Institut für Wissenschaft und Kunst
Tagungen und
Buchpräsentationen
im Wintersemester
2007/08
Tagungen
Buchpräsentationen
Die
Tagung
"Tabellen,
Kurven, Piktogramme
Techniken
der
Visualisierung in den Sozialwissenschaften" findet an der
Universität Wien, die Buchpräsentation "Die neuen
Verabredungskulturen im Web 2.0" im DEPOT, Breite Gasse 3,
1070 Wien, statt.
Alle
anderen Veranstaltungen: IWK, 1090 Wien,
Berggasse 17.
Tagung
Freitag, 12. Oktober, 16.00-19.00
Uhr
Kultur, Bildung und Gesellschaft bei
Theodor W. Adorno
Konzept
und Organisation: Johann Dvořák
In
Vorträgen und Diskussionen sollen wichtige Elemente im Denken
Adornos
herausgearbeitet werden, die sich auf die Bildung der Individuen im
gesellschaftlichen Zusammenhang ebenso wie auf die
„Kulturindustrie“ beziehen.
Dabei sollen auch immer wiederkehrende Vorurteile und
Fehlinterpretationen
widerlegt werden, die Adorno elitäre und gegen die Massen
gerichtete Denkmuster
unterstellen.
Irina
Djassemy (Wien):
Die
Relevanz der sekundären Sozialisation für die
Entwicklung autoritärer Neigungen
Zur
Aktualität von Adornos Begriff des autoritären
Charakters
Gerhard
Scheit (Wien):
Die
Musik und der Leib. Adornos Gehörbildung zwischen Beethoven
und Jazz
Johann
Dvořák (Wien):
Modernität,
Denk-Arbeit und Selbst-Bildung
Djassemy, Irina: Dr.in phil., Studium der Germanistik, Politikwissenschaft und Pädagogik in
Frankfurt am Main. Seit 2001 Lehraufträge an den Universitäten Freiburg und
Frankfurt am Main. Publikation: Der „Productivgehalt kritischer
Zerstörerarbeit“. Kulturkritik bei Karl Kraus und Theodor W. Adorno, Würzburg
2002.
Dvořák, Johann: Univ. Doz.,
Politikwissenschaftler und Historiker, Studiengangsleiter am Institut für
Politikwissenschaft der Universität Wien.
Scheit, Gerhard: Dr. phil.,
Kulturwissenschaftler und freier Autor.
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Tagung
Freitag, 9. November 2007, 10.00-17.00 Uhr
Auguste Lazar (1887-1970). Schreiben
als Widerstand
Tagung in Kooperation mit
der Österreichischen
Gesellschaft für
Kinder- und Jugendliteraturforschung (ÖG-KJLF)
Konzept und Organisation: Susanne Blumesberger,
Ernst
Seibert
Auguste
Lazar zählt zu
den WegbereiterInnen der sozialistischen Kinder- und Jugendliteratur.
Sie wuchs in einer wohlhabenden jüdischen
Familie in Wien
auf. Besondere Bedeutung hatte für sie die Beziehung zu ihrer
Schwester Maria,
die unter dem Pseudonym Esther Grenen erfolgreich als Autorin
tätig war und in
engem Kontakt zur dänischen Schriftstellerin Karin
Michaëlis stand. Nach
dem Studium der Literaturwissenschaft an der
Universität Wien unterrichtete
Auguste Lazar an der Reformschule von Eugenie Schwarzwald. 1920 folgte
sie
ihrem Mann Karl Wieghardt nach Dresden. Nach dessen Tod besuchte sie
die
Marxistische Arbeiterschule, unterstützte den politischen
Kampf ihrer
kommunistischen Freunde und war später im Widerstand aktiv.
1935 erschien unter
dem Pseudonym Mary Macmillan ihr erstes Kinderbuch „Sally
Bleistift in Amerika“
in Moskau. 1939
emigrierte sie nach England, wo
sie u.a. als Köchin arbeitete. 1949 kehrte sie nach Dresden
zurück, dort war
sie bis zu ihrem Tod 1970 als erfolgreiche Schriftstellerin
tätig.
Susanne
Blumesberger
(Wien):
„Daß
die Sonne immer da ist – für alle“. Das
arabeskenreiche
Leben der Auguste Lazar
10.30-11.00
Uhr
Katja
Schönwandt
(Kiel):
Maria
Lazar: Schreiben im Exil
11.30-12.00
Uhr
Wolfgang Duchkowitsch
(Wien):
Zur
Situation
österreichischer
Schriftstellerinnen jüdischer
Herkunft um 1938
12.00-12.30
Uhr
Christine
Kanzler
(Wien):
Hilfe
im Verborgenen
Facetten
des Widerstands von Frauen im
Nationalsozialismus am Beispiel von Auguste Lazar
12.30-14.00
Uhr
Mittagspause
14.00-14.30
Uhr
Rüdiger
Steinlein
(Berlin):
Spurensuche:
Auguste Lazar in Berlin und in der DDR
14.30-15.00
Uhr
Johann
Dvořák
(Wien):
Die
Bildungs-Unternehmerin Eugenie Schwarzwald
und ihre Bedeutung für intellektuelle
Entwicklungen im Wien des frühen
20. Jahrhunderts
15.30-16.00
Uhr
Angela Huemer (Köln):
Maria
und
Auguste
Lazar in der Begegnung mit Karin Michaëlis
16.00-16.30
Uhr
Ernst
Seibert (Wien):
Auguste
Lazar und ihre Jugendliteratur im Umfeld der zeitgenössischen
Theoriediskussion
Blumesberger, Susanne:
Kommunikationswissenschaftlerin, IWK-Projektbearbeiterin der biografiA-Module
„Jüdische Frauen in Österreich und ihr Beitrag zu Wissenschaft, Kunst und
Kultur“ sowie „Die Frauen des jüdischen Prager Kreises“.
Duchkowitsch, Wolfgang: OR Univ.-Prof. Dr., Leiter der
Fachbereichsbibliothek Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Zahlreiche
Veröffentlichungen und Projekte zum Thema Journalismus, Biografieforschung,
Mediengeschichte, Schwerpunkt Nationalsozialismus, Medien und Macht.
Mitherausgeber von „Die Spirale des Schweigens. Zum Umgang mit der
nationalsozialistischen Zeitungswissenschaft“ (2003)
Dvořák, Johann: Univ. Doz.,
Politikwissenschaftler und Historiker, Studiengangsleiter am Institut für
Politikwissenschaft der Universität Wien.
Huemer, Angela: hat in Salzburg Publizistik und Kunstgeschichte studiert
und anschließend Film- und Fernsehen an der Boston University. Sie
freiberuflich als Journalistin und Filmemacherin tätig und lebt in Salzburg und
Köln. In ihrem Dokumentarfilm- und Ausstellungsprojekt "Bibi - ein
Kind(erbuch) geht auf (Zeit) Reise" (bisher präsentiert in Köln, Salzburg,
Kopenhagen, Sesto San Giovanni und Melegnano bei Mailand sowie Bologna) wird
der außerordentliche Einfluss der Autorin Karin Michaëlis durch ihre in den
1920er und 1930er Jahren fast Harry-Potter-artig erfolgreiche Mädchenfigur
"Bibi", Protagonistin ihrer gleichnamigen Kinderbuchreihe, greifbar
gemacht.
Kanzler,
Christine: Dr.in, Projektmitarbeiterin am IWK („Österreichische Frauen im
Widerstand gegen den Nationalsozialismus“).
Schönwandt, Katja: hat an
der Georg-August-Universität Göttingen und an der University of California in
Los Angeles (UCLA) Germanistik, Philosophie und Skandinavistik studiert und war
anschließend zwei Jahre als Frauenbeauftragte an der Philosophischen Fakultät
in Göttingen tätig. Ihre Magisterarbeit befasst sich mit Maria Lazars Exilroman
Die Eingeborenen von Maria Blut. Seit
2005 arbeitet sie am Nordischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu
Kiel. In ihrer Doktorarbeit untersucht sie das Schweigen in der deutschen und
der skandinavischen Literatur.
Seibert, Ernst: Dozent am
Institut für Germanistik der Universität Wien, seit 1999 Vorsitzender der
„Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung“;
Herausgeber der Fachzeitschrift „libri liberorum“.
Steinlein,
Rüdiger: Studium der Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte; Professor für
Neuere deutsche Literatur mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur an der
Humboldt Universität zu Berlin
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Tagung
Freitag, 30. November
2007, 16.00-21.00 Uhr
Marie
Langer
(1910-1987)
Ein
Leben im
Widerspruch
Konzept
und Organisation:
AG
Literatur (Raimund Bahr) in Kooperation mit AG biografiA (Ilse Korotin)
In Erinnerung an die in Wien geborene
Psychoanalytikerin Marie
Langer findet zwanzig Jahre nach ihrem Tod diese Tagung mit einem
Schwerpunkt
auf dem Thema Migration statt. Als antifaschistische Ärztin
schloss Langer sich
den Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg an.
Nach der Niederlage
der Republikaner flüchtete sie nach kürzeren
Aufenthalten in Frankreich und der
Tschechoslowakei vor dem Nationalsozialismus nach Südamerika.
Sie ließ sich
zunächst in Montevideo, dann in Buenos Aires nieder, wo sie
als
Psychoanalytikerin arbeitete. Gleichzeitig engagierte sie sich als
Kommunistin
in der Bewegung der „Salud Mental“, sie trat der
„Plataforma“-Gruppe bei und
ging in Opposition zur International Psychoanalytical
Association. In den 70er
Jahren sympathisierte Langer mit der revolutionären Linken und
musste 1974
erneut flüchten. Sie fand Asyl in Mexiko, leitete ein
psychoanalytisch
orientiertes Entwicklungsprojekt in Nicaragua, kam aber jedes Jahr auch
nach
Europa. Als Feministin, undogmatische Marxistin und unorthodoxe
Kleinianerin
wirkte sie am Psychoanalytischen Seminar Zürich
prägend auf viele KollegInnen
der Gründergeneration und initiierte die Vernetzung dieses
Seminars mit
österreichischen AnalytikerInnen.
16.00-16.30
Uhr
Eveline
List
(Wien):
Psychoanalyse
und Politik in Wien am Vorabend des Zweiten Weltkriegs
16.30-17.00
Uhr
Siglinde
Bolbecher
(Wien):
Exil
in Lateinamerika – politische, gesellschaftliche und
kulturelle Unterschiede
17.30-18.00
Uhr
Emilio
Modena (Zürich):
Politisches
Asyl. Zur Invalidisierung der Revolutionäre
18.00-18.30 Uhr
Ruth
Waldvogel
(Zürich):
Supervisionstätigkeit
in Zentralamerika, Arbeit in einer „fremden“
Kultur?
19.00-19.30
Uhr
Raimund
Bahr
(St. Wolfgang):
Zur
Biografie Marie Langers
19.30-20.00 Uhr
Buchpräsentation
Der
von Raimund Bahr herausgegebene
Band „Leben im
Widerspruch. Marie Langer. Texte. Briefe. Begegnungen“
(Edition Art &
Science 2007) versammelt Texte, Interviews und Rundbriefe Marie
Langers.
20.00-21.00
Filmvorführung
„Marie
Langer. Roman der Erinnerung"
Filmdokumentation
von
Corinna Wichmann
und Lester Cano Alvarez
(Cowi Film 2004, 50 Min.)
Bahr, Raimund: Historiker.
Leiter des Günther Anders Forums für Wissenschaft, Kunst und Politik.
Zahlreiche Publikationen zu Günther Anders. Projektleiter: "Günther Anders
– Biografie" (2004-2007). Forschungsschwerpunkte: Psychoanalyse, Biografie,
Kinder- und Jugendliteratur.
Bolbecher,
Siglinde: Historikerin, Literaturwissenschaftlerin und Exilforscherin;
wissenschaftliche Mitarbeiterin des Dokumentationsarchivs des österreichischen
Widerstandes. Ausstellungen und Publikationen zur Exilkultur und zur Biobibliographie
österreichischer SchriftstellerInnen im Exil und im Widerstand; Mitbegründerin
der Theodor Kramer Gesellschaft; Mitherausgeberin der Zeitschrift
„Zwischenwelt“ und des Lexikons österreichischer Exilliteratur
List, Eveline: Studium
der Psychologie, Geschichte und Volkswirtschaft; Psychoanalytikerin,
Lehranalytikerin (IPA / WAP) in privater Praxis. Wissenschaftliche
Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Universität Wien. Publikationen
zu Themen der Wissenschafts- und Mentalitätengeschichte, sowie zur klinischen,
theoretischen und angewandten Psychoanalyse.
Modena, Emilio: seit 1950
in der Schweiz. Nach dem Medizinstudium Eröffnung einer Allgemeinpraxis und
psychoanalytische Ausbildung am Psychoanalytischen Seminar Zürich (PSZ). Seit
1974 psychoanalytisch-psychotherapeutische Privatpraxis. Mitbegründer des 1977
von der Schweiz. Gesellschaft für Psychoanalyse unabhängig gewordenen neuen PSZ
und der Stiftung für Psychotherapie und Psychoanalyse (1979). Dozent und
Supervisor. Zahlreiche Publikationen zu den Themenkreisen Psychoanalyse und
Gesellschaft, psychoanalytische Ausbildung, Aggression und Narzissmus.
Waldvogel, Ruth: Dr.in
sc. nat. ETH et lic. phil.I, Psychoanalytische Psychotherapeutin EFPP,
psychotherapeutische Praxis in Basel. Weiterbildungs- und Supervisionstätigkeit
für eine NGO in El Salvador, die im psychosozialen Bereich in marginalisierten
Gebieten der Hauptstadt und auf dem Lande arbeitet.
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Buchpräsentation
Montag,
15. Oktober, 18.30 Uhr
A
Biographical Dictionary of Women’s Movements and Feminisms.
Central,
Eastern and South Eastern Europe
The
Biographical
Dictionary contains 150 biographical portraits of women and men who
were active
in, or part of, women’s movements and feminisms in 22
countries in Central,
Eastern and South Eastern Europe in the 19th and 20th centuries.
Challenging
the widely-held belief that there was no feminism in this part of
Europe, the
biographical portraits not only show that feminists existed here, but
also that
they were widespread and diverse, and included Romanian princesses,
Serbian
philosophers and peasants, Latvian and Slovakian novelists, Albanian
teachers,
Hungarian Catholic social workers, Austrian factory workers, Bulgarian
feminist
scientists and socialist feminists, Russian radicals and
philanthropists,
Turkish republican leftist political activists and nationalists,
internationally recognized Greek feminist leaders, and so on.
Buchpräsentation
mit den
Herausgeberinnen Francisca de Haan und Anna Loutfi (beide Budapest) in
englischer Sprache.
Francisca
de Haan, Krassimira Daskalova
and Anna Loutfi
(eds.), A Biographical Dictionary of Women's Movements and Feminisms.
Central,
Eastern and South Eastern Europe, 19th and 20th Centuries. Central
European
University Press: New York, Budapest 2006.
Francisca de
Haan: Professor at the Department of Gender Studies, CEU. Her research
and academic teaching focus on comparative history of the transnational
women’s movement in the 19th and 20th centuries, women’s
biographies, and European women’s work. She is also a founder
editor of Aspasia: International Yearbook for Women's and Gender
History of Central, Eastern and South Eastern Europe - a new,
international peer-reviewed yearbook that seeks to bring out the best
scholarship in the field of interdisciplinary women's and gender
history focusing on and produced in Central, Eastern, and South Eastern
Europe.
Anna Loutfi:
Visiting Assistant Professor at the Department of Gender Studies, CEU.
Her research has focused on legal pluralism and legal codification
processes in historical perspective (19th and 20th centuries), with a
focus on family law and gender relations, and she is currently moving
into the study of law and social movements, as well as cultural, social
and legal constructions of ‘official’ and
‘unofficial’ law. She currently teaches an
interdisciplinary course entitled "Thinking the Body", and has written
a number of published articles and conference papers dealing with
feminism, historiography, the export of rights and legal reform in a
comparative historical perspective that includes Central and Eastern
Europe.
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Buchpräsentation
Montag,
22. Oktober, 18.30 Uhr
Österreichische
Bibliothekarinnen auf der Flucht.
Verfolgt,
verdrängt, vergessen?
Das
Buch befasst sich mit
Frauen, die in einer Phase ihres Lebens als Bibliothekarinnen
beschäftigt waren
und aus unterschiedlichen Gründen ausgegrenzt, verfolgt, ins
Exil getrieben und
im schlimmsten Fall ermordet wurden. Die heute der
Öffentlichkeit zum Teil
unbekannten Frauen und deren Wirkungsvielfalt sollen so wieder ins
Bewusstsein
zurückgeholt werden. Schwerpunktmäßig wird
das Leben und Wirken der
wissenschaftlichen Bibliothekarinnen, der Frauen, die in
Arbeiterbibliotheken
und den jeweiligen Nachfolgeinstitutionen tätig waren und
jener die im staatlichen
Bereich arbeiteten, diskutiert. Zentral behandelt werden dabei die
Schicksale
der aus politischen bzw. rassistischen Gründen verfolgten und
ins Exil
getriebenen Frauen.
Buchpräsentation
mit der Herausgeberin Ilse Korotin und Autorinnen des Bandes.
Ilse
Korotin (Hg.): Österreichische Bibliothekarinnen auf der
Flucht. Verfolgt,
verdrängt, vergessen? (= biografiA – Neue
Ergebnisse der
Frauenbiografieforschung, hg. v. Ilse Korotin, Bd. 4), Wien: Praesens
Verlag
2007.
Korotin,
Ilse: Dr. in, Wissenschaftshistorikerin, Leiterin der IWK-Dokumentationsstelle
Frauenforschung und des Projekts „biografiA“. Forschungsschwerpunkte:
Frauenbiografieforschung, Philosophie und Nationalsozialismus,
Wissenschaftsgeschichte.
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Buchpräsentation
Samstag,
10. November 2007, 19.00, Depot, Breite Gasse 3, 1070
Die
neuen Verabredungskulturen im
Web 2.0
Der
Sammelband
„dating.21“ spürt der medial gelenkten
Verabredungskultur unserer Zeit nach und
legt ihre kultur- und medienhistorischen Ursprünge offen.
Themen des Bandes
sind die im Netz als Kompetenzdiskurs
geführte Arbeitssuche, die „geteilte“
Selbstdarstellung, die Verabredung zum
politischen Protest, die Eigentumsverhältnisse im Web 2.0
sowie die über
Dating-Plattformen regulierte Trieb-, Affekt- und Liebesorganisation.
Buchpräsentation
mit Susanne Lummerding, Wolfgang
Müller-Funk, Vrääth
Öhner, Wolfgang Kellner, Patrick Kranzlmüller, Hildegard Fraueneder,
Marc Ries.
Marc
Ries, Hildegard Fraueneder, Karin
Mairitsch (Hg.): dating.21 -
Liebesorganisation und Verabredungskulturen. Bielefeld:
transcript 2007.
Fraueneder,
Hildegard: Dr.in, Leiterin der Galerie 5020 in Salzburg, Dozentin an der
Universität Mozarteum.
Kellner Wolfgang: Bildungsexperte, Mitarbeiter des "Rings Österreichischer Bildungswerke"
Kranzlmüller, Patrick:
IT-Experte.
Lummerding,
Susanne: Univ.Doz.in, Kunsthistorikerin und Philosophin, Hochschule für
angewandte Kunst in Wien.
Müller-Funk, Wolfgang: Dr.,
Univ.Doz., Germanist und Kulturwissenschafter.
Öhner,
Vrääth: Dr., Film- und Medienwissenschafter.
Ries, Marc:
Medientheoretiker, derzeit Professur für Kunstgeschichte und Medientheorie,
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
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Buchpräsentation
Mittwoch,
16. Jänner 2008, 18.30 Uhr
Zur
geschlechtersymmetrischen Struktur eines
Genderwörterbuches im Deutschen
In
dieser Publikation wird die Frage gestellt, wie und ob die
Umsetzung der Gendersymmetrie in den wichtigsten
Wörterbüchern des
deutschsprachigen Raums nach drei Jahrzehnten feministischer
Sprachkritik und
einigen Jahren Geschlechterforschung erfolgt ist. Das Wechselspiel
zwischen
individuellem und lexikalischem Sprachgebrauch ist offensichtlich und
macht
eine Rückbindung geschlechtersymmetrischer Sprache an
sprachliche Normen
notwendig, weil sich nicht nur die Frauenbilder, sondern auch die
Männerbilder
zu ganzen Menschenbildern gewandelt haben.
Buchpräsentation
und Vortrag mit Maria Pober (Wien).
Maria
Pober: Überlegungen zur geschlechtersymmetrischen Struktur
eines
Genderwörterbuches im Deutschen. Würzburg:
Königshausen & Neumann 2007.
Pober, Maria: Dr.in, Forschungsschwerpunkte: feministische
Literatur, Gendersymmetrie in der Sprache, Onomasiologie, Lexikologie und
Geschlechterforschung.
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Buchpräsentation
Donnerstag,
24. Jänner 2008, 18.30 Uhr
Friedrich
Albert Lange (1828-1875) als
Psychologe und Philosoph
Im
19. Jahrhundert wurde
eine Problemdiskussion begonnen, die sich bis in unsere Gegenwart
fortsetzt
(z.B. in den aktuellen Debatten um Hirnforschung und Intelligent
Design). Die
Naturwissenschaftler erhoben den Anspruch, die letzte
Erklärung physikalischer
und chemischer Phänomene selbst zu liefern. Das
Leib-Seele-Problem wurde mit
nie gekannter Dringlichkeit diskutiert. Friedrich Albert Lange
beschäftigte
sich intensiv mit diesen Problemen und suchte nach Antworten. Er
leistete einen
Beitrag dazu, dass sich die Psychologie von der Philosophie
lösen konnte. Zudem
befasste er sich mit der Arbeiterfrage und beeinflusste mit seiner
idealistischen Ethik den Reformsozialisten Eduard Bernstein. Der
Vortrag wird
in das Leben und Denken Friedrich Albert Langes einführen, im
Anschluss daran
wird die Neuerscheinung präsentiert.
Vortrag
von Herta
Mayerhofer (Wien)
Buchpräsentation
durch Erich Vanecek (Wien)
Herta Mayerhofer, Erich Vanecek:
Friedrich Albert Lange als
Psychologe und Philosoph. Ein kritischer Geist in den
Auseinandersetzungen des
19. Jahrhunderts. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Brüssel,
New York, Oxford,
Wien: Peter Lang 2007.
Mayerhofer, Herta:
dissertierte in Philosophie und lebt als freie Wissenschaftsforscherin in Wien.
Vanecek, Erich: Professor
an der Fakultät für Psychologie der Universität Wien.
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Version: 21.
September
2007
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