Institut
für Wissenschaft und Kunst
Tagungen,
Buch- und Projektpräsentationen, Vorträge
im Wintersemester
2008/09
Tagungen/
Symposien
Workshops, Buch- und
Projektpräsentationen, Vorträge
ELLA LINGENS
(1908-2002). ZUR
ERINNERUNG
Konzept
und
Koordination: Ilse Korotin
An
Ella Lingens – Juristin, Ärztin und
Widerstandskämpferin – zu erinnern
bedeutet auch, die Verflechtung eines individuellen Lebens mit den
bedeutsamen zeithistorischen Phänomenen aufzuzeigen. Aus einer
bürgerlichen Familie stammend, wandte sie sich im Roten Wien
früh der
Sozialdemokratischen Partei zu. Im kulturradikalen Kreis um Karl
Motesiczky gewann die Psychoanalyse an Bedeutung, später, nach
der
Machtübernahme der Nationalsozialisten, die in diesem Kontext
gegründete antifaschistische Widerstandsgruppe. Daraufhin
folgten
Denunziation, Verhaftung und Deportation nach Auschwitz, aber Ella
Lingens überlebte als nichtjüdische Ärztin
den Holocaust. In der
Nachkriegszeit erfüllte Ella Lingens neben ihrer beruflichen
Tätigkeit
als leitende Mitarbeiterin im Sozialministerium unermüdlich
eine Reihe
von wesentlichen Aufgaben: Als „Zeugin der Anklage“
brachte sie die
Kraft auf, 1964/65 im Auschwitz-Prozess auszusagen, als Zeitzeugin ging
sie in Schulen und zu LehrerInnenseminaren. Ihr 1947 verfasster
autobiografischer Bericht „Prisoners of
Fear“ (deutsch:
„Gefangene der Angst“, Wien 2003) ist ein Klassiker
der frühen
analytischen Literatur zum KZ-System und ein Meilenstein der
Erinnerungsliteratur. Zum 100. Geburtstag von Ella Lingens nehmen
WissenschafterInnen Bezug auf wichtige Stationen ihres bewegten und
inhaltserfüllten Lebens, um diese mit aktuellen
Forschungsfragen und
-ergebnissen zu ergänzen.
Programm:
Freitag,
14. November
Eröffnung:
10.00-10.30 Uhr
Ilse Korotin (Wien):
Biografische Einleitung
10.30-11.00
Uhr
Christiane
Rothländer (Wien):
Karl Motesiczky und Ella
Lingens.
Freundschaft und Solidarität in Zeiten der Verfolgung
11.15-11.45
Uhr
Christine
Kanzler (Wien) und Karin
Nusko (Wien):
Humanität
als Widerstand
Hilfeleistung von Frauen
für
rassistisch Verfolgte während des NS-Regimes
13.00-13.30
Uhr
Helmuth
Gröger (Wien):
Die fatale Verbindung von
Medizin
und Nationalsozialismus
13.30-14.00 Uhr
Uhr
Gerhard
Botz (Wien):
Ella
Lingens und ihr Beitrag zum Verständnis der Ambivalenz des
Überlebens
im Vernichtungs-„Alltag“ von Birkenau
14.15-14.45
Uhr
Irmtrud
Wojak (Bad Arolsen):
„Mengele war
der Teufel“. Ella
Lingens als Zeugin der Anklage im Auschwitz-Prozess
14.45-15.15
Uhr
Gert
Dressel (Wien):
Zeugen der Zeit
– wer zeugt wie
für was?
ReferentInnen und
KoordinatorInnen:
Korotin, Ilse:
Wissenschaftshistorikerin, Leiterin der IWK-Dokumentationsstelle
Frauenforschung und des Projekts "biografiA"; Forschungsschwerpunkte:
Frauenbiografiefor-schung, Philosophie und Nationalsozialismus,
Wissen-schaftsgeschichte.
Rothländer,
Christiane:
Dr.in phil., wissenschaftliche Mitarbeiterin am
Institut für Rechts- und Verfassungsge-schichte an der
Universität
Wien.
Kanzler,
Christine:
Theaterwissenschaftlerin, Erwachsenen-bildnerin;
Forschungsschwerpunkte: Exilforschung, Biogra-fieforschung; zuletzt
Sachbearbeiterin eines Projekts über österreichische
EmigrantInnen auf
den Philippinen am DÖW.
Nusko, Karin:
Studium der Volkskunde, Philosophie und Geschichte; Arbeitsschwerpunkt:
Frauenforschung; derzeit Mitarbeiterin des IWK-Projekts "biografiA.
Datenbank und Lexikon österreichischer Frauen".
Gröger, Helmut:
Dr. med.; geb. 1949 in Wien; Arzt und Medizinhistoriker; Studium der
Medizin an der Universität Wien; Ärztliche
Tätigkeit seit 1981; seit
1988 (mit Unterbrechun-gen) Assistent und Lektor am Institut
für
Geschichte der Medizin der Universität Wien (seit 2004
Medizinische
Uni-versität Wien) mit den Forschungsschwerpunkten Ge-schichte
der Psychiatrie, Neurologie und Psychotherapie sowie Medizin
im
Nationalsozialismus - unter besonderer Berücksichtigung der
Wiener
Verhältnisse - und Wiener Medizinische Schule des 19. und 20.
Jahrhunderts.; zahl-reiche medizinhistorische Vorträge und
Publikationen im In- und Ausland.
Botz,
Gerhard: Dr. phil.; Professor für Zeitgeschichte;
Univer-sität Wien;
Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Histo-rische
Sozialwissenschaft, Salzburg-Wien.
Wojak, Irmtrud:
PD
Dr.in;
Studium der Geschichte und Politik-wissenschaft in Bochum; Dr.in phil.
mit einer Dissertation über das Exil jüdischer
Emigranten in Chile
1933-1945; von 1996-2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin und zeitweise
Leiterin des Fritz Bauer Instituts, Studien- und Do-kumentationszentrum
zur Geschichte und Wirkung des Ho-locaus (Frankfurt am Main); 2007
Habilitation an der Uni-versität Hannover; seit 2008 Leitung
des
Bereichs For-schung und Mitglied der Geschäftsleitung des
International
Tracing Service (IST) in Bad Arolsen; zahlreiche For-schungsaufenthalte
und Fellowships im In- und Auslang, u.a. in Lateinamerika, in Israel
(Yad Vasehm) und Washington (US Holocaust Memorial Museum).
Dressel, Gert:
Dr.phil.; Historiker; verantwortlich für zahlreiche
biografisch
orientierte Forschungs-, Schul-, Weiterbildungs- und Kulturprojekte;
derzeit am Institut für Wissen-schaftskommunikation und
Hochschulforschung IFF Wien / Universität Klagenfurt
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ROTER ADEL UND
HOCHVERRAT. HERMYNIA ZUR MÜHLEN (1883-1951) UND IHR KAMPF UM
EINE
GESELLSCHAFTSVERÄNDERNDE LITERATUR
In
Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für
Kinder- und
Jugendliteraturforschung
Konzept und Organisation:
Susanne Blumesberger, Ernst Seibert
Tagungsfolder mit Programmablauf: Download unter: http://phaidra.univie.ac.at/o:1338
Hermynia
Zur Mühlen wurde 1883 als Gräfin Folliot de
Crenneville-Poutet in Wien
geboren und entstammte einer der angesehensten Familien der Monarchie.
Ihr Leben war geprägt vom Widerstand gegen die Familie, gegen
die
Unterdrückung der Frau, gegen soziale Ungerechtigkeiten und
gegen den
Faschismus. Dank ihrer proletarischen Märchen, in denen sie
dem
Arbeiterkind komplizierte Bedingungen und Prozesse der Gesellschaft in
einfacher Weise zu erklären versuchte, zählte sie zu
den bekanntesten
Kinderbuchautorinnen der proletarisch-revolutionären
Literaturbewegung
der Weimarer Republik. Außerdem übersetzte sie
nahezu 150 meist
sozialkritische Werke russischer, französischer, englischer
und
amerikanischer AutorInnen. In ihren eigenen Romanen verknüpfte
sie
vielfach die Erfahrungswelt der Aristokratie mit sozialistischen und
frauenbewegten Problemstellungen. In ihrem nach ihrer Emigration
verfassten Roman „Unsere Töchter, die
Nazinen“ schildert sie den Sieg
des Nationalsozialismus, die Auswirkungen des Antisemitismus und die
Formierung von Widerstand am Modellfall einer süddeutschen
Kleinstadt.
Dienstag,
25. November, Beginn: 10.00 Uhr
Begrüßung/Einleitung:
Susanne
Blumesberger, Ernst Seibert (Wien):
Roter Adel und
Hochverrat.
Biografische Schlaglichter auf Hermynia Zur Mühlen
Susanne Blumesberger
(Wien):
Adelige
– Proletarierin – Nazine
Zu den Frauenbildern in
den
Werken von Hermynia Zur Mühlen
Siglinde Bolbecher
(Wien):
Der
Faden der Ariadne. „Unsere Töchter, die
Nazinen“ und
„Als der Fremde
kam“ als Entwürfe
antifaschistischer Schreibstrategien
Jana Mikota (Siegen):
Märchen der
Armen: Hermynia Zur
Mühlens proletarische Märchen der 1920er Jahre
Ernst Seibert
(Wien):
Die Slowakei als
literarisches
Zwischenspiel bei Hermynia Zur Mühlen
Jörg Thunecke (Köln):
Die rote Gräfin
klagt an
Anmerkungen zu Texten aus
dem
Sammelband „Der rote Heiland“ (1924)
Patrik von zur
Mühlen
(Bonn):
Hermynias
Zeit im Baltikum und deren Verarbeitung in ihren Erinnerungen
„Ende und
Anfang“
Angefragte
ReferentInnen: Beate Frakele und Klaus Kastberger
Zum
Abschluss der Tagung wird ein Tondokument präsentiert:
Hermynia
Zur Mühlen: Das Geschenk. Ein Weihnachtsmärchen (BBC,
Austrian Youth
Feature, gesendet am 15.12.1948, Fragment, Österr.
Exilbibliothek)
Während
der Tagung wird es einen Büchertisch der Buchhandlung
Leporello geben.
ReferentInnen und
KoordinatorInnen:
Blumesberger,
Susanne: Mag.a, Dr.in
phil.; Kommunikationswissenschafterin; Mitarbeiterin des
IWK-Pro¬jekts
„biografiA. Datenbank und Lexikon österreichischer
Frauen“,
in-sbesondere Bearbeiterin der biografiA-Module "Jüdische
Frauen in
Österreich und ihr Beitrag zu Wissenschaft, Kunst und Kultur"
sowie
"Die jüdischen Schriftstellerinnen Österreichs. Ihr
Leben, ihr
Schicksal und ihr Schaffen".
Seibert, Ernst:
Germanist und Lektor an der Universität Wien, Projektarbeiten
in
Zusammenarbeit mit dem "Internationalen Institut für
Jugendliteratur
und Leseforschung", Vorsitzender der "Österreichischen
Gesellschaft für
Kinder- und Jugendliteraturforschung".
Bolbecher, Siglinde:
Historikerin und Exilforscherin; wissen-schaftliche Mitarbeiterin des
Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes;
Mitbegründerin
der Theo-dor Kramer Gesellschaft; derzeit stellv. Vorsitzende, und
Herausgeberin der Zeitschrift für Kultur des Exils und des
Widerstandes
Zwischenwelt; zahlreiche Ausstellungen (Theodor Kramer - Dichter im
Exil, Wien 1938, Kabarett und Satire im Widerstand, Elisabeth Bergner
u.a.); Studien und Beiträge zur
österrei¬chi¬schen Exilliteratur, zur
Literatur von Frauen im Exil; u.a. Herausgeberin der Prosa und Lyrik
von Stella Rotenberg Ungewissen Ursprungs (Wien 1997), An den Quell.
Gesammelte Gedichte (Wien 2003). Mitverfasserin des Lexikon der
öster¬reichischen Exilliteratur (Wien 2000); zuletzt
erschien Frauen im
Exil (Jahrbuch der Theodor Kramer Gesellschaft, 2007).
Mikota, Jana:
Dr.in
phil; Studium der Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte an den
Universitäten Siegen und Prag; promovierte über
Exilliteratur;
Arbeitsschwerpunkte: Autobiografieforschung, Kinder- und
Jugendliteratur und Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts;
Habilitationsprojekt zu Lektürekanon an höheren
Mädchenschulen nach
1872; seit 2003 Lehrbeauftragte für Erziehungswissenschaft
/Psychologie
an der Universität Siegen.
Thunecke, Jörg:
Seit 1998 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Westdeutschen Akademie
für Kommunikation in Köln; zahlreiche Publikationen
zu deutscher
Literatur des 19. Jahrhunderts, zu Exil- und NS-Literatur.
Zur Mühlen,
Patrik von:
Dr. phil; Historiker; Studium (Ge-schichte, Philosophie, Politische
Wissenschaft) in Berlin und Bonn; Promotion zum Dr. phil. 1971 in Bonn;
1973-75 Mitarbeiter im Bundesministerium für Bildung und
Wissen-schaft;
1975-2007 Mitarbeiter der Abteilung Sozial- und Zeitgeschichte im
Historischen Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung;
Forschungsgebiete: Widerstand, Exil und Emigration in der NS-Zeit,
Spanischer Bürgerkrieg, DDR-Geschichte und baltische
Geschichte.
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WIEN, BERLIN UND DIE KULTUR DER
MODERNE
Konzept
und
Organisation: Johann Dvořák
Die
Idee zu einer Abfolge von Tagungen und dazugehörigen
Publikationen, die
sich mit Zusammenhängen, Vergleichen und Gegensätzen
von zwei
zentraleuropäischen Metropolen der Moderne
beschäftigen sollen,
entstand im Rahmen eines Heinrich Heine-Kolloquiums in Berlin bei
„Helle Panke“ (einem Verein zur Förderung
von Politik, Bildung und
Kultur). Im Juni 2007 hat „Helle Panke“ eine erste
Tagung mit dem Titel
„Berlin-Wien. Eine Kulturbrücke“
veranstaltet. Die nunmehrige Wiener
Arbeitstagung beschäftigt sich in Vorträgen und
Diskussionen mit
diversen Aspekten der Auseinandersetzungen um die Kultur der
Moderne.
Freitag,
28. November, 15.00-20.00 Uhr
Ursula Prokop
(Wien):
Zur
Heterogenität der Wiener Moderne am Beispiel Adolf Loos versus
Sezession
(mit
Bildbeispielen)
Gerhard
Wagner (Berlin):
Die tätowierte Moderne. Kritik
des Ästhetizismus bei Walter Benjamin und Adolf Loos
Wolfgang Beutin
(Stormarn):
Karl Kraus (Wien) gegen Alfred Kerr (Berlin)
Simon Ganahl (Dornbirn):
Presse,
Radio und Film in der „Dritten Walpurgisnacht“ von
Karl Kraus
Johann
Dvořák
(Wien):
Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“ im Spiegel
der
Briefe von Walter Benjamin und Theodor W. Adorno
ReferentInnen und
KoordinatorInnen:
Prokop, Ursula:
Historikerin und Kunsthistorikerin, u. a. Mitar-beiterin am
Forschungsprojekt der Akademie der Wissen-schaften
"Österreichische
Architektur des 20. Jahrhunderts".
Wagner, Gerhard:
Dr.
habil.; Wissenschaftspublizist und -lektor in Berlin.
Beutin, Wolfgang:
Germanist und Historiker; Privatdozent an der Universität
Bremen;
zahlreiche Veröffentlichungen zur Literaturgeschichte des
Mittelalters,
der frühen Neuzeit und der Moderne.
Ganahl, Simon:
studierte Kommunikationswissenschaft,
Germanistik,
Politikwissenschaft und Philosophie in Wien und Hamburg. Seine
Diplomarbeit "Ich gegen Babylon: Karl Kraus und die Presse im Fin de
Siècle" erschien im Frühjahr 2006 beim Wiener
Verlag "Picus". Er
schreibt derzeit als DOC-Stipendiat der Österreichischen
Akademie der
Wissenschaften an einer Dissertation über die "Dritte
Walpurgisnacht"
von Karl Kraus und das Buch "Pròdromos" von Peter Altenberg.
Dvorák, Johann:
Univ. Doz. Dr.; Politikwissenschaftler und Historiker,
Studiengangsleiter am Institut für Politikwissen-schaft der
Universität
Wien.
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PIERRE
RAMUS-SYMPOSION. REVOLUTION UND RÄTEDEMOKRATIE. POLITISCHE
AUFBRUCHBEWEGUNGEN IN BAYERN, ÖSTERREICH UND UNGARN NACH DEM
ERSTEN
WELTKRIEG
Eine
Veranstaltung der Pierre Ramus Gesellschaft
Der
Umbruch in Europa im Jahr 1918 war, wie der prominente Historiker Eric
Hobsbawm kürzlich feststellte, „etwas, das viel
wichtiger war als das
meiste was danach kam.“ 1918 war das Vertrauen in die
bestehende
soziale Ordnung schwer erschüttert, Ideen und
Entwürfe zur Gestaltung
einer neuen, einer anderen Gesellschaft fielen auf fruchtbaren Boden.
Zu den typischen Erscheinungen der Jahre 1918/19 gehörten die
Rätesysteme als Modelle einer direkten Demokratie.
Tagungsprogramm:
Freitag, 21. November, 18.15 Uhr
Eröffnung
Freitag,
21. November, 18.30 Uhr
Hans Hautmann (Wien):
Die Rätebewegung
in Österreich
nach dem Ersten Weltkrieg
Freitag, 21. November 19.30 Uhr
Gerhard Senft
(Wien):
Revolution und
Rätesystem in
Ungarn 1919
Samstag, 22. November,
17.00 Uhr
Dieter
Schrage (Wien):
Die Räterepublik
in Bayern 1919
Samstag, 22. November, 18.00 Uhr
Das
Erste Wiener Lesetheater präsentiert Texte zur
Räterepublik in Bayern
(G. Landauer, E. Mühsam, E. Toller, W. Hasenclever, O. M.
Graf); es lesen
Franz Hütterer, Ottwald John, Ulrike Makomaski und Andrea Pauli
Samstag, 22. November, 19.00 Uhr
Präsentation von
Dokumentarfilmmaterial zur Geschichte der Bayerischen
Räterepublik (bereitgestellt von der Mediothek der
Humboldt-Universität Berlin)
Samstag,
22. November, 20.00 Uhr
Film
von Wolfgang Kahle und Georg Walschus: „Revoluzzer
– Räte – Reaktionäre. Die
Geschichte der Bayerischen Räterepublik 1918 - 1919 unter Kurt
Eisner.“ (bereitgestellt von der Mediothek der
Humboldt-Universität Berlin)
Büchertisch: Verlag
Monte Verita

ReferentInnen
und KoordinatorInnen:
Hautmann,
Hans:
Studium der Rechts-wissenschaft, Geschichte und Germanistik in Wien;
1966 bis 1968 Mitarbeiter am Dokumentationsarchiv des
öster-reichischen
Widerstandes in Wien; 1969 bis 1982 Assistent am Institut für
Neuere
Geschichte und Zeitgeschichte der Johannes Kepler Universität
Linz;
1982 bis 2005 Dozent und außerordentlicher
Universitätsprofessor in
Linz.
Senft, Gerhard:
Wirtschaftswissenschaftler, Professor an der
Wirtschaftsuniversität
Wien.
Schrage, Dieter:
Kunsthistoriker und Theaterwissenschaftler, ehemaliger Kustos im Museum
moderner Kunst.
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LESEKREIS: PHILOSOPHIE AUF
TÜRKISCH
Leitung:
Franz Martin Wimmer (Wien)
Termine: Mittwoch,
17.00-19.00 Uhr, 15. Oktober, 29. Oktober, 12. November, 26. November,
10. Dezember, 14. Jänner, 28. Jänner
Ziel
des Lesekreises ist die Erarbeitung von philosophischer Terminologie im
Türkischen an Hand der Lektüre von Darstellungen
okzidentaler
Philosophie, Darstellungen nicht-okzidentaler Philosophie, Texten der
neuzeitlichen okzidentalen Philosophie, Texten der interkulturellen
Philosophie und aktuellen philosophischen Diskursen in der
Türkei. Das
konkrete Leseprogramm des Wintersemesters wird beim ersten Termin
vereinbart. Textvorschläge von Seiten der TeilnehmerInnen sind
willkommen. Alle Texte werden in türkischer Sprache gelesen
und auf
Deutsch interpretiert. Daraus wird nach Möglichkeit ein
wachsendes
türkisch-deutsches Verzeichnis philosophischer Begriffe
entwickelt. Die
Teilnahme am Lesekreis ist frei, sie setzt Kenntnisse der
türkischen
und der deutschen Sprache sowie Grundkenntnisse in Philosophie voraus.
Da die Teilnehmerzahl aus praktischen Gründen begrenzt werden
muss,
wird um Anmeldung per e-mail ersucht:: franz.martin.wimmer@univie.ac.at
Wimmer, Franz M.:
Philosoph, Professor am Institut für Philo-sophie der
Universität Wien;
Forschungsschwerpunkt: Interkulturell orientierte Philosophie;
Publikationen (u. a.): "Interkulturelle Philosophie - Theorie und
Geschichte“, 1990; Vorlesungen zu Theorie und Methode der
Philosophie
im Vergleich der Kulturen, 1997; „Thesen, Bedingungen und
Aufgaben
interkulturell orientierter Philosophie“, in: polylog.
Zeitschrift für
interkulturelles Philosophieren 1/1998; „Interkulturelle
Philosophie.
Vom Dilemma der Kulturalität zum Polylog“, IWK-Texte
Nr. 4, Wien 2001;
„Interkulturelle Philosophie. Eine
Einführung“, Wien 2004.
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BUCHPRÄSENTATION:
ROSA
KERSCHBAUMER-PUTJATA (1851-1923). ERSTE ÄRZTIN
ÖSTERREICHS UND
PIONIERIN DER AUGENHEILKUNDE
Montag,
20.
Oktober, 18.30 Uhr
Rosa
Kerschbaumer gelang es im Jahr 1890 – zehn Jahre bevor Frauen
in
Österreich Medizin studieren durften – aufgrund
einer Sondergenehmigung
von Kaiser Franz Joseph in Salzburg eine private Augenheilanstalt zu
leiten. Die gebürtige Russin, die in der Schweiz Medizin
studiert
hatte, war eine ausgezeichnete Augenärztin, die hunderte
PatientInnen
behandelte und medizinische Forschungen betrieb. Sie engagierte sich in
der bürgerlichen Frauenbewegung, forderte den Zugang von
Frauen zum
Medizinstudium und zur ärztlichen Praxis und förderte
junge
Medizinerinnen. 1896 verließ sie Salzburg, leitete danach
„mobile
Augenheiltruppen“ in Russland, wurde Primarärztin in
Tiflis, kehrte
1907 kurz nach Österreich zurück und wanderte mit 60
Jahren in die
Vereinigten Staaten aus, wo sie 1923 starb.
Mit der
außergewöhnliche
Lebensgeschichte der ersten in Österreich praktizierenden
Ärztin,
eingebettet in die medizinhistorischen und sozialpolitischen
Veränderungen des späten 19. Jahrhunderts, hat sich
Sabine Veits-Falk
in einer 2008 erschienenen Publikation befasst.
Sabine
Veits-Falk: Rosa Kerschbaumer-Putjata (1851–1923). Erste
Ärztin
Österreichs und Pionierin der Augenheilkunde. Ein
außergewöhnliches
Frauenleben in Salzburg (Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg
23), Salzburg 2008.
Veits-Falk, Sabine:
Mag.a Dr.in; Historikerin und Archivarin am Stadtarchiv Salzburg;
Lehrbeauftragte an der Universität Salzburg; zahlreiche
Publikationen
und Vorträge zur Ar-mutsgeschichte, Frauen- und
Geschlechtergeschichte
und Stadtgeschichte.
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CHRISTOPH JÜNKE (BOCHUM):
DIE DREI STUFEN DER FREIHEIT. LEO KOFLER UND DIE SOZIALISTISCHE
DEMOKRATIETHEORIE
Mittwoch,
22.10., 18.30 Uhr
Folgt man dem neoliberalen Mainstream, so sind Freiheit und Sozialismus
nicht vereinbar. Leben und Werk des deutsch-österreichischen
Soziologen und Philosophen Leo Koflers, eine der markantesten Gestalten
des deutschen Nachkriegsmarxismus, kann uns eines Besseren belehren.
Als "heimatloser Linker" wurde der an Max Adler und Georg
Lukács geschulte marxistische Einzelgänger in den
50er und 60er Jahren zu einem wichtigen Vermittler von alter
Arbeiterbewegung und Neuer Linker. Bekannt geworden vor allem als
Autor einer "Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft", war
Kofler nicht nur ein sozialistischer Pädagoge und
marxistischer Methodologe, sondern auch ein durchaus politischer
Denker. Unter dem Eindruck von spätbürgerlichem
Irrationalismus und stalinistischer Unfreiheit knüpfte er
nicht zuletzt die Fäden von Freiheit und Sozialismus neu.
Christoph Jünke - Vorsitzender der Leo Kofler-Gesellschaft
e.V. und Autor einer soeben erschienenen umfangreichen politischen
Biografie Koflers (Sozialistisches Strandgut. Leo Kofler- Leben und
Werk 1907-1995, Hamburg 2007) - erinnert an Koflers Demokratietheorie
und zeigt deren Aktualität auf.
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FRANZ KAIN UND HERBERT ZAND. ZWEI
AUTOREN ÜBER DEN KRIEG
Konzept
und
Organisation: AG Literatur (Raimund Bahr)
Vortrag
und Buchpräsentation
Donnerstag, 27. November, 18.30
Uhr
Franz
Kain (1922-1997) und Herbert Zand (1923-1970) haben sich zeitlebens mit
dem Zweiten Weltkrieg auseinandergesetzt, an dem sie als Soldaten auch
teilgenommen hatten – der Kommunist Franz Kain war wegen
antifaschistischer Propaganda in eine Strafbrigade versetzt worden,
Herbert Zand hatte an der Ostfront eine schwere Verletzung erlitten.
Gemeinsam ist den beiden auch die enge Verbundenheit mit ihrer Heimat,
dem Salzkammergut. Mit dem Buch „Der Weg zum
Ödensee“ (1973) gelang es
Franz Kain, jenseits der Blut- und Bodenideologie und jenseits
kitschiger Bauernidyllen einen Heimatroman über das
Salzkammergut zu
verfassen. In Herbert Zands Roman „Letzte Ausfahrt“
(1953), der in
einem sich schließenden Kessel der Ostfront einsetzt, wird
der Krieg
zum Paradigma einer ausweglosen menschlichen Existenz. Die beiden
Autoren gehören zu den zu Unrecht vergessenen Autoren
Österreich. Diese
Veranstaltung will einen Beitrag zur Wiederentdeckung der beiden
Schriftsteller leisten.
Vorträge von Judith
Gruber-Rizy
(Wien) zu Franz Kain und von Raimund
Bahr (St. Wolfgang) zu Herbert Zand
Im
Anschluss daran liest Helmut
Rizy
(Wien) aus seinem Roman „Ahasver kehrt
zurück“. Mit seinem Roman
„Hasenjagd im Mühlviertel“ hat sich Helmut
Rizy in die Tradition von
Franz Kain gestellt. In seinem neuen Buch „Ahasver kehrt
zurück“ zeigt
der Autor, wie zwei unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen:
ein Israeli, der sich auf der Suche nach seinen familiären
Wurzeln der
„alten Welt“ annähert, und die ihm
begegnenden Menschen, die aus ihrer
„Fremdsicht“ den
israelisch-palästinensischen Konflikt betrachten.
Eine
Veranstaltung der AG Literatur. Informationen unter 0660 122 53 89 oder
editionas@aon.at
ReferentInnen und
KoordinatorInnen:
Gruber-Rizy, Judith:
Dr.in
phil.; freischaffende Autorin, Germanistin und Theaterwissenschafterin;
Mitglied der IG-Autorinnen und Autoren, der Grazer
AutorInnenversamm-lung sowie des Österreichischen
Schriftsteller-Verbandes.
Bahr, Raimund:
Mag. Dr. phil.; Historiker; Leiter des Günther Anders Forums
für
Wissenschaft, Kunst und Politik; zahlreiche Publikationen zu
Günther
Anders; Projektleiter: „Günther Anders –
Biografie“ (2004-2007);
Forschungs-schwerpunkte: Psychoanalyse, Biografie, Kinder- und
Ju-gendliteratur.
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GÜNTHER ANDERS TAGE
2008
Konzept
und
Organisation: Günther
Anders Forum
Im
Jahr 2008 hat das Günther Anders Forum mit einem
„Call for papers“ eine
offene Einladung ausgesprochen, aus der ein facettenreiches Programm
entstanden ist, das das Werk von Günther Anders aus
unterschiedlichsten
Perspektiven diskutiert. Im Zuge der Tagung werden auch das von
Elisabeth Semrad gestaltete Hörbuch zur Biographie sowie die
neue
Werkbibliographie zu Günther Anders vorgestellt. Eine
Veranstaltung des
Günther Anders Forums. Informationen unter 0660 122 53 89 oder
info@guentheranders.at.
Samstag, 29. November
16.00-17.30 Uhr
Christian Dries
(Karlsruhe):
Günther
Anders und Hannah Arendt: eine Beziehungsskizze
Arne Hilke (Bremen):
„Kriterien der
Konvivialität“ – Die Technikkritiken von
Günther Anders und Ivan Illich
18.00-19.30
Uhr:
Raimund
Bahr (St. Wolfgang):
„Der Friede ist
immer geschieden“
– Zur Theorie des Krieges bei Günther Anders
Elisabeth Semrad (Graz):
Über die
Schwierigkeiten, eine
Hörbiographie zu produzieren
20.00-21-30
Uhr
Werner
Deutsch (Braunschweig):
Wieviel Gefühl
darf in der Musik
stecken? oder: Warum Günther Anders keine Aufnahmen von
Richard Tauber
mochte
Buchpräsentation: „Günther
Anders. Werkbibliographie“ (Edition Art Science 2008)
ReferentInnen und
KoordinatorInnen:
Dries, Christian:
M.A.; Philosoph und Autor; derzeit
Promovend
an der Universität Freiburg zu Günther Anders, Hannah
Arendt und Hans
Jonas; Forschungsschwerpunkte: Zeitphilosophie, Technikphilosophie;
Sozial- und politische Philosophie, Anthropologie; Preisträger
des
Deutschen Studienpreises 2003 und 2007; ist Chefredakteur von
www.sciencegarden.de; Publikationen (u.a.): Moderni-sierungstheorie.
Eine Einführung. München: Fink 2005 (mit Nina
Degele).
Hilke, Arne:
„Großstadtpoet“ Bremens; derzeit Studium
der Physik und
Religionspädagogik an der Universität Bremen;
Veröffentlichungen
(u.a.): Hg.: „Schein-Kriterium. Anthologie zum Stichwort:
Studentenleben.“ (Norderstedt 2006); Hg.:
„Wander-Lust. Anthologie zum
Stichwort: Fernweh.“ (Norderstedt 2007).
Bahr, Raimund:
Mag. Dr. phil.; Historiker; Leiter des Günther Anders Forums
für
Wissenschaft, Kunst und Politik; zahl-reiche Publikationen zu
Günther
Anders; Projektleiter: „Günther Anders –
Biografie“ (2004-2007);
Forschungs-schwerpunkte: Psychoanalyse, Biografie, Kinder- und
Ju-gendliteratur.
Semrad, Elisabeth:
Redakteurin des Stadtblogs „mursurfer.at“, wo
JungjournalistInnen
täglich aus, über und für Graz berichten.
Deutsch, Werner:
Prof. Dr.; Professor für Psychologie an der Technischen
Universität
Braunschweig - Leitung der Abteilung für
Entwicklungspsychologie;
Forschungsschwerpunkte: Entwicklung des Sprechens, Singens und des
Zeichnens, Identitätsentwicklung insbesondere bei Zwillingen,
Geschichte der Psychologie, Autismus
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KAFKA IN FRANKENSTEIN.
VOLKSKRAFT, WEHRMACHT UND DER KAMPF UM DIE
KRIEGSHEIMKEHRERFÜRSORGE
Vortrag
von
Benno Wagner
(Siegen)
Samstag,
10. Jänner, 19.30 Uhr
Am
23. Februar 1915 wurde die Arbeiter-Unfall-Versicherungsanstalt
für das
Königreich Böhmen zu Prag durch einen Erlass des k.k.
Ministerium des
Innern angewiesen, unter ihrem Dache und ihrer Leitung eine
„Landeszentrale für heimkehrende Krieger“
zu konstituieren. Der
Schriftsteller Franz Kafka, der als ein leitender Beamte der AUVA in
Friedenszeiten unter anderem für die Organisation des Schutzes
der
böhmischen Arbeiter gegen Industrieunfälle
verantwortlich war,
engagierte sich nun für die Einrichtung einer
Nervenheilanstalt für
traumatisierte Frontsoldaten. Der Vortrag entwickelt den historischen
Rahmen und die diskursiven Voraussetzungen dieses Einsatzes im
Spannungsfeld von Biopolitik (Unfallversicherung) und Thanatopolitik
(industrialiserter Krieg), und er rekonstruiert die bemerkenswerten
Interventionen, die Kafka zum einen in seinen kriegspublizistischen,
zum anderen in seinen literarischen Texten in dieses Feld hinein
unternommen hat.
Wagner, Benno:
apl.
Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft. und Neuere
Deutsche
Literaturwissenschaft an der Universität Siegen
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BUCHPRÄSENTATION:
"...GENUG
GESCHICHTE ERLEBT" HILDE KOPLENIG (1904-2002). ERINNERUNGEN.
Zum Thema spricht: Univ.Prof. Dr. Helga Embacher (Universität Salzburg)
Freitag,
30. Jänner, 18.30 Uhr
Hilde
Koplenig, geb. Oppenheim, entstammt einem
jüdisch-deutschsprachigen
bürgerlichen Milieu, in dem die Religion keine Rolle mehr
spielte.
Rationalität und Fortschrittsglaube traten an die Stelle der
jüdischen
Tradition. Nach dem Studium der Staatswissenschaften und einer
Ausbildung zur Fürsorgerin geht sie in die Sowjetunion
– für viele
KommunistInnen und SozialistInnen, für linke Intellektuelle
und
KünstlerInnen ein ersehntes Ziel, das Land ihrer
großen Hoffnungen. Bei
Frauen paarten sich diese Vorstellungen mit hohen Ansprüchen
hinsichtlich der sozialen und politischen Gleichberechtigung.
Seit
1929 mit dem Generalsekretär der KPÖ, Johann
Koplenig, verheiratet,
erlebt sie politische Verfolgung, Widerstand und Exil, bis sie 1945 in
das befreite Wien zurückkehrt.
Hilde Koplenigs
autobiografisches Manuskript ist in eine Reihe zu stellen mit den
Erfahrungsberichten von Genia Quittner, Ruth von Mayenburg, Rosa Puhm,
Hilda Vitzthum oder Helene Golnipas. Im Span-nungsverhältnis
von
Aufbruch und Selbstbestimmung als Frau und gesellschaftlicher
Realität
zeigen uns diese Erfahrungsberichte ein komplexes Bild der Alltagswelt,
wie sie in der offiziellen Geschichtsschreibung lange keinen Platz
fanden.
„... genug Geschichte erlebt.“ Hilde
Koplenig
(1904-2002). Erinnerungen. (Hg. von Ilse Korotin u. Karin Nusko).
biografiA. Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung Bd. 6. Praesens
Verlag, Wien 2008.
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Bearbeitung: 12. Februar 2009
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