Hier der Link zum Video meines Vortrag “Search technology in society. Constructing search engines, shaping knowledge”, den ich kuerzlich im HUMlab/ University of Umeå gegeben habe.

Das Video Archiv ist ziemlich eindrucksvoll mit super Vorträgen im weiteren Themenfeld der “Digital Humanities” und geht zurueck bis ins Jahr 2002 – umfasst also schon fast eine Technologie Historie! Mehr Infos zum HUMlab Archiv hier auf meinem Blog.

bikum – Gesellschaft für Bildung, Kultur & Medien veranstaltet in Kooperation mit der Gruppe Internetforschung und dem QDK – Quartier für Digitale Kultur im quartier21 ein  YouTube-Kino zum Thema “Mashup Europe”.

Das YouTube-Kino wird von der Gruppe Internetforschung kuratiert: Die Mitglieder und Gäste treffen eine eklektische, unterhaltsame bis provokative Auswahl an sehr unterschiedlichen Videos aus diversen Online-Videoplattformen, präsentieren diese und rahmen die Präsentationen mit Beobachtungen und Kommentaren aus verschiedenen Forschungsperspektiven.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der 10-Jahre-MQ-Feierlichkeiten statt.

Ort und Zeit:
Raum D / quartier21QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
Montag, 16.5.2011, 19:30 Uhr
(keine Anmeldung nötig / Facebook-Event / MQ-Event)

Die Gruppe Internetforschung und die Quintessenz laden ein zu einem Vortrag von Axel Bruns mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema “Neue Herausforderungen für den Journalismus”. Axel Bruns, Associate Professor in der Creative-Industries-Fakultät an der Queensland University of Technology in Brisbane (Australia) wird zuerst einen Vortrag zum Thema halten, das in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit VertreterInnen des Journalismus und der Wissenschaft weiter diskutiert wird.

Axel Bruns: Gatekeeping, Gatewatching, Echtzeitfeedback: Neue Herausforderungen für den Journalismus

Wie Blogger und andere unabhängige Kommentatoren im Netz den herkömmlichen Journalismus kritisieren, korrigieren, und anderweitig herausfordern, ist bereits seit Jahren bekannt, aber noch längst nicht von allen Journalisten verinnerlicht worden; noch immer flammen die Feindseligkeiten zwischen dem Medienestablishment und der neuen Generation von Webseiten gelegentlich wieder auf. Das alte Gatekeeping-Monopol der Massenmedien wird dabei durch die neue Praxis des Gatewatching infragegestellt: von einzelnen Bloggern und Communities von Kommentatoren, die zwar selbst nicht viel Neues berichten, dabei aber die Nachrichten und sonstige Informationen offizieller Quellen neu zusammenstellen und bewerten und so einen wichtigen Dienst leisten. Und dies geschieht nun auch noch immer schneller, geradezu in Echtzeit: über neueste soziale Netzwerke, die in Minutenschnelle Nachrichten weiterleiten, kommentieren, hinterfragen, oder widerlegen können, und über zusätzliche Plattformen, die schnelle und effektive Ad-Hoc-Zusammenarbeit möglich machen. Wenn hunderte Freiwilliger innerhalb weniger Tage einen deutschen Minister des schweren Plagiats überführen können, wenn die Welt von Erdbeben und Tsunamis zuerst per Twitter erfährt: wie kommt der Journalismus da noch mit?

 

Ort und Zeit:
Raum D / quartier21QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
Montag, 9.5.2011, 18:30 Uhr
(keine Anmeldung nötig)

18.30 Vortrag Axel Bruns

19.15: Podiumsdiskussion (Gäste werden noch bekannt gegeben)

Dr Axel Bruns (@snurb_dot_info) ist Associate Professor in der Creative-Industries-Fakultät an der Queensland University of Technology in Brisbane, Australia, und ein Chief Investigator im ARC Centre of Excellence for Creative Industries and Innovation (CCi). Er ist ein Experte für soziale Medien und Onlinejournalismus, und Autor der Bücher Blogs, Wikipedia, Second Life and Beyond: From Production to Produsage (2008) und Gatewatching: Collaborative Online News Production (2005), und Herausgeber von Uses of Blogs, mit Joanne Jacobs (2006; alle bei Peter Lang, New York). Seine Webseite ist snurb.info, und Informationen zu seinen Forschungsprojekten zu Öffentlichkeiten in sozialen Medien finden sich bei http://mappingonlinepublics.net/.

 

Auch im April findet unser Jour Fixe statt, zu dem wir herzlich einladen. Diesmal wird Judith Schossböck, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Donau-Universität Krems, Überlegungen zu einem ihrer Forschungsinteressen anstellen, die wir anschließend mit Blick auf ein Dissertationsvorhaben diskutieren möchten.

Digital democracy, social media activism oder a networked self: Dies sind Schlagworte, die nicht erst seit dem Aufschwung sozialer Online-Medien auch in wissenschaftliche Ansätze Eingang fanden und mit denen die Bedeutung des medialen Wandels im Spannungsfeld von personaler Identität und Politik konzeptualisiert werden kann. Die Rolle des Internets im Hinblick auf neue Formen politischen Engagements wird dabei sowohl euphorisch als auch pessimistisch beleuchtet. Der Beitrag stellt einige dieser Konzepte vor und fragt nach den Zusammenhängen zwischen sozialer Normalisierung und Subjektkonstitution sowie genderpolitischen Fragestellungen.

Ort und Zeit:
Raum D / quartier21QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
4.4.2011, ab 18:30 Uhr
(keine Anmeldung nötig)

Mit dem neuen Semester fängt an 7. März (18:30) auch wieder unsere monatliche Jour-Fixe-Reihe an. Der Märztermin ist eine Diskussionsrunde zu den Fragen: braucht Internet und Gesellschaft Webscience bzw. Internetforschung als eine eigenständig zu etablierende Disziplin oder soll es ein interdisziplinärer Treffpunkt von verschiedenen Ansätzen/Sichtweisen/Denktraditionen bleiben? Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile? Wie stehen wir selbst mit unseren Arbeiten und unser Wirken in und zwischen diesen Mustern? und ähnliche Fragen.

Keine Anmeldung notwendig. Wer kommen möchte, möge bitte 1-5 Minuten Gedanken/Input für die Diskussionseinstiegsrunde zu dem Thema vorbereiten.

Ort und Zeit:
Raum D / quartier21
QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
07. März 2011, ab 18:30 Uhr

Budka, P., Ebner, M., Nagler, W., Schallert, C. 2011. Hochschule – Strukturen, Rahmen und Modelle für die Lehre mit Technologien. In Ebner, M. & S. Schön (Eds.), Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien.

Volltext (PDF)

Abstract: Ausgehend von der bestehenden Bildungslandschaft und ihres politisch historischen Entwicklungskorsetts diskutiert dieser Beitrag das Potential von mit digitalen Medien und Technologien gestütztem Lehren und Lernen an Hochschulen. Unter besonderer Berücksichtigung von organisatorischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen und anhand des Spezialfalls der universitären Massenlehrveranstaltung werden ein didaktisches Modell sowie die Anwendungen von Lernmanagementsystemen vorgestellt. Dabei wird vor allem der Frage nachgegangen, wie Interaktion und Interaktivität in Lehrveranstaltungen mittels entsprechend didaktischer Modelle und mit Unterstützung von Lernsystemen gesteigert und verbessert werden können. Beispiele aus der Praxis und Maßnahmen für den Einsatz von digitalen Medientechnologien in der universitären Lehre ergänzen das Kapitel.

L3T – Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien
Mehr zu L3T

Veranstaltung im Rahmen unserer Vortragsreihe Internetforschung

Sozio-Technische Wissenspraktiken im Netz

10.Jan.2011, ab 19:00 Uhr  – (keine Anmeldung nötig)
Raum D / quartier21
QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien

In den letzten Jahren sind eine Reihe neuer Anwendungen im Internet entstanden, die zumeist als Web2.0 oder social software bezeichnet werden. Viele dieser Anwendungen sind gekennzeichnet durch die Einbindung mehrerer Agenten in Prozesse zur Verbreitung, Organisation und Herstellung von Wissen. Da die Kommunikation und Interaktion zwischen mehreren Agenten deren Schlüsselmerkmal darstellt, erscheint die Soziale Erkenntnistheorie als philosophische Disziplin, welche die Weisen untersucht, in denen Wissen sozial bedingt ist, als theoretische Grundlage für die Analyse der epistemischen Prozesse innerhalb dieser Systeme geeignet. Allerdings wird bei genauerer Betrachtung ersichtlich, dass bisherige soziale Erkenntnistheorien eine zentrale Leerstelle haben: das Technische und seine Beziehung zum Sozialen und zum Epistemischen. In meinem Vortrag möchte ich daher eine neue soziale Erkenntnistheorie für sozio-technische epistemische Systeme vorstellen und diskutieren, welche diese Lücke zu schließen versucht.

Judith Simon ist post-doctoral research fellow am Institut Jean Nicod – Ecole Normale Supérieure in Paris. Zuvor arbeitete sie am Institut für Philosophie der Universität Wien sowie im Bereich der Technikfolgenabschätzung in Berlin. Sie war Gastwissenschaftlerin am Forum on Contemporary Europe der Stanford University, am Department for Information Science and Engineering der Universität Trento sowie dem Artificial Intelligence Research Institute (CSIC-IIIA) in Barcelona. Derzeit forscht sie zu den erkenntnistheoretischen und technologischen Implikationen des Verhältnisses von Wissen, Vertrauen und Reputation sowie zur Relevanz von Informations- und Kommunikationstechnologien für wissenschaftliches Publizieren und wissenschaftliche Wissensproduktion.

Wie jeden ersten Montag im Monat, findet auch im Dezember wieder unser Jour Fixe statt, zu dem wir herzlich einladen. Diesmal wird u.a. Cornelius Puschmann von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vorläufige Ergebnisse einer computergestützten Untersuchung von Twitter-Gesprächen und Blogs vorstellen, die wir dann unter methodologischen Gesichtspunkten diskutieren werden.

Ort und Zeit:
Raum D / quartier21
QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
06.12.2010, ab 18:30 Uhr
(keine Anmeldung nötig)

Die Ausschreibung zum Summer Doctoral Programme des Oxford Internet Institute ist seit ein einigen Tagen veröffentlicht. Bewerbungen sind bis 21. Februar 2011 möglich, bevorzugt werden WissenschaftlerInnen, die mit ihren Dissertationen bereits weit fortgeschritten sind.
Das Summer Doctoral Programme findet alle zwei Jahre in Oxford statt, in den geraden Jahren wird der Kurs außerhalb von Großbritannien abgehalten. Bisherige Veranstaltungsorte waren Brisbane, Cambridge und Peking.

Programm:
Die Wissenschaft – so scheint es – wird immer öffentlicher: ForscherInnen sind im Netz unmittelbar adressierbar, sie nutzen zunehmend Social-Media-Angebote und lehren in teils öffentlich zugänglichen E-Learning-Plattformen. Hochschulen verfügen über verschiedenste Repräsentationen im Netz – von umfangreichen Homepages bis Facebook und Twitter. Open-Access-Fachzeitschriften sprießen aus dem Boden, mitunter sogar mit öffentlichen Begutachtungsverfahren. Kontroversen werden offen in Foren, Mailinglisten und auf Blogs ausgetragen. In diesem Kontext bekommt das Wissenschaftssystem als Autorität der gesellschaftlichen Wissensproduktion zunehmend Konkurrenz von außerhalb und wird ständig hinterfragt und kritisiert.

Von den einen wird diese Entwicklung als „Demokratisierung“ des elitären Wissenschaftsbetriebs begrüßt, während andere die neue Rolle der Öffentlichkeit als Gefahr für die Qualität und Unabhängigkeit von Forschung und Lehre kritisieren. Diesem Spannungsfeld wollen wir uns mit unserem Themenabend unter dem Titel “Öffentliche Wissenschaft, demokratische Wissenschaft? Chancen und Risiken öffentlicher Forschung und Lehre im Internet” widmen. Dazu wird zunächst Michael Nentwich einen Überblick über die Entwicklung der von ihm 2003 diagnostizierten Cyberscience zu einer offeneren und sozialeren Cyberscience 2.0 geben. Anschließend werden sich Cornelius Puschmann und René König einen verbalen Schlagabtausch liefern, der die Pro- und Kontra-Argumente einer internetöffentlichen Wissenschaft zutage fördern soll. Diese werden – ganz im Sinne des Themas – anschließend offen unter allen Interessierten weiter diskutiert.

Ort und Zeit:
Raum D / quartier21
QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
07.12.2010, ab 18:00 Uhr
(keine Anmeldung nötig)

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