Ulrich Brand zur Suche nach einem neuen globalen Wohlstandsmodell

Ulrich Brand hat im Journal “Internationale Politik und Gesellschaft” einen Artikel zur Suche nach einem neuen globalen Wohlstandsmodell, der Bedeutung einer sozial-ökologischen Transformation sowie dafür nötige progressive Strategien und Bündnisse veröffentlicht.

 

“Der Begriff der sozial-ökologischen Transformation entwickelt seine besondere Bedeutung angesichts einer Gesellschaft, deren herrschende Logik des Wandels – die Logik des Profitmachens, der Akkumulation von Kapital und der expansiven wirtschaftlichen Aktivitäten – immer stärkere und immer unkontrollierbarere Krisen verursacht. Anders gesagt: Wachstum selbst ist zum destabilisierenden Faktor geworden. Und dies nicht nur unter Bedingungen des Finanzmarktkapitalismus – auch das weitere Wachsen der Produktion von (kurzlebigen) Gütern und Dienstleistungen schafft potenzielle und reale Instabilität. Die Ressourcen müssen beschafft werden, was nicht immer konfliktfrei abläuft, und auch der Klimawandel schafft viele Unsicherheiten inklusive der berüchtigten „Kipppunkte“ des lokalen oder regionalen Klimas.”

 

Zum Artikel in voller Länge geht es hier:  http://www.ipg-journal.de/rubriken/nachhaltigkeit-energie-und-klimapolitik/artikel/gesucht-ein-neues-globales-wohlstandsmodell-359/

Natur AG? Vortrag von Jutta Kill

- zur Einführung in die Thematik der Finanzialisierung der Natur und Alternativen

Jutta Kill, Expertin für Emissionshandel und Biodiversitäts-Offsetting
Moderation: Alexandra Strickner, Attac Österreich

Seit ein paar Jahren entwickeln einige Regierungen, ÖkonomInnen und internationale Institutionen wie das Umweltprogramm der UN einen neuen Ansatz, bei dem  die Natur als „Ökosystem-Dienstleister“ angesehen wird. Unter dem Begriff „Green Economy“ und „Green New Deal“ werden diese Vorschläge der Öffentlichkeit vorgestellt. Dahinter verbirgt sich der Ansatz, die Verantwortung für die Risikobewertung zunehmend dem privaten Sektor und Marktmechanismen zu übertragen.
Die Erhaltung der Natur soll in Zukunft  eine Handelssache sein und die natürliche Umgebung nichts als eine Reihe handelbarer Güter und Dienstleistungen.

Nach dieser Logik stehen Dienstleistungen des Ökosystems nicht mehr gratis zur Verfügung, denn laut Pavan Sukhdev, dem führenden Autor der Studie The Economics of Ecosystems and Biodiversity, „nutzen wir die Natur, weil sie wertvoll ist, aber wir verlieren sie, weil sie kostenlos ist.“ Die bisherigen Erfahrungen mit dem europäischen Emissionshandel zeigen aber: Marktbasierte Ansätze tragen keineswegs zur Lösung des Problems bei.

Jutta Kill führt in die Thematik ein und zeigt Alternativen und den konkreten Widerstand gegen die Finanzialisierung auf.

2. April 2014, 18.30 Uhr
Neues Institutsgebäude (NIG), Hörsaal II, Erdgeschoss
Universität Wien
Universitätsstraße 7, 1010 Wien

Eine Veranstaltung von: Attac, ECA Watch, DKA, Finance and Trade Watch FIAN gemeinsam mit dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien

Zeitschriftenrundschau Juni 2011 – Oktober 2013

Nach längerer Pause ist nun wieder die Zeitschriftenrundschau unter diesem Link erhältlich.

Abgedeckt werden die Inhaltsverzeichnisse von 65 englischsprachige und 13 deutschsprachige Zeitschriften im Zeitraum von Juni 2011 – Oktober 2013. Diese und weitere Zeitschriftenrundschauen für den Zeitraum vor Juni 2011 lassen sich auch unter “Zeitschriftenrundschau” abrufen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Internationale Politik und Internationale Politische Ökonomie, mit besonderem Fokus auf kritische und heterodoxe Perspektiven. Angesichts der enormen Zahl an existierenden Journals kann die „Zeitschriftenschau“ keinen Anspruch auf Repräsentativität erheben – und schon gar keinen auf Vollständigkeit. Sie will jedoch einen Querschnitt bieten, der einen Einblick in die aktuelle Wissensproduktion der erfassten Bereiche erlaubt.

Sprechstunde im Sommersemester 2014

Die Sprechstunde von Prof. Dr. Brand findet im Sommersemester 2014 jeweils Donnerstag von 12 – 14 Uhr an folgenden Terminen statt (Raum B 210):

13.3.

27.3.

10.4. Achtung geändert: 11:30-12:30 Uhr

30.4. - Achtung: Mittwoch, 12:30-13:30 Uhr

13.5. - Achtung: Dienstag, 12-14 Uhr

22.5. – Achtung: verkürzt, 12-13 Uhr

10.6. - Achtung: Dienstag, 12-14 Uhr

26.6.

Aufstand in Chiapas vor 20 Jahren

Anlässlich des 20. Jahrestages der Aufstände in Chiapas, die ein erstes Signal gegen die sozialen und ökologischen Verwerfungen des neoliberalen Projekts setzten, möchten wir auf folgende Publikation aufmerksam machen:

Ulrich Brand/Ana Esther Ceceña (Hrsg.): Reflexionen einer Rebellion. „Chiapas“ und ein 

anderes Politikverständnis

Den Sammelband als PDF gibt es hier.

Zum Thema ist auch ein Kommentar von Ulrich Brand im Standard erschienen.