Gastprof. Dr. Martin GIERL
070705 SE
Politische Kommunikation in der Frühen Neuzeit
2 Stunde(n), 6 ECTS-Punkte
Beginn: DI, 06.03.2007
Zeit: Di 9:00-11:00
Ort: Hs. 45 HG
Online-Anmeldung von 24. Februar 2007 bis 3. März 2007: http://geschichte.bach.univie.ac.at/
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Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25
Kapitel:7.01
P2 (D530)


Inhalte | Prüfungsmodalität | Literatur

Inhalte:

Geschichte hat es klassisch mit politischen Entscheidungen und Ereignissen zu tun. Das Seminar beschäftigt sich mit dem, was vor und neben den Entscheidungen und Ereignissen liegt, mit dem, was Entscheidungen in Form bringt und auf Ereignisse reagiert: mit der politischen Kommunikation, ihrem inneren Aufbau, ihrer Funktionsweise, ihrer Institutionalisierung und Entwicklung in der Frühen Neuzeit. Im Mittelpunkt stehen dabei zum einen die Verfahrensweisen im politischen wie im kulturellen Herz des Alten Reichs: im Reichstag zur Zeit der Reichsreform 1500 und am Hof - am Beispiel Brandenburg-Preußens und des Wiener Hofs um 1700 -, zum anderen die politischen Verfahrensweisen im Umgang mit Konflikt am Beispiel des 30jährigen Kriegs. Die Beschäftigung mit frühneuzeitlicher politischer Kommunikation nimmt die Entfaltung von Öffentlichkeit und (politischer) Kultur in den Blick.

Prüfungsmodalität:

Referat, Hausarbeit.


Literatur:

Jürgen Habermas, Strukturwandel der Öffentlichkeit. Darmstadt 1962.
Alfred Kohler, Das Reich im Kampf um die Hegemonie in Europa, 1521-1648. München 1990.
Christina Lutter, Politische Kommunikation an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit. Wien 1998.
Klaus Müller, Das kaiserliche Gesandtschaftswesen. Bonn 1976.
Rainer A. Müller, Der Fürstenhof in der Frühen Neuzeit. München 1995.
Luise Schorn-Schütte (Hg.), Aspekte der politischen Kommunikation im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts. München 2004.

 


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