Die Veranstaltungen finden - wenn nicht
anders angegeben - im IWK, 1090 Wien, Berggasse 17, statt.
Biotechnologien,
Kultur und
Gesellschaft
Konzept
und Organisation: Susanne Lettow
Mit der Entwicklung der
Lebenswissenschaften und
Biotechnologen sind weit reichende gesellschaftliche und kulturelle
Veränderungen verbunden. Diese betreffen Fragen von Leben und
Tod, Krankheit
und Gesundheit, Sexualität und Fortpflanzung.
Veränderungen in den Körper- und
Naturverhältnissen zeichnen sich sowohl im Alltagsleben und in
neuen Formen der
Biopolitik und Bioökonomie ab als auch in Artikulationen der
Kunst. Die
Vortragsreihe beleuchtet Facetten dieser Prozesse aus kultur- und
sozialwissenschaftlichen
Perspektiven. Sie setzt sich zum Ziel, Zusammenhänge,
Widersprüche und
Ambivalenzen aufzuzeigen und Handlungsmöglichkeiten in den
gesellschaftlichen
Technologieverhältnissen auszuloten.
Die Vortragsreihe ist
für
Semester geplant und beginnt mit dem
Schwerpunkt (1) Biotechnologien, Alltag, Subjektivität. Die
Schwerpunkte der
nächsten Semester sind (2) Bio-Ökonomien, (3)
Bio-Kunst/Bio-Ästhetik, (4)
Biopolitiken: Staat, Recht, Zivilgesellschaft.
Donnerstag, 19.
März 2009,
18.30 Uhr:
Ulrike Manz (Frankfurt
am
Main):
„Letztlich
muss doch jeder selbst entscheiden.“
Zur
Bedeutung des subjektiven Moments im Umgang mit
bioethischen Fragestellungen in der Schule
Die
Integration biotechnologischer Wissensbestände
in den schulischen Unterricht stellt die Institution Schule vor neue
Herausforderungen.
Wissensbestände als Gegenstand schulischen Handelns
können nun nicht mehr als
unstrittig und gegeben vorausgesetzt werden, sondern müssen in
der schulischen
Interaktion, im schulischen Handeln, gedeutet und bearbeitet werden.
Dabei
gewinnt für die Lehrenden in der Gestaltung ihres Unterrichts
das Moment des
Subjektiven erheblich an Bedeutung. Auf der Basis einer aktuellen
Studie wird
gezeigt, wie genau dieses im Unterricht zum Tragen kommt, welche
Begründungen
seitens der Lehrkräfte hierfür angeführt
werden sowie welche unterschiedlichen
Subjektkonzeptionen hier sichtbar werden.
Donnerstag, 16. April
2009, 18.30 Uhr:
Bernhard Wieser (Graz):
Getestete
Identität
Über
Subjektivierungspraktiken in der genetischen Medizin
Die
Ergebnisse genetischer Untersuchungen enthüllen mitunter tief
greifende
Konsequenzen für das Leben der getesteten Person. Sie
konfrontieren Menschen
mit der eigenen Endlichkeit, mit besonderen Erkrankungsrisiken oder mit
der
Möglichkeit, genetische Mutationen an eigene Nachkommen
weiterzugeben. Wie
gehen Menschen mit einem so vermittelten „genetischen
Wissen“ um? Was ändert
sich dadurch für ihr Selbstverständnis und in ihren
Beziehungen zu anderen? Vor
diesem Hintergrund setzt sich der Vortrag mit der Herausbildung von
Subjektivität im Kontext der modernen genetischen Medizin
auseinander. Dabei
wird auch auf aktuelle sozialwissenschaftliche Literatur und die
Ergebnisse
empirischer Studien Bezug genommen.
Monatg, 25. Mai
2009, 18.30 Uhr:
Susanne Schultz (Berlin):
Regulierte
Selbstbestimmung
Reproduktionsmedizin
zwischen Eugenik, Körpervermarktung und reproduktiver Autonomie
Sind
Frauen, die Pränataldiagnostik während der
Schwangerschaft in Anspruch nehmen und sich bei einem
unerwünschten
Testergebnis für eine Abtreibung entscheiden,
Erfüllungsgehilfinnen eines
eugenischen Programms, Opfer einer medikalisierten Schwangerenvorsorge
oder
selbstbestimmte Planerinnen ihrer reproduktiven Biographie? Sind
Frauen, die
ihre Eizellen spenden oder verkaufen, ausgebeutete Körper oder
Unternehmerinnen
in eigener Sache?
In ihrer Eindeutigkeit
erscheinen diese Antworten alle nicht richtig. Die politische und
akademische
Debatte um aktuelle Reproduktionsmedizin bleibt heikel. In den letzten
Jahren
versuchen einige Analysen, sich mit dem Konzept der
Gouvernementalität anders an
das Problem heranzutasten und die Fragen anders zu stellen: Welche
Entscheidungszwänge oder -optionen, ja welche Subjekte
entstehen überhaupt erst
in den modernen Biotechnologien? Wie können Selbst- und
Fremdbestimmung im
Verhältnis zueinander verstanden werden –
jenseits der These eines einfachen
Gegensatzes? Angestrebt ist eine offene Diskussion über
theoretische und
politische Angebote ebenso wie Engpässe einer
„gouvernementalen“ Perspektive.
Donnerstag, 18. Juni
2009, 18.30 Uhr:
Michi
Knecht (Berlin/Gießen):
Verwandtschaft
im Feld „assistierender“ Reproduktionstechnologien
Ethnographische
Beobachtungen
Auch
wenn weit verbreitete Zeitungsgrotesken über
72-jährige Mütter, die besondere Eignung von
Feuerwehrmännern als Samenspender
oder die 3280 Kinder des Doktor X das suggerieren: Die kulturellen
Implikationen und die sozialen Transformationen, die mit der weit
verbreiteten
Nutzung reproduktionstechnologischer Verfahren
zusammenhängen, sind alles
andere als offensichtlich und geklärt. Auf der Basis
ethnographischer
Forschungen im Alltag von Menschen, die Reproduktionstechnologien
nutzen sowie
im Berufsalltag von Reproduktionsmedizinerinnen und -medizinern,
Laborangestellten und Samenbankbetreibern thematisiert der
Vortrag reproduktionstechnologische
Praktiken und Wissensformen, die sonst eher selten im Mittelpunkt
gesellschaftlicher Selbstverständigungsprozesse stehen.
ReferentInnen
und KoordinatorInnen:
Knecht, Michi: Dr.in,
Sozial- und
Kulturanthropologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Projektleiterin
und
Habilitandin am Institut für Europäische Ethnologie
sowie am SFB 640, „Repräsentationen
sozialer Ordnung im Wandel“ der Humboldt-Universität
zu Berlin; derzeit Senior
Research Fellow am International Graduate Center for the Study of
Culture GCSC)
an der Universität Gießen.
Lettow, Susanne:
Dr.in, Institut für Philosophie der Universität
Paderborn; FWF
Research Fellow am Institut für die Wissenschaften vom
Menschen/Wien.
Arbeitsgebiete: Biopolitik und Geschlechterverhältnisse;
Philosophie und
Geschichte der Lebenswissenschaften, feministische Theorie.
Veröffentlichungen:
Biophilosophien. Wissenschaft, Technologie und Geschlecht im
philosophischen
Diskurs der Gegenwart (voraussichtlich Frühjahr 2010); zus. m.
Ulrike Manz und
Katja Sarkowsky (Hg.): Öffentlichkeiten und
Geschlechterverhältnisse.
Politiken, Erfahrungen, Subjekte. Königstein/Ts. 2005; Die
Macht der Sorge. Die
philosophische Artikulation von Geschlechterverhältnissen in
Sein und Zeit,
Tübingen 2001
Manz, Ulrike: Dr.in,
Soziologin, seit
2006
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich
Gesellschaftswissenschaften der
Goethe-Universität Frankfurt a.M. Arbeitsschwerpunkte: Frauen-
und
Geschlechterforschung, Körpersoziologie, Wissenssoziologie und
Biopolitik.
Schultz, Susanne: Dr.in,
Promotion zu
internationaler Bevölkerungspolitik; derzeit arbeitet sie beim
Gen-ethischen
Netzwerk in Berlin als Redakteurin für Humangenetik und in
einem europäischen
Forschungsprojekt zu Eizell-Ökonomie.
Wieser, Bernhard: Dr.,
Technik- und
Wissenschaftsforscher am
IFZ (Internationales Forschungszentrum für Technik, Arbeit und
Kultur), befasst
sich mit ethischen, juristischen und legalen Aspekten der
Genomforschung.
Die Vortragsreihe wird
unterstützt von
:
Utopie
als Werkzeug in Politik, Kultur und
Religion
Konzept
und Organisation: Linda Kreuzer, Odin Kroeger und Niki Staritz
ReferentInnen
und KoordinatorInnen:
Kreuzer,
Linda:
hat
Theologie und
Philosophie studiert,
arbeitet als Referentin für Gesellschaftspolitik und
Öffentlichkeitsarbeit für
die Katholische Jungschar Österreichs und ist Redakteurin der
Jungen Kirche,
Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendpastoral. Zudem
zahlreiche
Veröffentlichungen als freie Journalistin.
Kroeger, Odin:
studiert/e Philosophie
in Wien, Berlin und
Canberra, war Angehöriger des Senats der Universität
Wien und Referent für
Bildungspolitik der ÖH Uni Wien. Zur Bedeutung von Utopien
erscheint in Kürze:
„Zur Kritik des Entzugs als politischer Praxis.“ In
Sinnhaft. Journal für
Kulturstudien 22.
Müller, Ruth:
Molekularbiologin, Wissenschaftsforscherin,
Feministin; seit 2005 Projektmitarbeiterin am Institut für
Wissenschaftsforschung, seit 2006 Lektorin an der Uni Wien und
jüngst an der
Uni Innsbruck; forscht und lehrt an der Schnittstelle von
Lebenswissenschaft
und Gesellschaft, aktuell im Projekt "Living Changes in the Life
Sciences
- Tracing the Ethical and Social within Scientific Practice and Work
Culture" (http://www.univie.ac.at/virusss/projects/39/788).
Sigl, Lisa:
Ernährungswissenschafterin,
Wissenschaftsforscherin, Utopistin: seit 2005 Projektmitarbeiterin,
seit 2006
Lektorin am Institut für Wissenschaftsforschung der Uni Wien;
forscht im Rahmen
ihrer Dissertation zu Arbeitkulturen in der wissenschaftlichen
Forschung.
Staritz,
Niki:
Politikwissenschafterin, aktiv in der ÖH und
feministischen Kontexten, arbeitet an der Österreichischen
Nationalbibliothek
und an der Fachbibliothek für Soziologie und
Politikwissenschaft. Zuletzt
erschien „Don’t You Call Me Utopian“ in
fiber.werkstoff für feminismus und
popkultur 14.
Wald, Andrea: studiert/e
Anglistik
und Germanistik sowie
Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien und Cambridge, ist
Mitarbeiterin
im Filmarchiv Austria, arbeitet als Lektorin für Turia+Kant
und ist
Redaktionsmitglied von fiber.werkstoff für feminismus und
popkultur.
Zeillinger, Peter:
Theologe und
Philosoph, Wissenschaftlicher
Assistent der Theologischen Kurse in Wien, Lehrbeauftragter an den
Instituten
für Philosophie und Fundamentaltheologie an der Uni Wien.
Forschungsschwerpunkte: „Neue Politische
Theologie“, französiche
Gegenwartsphilosophie (Derrida, Levinas, Badiou, Nancy).
Österreichische
Frauen im Widerstand gegen den
Nationalsozialismus
Konzept
und Koordination: Christine Kanzler, Ilse Korotin, Karin Nusko
Frauen
haben im
Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur in
Österreich eine
maßgebliche Rolle gespielt. Diese Tatsache wurde sowohl in
der historischen
Forschung als auch in der öffentlichen Wahrnehmung lange Zeit
– zum Teil bis
heute – ignoriert. Unter dem Einfluss der Oral
History-Forschung sowie der
Frauenbewegung hat die Erforschung des weiblichen Widerstands in den
achtziger
Jahren des letzten Jahrhunderts einen entscheidenden Impuls erhalten.
Besonders
in den letzten Jahren haben sich WissenschafterInnen der Aufarbeitung
wichtiger
Themen innerhalb dieses Forschungsfelds angenommen. Unter anderem ist
eine
Reihe von regionalgeschichtlichen Studien vorgelegt worden, in denen
die Widerstandstätigkeit
von Frauen dokumentiert wird.
In
dieser Vortragsreihe,
die im Rahmen des Modulprojekts „Österreichische
Frauen im Widerstand gegen den
Nationalsozialismus“ von „biografiA.
datenbank und lexikon österreichischer frauen”
veranstaltet wird, sollen die
mannigfaltigen Aspekte weiblicher Präsenz im
österreichischen Widerstand
sichtbar gemacht und neue Forschungsergebnisse präsentiert
werden. Schließlich
wird vom problematischen Umgang der Republik Österreich mit
den ehemaligen
Widerstandskämpferinnen die Rede sein.
Dienstag. 24
März 2009, 18.30 Uhr
Helena
Verdel (Wien):
Die
Kärntner Sloweninnen im Widerstand gegen den
Nationalsozialismus
Frauen
spielten beim
Aufbau von politischen Strukturen des Widerstandes in
Südkärnten eine wichtige
Rolle. Sie waren oft die ersten Kontakt- und Vertrauenspersonen
für
PartisanInnen. Sie sammelten Verpflegung, Verbandsmaterial,
Kleider, Wäsche
und Geld, sie besorgten Verstecke, versorgten vorübergehend
oder für längere
Zeit verwundete KämpferInnen, sie sorgten für den
Vertrieb der illegal
hergestellten Drucksorten, organisierten Treffen, sammelten
Daten über
kriegswichtige Infrastruktur wie Brücken und Fabriken und
nicht zuletzt waren
es Frauen, die für die Aufrechterhaltung der sogenannten
legalen Kurierlinien
sorgten. Sie waren unauffälliger und konnten sich im
Gegensatz zu den
KämpferInnen quasi frei im öffentlichen Raum bewegen.
Ohne den Beitrag der
Frauen wäre der Widerstand in Südkärnten
unmöglich gewesen.
Dienstag,
19. Mai 2009, 18.30 Uhr
Winfried
R. Garscha
(Wien):
Österreichische
Kommunistinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Der
kommunistische Widerstand in Österreich –
insbesondere jener des
Kommunistischen Jugendverbands – wurde in
beträchtlichem Ausmaß von Frauen und
Mädchen geleistet. Der Vortrag wird sowohl auf die Rolle von
Frauen in der
Untergrundtätigkeit im Lande selbst, als auch auf die in hohem
Ausmaß von
österreichischen Kommunistinnen betriebene
„Mädelarbeit“ in Belgien und
Frankreich – eine besonders riskante Form des Hineinwirkens
in die deutschen
Besatzungstruppen in diesen Ländern – eingehen.
Dienstag,
26. Mai 2009, 18.30 Uhr
Heide
Gsell (Lieboch/Graz):
Zeuginnen
Jehovas im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Der
Vortrag gibt einen
Überblick über den aktuellen Forschungsstand und die
Quellenlage zu Zeuginnen
Jehovas während des Nationalsozialismus mit Schwerpunkt
Österreich. Anhand von
biografischen Skizzen österreichischer Zeuginnen Jehovas
werden die Motive und
die verschiedenen Formen des Widerstands – Organisieren von
und Teilnahme an
religiösen Versammlungen, illegale
Literaturvervielfältigung und -verbreitung,
Verweigerung von Hitlergruß und Mitgliedschaft in politischen
Organisationen,
Verweigerung von Kriegsdienst aller Art, Hilfeleistung für
Verfolgte usw. –
beschrieben. Auf welche Weise der Widerstand im Gefängnis oder
Konzentrationslager fortgesetzt wurde, soll ebenfalls dargestellt
werden.
Dienstag,
16. Juni 2009, 18.30 Uhr:
Heimo
Halbrainer (Graz):
Steirerinnen
im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Der
Widerstand von Frauen in der Steiermark blieb lange Zeit unbeachtet.
Dies
verwundert, da in der Steiermark der Widerstand im Allgemeinen und der
von
Frauen im Speziellen besonders stark war. So waren Frauen im politisch
organisierten Widerstand, der in der Steiermark weitgehend von der
Kommunistischen
Partei bzw. ihren Organisationen getragen wurde, teilweise
führend tätig.
Allein über 40 Steirerinnen mussten wegen ihres Widerstands
gegen das NS-Regime
ihr Leben lassen. Hunderte Widerstandskämpferinnen
wurden zudem vom
nationalsozialistischen Volksgerichtshof oder den
Oberlandesgerichten zu zum
Teil hohen Strafen verurteilt oder kamen in ein Konzentrationslager.
Dienstag,
30. Juni 2009, 18.30 Uhr:
Andrea
Strutz (Graz):
Opferfürsorgepraxis
am Beispiel steirischer Widerstandskämpferinnen
Im
politischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus spielten Frauen
eine
essentielle Rolle, so auch in der Steiermark. Viele Steirerinnen
kämpften in
politischen Widerstandstandsgruppen gegen den Nationalsozialismus.
Dennoch
erfuhren einige dieser beeindruckenden und mutigen
Widerstandskämpferinnen
nach 1945 keine entsprechende Würdigung durch die Zweite
Republik, denn ihnen
wurde eine Anerkennung nach dem Opferfürsorgegesetz
verweigert. Das
Opferfürsorgegesetz ist Teil der
Sozialrechtsgesetzgebung und stellt eine der
frühesten Maßnahmen der Zweiten Republik
für die Opfer des Nationalsozialismus
dar. Allerdings spiegeln Genese und Ausformung des
Opferfürsorgegesetzes
politische Spannungsfelder und Problematiken wider, mit denen NS-Opfer
und
WiderstandskämpferInnen in der Vollzugspraxis
speziell in den ersten
Nachkriegsjahrzehnten konfrontiert waren. Der Beitrag thematisiert
insbesondere
den Umgang mit Widerstandskämpferinnen am Beispiel der
Opferfürsorgepraxis in
der Steiermark.
Die
Vortragsreihe wird vom Zukunftsfonds
der Republik
Österreich und vom Nationalfonds der
Republik
Österreich für Opfer des Nationalsozialismus
unterstützt.
ReferentInnen
und KoordinatorInnen:
Garscha,
Winfried R.:
Dr., Archivar
am Dokumentationsarchiv
des österreichischen Widerstandes und wissenschaftlicher
Ko-Leiter der
Forschungsstelle Nachkriegsjustiz. Er hat zuletzt, gemeinsam mit Franz
Scharf,
den Band "Justiz in Oberdonau" in der Reihe "Oberösterreich
zur
Zeit der NS-Herrschaft" publiziert.
Gsell, Heide:
von 1997
bis 2002
Aufbau und Leitung des
Geschichtsarchivs der Zeugen Jehovas in Wien, seit 2002 ehrenamtliche
Mitarbeiterin des Geschichtsarchivs der ZJ, Teilnahme an verschiedenen
Geschichtsprojekten im wissenschaftlichen und schulischen Bereich,
Vorstandsmitglied des Vereins „Lila Winkel“
(Vereinigung zur Rehabilitierung
und Unterstützung von Opfern der NS-Zeit)
Halbrainer,
Heimo: Mag.
Dr.,
studierte Geschichte und
Deutsche Philologie an der Universität Graz; Leiter von CLIO
– Verein für
Geschichts- und Bildungsarbeit in Graz; zahlreiche Publikationen zu den
Forschungsschwerpunkten: Jüdisches Leben in der Steiermark,
Kriegsverbrecherprozesse nach 1945, Widerstand und Verfolgung.
www.clio-graz.net
Kanzler,
Christine:
Dr.in,
Theaterwissenschaftlerin, Erwachsenenbildnerin. Forschungsschwerpunkte:
Exilforschung, Biografieforschung. Derzeit Mitarbeiterin des
IWK-Projekts
„Österreichische Frauen im Widerstand gegen den
Nationalsozialismus“
Korotin, Ilse:
Dr.in,
Wissenschaftshistorikerin,
Leiterin der IWK-Dokumentationsstelle Frauenforschung und des
Projekts „biografiA“
(http://www.biografia.at).
Forschungsschwerpunkte: Frauenbiografieforschung, Philosophie
und
Nationalsozialismus, Wissenschaftsgeschichte.
Nusko, Karin:
Mag.a,
Studium der Volkskunde,
Philosophie und Geschichte; Arbeitsschwerpunkt: Frauenforschung;
derzeit
Mitarbeiterin des IWK-Projekts „Österreichische
Frauen im Widerstand gegen den
Nationalsozialismus“
Strutz,
Andrea:
Dr.in,
Wissenschaftliche
Mitarbeiterin am Ludwig Boltzmann Institut für Gesellschafts-
und
Kulturgeschichte (Cluster Geschichte) und am Institut für
Geschichte/Zeitgeschichte der Universität Graz in zahlreichen
Forschungs- und
Ausstellungsprojekten. Lehrbeauftragte am Institut für
Geschichte der
Universität Graz (v.a. zur Theorie und Praxis der Oral und
Video History).
Forschungsschwerpunkte: Migration/Arbeitsmigration (besonders Kanada),
jüdische
Vertreibung, Nationalsozialismus und „Wiedergutmachung",
Erinnerung/Gedächtnis,
Oral und Video History.
Verdel,
Helena.
Dr.in,
Dissertation „Die
Geschichte des slowenischen Figurentheaters“, erschien in
Ljubljana unter dem
Titel „Lutkarstvo na Slovenskem“. Autorin und
Herausgeberin mehrerer Bücher zur
österreichischen Geschichte, Minderheiten- und
Nationalitätenfrage, unter
anderem „Spurensuche. Erzählte Geschichte der
Kärntner Slowenen“, „Von Ötzi bis
Big Bruno“, „Drava je svoja frava. Die Drau ist
eine eigene Frau“, „Die hundert
bedeutendsten Frauen des europäischen Ostens. Arbeitet als
Projekt- und
Qualitätsmanagerin in der Die Wiener Volkshochschulen GmbH.
Frauennetzwerke
in Wissenschaft und Kunst
Utopie und Wirklichkeit
Konzept und Organisation: Susanne Blumesberger
Obwohl das Thema Frauennetzwerke derzeit einen Boom
erlebt, handelt es sich keineswegs um ein zeitgenössisches
Phänomen. Immer wieder haben sich Frauen zusammengeschlossen,
um
einander zu unterstützen, um voneinander zu profitieren und
nicht zuletzt um in einer männerdominierten Welt bestehen zu
können. Private Verbindungen, Frauenverbände und
andere Zusammenschlüsse hatten nicht selten wesentlichen
Einfluss auf Wissenschaft oder Kunst. Dieser Arbeitskreis wird sowohl
historische Beispiele vorstellen als auch aktuelle Frauennetzwerke
diskutieren.
Montag,
9. März 2009, 18.30 Uhr:
Hildegard
Steger-Mauerhofer
(Wien):
Frauenstudienzirkel zur
Frauengeschichte: Eine Form wie
Frauen miteinander und voneinander lernen können
1902
wurden die ersten
Studienzirkel in Schweden organisiert. Ziel der Studienzirkel ist es,
im
Gegensatz zum kompetitiven Lernen ein kooperatives Lernen zu
praktizieren. Es geht
dabei nicht nur um Faktenwissen, sondern auch um emotionale und soziale
Komponenten des Lernens. Der Frauenstudienzirkel zur Frauengeschichte
analysiert die herrschaftsstabilisierende Funktion von Geschichte,
macht
marginalisierte Frauen sichtbar und zielt darauf ab, Frauengeschichte
für die
aktuelle politische Arbeit nutzbar zu machen. Weitere Informationen: http://www.frauenstudienzirkel.net
Montag,
11. Mai 2009, 18.30 Uhr:
Ursula
Lengauer (Wien):
Projekte
– Karrierechance oder Karrierefalle für Frauen in
der Wissenschaft
Projekte
bestimmen heute eine Laufbahn in der Wissenschaft. Im Idealfall
befindet sich
das Projekt in Übereinstimmung mit dem eigenen
Forschungsinteresse und bringt
die Karriere in Schwung. Weshalb gibt es dann so viele begabte junge
Wissenschafterinnen, die Jahr um Jahr nicht als Autorinnen genannt
werden auf
Publikationen, zu denen sie erhebliche Forschungsergebnisse beigetragen
haben?
Wie kann es sein, dass qualifizierte Forscherinnen vorwiegend mit
Reiseabrechnungen ihre Arbeitszeit verbringen, anstatt ihre
Dissertation oder
Habilitation voranzutreiben? Diese Karriere-Fallen stehen weit offen
und jede
kann leicht hineintappen. Bei diesem Vortrag geht es darum, wie frau
eine
solche Situation verändert und wie sie ähnliche
Sackgassen fortan erkennt und
meidet.
Montag,
8. Juni 2009, 18.30 Uhr:
Tanja
Paulitz
(Graz):
Virtualisierung
der Vernetzung von Frauen
Entwurfsstrategien,
Subjektkonstruktion und Sozialtheorie
Für
die Bildung von
politischen, wissenschaftlichen und berufsbezogenen Frauennetzwerken
ist der
Einsatz von Informationstechnologie mittlerweile kaum mehr eine Frage.
Der
Vortrag erläutert auf Basis einer empirischen Untersuchung am
Beispiel des
Projekts „Virtuelle internationale
Frauenuniversität“ (Vifu), welche Strategien
den technischen Entwurf von virtueller Vernetzung leiten und welches
Subjekt
der Vernetzung in diesen Entwürfen mitkonstruiert wird. Der
zentrale Befund
ist, dass die Netzakteurin zunehmend als multidimensionale,
dezentrierte
Verweisstruktur organisiert wird. Vor dem Hintergrund der
sozialtheoretischen
Fassung von Geschlecht in der Moderne lässt sich damit die
Frage diskutieren,
in welcher Weise eine solche Subjektkonstruktion einen Wandel der
Geschlechterverhältnisse impliziert.
Montag,
15. Juni 2009, 18.30 Uhr:
Monika
Bargmann
(Wien):
Jeannie
Ebner als Mentorin österreichischer Schriftstellerinnen
nach 1945
„Was
auffällt an der Generation junger Autorinnen ist ihr
Angewiesen-Sein auf
männliche Unterstützung, auf Männer, die
auch nach 1945 in den
Literaturinstitutionen die Macht haben, die Zeitschriften herausgeben,
in den
Verlagen, Radiostationen und Kulturinstitutionen sitzen“
(Christa Gürtler). Der
Briefwechsel der österreichischen Schriftstellerin Jeannie
Ebner, der zum
überwiegenden Teil in der Wienbibliothek im Rathaus aufbewahrt
wird, zeigt, wie
Ebner als Funktionärin von Literaturvereinen, als Jurymitglied
bei
Literaturpreisen, vor allem aber als Redakteurin der Zeitschrift
„Literatur und
Kritik“ versuchte, im literarischen „Old Boys
Network“ der Nachkriegszeit
andere Schriftstellerinnen bei ihren literarischen und
kulturpolitischen
Aktivitäten zu fördern und bei der Suche nach
Publikationsmöglichkeiten zu
unterstützen. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt dabei auf der
Korrespondenz
mit Hilde Spiel.
ReferentInnen
und KoordinatorInnen:
Bargmann;
Monika: Mag.a
(FH), ist Bibliothekarin
und EDV-Referentin in der Wienbibliothek im Rathaus, studiert
Germanistik und
bloggt auf http://jeannie-ebner.blogspot.com/ über
Frauenfiguren und
Frauenrolle(n) bei Jeannie Ebner.
Blumesberger,
Susanne: Mag.a, Dr.in
phil., Studium der Publizistik-
und Kommunikationswissenschaft/Germanistik an der Universität
Wien. Seit 1999
Mitarbeiterin des Projekts „biografiA. Datenbank und Lexikon
österreichischer
Frauen“ am IWK, seit 2007 Mitarbeiterin der UB Wien.
Lengauer, Ursula: Dr.in,
Unternehmens- und
Organisationsberaterin, Supervisorin (ÖVS), Trainerin und
Coach v. a. für
NGOs/NPOs. Karriereberatung, Team- und Projektcoaching.
Langjährige Erfahrung
mit Supervision und Coaching im Wissenschaftsbereich. Seit 2005
Veranstalterin
des „Open House für Frauen in der
Wissenschaft“ www.besthelp.at/lengauer
Paulitz, Tanja: Dr.in, wissenschaftliche
Assistentin am Institut für Soziologie, Fachgebiet
Geschlechtersoziologie &
Gender Studies, der Karl-Franzens-Universität Graz.
Forschungsschwerpunkte:
Wissenschafts- und Technikforschung, Ingenieursoziologie, Neue Medien
und
Informationstechnologie, Arbeits- und Professionssoziologie,
Qualitative
Methoden. Veröffentlichte u.a.:
„Netzsubjektivität/en. Konstruktionen von
Vernetzung als Technologien des sozialen Selbst. Eine empirische
Untersuchung
in Modellprojekten der Informatik“. Münster: Verlag
Westfälisches Dampfboot
2005)
Steger-Mauerhofer,
Hildegard: Mag.a,
Politikwissenschaftlerin, mehr als 20 Jahre berufliche
Tätigkeit im
Renner-Institut.
Feministische
Theorie und
Gender Studies
Konzept
und
Organisation: Susanne Hochreiter, Silvia Stoller
Die
Vortragsreihe widmet sich aktuellen Themen aus
dem Bereich der feministischen Theorie und der Gender Studies. Wie
schon im
letzten Semester steht auch dieses Mal das vielschichtige Thema der
Liebe im
Zentrum. Die Reihe wird mit einem Vortrag von Silvia Stoller
eröffnet, die sich
mit Simone de Beauvoirs Deutung der Liebe im Kontext des feministischen
Existenzialismus
beschäftigt. Antke Engel stellt die brisante Frage, inwiefern
sich die Queer
Studies mit dem Thema Liebe beschäftigen könnten.
Birgit Wagner setzt sich mit
zwei bedeutsamen Liebeskonzeptionen im 20. Jahrhunderts auseinander und
fragt
nach deren Bedeutung für die Geschlechter. Gertrude Postl
schließlich befasst
sich mit der Hauptvertreterin des Differenzfeminismus, Luce Irigaray,
und geht
den politischen Bedeutungen ihres Liebeskonzepts nach.
Mittwoch, 6. Mai
2009,
18.30 Uhr:
Silvia Stoller (Wien):
Der Schlaf des Geliebten
–
Simone de Beauvoir über die Liebe
Simone
de Beauvoirs feministischer Klassiker „Das
andere Geschlecht“ enthält auch ein eigenes und
wenig bekanntes Kapitel über
die Liebe. Darin wird beschrieben, wie die Frau unter den Bedingungen
des
Patriarchats Liebe erfährt. Der Vortrag geht auf ein
ungewöhnliches Detail
dieser Ausführungen ein, nämlich auf die Frage, was
es für die Liebende (Frau)
bedeutet, wenn der Geliebte (Mann) schläft. Beauvoirs
existenzialistische
Interpretation der Liebe wird vorgestellt und einer
zeitgenössischen Lektüre
unterzogen.
Mittwoch, 27. Mai 2009,
18.30 Uhr:
Antke Engel (Berlin):
Liebe
queer?
Direkt ins Herz der Heteronormativität?
Was
könnte es heißen, Liebe queer zu denken? Ist
Liebe nicht immer queer? Wenn wir Liebe nicht mit der heterosexuellen
Romanze
verwechseln oder mit Gottes Überschwang oder mit einer
anthropologischen
Universalie, die die kleinliche Unterscheidung von Hetero- und
Homosexualität
überwindet, entsteht Raum für die Fragen, wann und wo
queer geliebt wird.
Vielleicht auch: Wie queer lieben? In Kooperation mit mehreren
visuellen
künstlerischen Arbeiten (Rashawn Griffi, Pauline Boudry /
Renate Lorenz und
Angelina Maccarone) möchte ich Bilder davon entstehen lassen,
was das Herz der
Heteronormativität queered.
Mittwoch, 17. Juni 2009,
18.30
Uhr:
Birgit Wagner (Wien):
Fragmente einer
europäischen
Diskursgeschichte der Liebe
In
diesem Vortrag werden zwei Hauptwerke der
Liebestheorie diskutiert, nämlich „Liebe als
Passion“ von Niklas Luhmann und
„Fragmente einer Sprache der Liebe“ von Roland
Barthes. Der Ausgangspunkt ist
Platons Unterscheidung zwischen dem „Liebhaber“ und
dem „Geliebten“ und die
Gender-Implikationen dieser zwei Subjektpositionen. Das
eröffnet die Frage, ob
Liebe ein von zwei Menschen geteiltes Gefühl sei oder nicht
vielmehr das ist,
was die Liebende bzw. den Liebenden radikal vereinzelt und
subjektiviert.
Mittwoch, 24. Juni 2009,
18.30 Uhr:
Gertrude Postl (Wien,
Selden/USA):
Liebe zwischen
Spiritualität und Politik: Zum Wandel von Irigarays
Liebesbegriff
Der Begriff der
Liebe zieht sich wie ein Leitfaden
durch Luce Irigarays gesamtes Werk. Während es jedoch in ihren
frühen Texten
darum ging, mit Hilfe eines spirituell angereicherten Liebesbegriffs
das
Verhältnis zwischen den Geschlechtern neu zu
bestimmen, erhält Liebe in den
späteren Texten eine zusätzlich politische Dimension
und wird mit Demokratie in
Verbindung gebracht. Der Vortrag wird diesen Weg der Liebe in Irigarays
Werk
nachzeichnen und die Frage nach den politischen Implikationen von Liebe
aufwerfen.
ReferentInnen
und Koordinatoren:
Engel, Antke: Dr.in
phil., freie
Wissenschaftlerin und Philosophin im Bereich feministischer und queerer
Theorie
und derzeit Research Fellow am Institute for Cultural Inquiry /
Kulturlabor
(ICI Berlin).
Hochreiter, Susanne:
Mag.a Dr.in,
Universitätsassistentin am Institut für Germanistik
der Universität Wien.
Postl, Gertrude:
Associate Professor
am Suffolk College, USA
und Universitätslektorin am Institut für Philosophie
der Universität Wien.
Stoller, Silvia: Dr.in,
PhD Nijmegen,
Universitätslektorin am Institut für Philosophie der
Universität Wien.
Wagner,
Birgit:
Professorin
für Romanische
Literaturwissenschaft an der Universität Wien.
Studien
zur ArbeiterInnenbewegung
Schwerpunkt: Die
Europäische Union – Lösung oder Problem?
Konzept
und Organisation:
Paul Habr und Peter Ulrich Lehner (Redaktion der
Zeitschrift „mitbestimmung“)
Die
Vorstufen der formal am 1. Jänner 1958 ins Leben getretenen
heutigen
Europäischen Union reichen in den Zweiten Weltkrieg
zurück. Damals wurden
Friedensaspekte betont, aber es ging vorrangig um die Rekonstruktion
der
Wirtschaftsbeziehungen auf kapitalistischer Grundlage. Soziale
Verwerfungen
konnten lange Zeit durch Wachstum mit wohlfahrtsstaatlichen
Nebenwirkungen
überdeckt werden. Dieses war durch die Beseitigung der
Kriegsfolgen bedingt und
beruhte auf ausbeuterischen Welthandelsstrukturen, an denen auch die EU
mitwirkte.
Der EU-Beitritt wurde und wird mit dem Hauptargument propagiert, von
der Zugehörigkeit
zu einer „Wachstumsmaschine“ zu profitieren. Doch
die vorherrschende neoliberale
Wirtschaftspolitik offenbart den Zusammenhang des Wachstums von
Gewinnen einerseits
und Arbeitslosigkeit andererseits so deutlich wie schon lange nicht.
Ein
Ausdruck davon ist die aktuelle Wirtschaftskrise.
Wachsen
durch herkömmliches Wachstum nicht vor allem die Probleme,
deren Lösung durch
das Wachstum erhofft wird? Welche Defizite weist die
gegenwärtige EU auf? Wie
könnte eine EU beschaffen sein, in der die
Lebensbedürfnisse der Menschen nicht
auf dem Altar des Profits geopfert werden?
Darüber
diskutieren TheoretikerInnen und
PraktikerInnen der ArbeiterInnenbewegung mit PraktikerInnen und
TheoretikerInnen der ArbeiterInnenbewegung.
Dienstag, 3.
März 2009, 18.30 Uhr:
Zur
Staatlichkeit der EU
Vor
welchem historischen Hintergrund entstand die EU? Ist sie ein
Überstaat, ein Staatenbund oder ein Bundesstaat? Wie
verhält es sich mit ihren
„Grundfreiheiten“? Wie ist das Verhältnis
von Volkssouveränität,
Parlamentarismus und Regierung?
Stefanie
Wöhl (Wien)
Peter
Ulrich
Lehner (Wien)
Dienstag, 7. April 2009,
18.30 Uhr:
Öffentliche
Dienste und Dienstleistungen
Wieso
wird der Öffentliche Sektor seit Jahrzehnten drastisch
ausgehöhlt, obwohl die Neutralität der EU
gegenüber Eigentumsformen behauptet
wurde? Warum bleiben Verbraucher- und Beschäftigteninteressen
bei der
Liberalisierung privater Dienstleistungen auf der Strecke?
Werner
Raza (Wien)
Petra
Ziegler (Wien)
Diestag, 5. Mai 2009,
18.30 Uhr:
Frieden
und Ernährung
Was
könnte eine andere EU zur weltweiten
Ernährungssicherheit beitragen? Welche
Rolle könnte eine andere EU in den internationalen Beziehungen
spielen?
Franziskus
Forster (Wien)
Pia
Lichtblau (Wien)
Gerald
Oberansmayr (Linz)
Diestag,
2. Juni 2009, 18.30 Uhr:
Eine
EU der arbeitenden Menschen?
Die
EU ist keine Gründung des Europäischen
Gewerkschaftsbundes. Doch wie könnten
ihre Grundrechte lauten und wie könnte sie beschaffen sein,
wäre sie nach den
Interessen und Bedürfnissen der arbeitenden Menschen
ausgerichtet?
Ludwig
Dvořák (Wien)
Andrea
Schober (Wien)
Sepp
Wall-Strasser (Linz)
Die
Vorträge dieses Seminarreihe werden seit ihrem Beginn im
Oktober
1986 regelmäßig in der „mitbestimmung.
zeitschrift
für demokratisierung der arbeitswelt“
veröffentlicht.
Diese Zeitschrift liegt in der Bibliothek des Instituts für
Wissenschaft und Kunst auf.
ReferentInnen
und Koordinatoren:
Lesekreis:
Gender- und Postcolonial Studies
Koordination: Birgit Haehnel (Wien)
In diesem Lesekreis werden seit Frühling 2009 wichtige Texte aus dem Bereich
Gender- und Postcolonial Studies gelesen. Im Wintersemester lesen wir:
Claire
Pajaczkowska: Issues in Feminist Visual Cultures
Pauline de Souza: Multicultural Discourses
Beide Aufsätze finden sich in: Fiona Carson and Claire Pajaczkowska: Feminist Visual
Culture, Edinburgh 2000.
Eine PDF-Version finden
Sie unter: FeministVisualCulture.pdf
Termine:
Montag, 19.10; 19:00 Uhr
Montag, 30.11; 19:00 Uhr
Es werden Vorschläge für weitere Texte, aber auch Ideen zu Projekten und
Netzwerken gesammelt. Die nächsten Benachrichtigungen werden über einen extra
Emailverteiler erfolgen. Nähere Informationen bei: birgithaehnel@web.de
Birgit Haehnel: Dr.in, freischaffende
Kunsthistorikerin. Forschungsschwerpunkte: Postcolonial- und Gender Studies im
Bereich der Visuellen Kultur; Migration und Erinnerung. Mitglied im CePoG
(Centrum für Postcolonial und Gender Studies) Universität Trier.