner, der sich als BerufssprecherIn über seine Stimme Gedanken macht:
Gundermann, H.: Heiserkeit und Stimmschwäche. 3. Auflage Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1991.
Mo. 18-19.30, Ü4; Beginn: 12.3
Kommentar siehe oben
| Ingrid Cella | Mo. 17-20 (gilt als I 223) | Ü-Raum 5, jede zweite Woche; Referate und Besprechung neuerer Fachliteratur, Beginn: 5.3. |
| Alfred Ebenbauer | Mo, 17-19 | SE II; Beginn: 12.3. |
| Irmgard Egger | n.Ü. | |
| Franz Eybl | Fr. 14.30-16 | SE I, Beginn: 9.3. |
| Konstanze Fliedl | Di. 16.30-18 | SE-Raum I; Beginn: 13.03. |
| Murray G. Hall | Beginn: 13.3. | Ü1, 14. 00 s.t. |
| Hedwig Heger Koll. f. Diss. | Di, 12-14, | 1U, Zi. 24, Beginn: 6.3. |
| Hedwig Heger Privat. f. Dipl | Do, 10-12 | Ü4, Beginn: 8.3. |
| Leopold Hellmuth | n.Ü. | |
| Roland Innerhofer | Di, 17-18.30 | Ü3; Beginn: 6.3. |
| Wynfried Kriegleder | Do, 18-20 | SE-Raum II . Beginn: 8.3.. |
| Günter Lipold | Fr, 14.30-16 | SE-II; Beginn: 9.3., persönliche Anmeldung |
| Wolfgang Müller-Funk | Mo, 9-10.30 | SE I, jede 2. Woche, Beginn: 12.3. |
| Franz Patocka | Mi, 9 - 11 | SE II, Beginn: 7.3. |
| Hermann Reichert | Do, 16-19 | 1U, Zi 3; Termine: 8. 3., 29. 3., 3. 5., 17. 5., 7. 6., 21. 6. 2001 |
| Hermann Scheuringer | Ort, Zeit und Beginn nach Vereinbarung | |
| Wendelin Schmidt-Dengler | Di, 17-19 | Ü1; Beginn: 6.3. |
| Richard Schrodt | Mi, 18-20 s.t. | SE IV, 14-tägig, Block, Beginn: 14.3. |
| Ingrid Strasser | n.Ü. | |
| Karl Wagner | Do, 17-19 | SE 1; vierzehntägig (jeweils 4-stündig) |
| Werner Welzig | Mi, 15-17 | SE I; Beginn: 7.3. |
| Peter Wiesinger | Mo, 18-20 | SE I; Beginn: 5.3. |
| Klaus Zatloukal | Mo, 17-19 | SE II, Beginn: 12.3. |
Als Wahlfach können alle Vorlesungen und Proseminare angerechnet werden. Außerdem gibt es eine Liste von Lehrveranstaltungen, die von anderen Studienrichtungen angeboten werden und ohne eigenen Antrag an die Studienkommission genehmigt sind. Diese hängt an der Tür des Sekretariats von Frau Guggenbichler (3. Stock). Am Institut werden angeboten:
Do 8-10, Ü 4, p.A. I 240, I 260, Beginn: 8. 3 2001
Handschriften - seien es mittelalterliche Codices oder moderne Autographen - sind die wichtigsten Übermittler und Träger abendländischer Kultur- und Geistesgeschichte und somit auch der deutschen Literaturgeschichte. Um den Zugang zu den Quellen zu erleichtern und bereits erworbenes Wissen zu vertiefen, wollen die Übungen Hilfestellung für die germanistische Praxis leisten und zu selbständiger wissenschaftlicher Bearbeitung anleiten
Vorsprechung: Mo, 12.3., 13 Uhr (c.t.), Ü 5, Blockveranstaltung: Termine n. Ü.
Exemplarische Textsorten (Brief, Protokoll, Zeitungartikel, Werbetext, Gelegenheitsrede, dramatische Szene, Anekdote, Kurzgeschichte ...)sollen unter Bezug auf theoretische Anleitungen. Argumentationsverfahren und Wirkungsfaktoren interpretiert und die dabei gewonnenen Erkenntnisse parallel dazu in eigene Texte umgesetzt und dann einer gemeinsamen Besprechung unterzogen werden. Für die Interpretationen sind Einzelreferate , für das "creative writing" Gruppenarbeiten vorgesehen.
Mi, 9-13 Uhr, Blockveranstaltung an sechs Terminen, EDV-Schulungsraum 2H-01-13 im AAKH, Hof 7, Beginn: 21. 3. 2001, Vorbesprechung: Mittwoch, 14. März 2001, 13 Uhr, EDV-Schulungsraum (wie oben)
Voraussetzung der Teilnahme: Beschäftigung mit der vorbereitenden Literatur. Das Skriptum "Sprachpädagogik im Internet" ist in den Uni-Shops und beim Universitätsverlag erhältlich und steht als Download-Version auf der Homepage kostenlos zur Verfügung:
http://www.univie.ac.at/Germanistik/prowaznik.htm
Ziel: Das Internet kann im Sprachunterricht in mehrfacher Weise genutzt werden: Als Informationsquelle, als Kommunikationsmittel und als Plattform für die Publikation eigener Beiträge (Web Publishing). Für Studierende von Sprachfächern ist die Auseinandersetzung mit diesem neuen Hilfsmittel der modernen Sprachpädagogik daher nahezu unerlä?lich. Das Ziel der LV liegt darin, die Voraussetzungen sinnvoller sprachpädagogischer Arbeit im Internet zu erarbeiten, nicht zuletzt die der Gestaltung eigener Beiträge.
Form: Diese Lehrveranstaltung ist kein Programmierkurs. Für die Teilnahme sind deshalb keine besonderen informationstechnischen Voraussetzungen gefordert. Die Fähigkeit des Umgangs mit einem Textverarbeitungsprogramm dürfte heute bereits selbstverständlich sein.
Inhalt: Wesentlich bei der aktiven Nutzung des Internet, also etwa bei der Entwicklung von Sprachlernhilfen, ist die sprachpädagogische Idee. Basierend auf der vorbereitenden Literatur wird als erste Aufgabenstellung mit Hilfe eines Editor-Programmes die einfache Grundstruktur einer eigenen Homepage entwickelt. Ein darauf befindlicher Verweis ("Hyperlink") führt zu einer später zu entwerfenden "Sprachlernhilfe" eigener Wahl. Hiebei reicht die Bandbreite von einem sprachpädagogisch relevanten Text bis zu dem eigenen Modul eines Sprachlernprogrammes. Gefordert wird vor allem die genaue Beschreibung des Projektes, vergleichbar dem Bauplan eines Architekten. Parallel dazu erfolgt die Materialsammlung (Texte, Multimedia-Elemente etc.). Die konkrete Umsetzung ist erst in zweiter Linie wichtig und erfolgt schrittweise. Eventuell erforderliche Bausteine werden als HTML- bzw. JavaScript-Files zur Verfügung gestellt oder können aus verschiedenen Internet-Quellen heruntergeladen werden. Als Abschluß werden "herzeigbare" Endprodukte auf der UNI-Homepage veröffentlicht.
Kontaktnahme mit dem Vortragenden per Email: bruno.prowaznik@univie.ac.at
2std., Blockveranstaltung am IFF (Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, Schottenfeldg.29, 1070 Wien)
Mo 16-20 Uhr, Vorbesprechung: 5.3.01, 16 Uhr; Inst. f.Germanistik; weitere Termine: 26.3., 2.4., 23.4.,7.5., 14.5., 21.5., 28.5.
Ein Buch ist kein Organismus und schon gar kein Teilchenbeschleuniger. LiteraturwissenschaftlerInnen arbeiten mit Texten, das weiß jede/r AnfängerIn. Aber mehr auch nicht.
Was hei?t "mit Texten arbeiten"? Was geschieht, wenn GermanistInnen einen Text lesen? Gibt es einen literaturwissenschaftlichen Blick und gar einen speziellen Denkstil? Ein honorierter Germanist präsentiert auf dem diesjährigen Germanistentag sein Fach als Profession, die sich des "Lockenwicklerischen ihres Tuns" durchaus bewußt ist, sein Kollege, der nun für eine angesehene Tageszeitung schreibt, setzt hinzu, daß "Germanist zu sein bedeutet, neben allen Vorgaben des Faches, immer noch, den Verbiesterungen des Lebens zu widerstehen" - zwei Positionen, die dem eigenen Tun Charakter geben. Was bedeutet es also GermanistIn zu sein? Welche Bilder und Vorstellungen hat man selbst und die anderen von der Disziplin und ihren VertreterInnen im Kopf? Welche Fragen wirft die Selbstreflexion einer Wissenschaftsdisziplin auf?
Das interdisziplinäre Konversatorium steht im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprojekts am IFF und will durch den Vergleich mit den Disziplinen Biologie, Geschichte, Physik zur Reflexion über das eigene Fach anregen und anleiten, unser Tun selbst zum Forschungsgegenstand zu machen.
Beurteilungsgrundlage ist die Mitarbeit sowie eine mündliche oder schriftliche Abschlußpräsentation der TeilnehmerInnen.
Di, 19-21. Ü 1, Beginn: 6.3.
In Zusammenarbeit mit der "Alten Schmiede", deren Poetik-Vorlesungen einen integralen Bestandteil der Veranstaltung bilden. Zudem werden Neuerscheinungen besprochen. Die Termine der Poetikvorlesung werden rechtzeitig bekannt gegeben. Die einzelnen Texte werden mit den Übungsteilnehmern abgesprochen.
Themen ab sofort erhältlich!
Mo, 8.30-10, Ü 2, Beginn: 12.3., PS, p. A.
Blockveranstaltung, Anmeldung: im Sekretariat
Die Globalisierung des internationalen Verlagswesens einerseits, neue Technologien andererseits verändern das Verhältnis zwischen Autor und öffentlichem Raum, zwischen Kultur, Medien und dem Leser bzw. Literaturkonsumenten zur Zeit radikal. In den Arbeitssitzungen der Blockveranstaltung soll an zahlreichen Fallbeispielen aus der Praxis und eingebettet in eine methodische Gesamtbetrachtung ein Überblick über diese Entwicklungen vermittelt werden.
Auftakt und 1. Block:
Freitag, 9. März 2001, 16.00 - 20.00 Uhr, Ü 3
Samstag, 10. März 2001, 10.00 bis 16.00 Uhr
2. Block
Freitag, 6. April 2001, 16.00 - 20.00 Uhr,
Samstag, 7. April 2001, 10.00 bis 16.00 Uhr
3. Block
wird noch vereinbart
Stichworte zur Lehrveranstaltung:
Modell eines "öffentlichen Raumes"; Perspektiven des Autors und des Konsumenten von Texten; Mittlerinstitutionen (Verlage, Vertrieb; Medien; literarische Agenten); Strukturwandel im Verlagswesen. Kleine Märkte versus große Märkte (das Beispiel Österreich); Internationalisierung; Konzentrationsprozesse unter internationalen Verlagskonzernen; Die Verschmelzung von Kultur, Information, Bildung und Unterhaltung zu Kulturindustrien; Spezialisierung; vertikale Integration; Fachinformation; Veränderungen beim Handel mit Rechten und Lizenzen;
Neue Technologien (Internet; eBook, "Printing on Demand" etc.) und ihre Anwendungsbereiche:
- Rationalisierung; Dynamisierung (Beschleunigung);
- Spezialisierung;
- Globalisierung (Nischen versus Weltmarkt).
Ausblicke:
Auswirkungen auf den traditionellen Kultur- und Literaturbetrieb;
Bedrohung der kulturellen Vielfalt?
Alternativen.
Vorbesprechung und Informationsveranstaltung zu allen DaF-Lehrveranstaltungen mit anschließender Anmeldung:
Mi, 11 -13, HS 34, Beginn: 14.3.
Eine Anmeldung ist NICHT erforderlich.
Die Vorlesung will einen Überblick über alle für das Fach Deutsch als Fremdsprache wichtigen Aspekte geben:
- die wissenschaftlichen Disziplinen, die als Grundlagen- und Bezugswissenschaften dienen (Linguistik, Psychologie, Erziehungs-wissenschaft)
- die Zielgruppen des Deutsch als Fremdsprache-Unterrichts und in diesem Zusammenhang die sprachpolitischen Grundlagen des Faches
- die institutionelle Aspekte
- die Lernziele und sprachliche Fertigkeiten
- die Inhalte des Deutsch-als-Fremdsprache-Unterrichts (Literatur, Landeskunde, Grammatik)
- und schlie?lich mit die vorliegenden Erkenntnisse der empirischen Forschung, auf denen das Fach aufbauen kann.
Die Vorlesung eignet sich als Einstieg in ein vertieftes Studium des Fachgebietes Deutsch als Fremd-/Zweitsprache.
Ein genauer Themen- und Terminplan mit Literaturhinweisen wird zu Semesterbeginn ausgehängt und in der Vorlesung ausgeteilt.
Als einführende Literatur sei hingewiesen auf:
K.-R.Bausch/H.Christ/H.-J.Krumm (Hg): Handbuch Fremdsprachenunterricht. Tübingen, 3.Aufl. 1995
darin die Artikel: 15, 79, 80 (1./2.Aufl. Artikel 12, 69, 70)
- Hörerscheine für ermä?igten Bezug im Sekretariat DaF
R. Ehnert (Hg): Einführung in das Studium des Faches Deutsch als Fremdsprache. Frankfurt a.M. 2. Aufl. 1989
G.Henrici/U.Koreik (Hg): Deutsch als Fremdsprache. Wo warst Du, wo bist Du, wohin gehst Du ? Baltmannsweiler 1994
G. Henrici/ C. Riemer u.a. (Hg): Einführung in die Didaktik des Unterrichts Deutsch als Fremdsprache. 2 Bände, Baltmannsweiler 1994
D. Rösler: Deutsch als Fremdsprache. Stuttgart 1994
Als grundlegendes Werk zum Vorbereiten und Nachlesen:
G. Helbig/L. Götze/ G. Henrici/ H.-J. Krumm (Hg): Deutsch als Fremdsprache. Ein internationales Handbuch. 2 Bände. De Gruyter, Verlin 2001.
Di, 10-13.00 (s.t.), SE II Beginn: nach den Osterferien
(Änderung gegenüber Vorlesungsverzeichnis: statt dem Proseminar "Schöne Fremde?" von Andrea Koban)
In dieser Lehrveranstaltung wird nach einer Begriffsklaerung und einem allgemeinen Ueberblick ueber empirische Forschungsmethoden in der Sozialwissenschaft und im speziellen in der Fremdsprachenforschung die Eignung verschiedener Forschungstechniken fuer den Einsatz durch DaF-Unterrichtende in ihrem Unterricht untersucht. Dazu werden fuer verschiedene Fragestellungen angemessene Forschungstechniken vorgestellt und insbesondere auf ihre Durchfuehrbarkeit im Hinblick auf Vorbereitungszeit, Beeeintraechtigung des Unterrichts, Analyseaufwand und Umsetzbarkeit des Forschungsertrags ueberprueft. Schliesslich soll Schritt fuer Schritt die Konzeption, Planung, Vorbereitung, Durchfuehrung, Auswertung und Nachbereitung einesm Forschungsvorhabens exemplarisch durchgespielt werden. Die Praxisorientierung und Praxiseignung des Forschungsansatzes soll dabei immer im Zentrum stehen. Deshalb wird insbesondere den verschiedenen Verfahren der Aktionsforschung breiter Raum gewidmet. Im Zuge der Diskussion wird auch die grundlegende Konzeption 'teacher-as-researcher' und die Rolle der Aktionsforschung in der Lehreraus- und fortbildung thematisiert. Die Lehrveranstaltung wendet sich an fortgeschrittene Studierende, die mit den Grundlagen des Faches Deutsch als Fremdsprache vertraut sind. Nach Moeglichkeit sollten die Teilnehmenden auch ueber zumindest kursorische Unterrichtserfahrung verfuegen. Die Studierenden werden verschiedene Lektuere- und andere Arbeitsaufgaben zur Bearbeitung ausserhalb der Lehrveranstaltung erhalten. Daneben werden die Mitarbeit in der Lehrveranstaltung und eine abschliessend von jeder/m Studierenden individuell zu verfassende Planungsskizze fuer ein Unterrichtsforschungsprojekt zur Benotung herangezogen.
Vorbereitende Lektuere zum Einstieg:
Ruediger Grotjahn (1995): Empirische Forschungsmethoden: Ueberblick. In: Bausch/Christ/Krumm (Hg.): Handbuch Fremdsprachenunterricht. 3. Auflage. Tuebingen, Basel: Francke, S. 457-461
Liesel Hermes (1998): Action Research (Handlungsforschung) in der Lehrerfortbildung. In: Praxis des neusprachlichen Unterrichts, 45 (1), S. 3-11
Mo, 9.00-10.30, Ü 4, Beginn: 12.3.
Im Rahmen dieses Proseminars setzen wir uns mit der unterschiedlichen sprachenpolitischen Situation verschiedener sprachlicher Minderheiten in Österreich auseinander. Nach einer einführenden Klärung sprachenpolitischer Grundbegriffe und einer grundlegenden Auseinadersetzung mit den vielschichtigen Zusammenhängen zwischen Sprache, Identität und Nation, sind Diskussionen zu folgenden Themenschwerpunkten geplant:
->Sprachliche Assimilierung als Mittel der Integration sprachlicher Minderheiten?
->Autochtone Minderheiten und ihre Sprache in Österreich
->Einwanderungsminderheiten und ihre Sprache in Österreich
->Gebärdensprache
->Minderheitensprachen als Nachbarsprachen
->Sprachliche Minderheiten im Kontext der bevorstehenden EU-Osterweiterung
->Möglichkeiten des Umgangs mit sprachlicher Vielfalt im Unterricht DaF/ DaZ
Eine Literaturliste wird in der ersten Lehrveranstaltung verteilt
Anforderungen: Anwesenheit und kontinuierliche Mitarbeit, Übernahme eines Referats, kleine schriftliche Arbeits
Fr. 8.00-10.00, Ü 5, Beginn: siehe Anmeldung
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, eine Einführung in die Methodik des Faches Deutsch als Fremdsprache (DaF) zu geben. Dabei soll, vor allem durch die Praktika und Videomitschnitte von Unterricht, den Studierenden praktische Unterrichtserfahrung zugänglich gemacht werden.
Neben einem historischen Überblick über die verschiedenen Methoden (von der Grammatik-Übersetzungsmethode bis zum heutigen Stand) sollen auch die unterschiedlichen Konstituenten des Faches DaF bestimmt und diskutiert werden.
Diese Lehrveranstaltung kann nur in Verbindung mit dem Hospitationspraktikum oder dem Interkulturellen Praktikum besucht werden.
Literatur:
- Neuner , G. / Hunfeld, H.: Methoden des fremdsprachlichen Deutschunterrichts. Eine Einführung, Fernstudieneinheit 4. Berlin u.a., Langenscheidt 1993.
- Edmondson, W. / House, J.: Einführung in die Sprachlehrforschung, UTB Francke, Tübingen 1993. Lektorin Mag. Dr. Renate Faistauer
Mi 18.00-19.30 (pünktlich), Ü4, Freitag Blockveranstaltung
Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es mündliche (Hören / Sprechen) und schriftliche (Lesen / Schreiben) Kommunikation für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache theoretisch darzustellen und sie in die unterschiedlichen Methodenkonzepte einzuordnen. Dafür dienen die entsprechenden "Lektüreeinheiten". Basisliteratur soll zu Hause erarbeitet und in der Lehrveranstaltung gemeinsam diskutiert werden.
Gleichzeitig sollen (schwerpunktmäßig) praktische Anwendungsmöglichkeiten (immer verstanden als Prinzipien) der einzelnen Fertigkeiten für die konkrete Unterrichtssituation gemeinsam mit den Studierenden erarbeitet und erprobt werden.
Diese Lehrveranstaltung kann nur in Verbindung mit dem Unterrichtspraktikum oder dem Interkulturellen Praktikum besucht werden.
Methodik II baut, wie der Name sagt, auf Methodik I auf. Es können daher nur Studierende, die bereits Methodik I besucht haben, an dieser Lehrveranstaltung teilnehmen.
Do. 17-20 (pünktlich), Ü 2, 14-tägig als Block, Beginn: 8.3.
Ziel dieses Proseminars ist es, für die Studierenden die Komplexität des Bedingungsgefüges von Deutsch als Fremdsprache am Beispiel von Lehrwerken durch eigene Anschauung konkret werden zu lassen.Die Eigentätigkeit der Studierenden soll daher in diesem Proseminar großen Raum einnehmen.
Das Proseminar bietet drei Schwerpunkte:
1. Information
Lehrwerkkomponenten und Lehrwerkentwicklung für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache; Entstehungsbedingungen von Lehrwerken; Hinführung zu vorhandenen Kriterienkatalogen für die Lehrwerkanalyse.
2. Komponentenanalyse
Untersuchung der verschiedenen Komponenten: Rolle der Grammatik, Rolle der Landeskunde, Authentizität von Texten, Bilder, Fertigkeiten, Lernerperspektive, Lehrerperspektive etc.
3. Lehrwerkanalyse
Konklrete Lehrwerkanalysen neuerer Lehrwerke für Deutsch als Fremdsprache; Bewertung und Beurteilung von Lehrwerken für unterschiedliche Zielgruppen.
Die Proseminararbeiten der Studierenden beziehen sich auf die Schwerpunkte 2 und 3.
Literatur:
B. Kast/ G. Neuner (Hg): Zur Analyse, Begutachtung und Entwicklung von Lehrwerken. Berlin 1994
sowie die Lehrwerkgutachten
- U.Engel u.a., Mannheimer Gutachten, 2 Bde. Heidelberg 1977 ff
- H.Barkowski u.a.: Lehrwerke Deutsch für ausländische Arbeiter. Mainz 3.Aufl. 1986
- E.M. Jenkins: Brünner Kriterienkatalog zur Beurteilung von Lehrwerken für den Deutschunterricht in tschechischen Grundschulen und Gymnasien. In: Theorie u. Praxis, österr. Beiträge zu DaF Bd. 1/1997, 182-193
K. Petneki/ A. Szably·r: Lehrbücher und Lehrwerke des Deutschen im ungarischen Kontext. Budapest 1998
Fr. 12-16.30, Ü 2, Blockveranstaltung
In der Lehrveranstaltung sollen Antworten auf folgende grundlegende Fragestellungen erarbeitet werden:
1.) Was ist "Grammatik"? Welche Bedeutung und Funktion hat Grammatik im Unterricht Deutsch als Fremdsprache?
2.) Welche Schwierigkeiten haben Fremdsprachenlerner beim "Erwerb" bzw. beim "Erlernen" der deutschen Grammatik?
3.) Welche grammatikalischen Strukturen sollten in welcher Reihenfolge unterrichtet werden?
4.) Wie sollten diese Strukturen präsentiert und geübt werden?
Arbeitsformen: Eigene Erfahrungen mit Fremdsprachenunterricht, Auszüge aus Lehrbüchern, verschiedene Unterrichtsmaterialien sowie Videoaufzeichnungen werden in der Lehrveranstaltung präsentiert, ausprobiert und diskutiert. Als Vorbereitung auf die Lehrveranstaltungseinheiten lesen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ausgewählte Artikel und erarbeiten selbständig einzelne Grammatikkapitel.
Prüfungsform: Proseminararbeit, Kontrolltest zu den in der Lehrveranstaltung und in der Heimlektüre erarbeiteten Grammatikeinheiten.
Do, 11-12.30, Ü 3, Beginn: 15.03.
Anmeldung: in der Sprechstunde 21./28.02..2001, 3. Stock, Zimmer 54.
Das Schreiben wissenschaftlicher Texte stellt Studierende vor besondere Anforderungen und will gelernt sein. Vor viel größeren Schwierigkeiten stehen jedoch ausländische Studierende, die ihre wissenschaftlichen Texte in einer fremden Sprache und im Rahmen eines fremden Wissenschaftssystem produzieren.
Dieses Proseminar will die Bedingungen des fremdsprachlichen Schreibens im universitären Rahmen untersuchen. Zu diesem Zweck sollen von den Studierenden eigene empirische Projekte durchgeführt werden, die das wissenschaftliche Schreiben ausländischer Studierender an der Wiener Universität thematisieren und darstellen.
Es sollen folgende Aspekte behandelt werden:
Funktionen des Schreibens im universitären Alltag
Merkmale akademischer Textsorten
Zur kulturellen Geprägtheit des Schreibens
Theoretische Darstellungen des fremdsprachlichen Schreibens
Positionen der fremdsprachlichen Schreibdidaktik
Konzepte universitärer Schreibkurse und Schreibwerkstätten, Lehrmaterialien zur Förderung studienspezifischen Schreibens
Es handelt sich bei diesem Proseminar ausdrücklich nicht um einen Kurs, der zum wissenschaftlichen Schreiben in der Fremdsprache Deutsch anleitet.
Literatur zum Einlesen:
Krumm, Hans-Jürgen, Hrsg. (2000), Erfahrungen mit dem Schreiben in der Fremdsprache Deutsch. Untersuchungen zum Schreibprozess und zur Schreibförderung im Unterricht mit Studierenden, StudienVerlag, Innsbruck, Wien, München.
Kruse, Otto (1997), Wissenschaftliche Textproduktion und Schreibdidaktik, in: Eva-Maria Jakobs/ Dagmar Knorr, Hrsg.: Schreiben in den Wissenschaften, Lang, 141-158.
Mi. 13.30--15, SE II, p.A.
Unkonventionelle Sprachlehrmethoden werden weithin diskutiert und angewendet. Lehrende schätzen sie, weil sie von ihnen innovative Impulse für ihre tägliche Unterrichtspraxis erhoffen. Fachdidaktiker tendieren dazu, sie abzulehnen.
Die Lehrveranstaltung untersucht die Suggestopädie (Lozanov), die Psychopädie (Baur), Total Physical Response (Asher), Comprehension Approach (Winitz und Reeds), Psychodramturgie Linguistique (Dufeu), Community Learning (Curran), Silent Way (Gattegno), Fremdsprachenwachstum (Buttaroni und Knapp), Natural Approach (Krashen) und die Drama-Methode (Schewe) - und versucht, Antworten auf die oben gestellte Frage zu finden.
Di, 10-11.30, SE II, jede zweite Woche, Beginn: siehe Anmeldung
Referate und Kurzvorträge über die jeweiligen Arbeitsschwerpunkte der ausländischen Kolleginnen und Kollegen sollen die Basis zum gegenseitigen Gedankenaustausch bilden.
Bibliotheksbesuche ebenso wie Hilfestellungen bei den diversen Arbeitsvorhaben und Informationsaustausch über praktische Fragen etc. sollen im Rahmen des Kolloquiums möglich sein.
4st., Blockveranstaltung n. Ü., Beginn: siehe Anmeldung
Den Studentinnen und Studenten wird hier die Möglichkeit gegeben, in verschiedenen Institutionen, die Unterricht aus DaF/DaZ anbieten, nach eigener Wahl (Schwerpunktinteressen) auf verschiedenen Stufen zu hospitieren. Es müssen 20 Stunden hospitiert werden.Über das Praktikum ist ein Bericht abzufassen.
Diese Lehrveranstaltung kann nur in Verbindung mit der Lehrveranstaltung "Methodik Deutsch als Fremdsprache I" besucht werden.
4 std., Fr. 14.00-16.00, Ü2, Beginn: siehe Anmeldung
Den Studierenden wird hier die Möglichkeit gegeben, in verschiedenen Institutionen, die Unterricht aus DaF/DaZ anbieten, nach eigener Wahl (Schwerpunktinteressen) auf verschiedenen Stufen zu hospitieren und selbst Unterricht abzuhalten. In dere Lehrveranstaltung werden Stundenbilder und Stundenprotokolle gemeinsam nachbereitet.
Über das Praktikum ist ein Bericht abzufassen.
Diese Lehrveranstaltung kann nur in Verbindung mit der Lehrveranstaltung "Methodik Deutsch als Fremdsprache II" besucht werden.
Voraussetzung: Hospitationspraktikum oder Interkulturelles Praktikum
Sprechstunde: Dienstag, 14.30 - 15.30 Uhr
Mo, 12-16, Ü 2,
Blockveranstaltung: Montag 2. 4./30. 4./7. 5./14. 5./28. 5./11. 6./25. 6.
Leitfragen zur LVA:
Was sind Beiträge der Landeskunde zu verschiedenen Aspekten des Spracherwerbs, was die Beiträge von Mehrsprachigkeit und kultureller Vielfalt innerhalb und außerhalb von DACH auf den LK Unterricht? Wie wirken sich die neuen Rahmenbedingungen des FUs, die Verfügbarkeit neuer Technologien oder etwa die Bedeutung von Lernerautnonmie auf den LK Ansatz aus? Was sind Ansätze einer "landeskundlichen Übungstypologie"? Welche (Kern)Kompetenzen sollen vermittelt werden, wo liegen die Grenzen, wo die Potentiale für kulturelle Sensibilisierung? Welche Rolle kommt dem Erwerb von Daten- und Faktenwissen zu?
Erwartungen:
Es wird die aktive Teilnahme an allen Arbeitssitzungen und Diskussionen erwartet, Lektüre von Hintergrundmaterialien als Vorbereitung auf die Treffen sowie das Verfassen einer Proseminar/Projektarbeit. In der Proseminararbeit soll auch versucht werden, die Inhalte der Lehrveranstaltung mit den Inhalten anderer (DaF-) LVAs zu vernetzen.
Das Proseminar wird in geblockten Meetings abgehalten.
Mi, 16 - 18, Ü 1, Beginn: 7.03.
Am 7.3. wird mit einer offiziellen Veranstaltung für Österreich das "Europäische Jahr der Sprachen" eröffnet. Ort und Zeit dieser Veranstaltung werden ausgehängt. Für das Seminar betrachte ich diese Veranstaltung als Pflichtbestandteil.
1. Plenarsitzung in der Uni am 14.3. um 16.15 Uhr
Anmeldung: ab 15.1. mit Hilfe eines Anmeldeformulars im DaF-Sekretariat.
Voraussetzungen: 2. Studienabschnitt, Besuch eines Proseminars und einer Vorlesung aus DaF.
Bitte Aushang beachten.
2001 ist das "Europäische Jahr der Sprachen". Das Seminar will in diesem Zusammenhang die Rolle der deutschen Sprache in Europa untersuchen, insbesondere auch die sprachenpolitischen Perspektiven, die sich für die deutsche Sprache im Kontext der europäischen Mehrsprachigkeit ergeben.
Eine Liste mit Referatsthemen wird ausgehängt. Referate können ab 30.1.01 in meiner Sprechstunde vereinbart werden.
Als Grundlagenliteratur für alle:
Ulriche Ammon: Die internationale Stellung der deutschen Sprache. De Gruyter, Berlin 1991
Die entsprechenden Artikel in:
G. Helbig/L. Götze/ G. Henrici/ H.-J. Krumm (Hg): Deutsch als Fremdsprache. Ein internationales Handbuch. 2 Bände. De Gruyter, Berlin 2001.
Di, 18 - 19.30, SE 1, Beginn: 13. 3.
Persönliche Anmeldung in der Sprechstunde (evtl. auch schriftlich) erforderlich.
In dem Kolloquium sollen laufende Dissertationsprojekte zur Diskussion gestellt werden. Einen Schwerpunkt sollen in diesem Semester Fragen der Sprachenpolitik im Fach Deutsch als Fremdsprache bilden.
Weiteres wird beim ersten Kolloquiumstermin vereinbart.
Als Grundlagenlektüre wird vorausgesetzt:
Dietmar Rösler: Deutsch als Fremdsprache. Sammlung Metzler, Stuttgart 1994.
Termin und Raum: n. V.
1. Vorbesprechungstermin und Blocktermine: siehe Aushang.
Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die Studierenden durch die Zusammenarbeit mit dem Vorstudiengang der Wiener Universitäten und seinen Studierenden Gelegenheit zu geben, interkulturelles Lernen auf der Basis der Selbst-Erfahrung zu reflektieren unter der Ausgangsfrage: Wie telbar bzw. wie mitteilbar sind "unsere" Raumerfahrungen bzw. Erfahrungsräume?
Ausgangslage: durch die Erfahrung in der Kleingruppe, die sich in der Regel jeweils aus einem/einer deutschsprachigen Studierenden und zwei bis drei ausländischen StudentInnen zusammensetzt, sollen die Studierenden dazu angeregt werden, sich mit dem "eigenen" und dem fremden Kulturkreis auseinanderzusetzen und durch diesen Reflexionsprozeß eine offenere, weniger auf die eigene Kultur und eigene Lebenserfahrung fixierte Haltung zu entwickelnl. Wichtige Ausgangsfragen dazu sind: Wie künstlich ist das Begriffspaar "eigenes" und "fremdes"? Sind dichotome Differenzsysteme notwendige Kunstgriffe im Wahrnehmungssystem? Oder anders herum gefragt: Worin besteht die Kunst mit Künstlichkeiten umzugehen?
Erwartungen an die Teilnehmer: Für die Teilnehmer des interkulturellen Praktikums sind mindestens sechs Treffen im Team, d. h. in der Kleingruppe, zu absolvieren. Zwei begleitende Workshops jeweils am Anfang und am Ende des Semesters sowie die Zwischenevaluation (in der Mitte des Semesters) in der der status quo der laufenden Teamarbeit reflektiert wird, sind verpflichtend. Parallel zu diesen Treffen werden themenzentrierte Schwerpunkte, projektorientiert von den TeilnehmnerInnen aufgearbeitet und im Abschlußblock (2. Workshop - Ende des Semesters) als weitere Basis zu Selbsterfahrung der teamorientierten (interkulturellen) Begegnungssituation mit zur Diskussion gestellt.
Anrechenbarkeit:
-> Das IKP kann innerhalb der Methodik I mit zehn Stunden von zwanzig Stunden für das Hospietationspraktikum angerechnet werden.
-> Das IKP kann gemeinsam mit der Lehrveranstaltung Landeskunde (Fischer) oder Methodik I wahrgenommen werden. Das IKP-Projekt kann innerhalb dieser Proseminare als Praxisbericht angerechnet werden.
ACHTUNG: begrenzte TeilnehmerInnenzahl!!! (12)
Sprechstunde Andrea Koban: nach der Lehrveranstaltung oder nach Vereinbarung
Termin nach Vereinbarung
Voraussetzung: Zulassung zum DaF-Auslandspraktikum
Dieses Kolloquium ist obligatorischer Bestandteil des Auslandspraktikums. Die Termine werden mit den TeilnehmerInnen am Praktikum vereinbart. Das Kolloquium findet an 4-5 Blockterminen statt, um den Studierenden aus Graz, Innsbruck und Salzburg die Teilnahme zu erleichtern.
Literatur zur Vorbereitung:
Ernst Apeltauer: Aus Erfahrung lernen. Exkursionen und Auslandspraktika im Bereich Deutsch als Zweit- und Fremdsprache. Schneider Hohengehren, Baltmannsweiler 1994.
Christian Fandrych: Grenzüberschreitung auf Probe. Das Auslandspraktikum im Studium Deutsch als Fremdsprache. In: Jahrbuch DaF 19 (1993), 287 - 327.
Renate Faistauer: Das Auslandspraktikum Deutsch als Fremdsprache. In: Krumm/Portmann-Tselikas (Hg), Theorie und Praxis. Österr. Beiträge zu DaF. Bd. 1/1997, 127 - 140.
Mo, 11.30-13, Ü 3; Beginn: 12.3.