Stegmüller Lebensdaten

1923
Geburt Stegmüllers in Natters, Tirol.
1933-41
Besuch des Gymnasiums in Innsbruck.
1941
Beginn des Studiums der Wirtschaftswissenschaften und der Philosophie an der
Universität Innsbruck.
1944
Diplom in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Innsbruck.
1945
Doktorat in Wirtschaftswissenschaften.
Ab 1. Sept. wissenschaftliche Hilfskraft am Philosophischen Seminar in Innsbruck.
1947
Doktorat in Philosophie mit der Arbeit Erkenntnis und Sein in der modernen
Ontologie mit
besonderer Berücksichtigung der Erkenntnismetaphysik Nicolai Hartmanns.
1948
Sommer in Alpbach in Anwesenheit von Popper. Stegmüller entdeckt die
Zeitschrift Erkenntnis (erschienen 1930-38) und die Philosophie des
Wiener Kreises.
1949
Habilitiert sich in Philosophie mit der Schrift Sein, Wahrheit und Wert
(über Brentano, Husserl, Scheler, Heidegger, Jaspers, Hartmann, Reininger,
Häberlin).
1952
Das Buch Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie erscheint.
Darin eine erste Rezeption der analytischen Philosophie. Arbeit an dem Buch
Das Wahrheitsproblem und die Idee der Semantik.
1953
Arbeitet am Buch Metaphysik, Wissenschaft, Skepsis, das 1954 bei
Humboldt (Wien) erscheint.
1953/54
Stipendium des British Council für ein Jahr an der Universität Oxford.
Er macht dort die Bekanntschaft von Friedrich Waismann und hört die Gastvorlesungen
von Willard V.O.Quine.
1954/56
Der „Fall“ Stegmüller um die gescheiterte Ernennung zum Professor
der Philosophie in Wien.
1955
Beginn des Briefwechsels mit Rudolf Carnap über induktive Logik zwecks
der Veröffentlichung einer deutschen Fassung von Carnaps Logical
Foundations of Probability.
1956
Stegmüller wird außerordentlicher Professor an der Universität
Innsbruck.
1957
Das Wahrheitsproblem und die Idee der Semantik wird bei Springer
in Wien veröffentlicht.
Gastprofessur an der Universität Kiel.
1958
Gastprofessur an der Universität Bonn. Er erhält ein Ordinariat
für Philosophie in München und wird dort Vorstand des Philosophischen
Seminars II.
1959
Unvollständigkeit und Unentscheidbarkeit erscheint bei Springer,
Wien.
1962/63
Visiting Professor an der „University of Pennsylvania“, ermöglich
durch die
Vermittlung von Nelson Goodman.
1964
Visiting Professor im Wintersemester an der „University of Pennsylvania“.
Begegnung mit Herbert Feigl in Wien, mit dem er seit 1959 in brieflichem Kontakt
steht.
1969-86
Veröffentlichung der Probleme und Resultate der Wissenschaftstheorie
und analytischen Philosophie in 4 Bänden.
1975
Wiederbelebung der Zeitschrift Erkenntnis, herausgegeben durch Stegmüller
und
Wilhelm K. Essler.
1977-79
Dekan der Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Statistik.
1979
The Structuralist View of Theories erscheint als eine Antwort auf
Feyerabends Kritik in „Changing Patterns of Reconstruction“.
1989
Erscheinung des 4. und letzten Bandes der Hauptströmungen über
Kripkes Interpretation Wittgensteins und über John L. Mackie.
1991
Tod Stegmüllers in München.