Veranstaltung im Rahmen unserer Vortragsreihe Internetforschung,
14. Juni 2010, 19h, Museumsquartier, Raum D

Gerade jetzt, wo semantische und netzwerkanalytische Technologien im Bereich des „Information Retrieval“ konvergieren, scheint es angebracht vermeintlich selbstverständliche Paradigmen zu dekonstruieren und die ihnen inhärenten Tendenzen zur sozialen Optimierung zu beleuchten. In der Zusammenschau einiger historischer Momente der Entwicklung von heute gängigen online Suchmaschinen, wie etwa in der Soziometrie der 1930er Jahre oder der Szientometrie der 1960er Jahre, will dieser Vortrag die Aufmerksamkeit auf die Strategien zu Bestimmung der Autorität oder Relevanz eines Datensatzes über das Konzept der Verlinkung lenken.

Katja Mayer ist Doktorandin und Lehrbeauftragte am Institut für Wissenschaftsforschung der Universität Wien und arbeitet bei der Information Retrieval Facility (www.ir-facility.org). Sie studierte Soziologie, Physik und Philosophie, und verbrachte große Teile der 1990er Jahre im Internet, u.a. weil sie für Public Netbase/
Institut für neue Kulturtechnologien (www.t0.or.at) Vortragsserien und Ausstellungen recherchierte und produzierte. Sie war außerdem Forschungsassistentin bei einem Projekt zur Performativität von Wissen am Institut für Philosophie, Uni Wien (www.univie.ac.at/performanz/), und schreibt ihre Doktorarbeit über Visualisierungspraktiken in der Sozialen Netzwerkanalyse.

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