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Stefan SchumacherLebenslauf Geburtsdatum: 3.10. 1963, Innsbruck Staatsbürgerschaft: österreichisch Familienstand: ledig 9/1970–7/1974 Knabenvolksschule Hall in Tirol. 9/1974–6/1982 öffentliches Gymnasium der Franziskaner, Hall in Tirol. 10/1982–5/1983 Zivildienst beim Roten Kreuz. Universitätsausbildung:10/1983–7/1984 zwei Semester Biologie 10/1984–6/1990 Magisterstudium in Indogermanistik und gewählten Fächern (v.a. Ur- und Frühgeschichte) an der Universität Innsbruck. Die sprachwissenschaftliche Ausbildung umfasste Lehrveranstaltungen über Altindisch, Avestisch, Griechisch, Latein und italische Sprachen, Germanische Sprachen (Altnordisch, Gotisch, Althochdeutsch), Altirisch und festlandkeltische Sprachen, Albanisch, Altkirchenslavisch, baltische Sprachen, Hethitisch und Tocharisch. 23. Juni 1990 Abschluss des Magisterstudiums ‘mit ausgezeichnetem Erfolg’. Meine Magisterarbeit über die rätischen Inschriften wurde als Buch veröffentlicht (siehe Publikationsliste). 11/1990–5/1991 Mitarbeit am Institut für Sprachwissenschaft (‘Akademikertraining’), besonders bei der Betreuung der institutseigenen Verlage ‘Innsbrucker Beiträge zur Sprachwissenschaft’ und ‘Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft’. 10/1991–11/1995 Doktoratsstudium in Celtic Studies am St.Patrick’s College, Maynooth (Irland) unter der Betreuung von Prof. Kim McCone. Der Titel der Dissertation lautete ‘Aspects of the historical morphology of the Welsh verbal noun’. 7–8/1992 Besuch eines achtwöchigen Intensivkurses (Wlpan) in modernem Kymrisch (Walisisch) am St. David’s College, Lampeter (Wales). 10. November 1995 Verleihung des Doktortitels. Eine umgearbeitete und erweiterte Fassung der Dissertation (die vom irischen Recht aus nicht vorgeschrieben ist) ist 2000 als Buch erschienen (siehe Publikationsliste). Beruflicher Werdegang:1/1996–12/2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an dem DFG-Projekt ‘Keltisches Verbalsystem’ (Leiter: Prof. Gerhard Meiser) am Institut für Indogermanistik, allgemeine und angewandte Sprachwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Während meiner Zeit in Halle besuchte ich außerdem Lehrveranstaltungen über Didaktik für Hochschullehrer und erwarb an der theologischen Fakultät das Hebraicum. 2/2001–1/2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an dem DFG-Projekt ‘Lexikon des indogermanischen Nomens’ (Leiterin: Prof. Eva Tichy) am Seminar für Sprachwissenschaft der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. 2/2002–9/2002 Fertigstellung der Habilitationsarbeit und Einleitung des Habilitationsverfahrens. 10/2002–1/2003 Gastprofessur am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien. 8. Januar 2003 Abschluss des Habilitationsverfahrens und Verleihung der venia legendi für das Fach Historische Sprachwissenschaft an der Universität Halle. 2/2003–9/2003 Umarbeitung meiner Habilitationsarbeit zu einem Buch einschließlich Erstellung der Druckvorlage. Das Buch ist im Januar 2004 erschienen (siehe Publikationsliste). 10/2003–1/2006 Gastprofessuren am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien (insgesamt fünfmal). 9/2006–9/2008 Projektleiter
und zugleich Projektmitarbeiter bei dem von mir eingereichten Projekt ‘Das
altalbanische Verb im balkanischen Kontext’, das an der Universität Wien vom
österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung
gefördert wird (Förderdauer 1.9. 2006 bis 31.8. 2010). 4/2007–7/2007 Unterbrechung
der Projektmitarbeit zugunsten einer Gastprofessur am Institut für
vergleichende und Indogermanische Sprachwissenschaft sowie Albanologie der
Ludwig-Maximilians-Universität München. seit 10/2008 Inhaber
einer unbefristeten Assistentenstelle am Institut für Sprachwissenschaft der
Universität Wien. Ferner habe ich weiterhin die Leitung des Projekts ‘Das
altalbanische Verb im balkanischen Kontext’ inne. Bisherige Listenplätze bei Bewerbungen:3/2003 Zweiter
Listenplatz bei der Bewerbung für die Professur für Indogermanische
Sprachwissenschaft (Nachfolge Schindler) an der Universität Wien. 5/2007 Zweiter
Listenplatz bei der Bewerbung für die Professur für Historische und
Indogermanische Sprachwissenschaft (Nachfolge Schrijver) an der
Ludwig-Maximilians-Universität München. Sonstige Funktionen:– Mitherausgeber (gemeinsam mit Eugen Hill) der
Zeitschrift International
Journal of Diachronic Linguistics and Linguistic Reconstruction (München). – Mitglied des Editorial Board der
neugegründeten Reihe ‘Brill’s Studies in Indo-European Languages &
Linguistics’ (Herausgeber Craig Melchert, Los Angeles, und Olav Hackstein,
München). – Specialist consultant for etymology für Geiriadur Prifysgol Cymru (‘Wörterbuch der
University of Wales’, das historische Wörterbuch des Kymrischen). – Mitglied des Herausgebergremiums der
Zeitschrift Keltische
Forschungen
(Wien). – Gutachtertätigkeit für die Zeitschriften Die Sprache und Keltische Forschungen. Publikationen A. Selbständige
Monographien 1. Die rätischen Inschriften. Geschichte und heutiger Stand der Forschung, Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft Sonderheft 79, Innsbruck 1992 (291 S.). 2. The historical morphology of the Welsh verbal noun, Maynooth Studies in Celtic Linguistics Bd. 4, Maynooth 2000 (288 S.). 3. Die keltischen Primärverben. Ein vergleichendes, etymologisches und morphologisches Lexikon, Innsbrucker Beiträge zur Sprachwissenschaft Bd. 110, Innsbruck 2004 (791 S.). 4. Die rätischen Inschriften. Geschichte und heutiger Stand der Forschung. 2., erweiterte Auflage, Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft Sonderheft 121, Innsbruck 2004 (eine wesentlich erweiterte Auflage von 1., 375 S.). 5. In Vorbereitung (gemeinsam mit Joachim Matzinger): Das altalbanische Verb im balkanischen Kontext. B. Kapitel in
Sammelbänden 1. ‘Absolute and
conjunct’ [englische Version eines Kapitels aus meinem Buch Die keltischen Primärverben (siehe
oben A.3.)], in: Celtic linguistics, hgg. von David Stifter (zugleich
Band 4 von The Celtic world. Critical
concepts in historical studies, hgg. von Raimund Karl und David Stifter),
London 2007, 350–372. 2. Im Druck: ‘Mittel- und Frühneukymrisch’, eine Kurzgrammatik des Mittel- und Frühneukymrischen (30.000 Wörter), die in dem Sammelband Brythonic languages past and present (hgg. von Elmar Ternes) im Ute Hempen Verlag erscheinen wird. C. Aufsätze 1. ‘Das Etruskische und die ›rätischen‹ Inschriften aus der Sicht der Sprachwissenschaft und Epigraphik’, in: helvetia archaeologica 24, 1993, 31–50. 2. ‘Neufunde ›rätischer‹ Inschriften’, in: Studi Etruschi 59, 1994, 307–320. 3. ‘Neue ›rätische‹ Inschriften aus dem Vinschgau’, in: Der Schlern 68, 1994, 295–298. 4. ‘Old Irish *tucaid, tocad and Middle Welsh tynghaf tynghet re-examined’, in: Ériu 46, 1995, 49–57. 5. ‘The Middle Welsh absolute endings ‑(h)yt, ‑(h)it and ‑(h)awt and the question of a ›future‹ in Old and early Middle Welsh’, in: Die Sprache 37, 1995 [1997], 54–72. 6. ‘Sprachliche Gemeinsamkeiten zwischen Rätisch und Etruskisch’, in: Der Schlern 72, 1998, 90–114. 7. ‘Zur Lesung der Inschrift Steinberg 8 (ST-8)’ in: Wort – Text– Sprache und Kultur. Festschrift für Hans Schmeja zum 65. Geburtstag, hgg. von Peter Anreiter, Hermann M. Ölberg, Innsbruck 1998, 167–177. 8. ‘The preterite of ithid ›eats‹’, in: Ériu 49, 1998, 149–160. 9. ‘Archaische Verbalformen im Buch von Aneirin und in anderen frühen Texten des Kymrischen’ in: Akten des zweiten deutschen Keltologen-Symposiums (Bonn, 2.–4. April 1997), hgg. von Stefan Zimmer, Rolf Ködderitzsch, Arndt Wigger, Tübingen 1999, 202–235. 10. ‘Randbemerkungen zu absolut und konjunkt: Mittelkymrisch hanfot’, in: Studia Celtica et Indogermanica. Festschrift für Wolfgang Meid zum 70. Geburtstag, hgg. von Peter Anreiter, Erzsébet Jerem, Budapest 1999, 453–464. 11. ‘Die ›rätischen‹ Inschriften: gegenwärtiger Forschungsstand, spezifische Probleme und Zukunftsaussichten’, in: I Reti / Die Räter. Atti del simposio 23–25 settembre, 1993, Castello di Stenico, Trento (zugleich Archeologia delle alpi 5), hgg. von Gianni Ciurletti, Franco Marzatico, Trento 1999, 334–355. 12. ‘Eine alte Crux, eine neue Hypothese: gotisch iddja, altenglisch ēode, in: Die Sprache 40, 1998 [2001], 179–201. 13. ‘Die Steinberg-Inschriften – neue Erkenntnisse aus der Sicht der Sprachwissenschaft und Epigraphik’, in: Kult der Vorzeit in den Alpen, hgg. von Liselotte Zemmer-Plank, Wolfgang Sölder, Bozen 2002, 1271–1284. 14. ‘›Langvokalische Perfekta‹ in indogermanischen Einzelsprachen und ihr grundsprachlicher Hintergrund’, in: Sprachkontakt und Sprachwandel. Akten der XI. Fachtagung der indogermanischen Gesellschaft, 17.–23. September 2000, Halle an der Saale, hgg. von Gerhard Meiser, Olav Hackstein, Wiesbaden 2005, 591–626. 15. ‘Altalbanisch munde /mundë/ ›können‹ und semuhem, ‑ete /sëmuhem, ‑etë/ ›krank werden‹’, in: Albanologische und balkanologische Studien. Festschrift für Wilfried Fiedler, hgg. von Monica Genesin, Joachim Matzinger, Hamburg 2005, 151–168. 17. ‘Zur Form des gegischen Infinitivs’, in: Indogermanica. Festschrift für Gert Klingenschmitt, hgg. von Günter Schweiger, Taimering 2005, 561–577 (zugleich auch in: Nach 450 Jahren. Buzukus ›Missale‹ und seine Rezeption in unserer Zeit. 2. Deutsch–Albanische kulturwissenschaftliche Tagung in München vom 14. bis 15. Oktober 2005, hgg. von Bardhyl Demiraj, Wiesbaden 2007, 149–168). 18. ‘Die Deutschen und die Nachbarstämme: Lexikalische und kulturelle Sprachkontaktphänomene entlang der keltisch-germanischen Übergangszone’, in: Keltische Forschungen 2, 2007, 167–207. 19. ‘Kontinuanten urindogermanischer Wurzelaoriste im Albanischen. Teil 1: Wurzelaoriste mit frühuralbanischem Stamm auf Vokal oder auf *ś’, in: International Journal of Diachronic Linguistics and Linguistic Reconstruction 4, 2007, 207–280. 20. Im Druck: ‘Mittelkymrisch tra, tros, traws, traw, altirisch trá und Verwandtes’, in: Iranistische und indogermanistische Beiträge in memoriam Jochem Schindler (1944–1994), hgg. von Velizar Sadovski, David Stifter., Wien. 21. Im Druck: ‘Lehnbeziehungen zwischen Protoalbanisch und
balkanischem Latein bzw. Romanisch’, in: Die Albaner auf dem westlichen
Balkan. Stand und Perspektiven der Forschung. Tagung zu Ehren von Peter Bartl,
Wien 18.–19. Dezember 2006, hgg. von Konrad Clewing, Oliver J. Schmidt,
Wiesbaden. 22. Im Druck: ‘Lexical and structural language-contact phenomena along
the Germano-Celtic transition zone’ [englische Version von 18.], in: Proceedings
of the 13th International Congress of Celtic Studies, hgg. von Stefan
Zimmer, G. Uelsberg, Mainz. D. Einträge in Lexika 1. ‘Camunic’, in: Encyclopedia of the languages of Europe, hgg. von Glanville Price, Oxford / Malden, Mass. 1998, 48. 2. ‘Raetic’, in: Encyclopedia of the languages of Europe, hgg. von Glanville Price, Oxford / Malden, Mass. 1998, 373–374. 3. ‘Val Camonica, Inschriften’, in: Reallexikon der germanischen Altertumskunde, Band 35: Speckstein bis Zwiebel, hgg. von Heinrich Beck et al., Berlin / New York 2007, 334–337. 4. ‘Vindeliker §1.
Namenkundlich’, in: Reallexikon der
germanischen Altertumskunde, Band 35: Speckstein bis Zwiebel, hgg. von Heinrich Beck et al., Berlin / New York 2007,
446. 5.–6. Im Druck: Einträge ‘Camunisch (Camunic)’ und ‘Rätisch (Raetic)’, in: Wieser Enzyklopädie der Sprachen Westeuropas, hgg. von Ulrich Ammon und Harald Haarmann. 7.–11. Im Druck: Einträge ‘Canu Llywarch Hen’, ‘Gesetze des Hywel Dda’, ‘Gododdin’, ‘Gruffudd ab yr Ynad Coch, Marwnad Llywelyn ap Gruffudd + Biogramm Gruffudd ab yr Ynad Coch’, ‘Taliesin, Lyrisches Werk + Biogramm Taliesin’, erscheint in: Kindlers Literatur Lexikon. 3., völlig neubearbeitete Auflage, hgg. von Heinz Ludwig Arnold. 12. Im Druck (gemeinsam mit Uta Smail): ‘Mabinogion’, erscheint in: Kindlers Literatur Lexikon. 3., völlig neubearbeitete Auflage, hgg. von Heinz Ludwig Arnold. 13. Im Druck (gemeinsam mit Markus Wursthorn): ‘Dafydd ap Gwilym, Lyrisches Werk + Biogramm Dafydd ap Gwilym’, erscheint in: Kindlers Literatur Lexikon. 3., völlig neubearbeitete Auflage, hgg. von Heinz Ludwig Arnold. E. Rezensionen 1. Rezension von: Stefan Zimmer, Studies in Welsh word-formation, Dublin 2000, in: Kratylos 50, 2005, 157–163. 2. Rezension von: Wilfried Fiedler, Das albanische Verbalsystem in der Sprache des Gjon Buzuku (1555), Prishtina 2004, in: Südost-Forschungen 63/64, 2004/2005 [2007], 740–746. 3. Rezension von: Magnús Snædal, A concordance to Biblical Gothic Bd. 1 + 2, Reykjavík 1998, in: Philologia Fenno-Ugrica 10, 2004, 133–135. 4. Rezension von:
Monica Genesin, Studio sulle
formazioni di presente e aoristo del verbo albanese, Rende 2005, in: Die Sprache 46, 2006
[2008], 124–126. 5. Im Druck: Rezension von: Pierre-Yves Lambert, Recueil des inscriptions gauloises (R.I.G.), Volume II, fascicule 2: Textes gallo-latins sur instrumentum, Paris 2002, erscheint in: Études celtiques. |
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| http://www.univie.ac.at/indogermanistik/personal.sts.htm Für den Inhalt verantwortlich: David Stifter; Letzte Bearbeitung: Martin Braun (25.03.2009) |