
„Einen
weiblichen Prager Kreis hat es nie gegeben.“ Diese
provokative These von Wilma
A. Iggers stand am Beginn eines Symposions des Instituts für
Wissenschaft und
Kunst in Wien. Sie versuchte damit eine erste Antwort auf die Frage,
die der
Veranstaltung ihren Titel gab. Kooperationspartner und Gastgeber war
das
Tschechische Zentrum in der Wiener Herrengasse 17, das am 24. und
25.04.2008 rund
70 Gäste begrüßen durfte, die meisten von
ihnen aus Österreich, Deutschland und
Tschechien. Eingebunden war das von Susanne Blumesberger und Rahel Rosa
Neubauer initiierte und organisierte Symposion in die Projektinitiative
biografiA, die sich seit zehn Jahren um die umfassende
historisch-biografische Aufarbeitung
österreichischer Frauenpersönlichkeiten
bemüht.
Wilma
A. Iggers,
die 1921 in Westböhmen geborene Grande Dame der Prag-
und Böhmenforschung, bezog sich in ihrem
Eröffnungsreferat auf den von Max Brod
geprägten Begriff des „Prager Kreises“; er
umfasste eine fest umrissene Gruppe
von Autoren. Brod unterschied einen engeren Prager Kreis, dem
außer seiner
Person noch Franz Kafka, Ludwig Winder, Felix Weltsch und Oskar Baum
angehörten, und einen weiteren Prager Kreis, der jene Gruppen
und Personen
einschloss, mit denen der engere Kreis in Beziehung stand (wie Werfel,
Meyrink,
Rilke oder der zionistische Zirkel um Hugo Bergmann). In diesen weiten
oder
engen Kreisen spielten Frauen zwar eine Rolle als Quelle der
Inspiration, als
Objekt der Sehnsucht, auch als Ehefrauen, Geliebte oder Schwestern. Als
Autorinnen
mit eigenem künstlerischem Profil traten sie jedoch nicht
hervor. Iggers sah
eine Ursache in der Rolle, die das konservative Prager deutsche Milieu
den
Frauen aufzwang und sie darauf festlegte, Französisch,
Handarbeiten und Kochen zu
lernen und mit Zwanzig zu heiraten. Intellektuelle Frauen fanden sich
zu Beginn
des 20. Jahrhunderts nach Iggers’ Beobachtung eher im
tschechischsprachigen Prag,
etwa die couragierte Journalistin Milena Jesenská, die heute
vielen nur noch
als Freundin Franz Kafkas bekannt ist. So kam es auch, dass Prager
deutsche Frauen
mit künstlerischen oder intellektuellen Ambitionen, wie
Auguste Hauschner oder
Grete Fischer, oft schon sehr jung nach Berlin auswanderten.
Der
Prager Kreis war nicht weiblich, konstatierte auch Rahel Rosa Neubauer
in ihrer
Begrüßungsrede. Dass man auch über die
Abwesenheit eines Phänomens eine
kontroverse und erhellende Diskussion führen kann, zeigte sich
im Verlauf des
Symposions. Vorausgesetzt natürlich, man hinterfragt die
Methoden und
Definitionen, die unsere landläufigen literaturhistorischen
Kategorien prägen. Das
Symposion verfolgte hier drei Strategien. Zunächst suchte es
den Kultur- und
Literaturbegriff zu erweitern, indem es den Fokus weg von der reinen
schriftstellerischen
Produktion und hin zur Schaffung und Pflege kultureller Netzwerke
lenkte. In
diesem Sinne nämlich war eine Vielzahl deutschsprachiger
jüdischer Frauen in
Prag gesellschaftlich aktiv; am bekanntesten geworden ist wohl der
Salon der
Berta Fanta (1865–1918), in dem unter anderem Franz Kafka und
Albert Einstein
verkehrten.
Als
Auftakt der ersten Sektion zeichnete Hartmut
Binder (Ditzingen bei Stuttgart) die Geschichte des 1906
gegründeten Vereins
„Klub deutscher
Künstlerinnen“ in Prag
nach. Von der ersten Idee – einen geschützten Raum
zu schaffen, in dem Frauen
unbehelligt rauchen, Kaffee trinken und Billard spielen konnten
– führte die
Entwicklung hin zu einem „Zentrum der Förderung und
Anregung für Künstlerinnen“,
das neben der Geselligkeit auch der Fortbildung und der Kunstverwertung
diente.
Für gediegene Inhalte sorgten Frauen wie die erste
Präsidentin Hedda Sauer, die
nicht nur Gattin des bekannten Prager Germanistikprofessors war,
sondern auch
selbst als Lyrikerin und Erzählerin hervortrat. Die materielle
Basis sicherten
potente Sponsoren wie die Böhmische Sparkasse oder das Prager
Deutsche Theater.
Einen Kontakt zu gleichartigen tschechischen Vereinen gab es nicht,
vielmehr
sollte eine Kunstausübung ohne die Störung des
„nationalen Gegners“ garantiert
werden. Eine weitergehende politische Positionierung wurde strikt
vermieden.
Im seinem
Referat Vertuschte Tribünen:
Veranstaltungen von „Frauenfortschritt“ und
„Künstlerinnenklub“ als Plattformen
von Frauen in der Prager Zwischenkriegszeit
fragte Stefan Benedik
Karner (Graz) nach den Ursachen für die beharrliche
Nichtwahrnehmung weiblicher
Aktivitäten durch die Geschichtsschreibung. Er unternahm
dafür einen methodologischen
Exkurs zu den Narrativen der Literaturhistorie, die Frauengeschichte
stets über
den Umweg der Männergeschichte erzählt, also Frauen
über ihre Männer, Väter oder
Brüder definiert oder sich – etwa wenn es um die
Shoa geht – auf
weiblich-jüdische Opferstereotype beschränkt. Schon
ein Blick in die
Veranstaltungsprotokolle der beiden Prager Frauenvereine würde
die Forschung
eines Besseren belehren, gab Karner zu bedenken; so habe etwa der
Auftritt der
Kernphysikerin Lise Meitner alle männlichen Referenten den
Schatten gestellt.
Dabei sahen sich die Vereinsaktivistinnen nicht in erster Linie als
Frauenrechtlerinnen, sondern als Trägerinnen einer deutschen
Nationalkultur.
Der
Prager „Klub jüdischer
Frauen und
Mädchen“, den Rahel
Rosa Neubauer
(Wien) in ihrem Referat vorstellte, hatte sich andere Ziele gesetzt,
organisierten sich hier doch die Töchter der ersten Prager
Zionist/innen. Wandten
sich „Frauenfortschritt“ und
„Künstlerinnenklub“ an Frauen der
deutschsprachigen Ober- und Mittelschicht –
unabhängig von ihrer Konfession –,
so hatte sich der „Mädchenklub“ dem
Hauptziel des Prager Zionismus verschrieben:
einer Erziehung der jüdischen Jugend zum bewussten Judentum,
die dem in Prag
allgegenwärtigen Assimilierungstrend entgegensteuern wollte.
Darüber hinaus bot
der Klub den damals noch unbekannten Autoren des Prager Kreises ein
wichtiges
Forum. Klassenschranken spielten dabei keine Rolle, an den
Vereinsabenden, bei
den zionistischen Seminaren und während der
Hebräischkurse saßen Fabrikantengattinnen
neben Arbeiterinnen und Studentinnen. Für Aufsehen sorgte der
„Klub jüdischer
Frauen und Mädchen“ auch dadurch, dass eine Frau aus
seinen Reihen schon 1913 nach
Erez Israel auswanderte – als erstes Mitglied der Prager
jüdischen Gemeinde
überhaupt.
Ein
weiteres, bisher von der Literaturgeschichte kaum beleuchtetes
Betätigungsfeld
für literarisch ambitionierte Pragerinnen waren die speziell
an Frauen gerichteten
Zeitungs- und Zeitschriftenbeilagen. Zwei Beispiele für dieses
journalistische
Genre wurden in der nächsten Sektion des Symposions
näher betrachtet. Zunächst gab
Anthony Northey (Wolfville, Kanada)
einen Überblick zur Geschichte der
„Prager Frauen-Zeitung“; sie erschien in
den Jahre 1905 bis 1918 als
Beilage der Deutschen Zeitung Bohemia,
die neben dem Prager Tagblatt die
meistgelesene
Tageszeitung des Prager deutschsprachigen Bürgertums war. Zum
einen richtete
sich diese Beilage an die Ehefrau aus der wohlsituierten Mittelschicht
in ihrer
Rolle als Hausfrau und „Zierde des Salons“
– vier der insgesamt acht Seiten
jeder Ausgabe waren für häusliche Themen wie
Kindererziehung oder Kochrezepte reserviert
– zum anderen verstand sie sich auch als
Vorkämpferin für die Rechte der „neuen
Frau“, die studierte oder berufstätig war und den
Anschluss an die internationale
Frauenbewegung suchte. Auch die Technikbegeisterung teilte die Prager Frauen-Zeitung mit ihren
Leserinnen,
sie berichtete über die Entwicklung der Aeroplane und gab
„Empfehlungen für die
Automobilkleidung der Frau von Welt“. Zur Unterhaltung bot
das Blatt „mondäne
Belletristik“, meist Novellen zeitgenössischer
Schriftsteller wie Egon Erwin
Kisch oder Oskar Baum, aber auch Texte von Autorinnen wie Hedda Sauer,
Emma Rosenfeld
und Marie Stona.
Die didaktische Beilage „Für
unsere Frauen“,
die 1910/11 einmal monatlich mit der zionistischen Wochenschrift „Selbstwehr“
erschien, stand im Mittelpunkt des Referates von Bernd Kühne (Sulz am Neckar).
Zielgruppe waren die jüdischen Frauen
und Mütter; mit Negativdarstellungen der assimilierten Juden
suchte die
Herausgeberin Ida Barber der „Zeitkrankheit
Taufseuche“ entgegenzutreten. Babette
Frieds in der Selbstwehr erschienene
Ghettoerzählung Aus dem
Assanierungsgebiete verfolgte ähnliche Ziele, indem
sie neben dem Schmutz
und der Armut der Judenstadt auch den inneren Reichtum
jüdischen Lebens zeigte.
Weitaus entschiedener als die Prager Frauen-Zeitung propagierte
die
Beilage Für unsere Frauen die Ehe
bürgerlichen Zuschnitts und die Aufopferung
der Frau für die Familie; die Frau könne zwar, so
Barber, durchaus in die
„Armee des Wissens“ eintreten, solle sich dabei
aber auf Themen wie
„Küchenchemie“ oder Gesundheitserziehung
beschränken. Auch die Erzählungen Ida
Barbers, die neben ihrer redaktionellen Tätigkeit selbst
schrieb, zielten auf die
Eingliederung der Protagonistinnen in eine intakte bürgerliche
Welt.
Die
dritte Sektion des Symposions war der Würdigung einzelner
exemplarischer Persönlichkeiten
gewidmet. Zunächst ging Ekkehard W.
Haring (Wien/Dresden) in seinem Referat Kafkas
Schwester Ottilie – eine Prager Assimilantin oder Zionistin
par excellence?
auf die Rolle der Ottla Kafka (1892–1943) als virtuelle
Ko-Autorin des
Kafkaschen Oeuvres ein. Sie schuf für ihren Bruder nicht nur
die äußeren
Voraussetzungen für ungestörtes Schreiben, indem sie
seinen Rückzug aus der
belastendend Familienkonstellation organisierte und
unterstützte; vielmehr
waren die Gespräche mit der „unverbildeten
Leserin“ für Kafka Anregung und
Korrektiv zugleich. Doch warnte Haring davor, Ottla auf ihre Funktion
als Kafkas
Schwester zu reduzieren, und hob statt dessen ihre Renitenz gegen die
Tyrannei
des Vaters und gegen den herrschenden Zeitgeist mit seinen
Entscheidungszwängen
hervor: Einerseits rebellierte Ottla gegen die in jüdischen
Kreisen übliche Heiratsvermittlung
und heiratete einen christlichen Tschechen, andererseits
bewirtschaftete sie –
angeregt durch die zionistische Forderung nach der
Heranführung jüdischer
Großstädter an das Landleben – einen Hof
in Zürau und schloss gegen den
Widerstand ihres Vaters eine Landwirtschaftsausbildung erfolgreich ab.
So
spiegeln sich ihrer Person und ihrem Schicksal die Konflikte ihrer
Generation zwischen
persönlichem Glücksanspruch, Assimilationsstreben und
Suche nach Anschluss an
eine neue jüdische Gemeinschaft.
Mit
einer zweiten Frauengestalt, deren Name meist nur noch im Zusammenhang
mit dem eines
Mannes genannt wird, befasste sich Jörg
Thunecke (Köln) in seinem Vortrag Die
Prager Lyrik Gertrude Urzidils. Gertrude Urzidil
(1898–1977), Tochter eines
Rabbiners und Schwester des Religionsphilosophen Friedrich Thieberger,
studierte
als eine der ersten Frauen an der Prager Karlsuniversität und
lernte ihren
späteren Ehemann Johannes Urzidil im Café Arco, dem
legendären Treffpunkt des
„Prager Kreises“, kennen. In den Prager Jahren
verfasste sie Naturlyrik im Stil
der Neuen Sachlichkeit und beschrieb die positiven Aspekte des
Landlebens; Prag
wird in diesen Texten kaum thematisiert. Thunecke hob die vom Herzen
kommende
„weibliche“ Ästhetik des Besonderen
hervor, die diese Gedichte auszeichnet. Er
äußerte aber auch die These, erst das Exil habe die
Lyrik der Autorin zur
Vollendung gebracht. 1939 waren die Urzidils emigriert, sie lebten
zunächst in England
und später in New York. Gertrude sicherte den Lebensunterhalt
des Paares anfänglich
durch Babysitterdienste und schrieb kleinere Texte für
Zeitschriften, Zeitungen
und Anthologien, mit denen sie aber nicht aus dem Schatten ihres
zunehmend
erfolgreichen Mannes treten konnte.
Mehr
Raum zur Entfaltung ihrer Talente war der Autorin vergönnt,
der sich Hella-Sabrina Lange (Neuss)
in ihrem
Referat „Zeitlebens Prag
verbunden“ – Die
Schriftstellerin Auguste Hauschner als kulturelle Mittlerin
widmete.
Hauschner (1850–1924) hatte Prag schon 1871 an der Seite
eines vermögenden
Industriellen in Richtung Berlin verlassen, blieb aber in engem Kontakt
mit der
Prager Kunst- und Literaturszene. Trotz eines recht umfangreichen
Lebenswerkes
– zu mehr als 15 Romanen und Novellen kommen zahlreiche
Veröffentlichungen in namhaften
Zeitschriften wie Simplicissimus oder
Das Literarische Echo – teilt
Hauschner
mit Ottla Kafka und Gertrude Urzidil das Schicksal, von der
Wissenschaft
lediglich in ihrem Bezug auf die männlichen Protagonisten der
Kulturgeschichte wahrgenommen
zu werden. Bekannt ist sie heute vor allem als Cousine des
Sprachphilosophen
Fritz Mauthner, als die „betuchte Dame“ aus Brods
Autobiografie, der damit auf
ihr Wirken als Mäzenin anspielt, und als Mittelpunkt eines
literarischen Salons,
in dem Martin Buber, Romain Rolland oder Max Liebermann verkehrten.
Lange lud
in ihrem Referat zu einer Beschäftigung mit dem literarischen Schaffens
Hauschners ein, indem sie auf dessen Reichtum
an historischen und zeittypischen Themen verwies. So entwirft die
Autorin in
ihren Romanen Die Familie Lowositz
und
Rudolf und Camilla ein
differenziertes
Bild des zeitgenössischen Prag mit seinem spannungsreichen
Miteinander von
deutsch- und tschechischsprachigen Juden und Christen, während
ihre Novelle Der Tod des Löwen
an die Blütezeit des
jüdischen Prag um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert
erinnert.
Aller
gute Wille der Leserschaft ist hinfällig, wenn es am Zugang zu
den Texten fehlt;
auch über die Editionspolitik kann Literaturgeschichte
geschrieben werden. Besondere
Verdienste hat hier Christoph Haacker erworben,
der Gründer und Leiter des Wuppertaler Arco Verlags, der den
von Dieter Sudhoff
herausgegebenen Band Holunderblüten.
Erzählungen deutscher Schriftstellerinnen aus Böhmen
und Mähren publizierte.
In einer mitreißenden Lesung brachte Haacker zum Abschluss
des Symposions Texte
von Auguste Hauschner, Grete Fischer und Grete Meisel-Hess zu
Gehör und sorgte
damit für einen stimmigen Ausklang.
Einen
weiblichen „Prager Kreis“ à la Max Brod
hat es tatsächlich nicht gegeben, diese
Erkenntnis konnte das Publikum als Fazit mit nach Hause nehmen. Wohl
aber haben
engagierte Frauen in Prag ihre Kreise gezogen, deren
(Wieder-)Entdeckung sich lohnt.
Vera
Schneider / Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam
Konzept
und Organisation:
AG Literatur (Raimund
Bahr) in Kooperation mit AG biografiA (Ilse Korotin)
Vor beinahe einem Jahr starb
Erika Danneberg 85-jährig in Wien. In Erinnerung an sie findet
diese Tagung
statt, die sich verschiedenen Abschnitten ihres Lebens widmet: der
Kindheit und
Jugend in Wien und Salzburg. den ersten literarischen Schritten, der
Arbeit als
Psychoanalytikerin, der Hinwendung zur KPÖ und
schließlich ihrem letzten großen
Abenteuer, das durch ihre Freundschaft zu Marie Langer zustande kam:
Nicaragua.
Vielen ist Erika Danneberg vor allem auch durch ihr Engagement in der
Friedens-
und Anti-Atombewegung bekannt. Der umfangreiche Nachlass, der derzeit
aufgearbeitet wird, zeigt die Vielfalt ihres Werkes wie auch das
intellektuelle
und kulturelle Milieu, das Erika Danneberg geprägt hat.
Eine Veranstaltung der AG Literatur. Informationen unter 0660 122 53 89 oder: editionas@aon.at
13. Juni 2008, Beginn 16:00 Uhr
Programm:
16.00 Uhr
Begrüßung
16.15 – 17.00 Uhr
Erika Danneberg. Zur
Biografie
Raimund Bahr
17:00 – 18:00 Uhr
Erika Danneberg und die
Politik
Bärbel Mende-Danneberg
18:00 – 19:00 Uhr
Erika Danneberg und
Hermann Hakel
Emmerich Kolovic
(Hermann Hakel Gesellschaft)
19:00 – 19:15 Uhr Pause
19:15 – 20:15 Uhr
ZeitzeugInnen erzählen
Helmut Weiss, Hedwig
Danneberg, Evamaria Glatz
ab 20:15 Uhr
Buchpräsentation der
Edition Art Science
Bruchstücke: Etwas in
Bewegung setzen. Erika Danneberg 1922 – 2007
Luisa Accati lehrt seit 1986 als Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Triest. Ihre Forschungsschwerpunkte sind historische Anthropologie, Religiosität und Hexenwesen. In letzter Zeit befasst sie sich auch mit dem Marienkult, seinem symbolischen Gehalt und seiner Bedeutung für unterschiedliche soziale und politische Strukturen in katholischen und protestantischen Gesellschaften Europas. Publikationen in den Zeitschriften Annales, Clio, Duoda, Freibeuter, Genesis, Gender and History, Historia Social, Memoria, Quaderni Storici, Studi Medievali, Studi Storici. Monografien: Il matrimonio di Raffaele Albanese. Milano: Anabasi 1994; Il mostro e la bella. Padre e madre nell’educazione cattolica di sentimenti. Milano: Cortese 1998. (Deutsche Übersetzung: Das Monster und die Schöne. Vater- und Mutterbilder in der katholischen Erziehung der Gefühle. Berlin: Trafo 2006.)
Gisela
Engel
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum zur Erforschung der
Frühen
Neuzeit und am Institut für England- und Amerikastudien der
Johann Wolfgang
Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihre Schwerpunkte in
Lehre und Forschung
sind Geschichte der Politischen Theorien, Gender Studies und die
Kultur-,
Ideen- und Sozialgeschichte der Frühen Neuzeit. Sie ist
Herausgeberin der Reihe
Salecina-Beiträge zur Gesellschafts- und Kulturkritik und
Herausgeberin der
Reihe Frankfurter Kulturwissenschaftliche Beiträge.
Letzte
Veröffentlichungen:
Die Frankfurter Judengasse, zus. mit Fritz Backhaus, Robert Liberles
und
Margarete Schlüter. Frankfurt: Societätsverlag, 2006;
Technik in der
Frühen Neuzeit, zus. mit Nicole Karafyllis, Frankfurt:
Klostermann, 2004; Bilder und Begriffe des Bösen, zus. mit
Malte-Christian Gruber, Berlin: Trafo 2007 (= Salecina -
Beiträge zur
Gesellschafts- und Kulturkritik Bd. 7); Fallstudien: Theorie
– Geschichte –
Methode, zus. mit Johannes Süßmann und Susanne
Scholz, Berlin: Trafo 2007 (=
Frankfurter Kulturwissenschaftliche Beiträge Bd. 1)
Klaus
Neundlinger ist Philosoph und Übersetzer, arbeitet derzeit am
Ludwig Boltzmann-Institut für Geschichte und Gesellschaft an
einem Projekt zu den neuen
Arbeitsformen.
Ben David-Hindler, Elisabeth: Studium der Soziologie; 23 Jahre Leiterin und Lehrerin in einer Alternativschule; Lebens- und Sozialberaterin. Initiatorin des Vereins "Steine der Erinnerung"
Nähere Informationen: http://steinedererinnerung.net/
Heide
Gerstenberger hat von 1974 bis 2005 an
der Universität Bremen „Theorie des Staates und der
Gesellschaft“ gelehrt. Im
Zentrum ihrer thematisch breit gefächerten Forschungen stehen
Arbeiten zur
Entwicklung von Staatsgewalt. In den letzten beiden Jahrzehnten hat sie
überdies zur historischen und aktuellen Entwicklung von
Seefahrt geforscht,
insbesondere zur Entwicklung seemännischer Arbeit in der Phase
der
Globalisierung.

Programm:
16.00-16.15
Uhr
Begrüßung und Präsentation des
Jubiläumsheftes „10 Jahre biografiA“
16.15–16.45
Uhr
Klara Löffler: Das (auto-) biografische
Interesse. Auf eine lange Zukunft!
17.00–18.30
Uhr
Sag mir wo die Frauen sind...“
Forumtheater-Produktion zum Thema „Frauen
und Karriere“ der Gruppe „WIEGL-Theater der
Unterdrückten“
Buffet
Kontakt:
Dr. Ilse Korotin,
IWK-Dokumentationsstelle Frauenforschung, Tel. 317 43 42, e-mail:
info@biografia.at
Version: 12.
März
2008
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