Wie und warum Menschen auf Facebook und Twitter Medieninhalte ‚teilen’

Zusammenfassung zentraler Ergebnisse der Studie von Axel Maireder & Julian Ausserhofer, präsentiert am 5. Dezember 2011 im Museumsquartier in Wien.

Internetnutzer beteiligen sich heute intensiv an der Verbreitung von Medieninhalten. Insbesondere soziale Medien wie Facebook und Twitter erlauben es, Nachrichten, Texte, Fotos oder Videos schnell und unmittelbar an das eigene Netzwerk zu verteilen. Social Media werden damit zu wesentlichen Plattformen in der Kommunikation von Politik und Markt. Das Wissen um die Motive und Praktiken des Sharing, Liking und Tweeting und die damit verbundenen Diffusionsprozesse von Medieninhalten ist bislang  jedoch relativ beschränkt.

Wir legen nun eine der – auch im internationalen Vergleich – ersten Studien vor, die auf konkrete Praktiken der Vermittlung von Medieninhalten über Social Media fokussiert. Im Zentrum steht die Frage, wie und warum Menschen Medieninhalte auf Facebook und Twitter teilen und welche Überlegungen dahinter stehen. Auf Basis von 41 qualitativen Interviews mit österreichischen Nutzern gehen wir diesen Fragen auf den Grund. Für die Interviews wurden Nutzer ausgewählt, die eine ausgeprägte Sharing-Praxis zeigen, aber ein begrenztes Publikum mit nicht mehr als 2000 Facebook-Freunden bzw. Twitter-Followern haben. Wir haben mit 26 Männern und 15 Frauen im Alter zwischen 21 und 46 Jahren mit durchschnittlich 349 Facebook Freunden und/oder 440 Twitter-Followern gesprochen. Die Interviews wurden in einem zyklischen, hypothesengenerierenden Prozess ausgewertet und zu zentralen Thesen verdichtet. Read the rest of this entry »

JOB BEREITS VERGEBEN. DANKE!

Suchen Kodierer/in für quantitative Inhaltsanalyse Twitter + TV + Zeitungen

Für das Projekt „Österreichische politische Twittersphäre – Netzwerke & Themen“ (von @boomblitz, @axkibe & @axelmaireder in Kooperation mit Super-Fi) suchen wir  zwei studentische Mitarbeiter/innen für die Kodierung von Twitter-Mitteilungen sowie innenpolitischen Nachrichten in TV-Sendungen und Tageszeitungen. Read the rest of this entry »

Studienpräsentation “Sharing” in sozialen Medien
Axel Maireder / Julian Ausserhofer

Liking, Sharing, Tweeting: Wie und warum wir auf Facebook und Twitter Medieninhalte “teilen”

 

InternetnutzerInnen beteiligen sich heute intensiv an der Verbreitung von Medieninhalten. Insbesondere soziale Medien wie Facebook und Twitter erlauben es, Nachrichten, Texte, Fotos oder Videos schnell und unmittelbar an das eigene Netzwerk zu verteilen. Social Media werden damit zu wesentlichen Plattformen in den Prozessen der politischer Kommunikation sowie Marktkommunikation. Das Wissen um die Motive und Praktiken des Sharing, Liking und Tweeting und die damit verbundenen Diffusionsprozesse von Medieninhalten ist bislang  jedoch relativ beschränkt. Read the rest of this entry »

InterRecht / UrheberNet – Rechtliche Rahmenbedingungen von Online-Publikationen und Möglichkeiten von Open Access in der Wissenschaft

 

11.Okt.2011, ab 17:00 Uhr (freier Eintritt! keine Anmeldung)
Raum D / quartier21QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien

(Angehende) WissenschaftlerInnen sind angesichts aktueller Veränderungen durch das Internet und dessen Publikationsmöglichkeiten häufig mit Unsicherheiten konfrontiert: Was darf ich überhaupt online stellen/archivieren? Was ist rechtlich problematisch? Welche Publikationsformen gibt es und wie werden sie bewertet bzw. anerkannt? Was kann ich selbst zu einer freien Wissenschaft beitragen? Der Workshop setzt sich zum Ziel, hier Klarheit zu schaffen (informieren) sowie durch die Vernetzung von ExpertInnen und interessierten Studierenden eine Fachdiskussion auf aktuellem Stand zu ermöglichen (diskutieren). Read the rest of this entry »

Nachdem Carmel Vaisman im letzten Jahr im Rahmen der Vortagsreihe Internetforschung über Bloggers as Early Adopters of Public Opinion sprach, freuen wir uns, sie während einer Forschungsreise in Wien wieder für einen Vortrag gewinnen zu können.

Das Thema ist diesmal eines von dem man wirklich sagen kann: Das geht alle im Netz an, denn es geht um Flaming, Trolle und Hate Speech – meist eher unangenehme Begleiterscheinungen im Web, ohne die Onlinediskurse praktisch nicht auskommen. Bei ihren Falluntersuchungen stützt sich Carmel dabei auf das israelische Web, u.a. in der, wie ich finde sehr spannenden, Absicht, Verwandtschaften zwischen Online-Streitkultur und jüdischer talmudischer Rhetorik aufzuzeigen. Read the rest of this entry »

Hier der Link zum Video meines Vortrag “Search technology in society. Constructing search engines, shaping knowledge”, den ich kuerzlich im HUMlab/ University of Umeå gegeben habe.

Das Video Archiv ist ziemlich eindrucksvoll mit super Vorträgen im weiteren Themenfeld der “Digital Humanities” und geht zurueck bis ins Jahr 2002 – umfasst also schon fast eine Technologie Historie! Mehr Infos zum HUMlab Archiv hier auf meinem Blog.

bikum – Gesellschaft für Bildung, Kultur & Medien veranstaltet in Kooperation mit der Gruppe Internetforschung und dem QDK – Quartier für Digitale Kultur im quartier21 ein  YouTube-Kino zum Thema “Mashup Europe”.

Das YouTube-Kino wird von der Gruppe Internetforschung kuratiert: Die Mitglieder und Gäste treffen eine eklektische, unterhaltsame bis provokative Auswahl an sehr unterschiedlichen Videos aus diversen Online-Videoplattformen, präsentieren diese und rahmen die Präsentationen mit Beobachtungen und Kommentaren aus verschiedenen Forschungsperspektiven.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der 10-Jahre-MQ-Feierlichkeiten statt.

Ort und Zeit:
Raum D / quartier21QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
Montag, 16.5.2011, 19:30 Uhr
(keine Anmeldung nötig / Facebook-Event / MQ-Event)

Die Gruppe Internetforschung und die Quintessenz laden ein zu einem Vortrag von Axel Bruns mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema “Neue Herausforderungen für den Journalismus”. Axel Bruns, Associate Professor in der Creative-Industries-Fakultät an der Queensland University of Technology in Brisbane (Australia) wird zuerst einen Vortrag zum Thema halten, das in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit VertreterInnen des Journalismus und der Wissenschaft weiter diskutiert wird.

Axel Bruns: Gatekeeping, Gatewatching, Echtzeitfeedback: Neue Herausforderungen für den Journalismus

Wie Blogger und andere unabhängige Kommentatoren im Netz den herkömmlichen Journalismus kritisieren, korrigieren, und anderweitig herausfordern, ist bereits seit Jahren bekannt, aber noch längst nicht von allen Journalisten verinnerlicht worden; noch immer flammen die Feindseligkeiten zwischen dem Medienestablishment und der neuen Generation von Webseiten gelegentlich wieder auf. Das alte Gatekeeping-Monopol der Massenmedien wird dabei durch die neue Praxis des Gatewatching infragegestellt: von einzelnen Bloggern und Communities von Kommentatoren, die zwar selbst nicht viel Neues berichten, dabei aber die Nachrichten und sonstige Informationen offizieller Quellen neu zusammenstellen und bewerten und so einen wichtigen Dienst leisten. Und dies geschieht nun auch noch immer schneller, geradezu in Echtzeit: über neueste soziale Netzwerke, die in Minutenschnelle Nachrichten weiterleiten, kommentieren, hinterfragen, oder widerlegen können, und über zusätzliche Plattformen, die schnelle und effektive Ad-Hoc-Zusammenarbeit möglich machen. Wenn hunderte Freiwilliger innerhalb weniger Tage einen deutschen Minister des schweren Plagiats überführen können, wenn die Welt von Erdbeben und Tsunamis zuerst per Twitter erfährt: wie kommt der Journalismus da noch mit?

 

Ort und Zeit:
Raum D / quartier21QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
Montag, 9.5.2011, 18:30 Uhr
(keine Anmeldung nötig)

18.30 Vortrag Axel Bruns

19.15: Podiumsdiskussion (Gäste werden noch bekannt gegeben)

Dr Axel Bruns (@snurb_dot_info) ist Associate Professor in der Creative-Industries-Fakultät an der Queensland University of Technology in Brisbane, Australia, und ein Chief Investigator im ARC Centre of Excellence for Creative Industries and Innovation (CCi). Er ist ein Experte für soziale Medien und Onlinejournalismus, und Autor der Bücher Blogs, Wikipedia, Second Life and Beyond: From Production to Produsage (2008) und Gatewatching: Collaborative Online News Production (2005), und Herausgeber von Uses of Blogs, mit Joanne Jacobs (2006; alle bei Peter Lang, New York). Seine Webseite ist snurb.info, und Informationen zu seinen Forschungsprojekten zu Öffentlichkeiten in sozialen Medien finden sich bei http://mappingonlinepublics.net/.

 

Auch im April findet unser Jour Fixe statt, zu dem wir herzlich einladen. Diesmal wird Judith Schossböck, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Donau-Universität Krems, Überlegungen zu einem ihrer Forschungsinteressen anstellen, die wir anschließend mit Blick auf ein Dissertationsvorhaben diskutieren möchten.

Digital democracy, social media activism oder a networked self: Dies sind Schlagworte, die nicht erst seit dem Aufschwung sozialer Online-Medien auch in wissenschaftliche Ansätze Eingang fanden und mit denen die Bedeutung des medialen Wandels im Spannungsfeld von personaler Identität und Politik konzeptualisiert werden kann. Die Rolle des Internets im Hinblick auf neue Formen politischen Engagements wird dabei sowohl euphorisch als auch pessimistisch beleuchtet. Der Beitrag stellt einige dieser Konzepte vor und fragt nach den Zusammenhängen zwischen sozialer Normalisierung und Subjektkonstitution sowie genderpolitischen Fragestellungen.

Ort und Zeit:
Raum D / quartier21QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
4.4.2011, ab 18:30 Uhr
(keine Anmeldung nötig)

Mit dem neuen Semester fängt an 7. März (18:30) auch wieder unsere monatliche Jour-Fixe-Reihe an. Der Märztermin ist eine Diskussionsrunde zu den Fragen: braucht Internet und Gesellschaft Webscience bzw. Internetforschung als eine eigenständig zu etablierende Disziplin oder soll es ein interdisziplinärer Treffpunkt von verschiedenen Ansätzen/Sichtweisen/Denktraditionen bleiben? Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile? Wie stehen wir selbst mit unseren Arbeiten und unser Wirken in und zwischen diesen Mustern? und ähnliche Fragen.

Keine Anmeldung notwendig. Wer kommen möchte, möge bitte 1-5 Minuten Gedanken/Input für die Diskussionseinstiegsrunde zu dem Thema vorbereiten.

Ort und Zeit:
Raum D / quartier21
QDK / Electric Avenue, MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
07. März 2011, ab 18:30 Uhr