Wer den diesjährigen Daten.Netz.Politik Event “Brandung 2.0″ versäumt hat, kann alle Beiträge hier nachlesen & nachsehen!

Im November findet die Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Computervermittelte Kommunikation in Wien statt. Thema sind die digitalen Methoden der Internetforschung: Innovative Ansätze zur Analyse öffentlicher Kommunikation im Internet.

Der Call for Papers und weitere Informationen finden sich auf der Tagungsseite.

Eine Randnotiz: Von 12. bis 15. Juni 2013 findet in Wien die Konferenz „Shared Digital Futures” statt. Das Programm verspricht Hochkarätiges. Unter anderem sprechen die international renommierten Forscher Michel Bauwens und Trebor Schulz. Vollständiges Programm [PDF]

We (Katja Mayer and I) have just finalized our course on digital methods for next summer term. We’ll be teaching at the Department of Social Studies of Science, University of Vienna. The seminar will be part of the master program “Master of Arts – Science. Technology. Society”, but, in principle, everyone can join – if I understood it correctly. I’m not really familiar with the new curriculum yet though.. But I’m sure it will be fun since theoretical inquiry will be mixed with hands-on empirical research – fed by our own research and recent studies from our colleagues.

Here’s the syllabus. Join us if you like! Or otherwise, follow our seminar blog (we plan to write if we find the time to do so..)

© image credit: Digital Methods Initiative (Amsterdam)

Digital Methods – How Do We Know?

New information and communication technologies (ICTs) and social media like Google, Facebook and co. crucially change our daily lives. The “computational turn”, however, also affects the social sciences and humanities. Applications and software programs – ranging from simple presentation to complex network visualization tools – increasingly intrude into and shape scientific practices and the ways we conduct, present, and disseminate research. Rooted in the tradition of Science and Technology Studies (STS) this seminar addresses the central question of how digital methods of all kinds influence “how we know”. We will experiment with and critically examine various software tools and visualization techniques to better understand the growing number of digital methods used not only in the natural sciences, but increasingly also in the social sciences and humanities. We will ground these new tools respectively in older research traditions, discuss implications digital methods have in the process of knowledge production, and how to meet new challenges arising in the growing field of “digital social sciences and humanities”.

Drawing on literature from STS and critical new media studies, we aim to discuss the following questions: What are “digital methods” and what kind of knowledge(s) do they create? How do (digital) methods organize our research objects and what realities are enacted by them? How can hyperlink networks and Google analyses be used to analyze controversies like climate change or biofuels? How can social networking services, and Twitter in particular, be used to analyze political discourses and “hacktivist mobilization”? What information hierarchies and biases does commercial software trigger in the research process, and how can we handle this problem? What is “big data” and what are the benefits and dangers of large-scale computational science? And, finally, what are the implications of open access, creative commons, and Wikis in the context of both research and politics?

Doing (n)ethnographic research right?

Workshop and talk

with Jakob Svensson, Director HumanIT (www.kau.se/en/humanit) and Ass. Prof. in Media and Communication Studies (Karlstad University)

Introduction by Philipp Budka (Department of Social and Cultural Anthropology, University of Vienna) and Judith Schossböck (Zentrum für eGovernance, Donau-Universität Krems).

In an era of big data, studies of online communities gather impressive numbers of collected data sometimes generating fancy twitter maps through network visualization tools among other things. While acknowledging the importance of quantitive studies and mixed methods approaches, this event wishes to focus on qualitative research of online communities. There is a need to get behind the numbers and ask questions of why and how in order to fully understand communication in online communities. But how to do such (n)ethnographic research right?

This event will discuss this based on a range of presentation from internet researchers current studying online communities and phenomena. Among other topics, we would like to address questions of access, entry, participation, anonymity and (research) ethics. We have no clear answers yet on to how to do (n)ethnographic research right. Thus we invite you to discuss different approaches to internet research and to share your experiences.

Ort und Zeit:

Raum D / quartier21QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
10.12.2012, ab 18:00 Uhr
(keine Anmeldung nötig)

Fragen/Questions:

Jakob Svensson: jakob.svensson (at) kau.se
Gruppe Internetforschung:  internetforschung.sowi (at) univie.ac.at

Am Montag den 7. Mai 2012 um 18:30 hält die Gruppe Internetforschung einen Jour Fixe im Quartier für digitale Kultur, Quartier 21, Raum D, Museumsplatz 1, 1070 Wien.

Thema ist die Methode der Studie “Twitterpolitik Netzwerke und Themen der politischen Twittersphäre in Österreich” (siehe http://twitterpolitik.net) von Julian Außerhofer, Axel Maireder und Axel Kittenberger von der Gruppe Internetforschung.

Wir werden Fragen behandeln wie: Welche Schlüsse können wir aus solchen Daten ziehen? Mit welchen Methoden kann man so ein Sample erfassen? Wie könnte man eine vergleichbare Studie für Deutschland angehen? Was wäre anders? Wie beeinflusst die (API-)Politik von Twitter die Forschungsmöglichkeiten und -Ergebnisse? udg.

An der Diskussion sind alle eingeladen sich zu beteiligen. Keine Anmeldung nötig.

Eine Veranstaltung der Gruppe Internetforschung an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien

Ab 1. April 2012 werden die Verbindungsdaten von jedem Telefonat, jeder SMS und jeder Email gespeichert: wer mit wem kommuniziert, sowie wann und wo – ohne konkreten Verdacht. Das greift tief in das Kommunikationsgeheimnis ein. Um in ein Grundrecht eingreifen zu dürfen, muss zwecks Aufrechterhaltung der demokratischen Ordnung eine solche Maßnahme notwendig und verhältnismäßig sein. Jedoch ist weder die Verhältnismäßigkeit noch die Notwendigkeit der Vorrats­daten­speicherung erwiesen – im Gegenteil: Studien aus Deutschland zeigen keinen Effekt dieser Maßnahme. Aus diesem Grund wurde die Vorrats­daten­speicherung schon von den Verfassungs­gerichten in Deutschland, Tschechien, Bulgarien und Rumänien gekippt. Das gleiche wollen wir jetzt in Österreich erreichen.

Mach Dich jetzt für Deine Grundrechte stark und bring mit www.verfassungsklage.at Klage gegen die Vorratsdatenspeicherung in Österreich ein! Dazu musst Du nur die Vollmacht unterschreiben und bis 18. Mai 2012 per Post zu schicken. Risiken und Kosten trägst Du keine. Die Klage wird vom Arbeitskreis Vorrats­daten­speicherung in Zusammenarbeit mit Albert Steinhauser (Nationalrats­abgeordneter der Grünen) eingebracht.

Themenabend: Black Box Suchmaschine. Google & co. im gesellschaftspolitischen Kontext

Organisiert von Dr. Astrid Mager und Dipl.-Soz. René König (in Zusammenarbeit mit dem Verein BIKUM und der Gruppe Internetforschung)

Termin: 25.04.2012, 18.30
Ort:
Museumsquartier Wien, Raum D
Zudem Online-Anbindung durch Streaming und/oder Microblogging;
Facebook Event hier.

(Image credit: Anja Goller. Something interesting..)

Suchmaschinen wie Google prägen das Netz wie kaum ein anderer Dienst. Zwar gewinnen soziale Netzwerkseiten wie Facebook zunehmend an Bedeutung, doch werden Nutzungsstatistiken noch immer von Suchmaschinen dominiert. „Googeln“ ist eine alltägliche Praxis geworden, die nur selten hinterfragt wird. Dabei strukturieren Suchmaschinen unseren Zugang zu Netzinformationen maßgeblich. In der Privatwirtschaft ist diese Erkenntnis längst etabliert und Firmen geben viel Geld für sogenannte Suchmaschinenoptimierung aus. Aus gutem Grund, denn bisherige Nutzungsforschung zeigt deutlich, dass mehrheitlich den hierarchischen Ordnungen der Ergebnislisten gefolgt wird. Gleichzeitig wird dabei häufig eine fragwürdige Datenpolitik betrieben, die immer wieder für Kontroversen sorgt. Erst kürzlich hat sich etwa Google mit seinen geänderten Nutzungsbedingungen wieder ins Zentrum des öffentlichen Interesses katapultiert. Denn seit März müssen angemeldete NutzerInnen zustimmen, dass das Unternehmen umfangreiche User-Daten aus seinen verschiedenen Diensten (dazu gehört nicht nur Google Web Search sondern auch beispielsweise Google Maps, Google Mail, YouTube, Google+ uvm.) zusammenführt, was DatenschützerInnen auf die Barrikaden steigen lässt. Entsprechend kommt Suchmaschinen wie Google eine erhebliche gesellschaftspolitische Bedeutung zu, mit der sich unser Themenabend „Black Box Suchmaschine“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln auseinander setzen möchte. Dazu geben WissenschaftlerInnen Einblicke in aktuelle Forschungen, die wir zur Diskussion stellen wollen. Schließlich wird im Anschluss das Netzwerk „[Re]Search“ gegründet, an dem sich alle Interessierten beteiligen können.

 

Programm

18.30 Begrüßung

18.35 Keynote:

Asymmetrische Beziehungen – Klassifizierungskämpfe in Informationsgesellschaften
Konrad Becker
Institut für neue Kulturtechnologien & World-Information.Org (Wien)

18.50-19.30 Block 1: Wie Suchmaschinen unser Wissen gestalten

Ganz persönlich? Alte und neue Soziometriken der Suchmaschinen
Katja Mayer
Universität Wien, Wissenschaftsforschung

Das suchende Individuum – Subjektive Perspektiven zwischen globalen Strukturen und Personalisierung
René König
Karlsruher Institut für Technologie

Vertrauen, Diversität und Empfehlungssoftware
Judith Simon
Universität Wien / Karlsruher Institut für Technologie

19.30-20.10 Block 2: Wie Google & co. mit unseren Daten Geld verdienen

Suche und Werbung: Fundamentale Interessenkonflikte im Google-Empire
Bernhard Rieder
Universität Amsterdam

Suchmaschinen im Spannungsfeld von globaler Informationsökonomie und lokaler Gesellschaftspolitik
Astrid Mager
Österreichische Akademie der Wissenschaften

Auf der (Web-)Suche nach der informationellen Selbstbestimmung – Privacy by Design als Regulierungsansatz?
Jaro Sterbik-Lamina, Stefan Strauß
Österreichische Akademie der Wissenschaften

20.10 Podiumsdiskussion
Moderierte Podiumsdiskussion mit Publikumseinbindung (auch online) zu quer liegenden Fragen der präsentierten Themenschwerpunkte. Anschließend Gründung des Netzwerks [Re]Search für alle Interessierten.

 

 

 

Netzwerke und Themen der politischen Twittersphäre in Österreich

Am 29. März ’12 präsentieren die Mitglieder der Gruppe Internetforschung, Julian AusserhoferAxel Maireder und Axel Kittenberger ihre Studie zur österreichischen Innenpolitik auf Twitter. Zu Gast sind unter anderem Corinna Milborn (News),Armin Wolf (ORF), Stefan Petzner (BZÖ) und Michel Reimon (Grüne) unter der Moderation von Niko Alm (Super-Fi).

Weitere Infos zu dieser Veranstaltung, laufende Neuigkeiten, sowie die Studie selbst werden bereit gestelt auf:

http://twitterpolitik.net

Am 9. Jänner 2012 um 18:30 organisiert die Gruppe Internetforschung den ersten Jour Fixe des Jahres im Quartier für digitale Kultur, Quartier 21, Raum D, Museumsplatz 1, 1070 Wien.

Thema des Jour Fixe ist “Ethnographie in der Internetforschung”. Ethnographie ist weit mehr als ein Bündel an methodischen Instrumenten und keine Methode an sich (vgl. z.B. Ingold 2008). Dennoch wird sie – auch in der Internetforschung – zu oft auf diesen Aspekt reduziert. Zu dieser Problematik wird Philipp Budka ein kurzes Impulsreferat mit dem Titel Ethnographie als theoretischer und epistemologischer Ansatz in der Internetforschung halten; an der anschließenden Diskussion sind dann alle eingeladen sich zu beteiligen.

Literatur & Ressourcen

Präsentation (PDF)

Ingold, Tim. 2008. Anthropology is not Ethnography. Proceedings of the British Academy, 154, 69-92.
Online: http://www.proc.britac.ac.uk/cgi-bin/somsid.cgi?page=154p069&session=825683A&type=header
Ausgewählte Ressourcen zu Online Ethnographie: http://www.philbu.net/blog/?p=394

Eine Veranstaltung der Gruppe Internetforschung an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien