Grandner Margarete/Heiß Gernot/Rathkolb Oliver
070182 VO: Ringvorlesung Die Universität Wien 1945-1955

Zeit: Freitag, 12.00 pünktlich-14.00 Uhr
Ort: Hörsaal 34
Beginn: 7. Oktober 2005
Codierung alter Studienplan: D610, D700/Zeitgeschichte
Codierung neuer Studienplan: A2, R1, LAGA2, LAPA2
Anmeldung:
http://www.univie.ac.at/anmeldesystem-geschichte/


erster schriftlicher Prüfungstermin: 31. Jänner 2006, 9.00-11.00 Uhr, Hörsaal 16
ACHTUNG ÄNDERUNG: zweiter schriftlicher Prüfungstermin: 3. März 2006, 9.00-11.00 Uhr, Hörsaal 45

dritter schriftlicher Prüfungstermin: 8. Mai 2006, 10.00-12.00 Uhr, Seminarraum Geschichte 2 (2. Stock links)
vierter schriftlicher Prüfungstermin: 26. Juni 2006, 10.00-12.00 Uhr, Seminarraum Geschichte 2 (2. Stock links)

In der Ringvorlesung soll eine wichtige Periode in der Entwicklung der Universität Wien betrachtet werden. Was war "Programm" nach dem Ende des Nationalsozialismus und wie die Praxis? Welche Entwicklungen, Innovationen, neuen Tendenzen und Schwerpunktverschiebungen sind in der Hochschulpolitik, in den einzelnen Fachbereichen und Fakultäten im Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg auszumachen? Nach der Befreiung wurde keine völlige Neugestaltung der österreichischen Universitäten in Erwägung gezogen. Es kam jedoch zu starken personellen Veränderungen. Die teilweise Restauration des Zustands vor dem 13. März 1938, die Weiterbestellung von Personen, die als "unpolitisch" bzw. national gesinnt weder mit dem Dollfuss-Schuschnigg-Regime noch mit dem NS-Staat in Konflikt geraten waren und die Weiterbestellung von "minderbelasteten" ÖsterreicherInnen bedeutete, dass nun katholisch-konservative Kreise politisch federführend waren und dass die deutschnationale Haltung vieler UniversitätslehrerInnen – wenn auch meist unartikuliert – weiter bestand. Gleichzeitig gab es – eher zaghafte – Versuche der Besatzungsmächte, in ihrem Sinn Einfluss zu nehmen. Schriftliche Prüfung.

Programm


7. 10. 2005:
Gernot Heiss, Wendepunkt und Wiederaufbau: Zielvorstellungen und Vorgaben in der Arbeit des Senats der Universität Wien in den Jahren nach der Befreiung

14. 10. 2005:
Oliver Rathkolb, Universitäre und wissenschaftspolitische Zielvorstellungen der parlamentarischen Parteien und die konkrete Politik der Unterrichtsminister von Ernst Fischer bis Heinrich Drimmel

21. 10. 2005:
Hans Aurenhammer, Das Wiener Kunsthistorische Institut nach 1945
Gernot Heiss, Geschichte - Von gesamtdeutschen zu europäischen Perspektiven?

28. 10. 2005:
Maria Mesner und Herbert Posch, Studieren und Studierende an der Universität Wien 1945–1955

4. 11. 2005:
Andre Gingrich, Remigranten und Ehemalige: Zäsuren und Kontinuitäten in der universitären Völkerkunde nach 1945

11. 11. 2005:
Margarete Grandner, Juridische Fakultät und Staatswissenschaften (Wirtschaftswissenschaft/Volkswirtschaft)

18. 11. 2005:
Hilde Haider-Pregler, Theaterwissenschaft; Michael Staudinger, Musikwissenschaft an der Universität Wien 1945 – 1955

25. 11. 2005:
Rupert Klieber und Karl Schwarz, Die theologischen Fakultäten

2. 12. 2005:
Wendelin Schmidt-Dengler, Germanistik in Wien 1945 – 1960
Franz Römer, cum ira et studio. Beobachtungen zur Entwicklung der Wiener Klassischen Philologie nach 1945

9. 12. 2005:
Friedrich Stadler, Die Philosophie – Zwischen Anschluss und Ausschluss, Restauration und Innovation

16. 12. 2005:
Wolfgang L. Reiter und Reinhard Schurawitzki, Über Brüche hinweg Kontinuität: Physik und Chemie an der Universität Wien nach 1945 – eine erste Annäherung Naturwissenschaften

13. 1. 2006:
Heinz Fassmann, Geographie an der Universität Wien 1938/45/55

20. 1. 2006:
Ingrid Arias-Lukas, Die medizinische Fakultät

27. 1. 2006:
Heidemarie Uhl und Johannes Feichtinger, Universität und Akademie der Wissenschaften

Das Buch zur Vorlesung:
Margarete Grandner / Gernot Heiss / Oliver Rathkolb, Hg.: Zukunft mit Altlasten. Die Universität Wien 1945 bis 1955. Innsbruck etc. 2005

Prüfungsstoff


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Institut für Geschichte der Universität Wien
Leitung: Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schmale
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