Archives for category: Veranstaltungen / Events

Am Montag den 7. Mai 2012 um 18:30 hält die Gruppe Internetforschung einen Jour Fixe im Quartier für digitale Kultur, Quartier 21, Raum D, Museumsplatz 1, 1070 Wien.

Thema ist die Methode der Studie “Twitterpolitik Netzwerke und Themen der politischen Twittersphäre in Österreich” (siehe http://twitterpolitik.net) von Julian Außerhofer, Axel Maireder und Axel Kittenberger von der Gruppe Internetforschung.

Wir werden Fragen behandeln wie: Welche Schlüsse können wir aus solchen Daten ziehen? Mit welchen Methoden kann man so ein Sample erfassen? Wie könnte man eine vergleichbare Studie für Deutschland angehen? Was wäre anders? Wie beeinflusst die (API-)Politik von Twitter die Forschungsmöglichkeiten und -Ergebnisse? udg.

An der Diskussion sind alle eingeladen sich zu beteiligen. Keine Anmeldung nötig.

Eine Veranstaltung der Gruppe Internetforschung an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien

Themenabend: Black Box Suchmaschine. Google & co. im gesellschaftspolitischen Kontext

Organisiert von Dr. Astrid Mager und Dipl.-Soz. René König (in Zusammenarbeit mit dem Verein BIKUM und der Gruppe Internetforschung)

Termin: 25.04.2012, 18.30
Ort:
Museumsquartier Wien, Raum D
Zudem Online-Anbindung durch Streaming und/oder Microblogging;
Facebook Event hier.

(Image credit: Anja Goller. Something interesting..)

Suchmaschinen wie Google prägen das Netz wie kaum ein anderer Dienst. Zwar gewinnen soziale Netzwerkseiten wie Facebook zunehmend an Bedeutung, doch werden Nutzungsstatistiken noch immer von Suchmaschinen dominiert. „Googeln“ ist eine alltägliche Praxis geworden, die nur selten hinterfragt wird. Dabei strukturieren Suchmaschinen unseren Zugang zu Netzinformationen maßgeblich. In der Privatwirtschaft ist diese Erkenntnis längst etabliert und Firmen geben viel Geld für sogenannte Suchmaschinenoptimierung aus. Aus gutem Grund, denn bisherige Nutzungsforschung zeigt deutlich, dass mehrheitlich den hierarchischen Ordnungen der Ergebnislisten gefolgt wird. Gleichzeitig wird dabei häufig eine fragwürdige Datenpolitik betrieben, die immer wieder für Kontroversen sorgt. Erst kürzlich hat sich etwa Google mit seinen geänderten Nutzungsbedingungen wieder ins Zentrum des öffentlichen Interesses katapultiert. Denn seit März müssen angemeldete NutzerInnen zustimmen, dass das Unternehmen umfangreiche User-Daten aus seinen verschiedenen Diensten (dazu gehört nicht nur Google Web Search sondern auch beispielsweise Google Maps, Google Mail, YouTube, Google+ uvm.) zusammenführt, was DatenschützerInnen auf die Barrikaden steigen lässt. Entsprechend kommt Suchmaschinen wie Google eine erhebliche gesellschaftspolitische Bedeutung zu, mit der sich unser Themenabend „Black Box Suchmaschine“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln auseinander setzen möchte. Dazu geben WissenschaftlerInnen Einblicke in aktuelle Forschungen, die wir zur Diskussion stellen wollen. Schließlich wird im Anschluss das Netzwerk „[Re]Search“ gegründet, an dem sich alle Interessierten beteiligen können.

 

Programm

18.30 Begrüßung

18.35 Keynote:

Asymmetrische Beziehungen – Klassifizierungskämpfe in Informationsgesellschaften
Konrad Becker
Institut für neue Kulturtechnologien & World-Information.Org (Wien)

18.50-19.30 Block 1: Wie Suchmaschinen unser Wissen gestalten

Ganz persönlich? Alte und neue Soziometriken der Suchmaschinen
Katja Mayer
Universität Wien, Wissenschaftsforschung

Das suchende Individuum – Subjektive Perspektiven zwischen globalen Strukturen und Personalisierung
René König
Karlsruher Institut für Technologie

Vertrauen, Diversität und Empfehlungssoftware
Judith Simon
Universität Wien / Karlsruher Institut für Technologie

19.30-20.10 Block 2: Wie Google & co. mit unseren Daten Geld verdienen

Suche und Werbung: Fundamentale Interessenkonflikte im Google-Empire
Bernhard Rieder
Universität Amsterdam

Suchmaschinen im Spannungsfeld von globaler Informationsökonomie und lokaler Gesellschaftspolitik
Astrid Mager
Österreichische Akademie der Wissenschaften

Auf der (Web-)Suche nach der informationellen Selbstbestimmung – Privacy by Design als Regulierungsansatz?
Jaro Sterbik-Lamina, Stefan Strauß
Österreichische Akademie der Wissenschaften

20.10 Podiumsdiskussion
Moderierte Podiumsdiskussion mit Publikumseinbindung (auch online) zu quer liegenden Fragen der präsentierten Themenschwerpunkte. Anschließend Gründung des Netzwerks [Re]Search für alle Interessierten.

 

 

 

Netzwerke und Themen der politischen Twittersphäre in Österreich

Am 29. März ’12 präsentieren die Mitglieder der Gruppe Internetforschung, Julian AusserhoferAxel Maireder und Axel Kittenberger ihre Studie zur österreichischen Innenpolitik auf Twitter. Zu Gast sind unter anderem Corinna Milborn (News),Armin Wolf (ORF), Stefan Petzner (BZÖ) und Michel Reimon (Grüne) unter der Moderation von Niko Alm (Super-Fi).

Weitere Infos zu dieser Veranstaltung, laufende Neuigkeiten, sowie die Studie selbst werden bereit gestelt auf:

http://twitterpolitik.net

Am 9. Jänner 2012 um 18:30 organisiert die Gruppe Internetforschung den ersten Jour Fixe des Jahres im Quartier für digitale Kultur, Quartier 21, Raum D, Museumsplatz 1, 1070 Wien.

Thema des Jour Fixe ist “Ethnographie in der Internetforschung”. Ethnographie ist weit mehr als ein Bündel an methodischen Instrumenten und keine Methode an sich (vgl. z.B. Ingold 2008). Dennoch wird sie – auch in der Internetforschung – zu oft auf diesen Aspekt reduziert. Zu dieser Problematik wird Philipp Budka ein kurzes Impulsreferat mit dem Titel Ethnographie als theoretischer und epistemologischer Ansatz in der Internetforschung halten; an der anschließenden Diskussion sind dann alle eingeladen sich zu beteiligen.

Literatur & Ressourcen

Präsentation (PDF)

Ingold, Tim. 2008. Anthropology is not Ethnography. Proceedings of the British Academy, 154, 69-92.
Online: http://www.proc.britac.ac.uk/cgi-bin/somsid.cgi?page=154p069&session=825683A&type=header
Ausgewählte Ressourcen zu Online Ethnographie: http://www.philbu.net/blog/?p=394

Eine Veranstaltung der Gruppe Internetforschung an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien

Studienpräsentation “Sharing” in sozialen Medien
Axel Maireder / Julian Ausserhofer

Liking, Sharing, Tweeting: Wie und warum wir auf Facebook und Twitter Medieninhalte “teilen”

 

InternetnutzerInnen beteiligen sich heute intensiv an der Verbreitung von Medieninhalten. Insbesondere soziale Medien wie Facebook und Twitter erlauben es, Nachrichten, Texte, Fotos oder Videos schnell und unmittelbar an das eigene Netzwerk zu verteilen. Social Media werden damit zu wesentlichen Plattformen in den Prozessen der politischer Kommunikation sowie Marktkommunikation. Das Wissen um die Motive und Praktiken des Sharing, Liking und Tweeting und die damit verbundenen Diffusionsprozesse von Medieninhalten ist bislang  jedoch relativ beschränkt. Read the rest of this entry »

InterRecht / UrheberNet – Rechtliche Rahmenbedingungen von Online-Publikationen und Möglichkeiten von Open Access in der Wissenschaft

 

11.Okt.2011, ab 17:00 Uhr (freier Eintritt! keine Anmeldung)
Raum D / quartier21QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien

(Angehende) WissenschaftlerInnen sind angesichts aktueller Veränderungen durch das Internet und dessen Publikationsmöglichkeiten häufig mit Unsicherheiten konfrontiert: Was darf ich überhaupt online stellen/archivieren? Was ist rechtlich problematisch? Welche Publikationsformen gibt es und wie werden sie bewertet bzw. anerkannt? Was kann ich selbst zu einer freien Wissenschaft beitragen? Der Workshop setzt sich zum Ziel, hier Klarheit zu schaffen (informieren) sowie durch die Vernetzung von ExpertInnen und interessierten Studierenden eine Fachdiskussion auf aktuellem Stand zu ermöglichen (diskutieren). Read the rest of this entry »

Nachdem Carmel Vaisman im letzten Jahr im Rahmen der Vortagsreihe Internetforschung über Bloggers as Early Adopters of Public Opinion sprach, freuen wir uns, sie während einer Forschungsreise in Wien wieder für einen Vortrag gewinnen zu können.

Das Thema ist diesmal eines von dem man wirklich sagen kann: Das geht alle im Netz an, denn es geht um Flaming, Trolle und Hate Speech – meist eher unangenehme Begleiterscheinungen im Web, ohne die Onlinediskurse praktisch nicht auskommen. Bei ihren Falluntersuchungen stützt sich Carmel dabei auf das israelische Web, u.a. in der, wie ich finde sehr spannenden, Absicht, Verwandtschaften zwischen Online-Streitkultur und jüdischer talmudischer Rhetorik aufzuzeigen. Read the rest of this entry »

bikum – Gesellschaft für Bildung, Kultur & Medien veranstaltet in Kooperation mit der Gruppe Internetforschung und dem QDK – Quartier für Digitale Kultur im quartier21 ein  YouTube-Kino zum Thema “Mashup Europe”.

Das YouTube-Kino wird von der Gruppe Internetforschung kuratiert: Die Mitglieder und Gäste treffen eine eklektische, unterhaltsame bis provokative Auswahl an sehr unterschiedlichen Videos aus diversen Online-Videoplattformen, präsentieren diese und rahmen die Präsentationen mit Beobachtungen und Kommentaren aus verschiedenen Forschungsperspektiven.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der 10-Jahre-MQ-Feierlichkeiten statt.

Ort und Zeit:
Raum D / quartier21QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
Montag, 16.5.2011, 19:30 Uhr
(keine Anmeldung nötig / Facebook-Event / MQ-Event)

Die Gruppe Internetforschung und die Quintessenz laden ein zu einem Vortrag von Axel Bruns mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema “Neue Herausforderungen für den Journalismus”. Axel Bruns, Associate Professor in der Creative-Industries-Fakultät an der Queensland University of Technology in Brisbane (Australia) wird zuerst einen Vortrag zum Thema halten, das in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit VertreterInnen des Journalismus und der Wissenschaft weiter diskutiert wird.

Axel Bruns: Gatekeeping, Gatewatching, Echtzeitfeedback: Neue Herausforderungen für den Journalismus

Wie Blogger und andere unabhängige Kommentatoren im Netz den herkömmlichen Journalismus kritisieren, korrigieren, und anderweitig herausfordern, ist bereits seit Jahren bekannt, aber noch längst nicht von allen Journalisten verinnerlicht worden; noch immer flammen die Feindseligkeiten zwischen dem Medienestablishment und der neuen Generation von Webseiten gelegentlich wieder auf. Das alte Gatekeeping-Monopol der Massenmedien wird dabei durch die neue Praxis des Gatewatching infragegestellt: von einzelnen Bloggern und Communities von Kommentatoren, die zwar selbst nicht viel Neues berichten, dabei aber die Nachrichten und sonstige Informationen offizieller Quellen neu zusammenstellen und bewerten und so einen wichtigen Dienst leisten. Und dies geschieht nun auch noch immer schneller, geradezu in Echtzeit: über neueste soziale Netzwerke, die in Minutenschnelle Nachrichten weiterleiten, kommentieren, hinterfragen, oder widerlegen können, und über zusätzliche Plattformen, die schnelle und effektive Ad-Hoc-Zusammenarbeit möglich machen. Wenn hunderte Freiwilliger innerhalb weniger Tage einen deutschen Minister des schweren Plagiats überführen können, wenn die Welt von Erdbeben und Tsunamis zuerst per Twitter erfährt: wie kommt der Journalismus da noch mit?

 

Ort und Zeit:
Raum D / quartier21QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
Montag, 9.5.2011, 18:30 Uhr
(keine Anmeldung nötig)

18.30 Vortrag Axel Bruns

19.15: Podiumsdiskussion (Gäste werden noch bekannt gegeben)

Dr Axel Bruns (@snurb_dot_info) ist Associate Professor in der Creative-Industries-Fakultät an der Queensland University of Technology in Brisbane, Australia, und ein Chief Investigator im ARC Centre of Excellence for Creative Industries and Innovation (CCi). Er ist ein Experte für soziale Medien und Onlinejournalismus, und Autor der Bücher Blogs, Wikipedia, Second Life and Beyond: From Production to Produsage (2008) und Gatewatching: Collaborative Online News Production (2005), und Herausgeber von Uses of Blogs, mit Joanne Jacobs (2006; alle bei Peter Lang, New York). Seine Webseite ist snurb.info, und Informationen zu seinen Forschungsprojekten zu Öffentlichkeiten in sozialen Medien finden sich bei http://mappingonlinepublics.net/.

 

Mit dem neuen Semester fängt an 7. März (18:30) auch wieder unsere monatliche Jour-Fixe-Reihe an. Der Märztermin ist eine Diskussionsrunde zu den Fragen: braucht Internet und Gesellschaft Webscience bzw. Internetforschung als eine eigenständig zu etablierende Disziplin oder soll es ein interdisziplinärer Treffpunkt von verschiedenen Ansätzen/Sichtweisen/Denktraditionen bleiben? Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile? Wie stehen wir selbst mit unseren Arbeiten und unser Wirken in und zwischen diesen Mustern? und ähnliche Fragen.

Keine Anmeldung notwendig. Wer kommen möchte, möge bitte 1-5 Minuten Gedanken/Input für die Diskussionseinstiegsrunde zu dem Thema vorbereiten.

Ort und Zeit:
Raum D / quartier21
QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
07. März 2011, ab 18:30 Uhr