“Man sollte nicht so tun, als ob Trump der Böse und wir die Guten sind”

Medien Freitag, 07.07.2017

Interview mit Ulrich Brand zum G20-Gipfel im Standard:

Das G20-Format ist 1999 als ein Treffen der Finanzminister entstanden, die Regierungschefs kommen seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 regelmäßig in diesem Kreis zusammen. Es war schon wichtig angesichts der Krise, überhaupt ein Forum zu haben, in dem Vertreter von Industrie- und Schwellenländern miteinander reden können. Die G20 hat auch tatsächlich eine gewisse Stabilisierung der Finanzmärkte erreicht. Im Sinne der starken Finanzakteure zwar, aber aus Logik der G20 waren sie erfolgreich. In allen anderen Politikfeldern haben sie allerdings nichts bewirkt. Das ist seitdem eine rein symbolische Politik, was dort betrieben wird. Egal ob Afrika, Klimawandel, Handel: In diesen Politikfeldern ist die Gruppe ein Papiertiger. Selbst die Interessen der Eliten in den Nord- und Südländern zu fördern, wie von ihnen angestrebt, schaffen sie nicht.

Hier das ganze Interview