Ulrich Brand zur Abschaffung des Wissenschaftsministeriums

Gastkommentar in der Wiener Zeitung:

Wissenschaft für den Wettbewerbsstaat

“…gerade durch die Eingliederung ins Wirtschaftsministerium [wird] deutlich, worum es der Regierung bei der Wissenschafts- und Forschungspolitik geht. Nämlich um die Unterordnung dieser wichtigen und hochgradig ausdifferenzierten Bereiche unter die Interessen der Unternehmen (nicht “der Wirtschaft”).”

Zum Artikel geht es hier.

Kontroverse zum Neoliberalismus

Univ.-Prof. Dr. Ulrich Brand und die Präsidentin des Hayek-Instituts Frau Dr. Barbara Kolm diskutieren auf neuwal.com zur Frage: Warum soll dem Paradigma des Neoliberalismus (nicht) die Zukunft gehören?

Hier ein kurzer Auszug aus dem Kommentar von Ulrich Brand:

“Was wir aktuell sehen: Das Projekt zur Sicherung der Eigentumsverhältnisse und der Klassenposition der Eliten führt in Krisenzeiten dazu, dass die Kosten zuvorderst auf die Allgemeinheit abwälzen. Dazu ist der Staat plötzlich gut! In der Krise wird das neoliberale Projekt noch stärker zu dem, was er schon immer war. Ein autoritäres Projekt gegen die Bevölkerungsmehrheit.”

Die gesamte Diskussion finden Sie hier:

http://neuwal.com/index.php/2013/11/22/procontra-neoliberalismus-die-sicht-von-aussen/

IPW-Lecture mit Prof. Dr. Elmar Altvater

Ist der Euro das Problem?

Zur politschen Ökonomie einer sich zuspitzenden Krise
Prof. Dr. Elmar Altvater

Mit der Währungsunion wurde ein gemeinsames Geld innerhalb Europas geschaffen, ohne die demokratischen und sozialen Bedingungen dieser neu entstehenden supranationalen Volkswirtschaft hinreichend zu klären. Während bislang innerhalb der Linken und emanzipatorischen Kräfte auf die Fehlkonstruktion des Euro hingewiesen wurde – u.a. das Fehlen einer koordinierte Steuer-, Lohn- und Wirtschaftspolitik ebenso wie einer Zentralbank,
die als “Lender of Last Resort” fungiert – so ändert sich der Diskurs langsam. Nicht nur innerhalb der Linken in Griechenland, Spanien oder Portugal ist die Debatte über einen Ausstieg aus dem Euro entbrannt, auch in Deutschland gibt es mittlerweile intensive Diskussionen dazu.

Ist also der Euro das Problem der aktuellen Krise? Und wenn ja, was wären die Konsequenzen eines Austritts aus dem Euro?  Wie vereinbar ist die Position jener, die auf die Fehlkonstruktion des Euro hinweisen und mehr Koordinierung auf europäischer Ebene fordern, mit der aktuellen autoritären Entwicklung der EU? Was würde die Übertragung von Kompetenzen im Bereich der Steuer-, Lohn- oder Wirtschaftspolitik auf die EU Ebene angesichts der undemokratischen Strukturen, fehlender linker Mehrheiten in den Entscheidungsgremien (EU-Rat und Europäisches Parlament) sowie des massiven Einflusses  der Wirtschaftslobbies bedeuten?

Begrüßung: Ass.-Prof. Dr. Josef Melchior (stellvertr. Leiter des Instituts für Politikwissenschaft)

Moderation: Mag.a Alexandra Strickner (Attac Österreich)

2. Dezember, 18.30

Hörsaal 28, Hauptgebäude Universität Wien

Ulrich Brand im World Social Science Report

Kürzlich wurde auf der UNESCO Generalversammlung der “World Social Science Report” präsentiert, der auch einen Beitrag von Ulrich Brand enthält: Darin plädiert der Politikwissenschafter der Universität Wien für mehr sozialwissenschaftliche Umweltforschung:

Weitere Infos auf der Website der Universität Wien: http://medienportal.univie.ac.at/uniview/wissenschaft-gesellschaft/detailansicht/artikel/sozial-oekologische-verantwortung-der-sozialwissenschaften/

Zum World Social Science Report geht es hier: http://www.unesco.org/new/en/social-and-human-sciences/resources/reports/world-social-science-report-2013/

 

Ringvorlesung Armut, Armutspolitik und Soziale Arbeit

Angesichts der aktuellen Debatte um die Verdrängung von obdachlosen Menschen aus dem Wiener Stadtpark möchten wir auf folgende Veranstaltung am Mittwoch, 13.11.2013 an der Universität Wien aufmerksam machen. Die Diskussion findet im Rahmen der Ringvorlesung „Armut, Armutspolitiken und Soziale Arbeit“ statt und wird als Kooperationsveranstaltung zwischen der Armutskonferenz, der Universität Wien und der FH Campus Wien angeboten.

Wann: Mi. 13.11.2013, 18:30-21:30 Uhr

Wo: Hörsaal 50 im Hauptgebäude der Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

 
18:30 Uhr
Sicherheit, Marginalisierung, Raumpolitiken.
Soziale Unsicherheit und territoriale Stigmatisierung im städtischen Raum

Impuls: Marc Diebäcker (FH Campus Wien)

 
20.00 Uhr
Ordnung und die Regulierung von sichtbar Anderen im öffentlichen Raum
Diskussion mit:

Renate Blum (LEFÖ – Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen)

Susanne Peter (Betreuungszentrum Gruft, Caritas Wien)

Marion Thuswald (BettelLobbyWien)

Hannes Schindler (Suchthilfe Wien)

 

Organisation: Ulrich Brand, Marc Diebäcker, Michaela Moser, Etienne Schneider

Das Programm der gesamten Ringvorlesung finden Sie hier.