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Buchpublikationen von IWK-Veranstaltungen und IWK-Projekten 


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2013


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Eva Laquièze-Waniek/Robert Pfaller (Hg):
Die letzten Tage der Klischees. Übertragungen in Psychoanalyse, Kunst und Gesellschaft

Wien, Berlin: Turia + Kant 2013, 221 S., ISBN 978-3-85132-726-7, EUR 24,-
(Der Band basiert auf einem Forschungsprojekt, bei dem das IWK Projektpartner war.)

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Manfred Füllsack (Hg.):
Networking Networks. Origins, Applications, Experiments. Proceedings of the Multi-Disciplinary Network for the Simulation of Complex Systems - Research in the Von-Neumann-Galaxy

Wien, Berlin: Turia + Kant 2013, 107. S., ISBN 978-3-85132-725-0, EUR 19,-
(Der Band basiert auf dem am IWK stattfindenden Jour fixe Simulation komplexer Systeme.)

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Michael Andreas/Natascha Frankenberg (Hg.):
Im Netz der Eindeutigkeiten. Unbestimmte Figuren und die Irritation von Identität

Bielefeld: transcript 2013, 324 S., ISBN 978-3-8376-2196-9, EUR 32,80
(Der Band basiert auf einer am IWK stattgefundenen Tagung.)

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cover

Susanne Blumesberger/Jana Mikota (Hg.):
Lifestyle – Mode – Unterhaltung oder doch etwas mehr? Die andere Seite der Schriftstellerin Vicki Baum (1888–1960)
(= biografiA – Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung, hg. v. Ilse Korotin; 13)
Wien: Praesens Verlag 2013
282 S., ISBN 978-3-7069-0738-5, EUR 32,–

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robnik krakauer


Drehli Robnik/Amália Kerekes/Katalin Teller (Hg.):
Film als Loch in der Wand. Kino und Geschichte bei Siegfried Kracauer

Wien, Berlin: Turia + Kant 2013
222 S., ISBN 978-3-85132-609-3, EUR 24,-
(Der Band basiert auf einem vom IWK mitveranstalteten Workshop aus dem Jahr 2009.)

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cover

Ivo Gurschler, Sándor Ivády und Andrea Wald (Hg.):
Lacan 4D. Zu den vier Diskursen in Lacans Seminar XVII

Wien, Berlin: Turia + Kant 2013
214 S., ISBN 978-3-85132-714-4, EUR 22,-
(Der Band basiert auf einer Tagung des IWK im November 2011.)
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cover turnheim

Marcus Coelen/Franz Kaltenbeck/Dian Turnheim (Hg.):
Jenseits der Trauer / Au-delà du deuil. Michael Turnheim

Zürich, Berlin: diaphanes 2013. 272 S., ISBN 978-3-03734-257-2, EUR 29,90
Der Band basiert auf einem Symposion in memoriam Michael Turnheim im Jänner 2011.

Inhalt

Marcus Coelen, Franz Kaltenbeck, Dian Turnheim: Avant-propos / Vorwort
Michael Turnheim: Amour, lecture et institution / Liebe, Lektüre und Institution
Franz Kaltenbeck: Die Entdeckung Derridas oder Schrift und Lesen in der Psychoanalyse
Klaus Ebner: Einverleibtes Erbe. Zur Lektürestrategie Michael Turnheims
Francis Capron: Vers une lisibilité de la lettre
Susanne Gottlob: Versuch übers Erwachen
Stéphane Habib: Altérations. Ecrire avec Derrida et Lacan
Joseph Cohen: Lire dans le texte. De Hegel à Derrida à l'autre
Eva Laquièze-Waniek: Krypta, Ding und Geschlecht. Von un/möglicher Trauer zur Diskurskritik
Michael Meyer zum Wischen: Die »ursprüngliche Gewalt der Sprache« und der »unterworfene Körper«
Regula Schindler: Glaube/Unglaube versus Versagen des Glaubens
Olaf Knellessen: Was übrig bleibt. Sublimierung und Addition
Marcus Coelen: Kritik und Klinik des Einzelnen
Hubert Damisch: Let's jazz it! De la psychanalyse, sur un fond de jazz, en passant par Adorno
Michel Bousseyroux: La réponse de Maurice Blanchot : sa >Befindlichkeit< au Réel
Claude Léger: Infiltrations
René Major: La mort et nous
Michael Turnheim: Jacques Lacan. Une présentation de son oeuvre / Jacques Lacan. Eine Darstellung seines Werkes
Franz Kaltenbeck: Notes biographiques / Biographische Notiz
Bibliographie Michael Turnheim

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beer-jergitsch


Karin Nusko / Ilse Korotin (Hg.):
Im Alltag der Stahlzeit. 18 Jahre in der UdSSR. Lilli Beer-Jergitsch (1904-1988). Lebenserinnerungen

(= biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung, hg. v. Ilse Korotin; 11, Wien: Praesens Verlag 2013)
218 S., EUR 32,-

Lilli Beer-Jergitsch, Übersetzerin, Erzieherin, Bibliothekarin, Kommunistin, verfasste nach ihrer Rückkehr nach Österreich einen umfangreichen Bericht über ihren 18-jährigen Aufenthalt in der UdSSR. Dieses Tagebuch ist ein wichtiges Dokument einer Zeitzeugin, welche die Geschehnisse in den 1930er- und 1940er-Jahren in der Sowjetunion auf eindringliche und unsentimentale Art schildert. Die Beschreibung ihres eigenen Lebens nimmt darin eine eher untergeordnete Rolle ein. Viel wichtiger erscheint ihr die Schilderung der Schicksale ihrer Genossinnen und Genossen.
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2012

festschrift cover

Franz Gmainer-Pranzl/Anke Graneß (Hg.):
Perspektiven interkulturellen Philosophierens. Beiträge zur Geschichte und Methodik von Polylogen. Für Franz Martin Wimmer

Wien: Facultas 2012
416 Seiten, EUR 34,00
Der Band basiert auf Vorarbeiten aus dem von Franz Martin Wimmer geleiteten über viele Jahre am IWK stattfindenden Arbeitskreis »Theorie und Praxis der Interkulturalität«.

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Frauenbiografieforschung#


Susanne Blumesberger / Ilse Korotin (Hg.):
Frauenbiografieforschung. Theoretische Diskurse und methodologische Konzepte
(= biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung, hg. v. Ilse Korotin; 9)
Wien: Praesens Verlag 2012 (652 Seiten)
Der Band basiert auf der gleichnamigen Tagung  (IWK, April 2010).

  • Monika Ankele: Doing Culture / Doing Gender / Doing Identity. Von den Möglichkeiten praxistheoretischer Ansätze für die Frauenbiografieforschung am Beispiel eines mit Texten bestickten Jäckchens aus dem Jahr 1895
  • Michaela Bill-Mrziglod: Geschlecht als Thema katholischer Leichenpredigten des 17. Jahrhunderts - Das Beispiel des „Sermón fúnebre“ zum Tode Luisa de Carvajals (1566-1614)
  • Susanne Blumesberger: Annäherungen an ein Frauenleben. Werkstattbericht am Beispiel des Nachlasses von Lilli Weber-Wehle
  • Nina F. Caprez: Folgern aus der Verfolgung. Über den Abdruck eines Bruches in einer Autobiografie
  • Eberhard Demm: Biografie und Genderforschung. Das Beispiel Else Jaffé-von Richthofen (1874-1973)
  • Rebekka Denz: Texte jüdischer Erinnerungskultur: Das Beispiel der jiddischsprachigen Biografien über die Lubliner Bundistin Bela Shapiro (1891-1943/44?)
  • Maren Eckart: "Merkwürdige" Frauen in David Faßmanns Totengesprächen
  • Katia Frey, Eliana Perotti: Visionen für die Stadt. Theorien und Lebensentwürfe früher Utopistinnen
  • Wolfgang Gippert: Frauenreiseschriften als kultur- und bildungshistorische Quellen
  • Sarah Guddat und Sabine Hastedt: Geschlecht im Fokus: Zur Bedeutung der Autorinnendokumentation. Eine Datenbank- und Projektvorstellung
  • Margret Hansen: Autobiografisches Erzählen über Frauenfreundschaften
  • Karin Herrmann: Frauen. Leben. Schreiben. Marlene Streeruwitz’ Roman Nachwelt als kritischer Versuch über die Biografie
  • Tiina Kirss und Rutt Hinrikus: Estnische schreibende Frauen aus der Generation um 1880
  • Ilse Korotin: "Leider besteht sehr wenig Hoffnung, dass ich mit Philosophie etwas anfangen kann." Philosophinnen aus Wien im Kontext von Vertreibung, Exil und (Re)Emigration
  • Hadwig Kraeutler: Alma S. Wittlin – Leben und Wirken
  • Ulrike Krippner, Iris Meder: Jüdische Gartenarchitektinnen in Wien. Zur Rekonstruktion ihrer Biografien
  • Anna Lehninger: Frauenbiografien als Fallgeschichten. Bilder und Biografien von Patientinnen einer Wiener Privatirrenanstalt um 1900
  • Sarolta Lipoczi: Therese Brunswicks Biografie im Spiegel der Kultur- und Erziehungswissenschaft
  • Bärbel Meurer: Marianne Weber (1870-1954) und die „schwere Vereinbarkeit von „Werk“ und „Leben“
  • Sonja Niehaus: Zähmungsversuche. Die Verhandlung von Trauma und Geschlecht in narrativen Interviews mit Überlebenden des Holocaust am Beispiel von Erna P., Berlin
  • Maria Pohn-Weidinger: „Wie es gewesen ist...“ Erlebte Geschichte in mündlichen Erzählungen und Tagebüchern
  • Katharina Prinzenstein: Was wäre Selbstbiografie? Perspektiven für Aktivistinnen
  • Marion Röwekamp: Von der Schwierigkeit, ein Frauenleben zu erzählen. Zum Projekt einer Marie Munk-Biografie
  • Ilona Scheidle: queering biography . Methodische Überlegungen am Beispiel der Biografie von Großherzogin Luise von Baden (1838-1923)
  • Martina Schmidhuber: Die Möglichkeit selbstbestimmter personaler Identitätsbildung am Beispiel der Biografie Simone Weils
  • Mathilde Schmitt, Heide Inhetveen, Ira Spieker: Vom Einzelporträt zur Kollektivbiographie. Frühe Pionierinnen des ökologischen Landbaus
  • Ursula A. Schneider, Annette Steinsiek: Werk und Leben: Einheit, Zweiheit, Drittes? Aspekte zur Biografie von Autorinnen aus dem Geist der Editionsphilologie
  • Wulfhard Stahl: Wanda von Sacher-Masoch: Grundlagen für eine Bio-Bibliographie
  • Patricia Tesch-Mertens: Hadwig von Schwaben – War die Herzogin eine Frau?
  • Petra Unger: Frauenspuren - Frauenstadtgeschichtsforschung und feministische Geschichtsvermittlung in Wien


Lettow

Susanne Lettow (Hg.)
Bioökonomie. Die Lebenswissenschaften und die Bewirtschaftung der Körper
Bielefeld: transcript 2012
Der Band basiert auf einer Vortragsreihe am  IWK
Während lange Zeit Fragen zu Ethik, Recht und Politik im Zentrum der Debatten um (Bio-)Technologien standen, rücken nun auch ökonomische Dimensionen immer stärker in den Blick.
Dieser Band macht die Leser/-innen nicht nur mit der international geführten Diskussion vertraut – die Beiträge fragen zudem aus unterschiedlichen Perspektiven, welche Formen das Verhältnis von Ökonomie und Biowissenschaften in der Gegenwart annimmt, welche neuen Objekte, Praxen und Strukturen in der Bioökonomie entstehen und wie diese sozialen Phänomene zu begreifen sind.

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Mejstrik


Alexander Mejstrik, Thomas Hübel, Sigrid Wadauer (Hg.)
Die Krise des Sozialstaats und die Intellektuellen
Sozialwissenschaftliche Perspektiven aus Frankreich
Beiträge übersetzt von Britta Pohl, Alexander Mejstrik und Thomas Hübel
(= Studien zur historischen Sozialwissenschaft, Band 34)
(Der Band basiert auf einer Vortragsreihe der Jahre 2009 und 2010, die vom Forschungsprojekt "Production of Work", dem Institut Français de Vienne und dem IWK organisisert wurde.)
Frankfurt/New York: Campus Verlag 2012
 (173 Seiten)

  • Alexander Mejstrik, Thomas Hübel, Sigrid Wadauer: Sozialwissenschaften – Reflexion und Intervention
  • Gérard Noiriel: Die Rolle der Einwanderung bei der De-/Konstruktion derArbeiterklasse in Frankreich (19.–20. Jahrhundert)
  • Gérard Mauger: Eine »geopferte Generation«? »Prekäre Gebildete« und »Jugendliche in Schwierigkeiten«
  • Delphine Serre: Transformationen des Sozialstaates und Destabilisierung der Mittelklassen im öffentlichen Sektor
  • Isabelle Coutant: Von der Straße auf den Arbeitsmarkt: Eine Ethnografie der moralischen Bekehrung jugendlicher DelinquentInnen
  • Gisèle Sapiro: Formen intellektuellen Engagements: Der Fall Frankreich
  • Frédéric Lebaron: ÖkonomInnen und SoziologInnen in der öffentlichen Diskussion Frankreichs (2005–2009)
  • Franz Schultheis im Gespräch mit Alexander Mejstrik und Sigrid Wadauer: Die Arbeit der Sozialwissenschaften: Auf der Suche nach verlorenen Evidenzen





wonisch


Regina Wonisch, Thomas Hübel (Hg.)
Museum und Migration
Konzepte – Kontexte – Kontroversen
Bielefeld: transcript 2012
Der Band basiert auf der gleichnamigen Tagung (IWK, Forschungszentrum für historische Minderheiten, Museum für Volkskunde, November 2010)

Das Thema "Migration" findet zunehmend Eingang in Ausstellungen und Museen: Vielerorts werden Sonderausstellungen gestaltet oder Sammlungsbestände unter dem Aspekt Migration neu untersucht. Mit dem Migrationsmuseum hat sich zudem ein neuer Museumstyp etabliert.
Dieser Band leistet einen Beitrag zur differenzierten Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Visualisierungspraktiken in Migrationsausstellungen und -museen. Er versammelt Ausstellungsanalysen aus Deutschland, Frankreich, Österreich und dem angloamerikanischen Raum, die zeigen, auf welche Weise die Repräsentationsformen von Migration von den jeweiligen gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen und nationalen Geschichtsnarrativen bestimmt werden.

  • Regina Wonisch, Thomas Hübel: Vorwort
  • Regina Wonisch : Museum und Migration. Einleitung
  • Aytaç Eryılmaz  Migrationsgeschichte und die nationalstaatliche Perspektive
    in Archiven und Museen
  • Anja Dauschek: »Meine Stadt – meine Geschichte«. Ein Werkstattbericht zur Sammlung städtischer Migrations-geschichte
  • Dietmar Osses: Perspektiven der Migrationsgeschichte in deutschen Ausstellungen und Museen
  • Cornelia Kogoj, Gamze Ongan: Die Ausstellung Gastarbajteri – 40 Jahre Arbeitsmigration. Migrationsgeschichte aus NGO-Perspektive
  • Christiane Hintermann: Migrationsgeschichte ausgestellt. Migration ins kollektive österreichische Gedächtnis schreiben 
  • Robin Ostow:  Integration und Community Building in Einwanderungsmuseen
    und -ausstellungen. Präsentationen, Praktiken und Handlungsmacht
  • Joachim Baur: Von Mythen, Masken und Migranten. Acht Ansichten aus Ellis Island
  • Andrea Meza Torres: Die Cité nationale de l’histoire de l’immigration und die ›Immigranten‹ im Kontext der Kolonialgeschichte. Interaktionen und politische Interventionen



Vor Google

Thomas Brandstetter, Thomas Hübel, Anton Tantner (Hg.)
Vor Google
Eine Mediengeschichte der Suchmaschine im analogen Zeitalter
Bielefeld: transcript 2012
Der Band basiert auf der  Tagung "Vor Google - Suchmaschinen im analaogen Zeitalter" (IWK, Wienbibliothek, Oktober 2008)

Das Internet-Zeitalter beginnt seine Vorgeschichte zu schreiben: An Stelle der "politischen Haupt- und Staatsaktionen" rücken zunehmend Medien ins Zentrum des historischen Interesses, es werden Aufschreibesysteme, Datenverarbeitung und Übertragungstechnologien untersucht. Zu diesen Forschungen möchte das Symposion einen Beitrag leisten, indem es sich mit jenen Einrichtungen, Personen und Techniken beschäftigt, die als "Vorläufer" heutiger Suchmaschinen betrachtet werden können, seien es Staatshandbücher, Diener, Bibliothekskataloge, Fragebögen oder Zeitungskomptoire. Welche strukturellen Ähnlichkeiten gibt es zwischen diesen vergangenen und den heutigen Suchmaschinen? Welche Unterschiede lassen sich feststellen? Welche Utopien knüpften sich an die Suchmaschinen des analogen Zeitalters? Welche Formen von Kontrolle ermöglichten sie? - Diese und ähnliche Fragen sollen im Rahmen des Symposions behandelt werden. Ein solcher Zugang verspricht, nicht nur neue Erkenntnisse über die Medien der Vergangenheit zu liefern, sondern auch die Analysen der gegenwärtigen medialen Lage zu vertiefen.


Inhalt

Einleitung
Thomas Brandstetter, Thomas Hübel, Anton Tantner  | 7

 

Ordnung ist das halbe Leben. Zur Ökonomie von Benamung und Suche

Stefan Rieger | 17

 

»Wende sie um und um, denn alles ist in ihr.« Über das Suchen in heiligen Texten

Daniel Weidner | 41

 

Fragen ohne Antworten. Die Suche nach lokalen Informationen in der frühen Aufklärung

Alix Cooper | 73

 

Herrschaftsordnung, Datenordnung, Suchoptionen. Recherchemöglichkeiten in Staatskalendern und Staatshandbüchern des 18. Jahrhunderts

Volker Bauer | 85

 

Das Zeitungskomptoir als Informationsdrehscheibe. Michael Hermann Ambros und seine Grazer Anzeigenblätter

Andreas Golob | 109

 

Ask Jeeves. Der Diener als Informationszentrale

Markus Krajewski | 151

 

Suchen und Finden. Notizführung und Grammatik bei Theodor Nöldeke

Henning Trüper | 173

 

Vannevar Bush und die Technikutopie Memex. Visionen einer effizienten Speicherung
und Verfügbarmachung von Information

Martin Schreiber | 203

 

Zentralität und Sichtbarkeit. Mathematik als Hierarchisierungsinstrument
am Beispiel der frühen Bibliometrie

Bernhard Rieder | 223

 

Abbildungsverzeichnis | 253

 

Autorin und Autoren | 255


Rezensionen:
Jana Herwig im e-Journal für wissenschaftliche Rezensionen des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien:
http://rezenstfm.univie.ac.at/rezens.php?action=rezension&rez_id=274
Raffaela Rogy in medienimpluse.Beiträge zur Medienpädagogik
http://www.medienimpulse.at/articles/view/545
Peter Thiessen in B.I.T.online - Zeitschrift für Bibliothek, Information und Technologie
http://www.b-i-t-online.de/heft/2013-03-rezensionen.pdf
Marc Reichwein in literaturkritik.de (Rezensionsforum):
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=17628

Radiobeitrag::

Dimensionen - Die Welt der Wissenschaft: Die Suchmaschine und ihre analogen Vorfahren. Informationsfilter vor dem Computerzeitalter (Interview mit Anton Tantner). Gestaltet von Marlene Nowotny. Gesendet auf ORF Ö1, 20.11.2012, 19.05-19.30 Uhr; weitere Informationen zur Sendung: http://oe1.orf.at/programm/320638


Wahn

Wahn
Philosophische, psychoanalytische und kulturwissenschaftliche Perspektiven

Hg. von Gerhard Unterthurner / Ulrike Kadi

Wien, Berlin, Turia + Kant Verlag, 2012
Das Buch basiert auf der Vortragsreihe "Psyche – Körper – Gesellschaft" (IWK, 2007-2009)
  • Rudolf Bernet: Wahn und Realität in der Psychose
  • Andreas Cremonini: Eifersucht. Zwischen Wahn und Wirklichkeit
  • Herbert Hrachovec: Zweimal Paris. Wahn und Wirklichkeit
  • Ulrike Kadi: Der wahnsinnige König. Zu Wahn und Verstehen bei Jaspers und Lacan
  • Christian Kupke: Von der symbolischen Ordnung des Wahns zum Wahn der symbolischen Ordnung. Ein vorläufiger philosophischer Versuch
  • Alice Pechriggl: Der Grund-Abgrund der Ordnung und der Wahn. Herkunftsmythen zwischen kollektiver und individueller Wahnhaftigkeit
  • Susanne Regener: Visuelle Konstrukte von Anormalität. Psychiater sehen Frauen an
  • Marc Rölli: Logik des Wahnsinns. Das moralische Bild des Denkens und seine Verkehrung bei Büchner, Nietzsche und Deleuze
  • August Ruhs: Defekte Körperbilder: Spiegelhalluzination, Doppelgängerwahn und andere Somato-Agnosien
  • Karl Stockreiter: Das Reale der Schrift
  • Thomas Stompe/Hans Schanda: Die klinisch-deskriptive Psychopathologie des Wahns
  • Gerhard Unterthurner: Wahnsinn und Literatur bei Foucault. Bemerkungen zu einer Theorieverschiebung
  • Christoph Weinberger: Brain Damage im Zeitalter der Medien: Friedrich Kittlers Lektüren. Lektüren Friedrich Kittlers




 2011

Liebsch


Burkhard Liebsch, Andreas Hetzel und Hans Rainer Sepp (Hg.)

Profile negativistischer Sozialphilosophie
Ein Kompendium
Deutsche Zeitschrift für Philosophie - Sonderband 32
Berlin: Akademie Verlag 2011
Der Band basiert auf einer Tagung am IWK (März 2010) und auf einer Tagung an der Karls-Universität in Prag (Oktober 2010).
  • Burkhard Liebsch: Einführung: Ansatzpunkte einer „negativistischen“ Sozialphilosophie
  • Oliver Marchart: Antagonismus. Negativität und Objektivität aus postmarxistischer Perspektive
  • Burkhard Liebsch: Ausgesetzte Gemeinschaft – unter radikalem Vorbehalt. Fragen zur aktuellen Kritik jeglicher Vergemeinschaftung mit Blick auf Helmuth Plessner und Jean-Luc Nancy
  • Andreas Oberprantacher: Entfremdung. Unheimliche Arbeit am Begriff
  • Sandra Lehmann: Hass oder der Impetus der Vernichtung
  • Olga Shparaga: Heteronomie als innerer Widerpart der Autonomie
  • Sophie Loidolt: Indifferenz. Räume des entmachteten Erscheinens
  • Andreas Hetzel: Irreduzible Alterität. Zur Programmatik einer Negativistischen Sozialphilosophie bei Simmel, Plessner und Arendt
  • Tatiana Shchyttsova: Missverständnis in intergenerativen Verhältnissen als Hindernis und als Spielraum. Vom kommunikativ-theoretischen bzw. hermeneutischen zum coexistenzialdialektischen Ansatz
  • Felix Trautmann: Nichtmitmachen. Zur Negativität der Gemeinschaft
  • Michael Staudigl: Rassismus. Zur Phänomenologie leibhaftig inferiorisierender Desozialisierung
  • James Mensch: Religiöse Intoleranz: Hasse deinen Nächsten wie dich selbst
  • Tobias Nikolaus Klass: Schweigen. Annäherung mit Kafka
  • Alfred Schäfer: Stigma: Identifikation als Ausgrenzung
  • Artur R. Boelderl: Unterbrechung: Störung der Genealogie. Ansätze zu einer Negativistischen Sozialphilosophie im Herzen der abendländischchristlichen Kultur
  • Burkhard Liebsch: Verfehlte Anerkennung? Zur gegenwärtigen Diskussion um einen sozialphilosophischen Grundbegriff
  • Petar Bojanic: Verrat und Hochverrat. Das Paradox der Repräsentation bei Thomas Hobbes
  • Hans Rainer Sepp: Widerstand.Zwischen pathischer Negation und negativer Aktion
  • Andreas Niederberger: Willkür. Von der Notwendigkeit und den Grenzen politischer Ordnung


Neues Museum

neues museum. die österreichische museumszeitschrift (2011/3)
Herausgegeben vom Museumsbund Österreich
Die österreichische Museumszeitschrift "Neues Museum" gibt  in ihrer Ausgabe vom Juli 2011 (11/3) einige Beiträge wieder, die auf der Tagung "Museum und Migration" (18.-20. November 2010 im Österreichischen Museum für Volkskunde, konzipiert vom Forschungszentrum für historische Minderheiten und vom IWK) gehalten wurden:
  • Regina Wonisch / Thomas Hübel: Museum und Migration. Eine Einführung
  • Rainer Ohliger: Migration historisieren – Migrationsgeschichte musealisieren: Perspektiven auf Darstellungs- und Erzählmuster
  • Joachim Baur: Zur Repräsentation der Migration: Fokus Ellis Island
  • Andrea Meza Torres: Die Cité nationale de l'histoire de l'immigration. Zwischen Präsentationspraxen und politischen Interventionen
  • Christiane Hintermann: Migration ins kollektive Gedächtnis schreiben: Darstellungen österreichischer Migrationsgeschichten in Ausstellungen


Geistiges
                                Eigentzum

Odin Kroeger, Günther Friesinger, Paul Lohberger, Eberhard Ortland (Hg.)
Geistiges Eigentum und Originalität
Zur Politik der Wissens- und Kulturproduktion
Wien, Berlin: Turia + Kant,  2011
Der Band basiert auf der Vortragsreihe "Geistiges Eigentum" (IWK, 2006-2009).
  • Odin Kroeger, Günther Friesinger, Paul Lohberger und Eberhard Ortland: Geistiges Eigentum und Originalität. Zur Spannung zwischen freier Verfügbarkeit und Anerkennung individueller Leistungen
  • Felix Stalder: Nachahmung, Transformation und Autorfunktion
  • Christian Schmidt: Der produzierte Geist. Zu den Ursprüngen der Originalität
  • Odin Kroeger: Kalkulierte Originalität: Legitimationsmythos und ökonomische Wirklich-keit geistigen Eigentums
  • Nikolaus Forgó: Urheberrecht: Ein kleines Propädeutikum zum »geistigen Eigentum« in der digitalisierten Welt
  • Eberhard Ortland: Urheberrecht als ästhetisches Regime
  • Ulrich Brand: Wem gehört die Natur? Biopiraterie und die Konflikte um geistiges Eigentum
  • René Kuppe: Die Herausforderung des Immaterialgüterrechts durch traditionelles Wissen
  • Herbert Hrachovec: Markenzeichen und die Schlüpfrigkeit von Ideen
  • Frank A. Schneider, Günther Friesinger: We’re only in it for the Markenwert. Die Übernahme der Lord Jim Loge durch monochrom
  • Cornelia Sollfrank: Das Genie als Bedürfnis der Medienindustrie?
  • Volker Grassmuck: re-mi-x-erogra-philist-er-kenntnisse. Zu Kunst und Recht der Re-Kreativität
  • Marietta Böning: Ist die Netzkultur ein autonom bestimmtes System? Formen der Netzkultur im Brennpunkt von urheberrechtlichen Ansprüchen und Social Sharing
  • Paul Lohberger: »Plunder Culture«: Interview mit Stefan Weber, »Plagiatsjäger«

Rezension im "Freitag"




Dvorak


Johann Dvorák (Hg.)

Aufklärung, Demokratie und die Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse
Texte über Literatur und Politik in Erinnerung an Walter Grab (1919-2000)
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2011. 117 S.
Bremer Beiträge zur Literatur- und Ideengeschichte. Bd. 61
Herausgegeben von Thomas Metscher und Wolfgang Beutin

Walter Grab, der Historiker der Französischen Revolution und des radikal-demokratischen und revolutionären Denkens in Deutschland und in Österreich, war ein streitbarer Gelehrter, der als glühender Demokrat für eine gerechte Gesellschaft eintrat. In Erinnerung an die zahlreichen
Anregungen, die von ihm ausgegangen sind und an seinen unermüdlichen Kampfgeist sind diese Beiträge entstanden. Sie reichen von den Ansätzen demokratischen Denkens in der josephinischen Ära, über die Rekonstruktion der Literarität durch Joseph von Sonnenfels (angesichts der kulturellen Verwüstungen der habsburgischen Gegenreformation) bis hin zur frühen Analyse der historischen Rolle Robespierres und der Erinnerung an Wiener Demokraten im Revolutionsjahr 1848 und an die kritische Auseinandersetzung mit österreichischen Dramatikern auf Berliner Bühnen um 1900. Darüber hinaus werden Beispiele des Antisemitismus in der deutschen Romantik und die Angriffe von Goethe und Schiller gegen die deutschen Jakobiner behandelt.

  • Ernst Wangermann: Ansätze des demokratischen Denkens in Österreich im späten 18. Jahrhundert
  • Johann Dvorák: Joseph von Sonnenfels und die Wiedereinführung der Literarität in der Habsburger-Monarchie 
  • Jost Hermand: Eine Rotte von Narren mit roten Kappen. Goethes und Schillers Angriffe auf die deutschen Jakobiner
  • Lorenz Gösta Beutin: «Vox populi, vox Dei». Zur romantischen Judenfeindschaft
    in den Märchen Wilhelm Hauffs
  • Wolfgang Beutin: Carl Gustav Jochmann: «Robespierre»
  • Wolfgang Häusler: Wiener Demokraten zwischen bürgerlicher Revolution und sozialer Demokratie 1848
  • Heidi Beutin: Österreichische Dramatiker auf Berliner Bühnen um 1900 in der Kritik Franz Mehrings.



Lingens


Ilse Korotin (Hg.): „Die Zivilisation ist nur eine ganz dünne Decke ...“ Ella Lingens (1908-2002). Ärztin – Widerstandskämpferin – Zeugin der Anklage
(= biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung, hg. v. Ilse Korotin; 8)
Wien: Praesens Verlag 2011
(Der Band basiert auf einer Tagung am IWK 2008)
 
  • Ilse Korotin: Ella Lingens /1990-2006). Juristin, Ärztin, Widerstandskämpferin, Zeugin der Anklage im Auschwitz-Prozess, Zeitzeugin
  • Christiane Rothländer: Karl Motesiczky und Ella Lingens - Freundschaft und Solidarität in Zeiten der Verfolgung
  • Christine Kanzler, Karin Nusko: Humanität als Widerstand. Hilfeleistung von Frauen für rassistisch Verfolgte während des NS-Regimes
  • Irmtrud Wojak: „Mengele war der Teufel“. Ella Lingens als Zeugin der Anklage im Auschwitz-Prozess
  • Werner Renz: Anmerkungen zur Aussage von Ella Lingens vom 2.6.1959 (Hessisches Staatsarchiv/Wiesbaden, Abt. 461, Nr. 37638, Bd. 10, Bl. 1399-1401)
  • Werner Renz: Anmerkungen zur staatsanwaltschaftlichen Vernehmung von Ella Lingens vom 19.6.1960 (Hessisches Staatsarchiv/Wiesbaden, Abt. 461, Nr. 37638, Bd. 39, Bl. 6548-6558)
  • „Wenn jemand Hilfe braucht, dann werden wir nie Nein sagen. Darauf haben wir uns die Hand gegeben…“ DDr. Ella Lingens im Gespräch mit Brigitte Ungar-Klein
  • Anpassung oder Widerstand? Ella Lingens und die Psychoanalyse. Ein Gespräch mit Hans Lobner, Psychoanalytiker
  • Ella Lingens: Psychoanalyse unter dem Nationalsozialistischen Regime. Sigmund Freud House Bulletin, Vol7/No.2, Winter 1983, S. 12-14
  • Ella Lingens: Ein Gedenkstein wurde beschmiert. Sigmund Freud House Bulletin Vol.11, Nr.1, Summer 1987, S. 43
  • Gert Dressel: Zeugen der Zeit: Wer zeugt für was, und wer hört welchen Erzählungen wie zu? Über Lernprozesse einer Region



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 2010



 Hindernisse

Susanne Blumesberger (Hg.):
Frauen schreiben gegen Hindernisse II. Zu den Wechselwirkungen von Biografie und Schreiben im weiblichen Lebenszusammenhang
Praesens Verlag, Wien 2010 (Tagung 2003)

Welche Hindernisse gab/gibt es für schreibende Frauen? Wie wurden diese überwunden? Welche Frauen waren/sind davon betroffen? Um welche Hindernisse handelt(e) es sich eigentlich? Wie beurteil(t)en betroffene Frauen ihre eigene Situation? Das sind nur einige Fragen, die in diesem Band diskutiert werden. In „Rückblicke“ wird aufgezeigt mit welchen unterschiedlichen Schwierigkeiten schreibende Frauen in der Vergangenheit zu kämpfen hatten, „Anblicke“ schildert an zwei Beispielen gegenwärtige Situationen und „Einblicke“ beinhaltet Texte von Frauen, die sich auf sehr persönliche Art und Weise mit dem Thema eingelassen haben und über eigene Erfahrungen berichten. Mutige und starke, aber auch sehr unterschiedliche Frauen wie Lilli Beer-Jergitsch, Vera Ferra-Mikura, Alma Johanna König, Lili Körber, Olda Olberg, Mona Lisa Steine und einige andere werden porträtiert. Es kommen aber auch zeitgenössische Schriftstellerinnen wie Ruth Aspöck, Katharina Beta, Ruth-Maria Schanovsky, Ginka Steinwachs und Renate Welsh zu Wort und geben uns Einblick in ihr Schreibverhalten.


Rückblicke
  • Elisabeth Grabenweger: „Ein durch und durch weibliches Buch“. Christine Touaillons Habilitationsschrift
  • Der deutsche Frauenroman des 18. Jahrhunderts (1919) und die neuere deutsche Literaturwissenschaft
  • Ilse Korotin: „Das Weib und der Intellectualismus” (1902) Oda Olbergs Streitschrift gegen Paul Julius Möbius. Ein Diskurs aus sozialistischer Perspektive
  • Ernst Seibert: Interpretatorische Kindheitsverdrängung. Zur (Nicht-)Rezeption des Jugendromans Gudrun von Alma Johanna Koenig
  • Jana Mikota: „Von der Schriftstellerin zur Krankenschwester“: Lili Körbers literarische und journalistische Arbeiten im Exil
  • Karin Nusko: Im Alltag der Stahlzeit. Lilli Beer-Jergitsch „18 Jahre in der UdSSR“
  • Christine Kanzler: „Ich kann überall Wurzeln treiben …“. Einblicke in das Leben und Werk der Wiener Botanikerin Mona Lisa Steiner (1915-2000)
  • Susanne Blumesberger: „Schreib in den Dunst“. Vera Ferra-Mikuras literarische Aufmüpfigkeit
Anblicke
  • Maria-Luise Freithofnig: Zwischen den Stühlen. Aspekte einer Forscherinnenkarriere in der Slowakei
  • Helga Gartner: Aus eigener Kraft befreit. Germaine Dulacs Film „Die sterbende Sonne“.
Einblicke
  • Ruth Aspöck: Thema verfehlt
  • Katharina Beta: Welche Bedeutung hat das Schreiben in meinem Leben?
  • Michaela Koenig: Frauen schreiben gegen Hindernisse!
  • Linde Neffe: „…und die Zeit nur ein Traum“
  • Monika Pelz: Diebe der Zeit
  • Ruth-Maria Schanovsky: all meine früheren leben (all my former lifes)
  • Ginka Steinwachs: frauen schreiben gegen hindernisse. ein aus dem wirklichen weiblichen leben gegriffener bericht
  • Renate Welsh: Natürlich stehe ich mir im Weg – aber wer sonst?



Das_Streit_Bild
Das Streit-Bild
Film, Geschichte und Politik bei Jacques Ranciére
Drehli Robnik, Thomas Hübel und Siegfried Mattl (Hg.)
Wien, Berlin: Turia + Kant, 2010
Der Band basiert auf der Tagung "Das Streit-Bild. Jacques Rancière und die Geschichtlichkeit des Films" (IWK, April 2008).
  • Drehli Robnik: Einleitung: Streit, Zeit, Bild. Zu Jacques Rancières Film-Schriften
  • Ruth Sonderegger: Affirmative Kritik. Wie und warum Jacques Rancière Streit sammelt
  • Bert Rebhandl: Die vielen Körper des Volkes. Repräsentative Demokratie in "Roma, città aperta" von Roberto Rossellini
  • Sulgie Lie: Dissensuelle Montage. Zur Politik der filmischen Montage bei Jacques Rancière
  • Joachim Schätz: Egalitäre Rechenfehler. Politik und Kulturindustrie in Filmen von Preston Sturges
  • Siegfried Mattl: Fiktion und Revolte. Kreuzungslinien von Politik, Geschichte und Cinephilie bei Jacques Rancière
  • Vrääth Öhner: „Das Reale muss zur Dichtung werden, damit es gedacht werden kann“ Jacques Rancières Begriff der (dokumentarischen) Fiktion
  • Michael Wedel: Film als Rhythmus der Gemeinschaft. Zu einer Denkfigur bei Rancière
  • Hermannn Kappelhoff: »Ein Denken, das unmittelbar Gefühl, und ein Fühlen, das ...«Utopie Film: R.W. Fassbinder und die Frage nach einer »Politik der Form«
  • Maria Muhle: Ästhetischer Realismus. Strategien post-repräsentativer Darstellung anhand von "A bientôt j’espère" und "Classe de lutte"
  • Markus Klammer: Jacques Rancière und die Universalität der Gleichheit.
  • Jacques Rancière: Die Geschichtlichkeit des Films
  • Jacques Rancière: Die neuen Fiktionen des Bösen. Elephant, Mystic River, Dogville – die Kehrseite eines amerikanischen Kreuzzuges
Rezension in der Zeitschrift für Medienwissenschaft, 1 (2011)


 Robnik
                                    Film ohne Grund

Drehli Robnik

Film ohne Grund
Filmtheorie, Postpolitik und Dissens bei Jacques Rancière
Verlag Turia + Kant, 2010
(basiert auf einem Vortrag, gehalten auf einer Tagung am IWK 2008)
Film ohne Grund sondiert Rancières Film-Texte - zumal sein Verhältnis zu Gilles Deleuze - im Licht seines Politikbegriffs und wirft einen kritischen Blick auf  aktuelle Mainstreamfilme wie auch auf Theorien, die jeweils beanspruchen, Kino und Politik zusammenzuführen. Daraus resultiert ein Votum für Dissens als Moment einer politischen Filmästhetik. 
 




 Hegel_und Levinas_neu

Brigitta Keintzel / Burkhard Liebsch (Hg.)
Hegel und Levinas
Kreuzungen, Brüche,Überschreitungen
Verlag Karl Alber Freiburg /München, 2010
Der Band basiert zu einem großen Teil auf einer Tagung am IWK (Mai 2008).
  • Burkhard Liebsch: Vorwort
  • Brigitta Keintzel: Einleitung
  • Josef Simon: Ende der Herrschaft?
  • Zu Schriften von Emmanuel Levinas in deutschen Übersetzungen
  • Hans-Jürgen Gawoll (†): Die Kritik des Einen ist nicht die Epiphanie des Anderen
  • Bemerkungen zur Philosophie Emmanuel Levinas’
  • Adriaan Peperzak: Subjektivität bei Hegel und Levinas
  • Freiheit – Recht – Anerkennung
  • Alfred Hirsch: Tyrannische Freiheit und die ›Furie des Verschwindens
  • GeorgW. Bertram: Anspruch auf Anerkennung? Über Symmetrien und Asymmetrien intersubjektiver Bindungen
  • Pascal Delhom: Hegel, Levinas und das Verhältnis des Rechts zum Verletzungsverbot
  • Petar Bojanic: From an Analogy of Sovereignty (Hegel) to Attributes of Violence (Levinas)
  • Gender – Transformationen
  • Luce Irigaray: Die Vermittlung des anderen
  • Brigitta Keintzel: Antigones Stimme und das Schweigen der Dialektik
  • Werner Stegmaier: »Wie jedes Geschlecht über die Liebe sein Vorurtheil hat.«
  • Nietzsche zwischen Hegel und Levinas
  • Tanja Stähler: Früher als die Kultur: Levinas’ Platonismus als Antihegelianismus?
  • Sandra Lehmann: Zwei Totalitäten. Zu Franz Rosenzweigs Kritik der Hegelschen Staatsphilosophie
  • Gabriella Baptist: Derridas Glas zwischen Hegel und Levinas. Differente Idiome
  • Robert Bernasconi: Totalität und Unendlichkeit in Hegels »Glauben und Wissen«
  • Ari Simhon: Dialektische Negativität und prädialektische Negativität. Ist Levinas etwa »dogmatisch«?
  • Joseph Cohen: Hegel und Levinas. Die Nacht – Von einer Sprache in die andere
  • Burkhard Liebsch: Fluchtlinien einer sensibilisierten Vernunft



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                                Deutsche Grafik

Burkhard Liebsch (Hg.):
Bezeugte Vergangenheit oder Versöhnendes Vergessen
Geschichtstheorie nach Paul Ricoeur
Akademie Verlag GmbH, Berlin 2010
Der Band basiert zu einem großen Teil auf der Tagung "Geschichtsdenken nach Paul Ricœur" (IWK, März 2009)

  • Vorwort: Burkhard Liebsch
    Bezeugte Vergangenheit versus Versöhnendes Vergessen? Fruchtbarkeit und Fragwürdigkeit von Ricoeurs Rehabilitierung eines philosophischen Geschichtsdenkens
I. Zur Hermeneutik der conditio historica
Zeitlichkeit, Fremdheit und Repräsentation
  • Jean Grondin: Von Gadamer zu Ricoeur: Kann man von einer gemeinsamen Auffassung von Hermeneutik sprechen?
  • Mirko Wischke: Asymmetrien der Erinnerung: Ricoeur über die Zeitlichkeit des Verstehens
  • Hans-Christoph Askani: Zwielicht und Vergessen: B. Waldenfels: Ordnung im Zwielicht: P. Ricoeur: Gedächtnis, Geschichte,Vergessen
  • Dirk Rustemeyer: Oszillierende Gegenwart
  • Andris Breitling: Undarstellbar? Ricoeur und Lyotard über die Grenzen der Repräsentation historischer Ereignisse
  • Daniel Bradley, Felix Ó Murchadha: Herrschaft, Gedenken und die Grenzen der Gegenwart
  • Ilka Quindeau: Zeugnis und Wahrheit – Fragen an das hermeneutische Geschichtsdenken. Paul Ricoeurs aus psychoanalytischer Perspektive
  • Philipp Stoellger: Bild, Pathos und Vergebung. Ricoeurs Phänomenologie der Erinnerung und ihr bildtheoretischer Untergrund (mit Blick auf G. Didi-Huberman)
II. Moralische Dimensionen gegenwärtiger Erinnerungskultur
in geschichtsphilosophischer Perspektive
  • Andreas Hetzel: Bezeugen, Vergeben, Anerkennen. Ethische Motive in der Geschichtsphilosophie Ricoeurs
  • Paul Ricoeur: Das politische Gedächtnis
  • Burkhard Liebsch: Register einer kritischen Erinnerungskultur: Gedächtnis, Geschichte und Vergessen
  • Karen Joisten: Paul Ricoeurs Rückgang in den Glauben und der „Optativ des Wunsches“ in Gedächtnis, Geschichte, Vergessen
  • Inga Römer: Eskapistisches Vergessen? Der Optativ des glücklichen Gedächtnisses bei Paul Ricoeur
  • Gerald Hartung: Abschied von der Geschichtsphilosophie? Paul Ricoeurs Geschichtsdenken im Kontext
  • Christina Kleiser: Autobiografie, Geschichtspolitik und die Pflicht zur Gerechtigkeit. Zur historischen Bedingtheit von Paul Ricoeurs Alterswerk "Gedächtnis, Geschichte, Vergessen"


kunst_fragen

Institut für Wissenschaft und Kunst (Hg.):
kunst fragen
Ästhetische und kulturelle Bildung -
Erwartungen, Kontroversen, Kontexte
(= Band 3 von arts & culture & education, herausgegeben von Agnieszka Dzierzbicka)
Wien: Löcker 2010
Der Band basiert auf der Vortragsreihe "Jour fixe Bildungstheorie" (IWK, 2009-2010).

  • Michael Wimmer: Vorwort
  • Thomas Hübel: Einleitung
  • Ruth Sonderegger: Ästhetische Erziehung: geben, nehmen oder müssen
  • Katarzyna Winiecka: Zweitwohnsitz Nr. 91
  • Bernd Wagner: Soziokultur - Kunst, Kultur und Engagement im Alltag:Ein Konzept im Wandel
  • Richard Stang: Kulturelle Bildung als gesellschaftspolitisches Projekt
  • Gert Selle: Schöner leben, ohne zu denken? Ein Versuch, den kulturpädagogischen Horizont des lebenslangen Lernens zu erweitern
  • Christine Gaigg, Thomas Hübel und Robert Pfaller: Was uns gefällt. Worin wir uns gefallen. Die Geschmacksbildung und ihre Dynamik
  • Mikki Muhr: Verzeichnet. Skizzen aus dem Kunstbetrieb
  • Karin Schneider: Immer zu Diensten? Vermittlung zwischen Prekariat und Professionalisierung
  • Stefan Palaver: kunst vermittlung fragen
  • Christine Heil: Etwas setzt sich fort. Kunst, Partizipation, Bildung



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2009

herzog-hauser


Ilse Korotin / Heidi Schrodt (Hg.):
Gertrud Herzog-Hauser (1894-1953).
Klassische Philologin, Universitätsdozentin und Schuldirektorin
(Neuerscheinung/Biografie)
Herausgegeben von Ilse Korotin. Praesens Verlag, Wien 2009
 
Gertrud Herzog-Hausers Leben und Wirken ist geprägt von einem Grenzgängerinnentum zwischen Schule und Universität. Ihr wissenschaftliches Oeuvre, welches Arbeiten zur antiken Mythologie und Religionsgeschichte, zum römischen Kaiserkult, zu den severischen Kaiserinnen, zur spätantiken Biographie und zu Antonius von Padua umfasst steht neben einem breiten Engagement auf dem Gebiet der Fachdidaktik der Alten Sprachen und der Lehrerausbildung sowie ihrem prononcierten öffentlichen Eintreten für die Mädchen- und Frauenbildung. Nach dem März 1938 wurde Gertrud Herzog-Hauser aus politischen Gründen und auf Grund ihrer jüdischen Herkunft der Direktion am Mädchengymnasium Rahlgasse enthoben und zwangspensioniert, ebenso wurde ihr von der Universität die venia legendi aberkannt. 1939 gelang ihr die Flucht in die Niederlande. Nach der Rückkehr 1946 erhielt sie ihre Stelle als Direktorin nicht zurück. Institutioneller Höhepunkt ihrer akademischen Karriere war 1947 die Verleihung des Titels "außerordentlicher Universitätsprofessor". 1950 scheiterte eine Berufung nach Innsbruck an antisemitischen Vorurteilen der dortigen Fakultät.
Die Zäsur des Nationalsozialismus und die in diesem Kontext erlittene Diskriminierung und Verfolgung hinterließ Brüche, die über das Einzelschicksal hinaus auch auf die gesellschafts- und kulturpolitische Entwicklung im Nachkriegsösterreich hinweisen.
 
  • Einleitende Bemerkungen:
  • Franz Römer, Dekan der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät
  • Heidi Schrodt, Direktorin des BG/BRG Rahlgasse
  • Ilse Korotin, biografiA – Institut für Wissenschaft und Kunst
  • Eva Cescutti: Gertrud Herzog-Hauser und die Klassische Philologie
  • Doris Ingrisch: Gertrud Herzog-Hauser und Vertreibung, Exil sowie Remigration der Pionierinnen in der Wissenschaft
  • Renate Göllner: Gertrud Herzog-Hauser und die Emanzipation
  • Inge Merkel: Jüdische Sappho

 
Mondschein

Edith Stumpf-Fischer
„Man ist immer allein…“. Johanna Monschein (1907-1997). Diplomatin und Forscherin
Band 7 der Reihe „biografiA. Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung“
Herausgegeben von Ilse Korotin. Praesens Verlag, Wien 2009
 
Johanna Monschein (1907-1997) erlebte alle einschneidenden geschichtlichen Ereignisse im Österreich des 20. Jahrhunderts von der Habsburger-Monarchie bis zum Beitritt zur Europäischen Union. Sie absolvierte das Studium der Rechte, wurde unter dem Naziregime „gemaßregelt“ (war sie doch überzeugte Monarchistin und Antifaschistin), trat nach Kriegsende in den diplomatischen Dienst und war die erste Frau, die zum österreichischen Botschafter ernannt wurde. Nach ihrer bewegten Berufslaufbahn widmete sie sich immer mehr ihren von Jugend an gepflegten kulturhistorischen und bibliophilen Neigungen. Sie hatte im Lauf ihres Lebens eine bedeutende Sammlung alter Kinderbücher (vor allem des 19. Jahrhunderts) zusammengetragen, erwarb hohe fachliche Kenntnisse auf diesem Gebiet und wurde so schließlich zur Wegbereiterin der historischen Kinderbuchforschung in Österreich. In ihren Briefen schildert sie Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Bruno Kreisky oder Herbert von Karajan, Krönungsfeierlichkeiten in Norwegen, den Staatsbesuch des österreichischen Bundespräsidenten Dr. Adolf Schärf oder Empfänge am belgischen Königshof; als scharfe und geistreiche Beobachterin verfaßte sie Analysen ihrer Gastländer, äußerte sich über Faschismus und Neonazismus, über Kunst und Literatur oder über das Phänomen des Kitsches, natürlich über die geliebten Kinderbücher und ihre Entdeckerfreuden in Antiquariaten und in der Österreichischen Nationalbibliothek, aber auch über Mode und Kochkunst, um nur einige Beispiele aus dem Themenreichtum ihrer Briefe und Tagebücher zu nennen. Aus ihren Aufzeichnungen und den Erzählungen der Menschen, die sie kannten, entsteht das Bild einer starken, reichen und faszinierenden, aber auch tiefinnerlich einsamen Persönlichkeit. Das Buch enthält zahlreiche Photos sowie eine CD, auf der Johanna Monschein selbst über ihr Leben erzählt.
 


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2008  

Das von Gabu Heindl herausgegebene Buch "Arbeit Zeit Raum" (Turia + Kant) hat 2008 im Rahmen des Staatspreises "Das schönste Buch Österreichs" eine Auszeichnung (Kategorie: Sachbücher und wissenschaftliche Bücher) erhalten.  Sämtliche Staatspreisträger 2008 finden Sie auf: http://www.schoenstebuecher.at/show_content.php?sid=52

Gabu Heindl: Arbeit Zeit Raum

Gabu Heindl (Hg.)
Arbeit Zeit Raum. Bilder und Bauten der Arbeit im Postfordismus

Wien: Turia + Kant, 2008
Der Band basiert auf der Tagung "ArbeitsZeitRäume" (IWK, März 2007)

  • Gabu Heindl: Einleitung: Der Arbeit nachgehen. Räumliche Umwidmungen
  • Karin Harrasser: Extensions of the working man. Von der Passung zum „passing”
  • Ines Schaber: Können Bilder arbeiten? Über Lewis Hines Fotografien der Minenarbeiterkinder in Pennsylvania und ihre heutige Produktivität
  • Andreas Rumpfhuber:  Über-Guru-Space. Ein fragmentarisches Arbeitsplatzporträt von Tom Peters
  • Maya McKechneay: cubicle hell. Arbeitsplatzfotografie am Beispiel der Foto-Sharing-Community flickr
  • Drehli Robnik: Betrieb und Betrieb – Affekte in Arbeit. Bild-Werdung als Wert-Bildung im Kino
  • Gabu Heindl: Vom Herstellen zum Ausstellen. Die Fabriken und Schauräume des Fordismus, Toyotismus und Postfordismus
  • Siegfried Mattl: Paris, Petersburg, Wien, Mailand: Aufstieg und Ende der Räume der Fabriksgesellschaft
  • Bettina Vismann, Nathalie Bredella: Clean.Ing. Von der Arbeit der Raumreinigung und architektonischen Versuchen diese zu automatisieren
  • Klaus Neundlinger: Creative Self-destruction versus Kooperativen der Diversität Spielräume im Postfordismus


wef

Tamara Ehs (Hg.):
Hans Kelsen und  die europäische Union. Erörterung moderner (Nicht-) Staatlichkeit.

Nomos, 2008 (IWK-Vortragsreihe 2007)

  • Tamara Ehs: Einführung in die Allgemeine Europäische Staatslehre
  • Hauke Brunkhorst: Auf dem Weg zur civitas maxima? – Hans Kelsens Werk zwischen Krieg, Revolution und Neugründung der internationalen Gemeinschaft
  • Lars Vinx : Kelsens Identitätsthese und das Problem der Rechtsstaatlichkeit
  • Thomas Olechowski: Über den Wert und Unwert von Verfassungspräambeln
  • Jürgen Busch & Tamara Ehs: Nachwort: Europa als Rechtsgemeinschaft



sfrgs


Manfred Füllsack (Hg.):
Verwerfungen moderner Arbeit.
Zum Formwandel des Produktiven.
Bielefeld: transcript 2008 (IWK-Vortragsreihe 2007)

Unter Statistikern, die sich um Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen bemühen, kursiert ein Bonmot, das die Problematik des vorliegenden Buches anspielt: heirate deine/n Hausangestellte/n – heißt es – und du schadest deiner Volkswirtschaft. Hintergrund dieser seltsam anmutenden Regel ist der Umstand, dass in den Erhebungen zur Leistung von Volkswirtschaften die Arbeit von Hausangestellten, sofern sie monetär entlohnt wird, als "produktive Arbeit" und damit als zum Beispiel für das Bruttoinlandsprodukt relevanter Faktor betrachtet wird. Sobald dieselbe Arbeit aber von einem Ehepartner verrichtet wird, gilt sie als volkswirtschaftlichirrelevant und damit in ökonomischem Sinn als "unproduktiv". Schon dieser Umstand gibt Anlass, die Unterscheidung von produktiven
und unproduktiven menschlichen Aktivitäten mit Vorsicht zuhandhaben. Der rasante Wandel aber, dem die Arbeit und ihre Bedingungen
im Zeitalter der Globalisierung unterliegen, sowie die damit verbundenen Verwerfungen zwischen den unterschiedlichen Arbeitsformen,
scheinen das Produktivitätskriterium gegenwärtig mit Unsicherheiten zu belasten, die es als orientierende Erwartung wirtschaftlicher Aktivitäten unbrauchbar werden lassen.

  • Manfrad Füllsack:  Einleitung.Zur Produktivitat von Hausangestellten 
  • Wolfgang Pircher: Aspekte produktiver Arbeit.Zur Geschichte der technischen Rationalitat
  • Stephan Lessenig:  Produktives Altern. Auf dem Weg zum Alterskraftunternehmer?
  • Marina Fischer-Kowalski und Anke Schaffartzik:  Arbeit, gesellschaftlicher Stoffwechsel und nachhaltige Entwicklung
  • Paul Kellermann:  Arbeiten an Universitaten. Zu den Bedingungen der Produktivitat von Wissen
  • Fritz Betz:  Stigma und Produktivitat. Zur Darstellung von korperlicher Behinderung im Reality-TV
  • Georg Vobruba:  Die Flexibilitat der Arbeit und das garantierte Grundeinkommen
  • Birger P. Priddat:  Produktivitat durch Entwertung.Innovation als produktive Destruktion
  • Dirk Baecker:  Marx, Lenin und Mao.Korrekturen der Arbeitswertlehre
  • Manfred Füllsack:  Delayed Productivity. Erkundungen zum Zeitaspekt produktiver Arbeit


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Blumesberger, Susanne (Hg.):
Mimi Grossberg (1905-1977): Pionierin - Mentorin - Networkerin.

Band 5 der Reihe „biografiA. Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung“.
Herausgegeben von Susanne Blumesberger. Praesens Verlag, Wien 2008 (IWK-Tagung 2005)

Die BeiträgeriInnen des Sammelbandes betrachten das Leben und Wirken der Modistin, Lyrikerin, Organisatorin und Networkerin Mimi Grossberg  aus mehreren Perspektiven. Nach einer bewegten Kindheit und Jugend, in der sie ihre Eltern im Holocaust verlor, bemühte sich die jüdische Pionierin der Exilforschung unter anderem um österreichische Autorinnen und Autoren, die so wie sie im amerikanischem Exil lebten. Von ihrem reichen Leben zeugen mehrere Notizen, Briefe und Kurzgeschichten, die ihrem Wunsch nach in die Österreiche Exilbibliothek des Wiener Literaturhauses zu finden sind.
  • Susanne Blumesberger: Vorwort 
          Lebensweg:
  • Susanne Blumesberger: „Aber Mensch bin ich geblieben.“ – Ein Porträt der vielseitigen Künstlerin Mimi Grossberg 
  • Helga Embacher: „Amerika war für mich ein großes Durcheinander“ – Mimi Grossbergs amibivalente Beziehung zu ihrem Exilland USA 
          Netzwerke:
  • Evelyn Adunka: Mimi Grossberg und Siegfried Altmann 
  • Rahel Rosa Neubauer: Wider das Vergessen – Mimi Grossberg als Vermittlerin der austroamerikanischen Exilliteratur 
  • Peter Malina: „The beloved scent of books”. Die Bibliothek der Mimi Grossberg 
          Wirken:
  • Christian Klösch: „Die liebevolle und vollendete Heroldin dichterischer Worte, selbst Schöpferin und die Schöpfungen anderer             durchleuchtend...“ Mimi Grossberg als Erforscherin des literarischen Exils 
  • Ester Saletta: Mimi Grossbergs Die k.u.k. Armee in der österreichischen Satire. Das literarische Porträt des Zerfalls einer Institution


dehmlow

Dehmlow, Raimund (Hg.); Rother, Ralf (Hg.)
; Springer. Alfred (Hg.):
...da liegt der riesige Schatten Freud's jetzt nicht mehr auf meinem Weg. Die Rebellion des Otto Gross.

6. Internationaler Otto Gross Kongress Wien, 8.-10. September 2006
Verlag LiteraturWissenschaft.de. Marburg 2008

"... da liegt der riesige Schatten Freud's jetzt nicht mehr auf  meinem Weg“ schrieb der österreichische Arzt, Psychoanalytiker und  Revolutionär Otto Gross (1877-1920) in einem Brief an Frieda Weekley  (geb. von Richthofen) und umriss damit seine Bemühungen um eine  Anwendung der psychoanalytischen Methode auf die  gesamtgesellschaftlichen Strukturen. Gross entwickelte ein  wissenschaftliches Konzept, das in dem Satz "Die Psychologie des  Unbewussten ist die Philosophie der Revolution“ zusammengefasst  werden kann. Dieses Konzept setzte darauf, die mit therapeutischer  Hilfe erreichte Bewusstmachung unbewusster Vorgänge zur sozialen  Veränderung und damit zur Rebellion gegen die herrschenden  patriarchalischen Strukturen zu nutzen.
Zahlreiche Referentinnen und Referenten aus Österreich, Deutschland,  der Schweiz, Großbritannien, Japan und den USA widmeten sich in ihren  Vorträgen Einzelfragen der Geschichte der Medizin, Psychiatrie,  Philosophie und Psychoanalyse. Weitere Schwerpunkte der Veranstaltung  lagen auf den Themenbereichen "Trauma, Schmerz und Sucht“, "Emanzipation“ und "Caféhaus“ und griffen zentrale Lebensfragen von  Otto Gross und der jungen Generation des 20. Jahrhunderts auf. Ein  weiterer Themenkomplex des Kongresses behandelte "Otto Gross und die  Frauen“ und beschäftigte sich u.a. mit der Schweizer Schriftstellerin  Regina Ullmann, der Malerin Sophie Benz und den Schwestern Else und  Frieda von Richthofen.  

  • Alfred Springer: Vorwort   
  • Hubert Christian Ehalt: Eröffnung 8.9.2006 
  • Thomas Hübel: Vorwort   
  • Gottfried Heuer: „Vertrauliche Träume“ oder „... da liegt der riesige Schatten Freuds jetzt nicht mehr auf meinem Weg“! Eröffnungsrede 
  • Alfred Springer: Begrüßung  
  • Rolf Schwendter: Otto Gross, Subkulturen, soziale Bewegungen   
  • Sophie Templer-Kuh: Die Erinnerung ist sehr, sehr, sehr wichtig    
  • Alfred Springer: Otto Gross als Wissenschaftler    
  • Lois Madison: Agon. Sources and Synthesis  
  • Helmut Gröger: Zur Psychiatrie in Wien um 1900    
  • Matthias Bormuth: Grenzen der Sublimierung. Max Webers „Zwischenbetrachtung“ und Otto Gross´ Kulturtheorie   
  • Josef Dvorak: Wilhelm Stekel & Otto Gross  
  • Gottfried Heuer: Brudermord auf der Couch: C. G. Jung und Otto Gross   
  • Bożena Chołuj: Zu früh gedacht, zu wild gelebt Otto Gross im Widerspruch zum Denkkollektiv seiner Zeit    
  • Erdmute Wenzel White: „Die Suggestion der Sprache“. Otto Gross und seine Briefe an Frauen    
  • Albrecht Götz von Olenhusen: Max Weber und die Anarchisten    
  • Claudia Böhnke: Hans Walter Gruhle, das wissenschaftliche Gewissen der Psychiatrie    
  • Jann E. Schlimme: Fragilität und Stabilität – Zur Anthropologie der Sucht, oder: Sucht und Psychopathie zur Zeit von Otto Gross   
  • Marianne Springer-Kremser & Nikolaus Thierry: Die Katastrophen der Kindheit und ihre Auswirkungen im Leben der Erwachsenen    
  • Torsten Passie & Raimund Dehmlow: Die „eiserne Klammer um Kopf und Herz“ – Trauma und Sucht des Otto Gross    
  • Michael Rohrwasser: Sigmund Freud, Hans Groß und Otto Groß Neue Blicke durch alte Löcher    
  • Markus Brunner: Eros und Emanzipation. Zur Dialektik der sexualrevolutionären ‚Radikalisierung‘ der Freudschen Psychoanalyse    
  • Diethart Kerbs: Von der bürgerlichen Jugendbewegung zum Linkskommunismus Der Weg des Simon Guttmann und seiner Freunde    
  • Dieter Schrage: Pierre Ramus – Die Neuschöpfung der Gesellschaft    
  • Ingrid Miethe: Frauenbewegungen im Deutschland des 20. Jahrhunderts Traditionslinien, Differenzen und Transformationen    
  • Gerhard M. Dienes: „Brutstätten revolutionärer Ideen“. Politik im/und Kaffeehaus    
  • Hans Hautmann: „Spätsommer des Untergangs“. Zur Widerspiegelung der revolutionären Ereignisse und Gestalten in Werfels „Barbara oder Die Frömmigkeit“  
  • Rotraut Hackermüller: Die Realität des Hungers am Beispiel Otfried Krzyzanowski mit einem Exkurs zu Franz Kafka    
  • Ulrich N. Schulenburg: Die Einsamkeit des Anton Kuh   
  • Alfred Strasser: Lajos Hatvany – ein großer europäischer Mäzen    
  • Eberhard Demm: Eine Sexbombe der Jahrhundertwende. Else Jaffé-von Richthofen und ihre Liebhaber    
  • Gottfried Heuer: „Die Lichtgestalt, die ich mein Leben lang gesucht habe“: Neues über eine Unbekannte: Marianne „Mizzi“ Kuh Fragmente einer Biographie.   
  • Hermann Müller: Woran starb Sofie Benz? Vom Matriarchat im Zeitalter der Maschine    
  • Kristina Kargl: „Und nach und nach versiegte die Mondnacht in mir“ Das Leben Regina Ullmanns und ihre Beziehung zu Otto Gross.    
  • Shinji Hayashizaki: „... alles wirft sie in das Opfer hinein ...“ Milena Jesenská und Ernst Polak    
  • Karl Bruckschwaiger: Kuh, die Literaten und etwas Psychoanalyse. Eine Wanderung – ein Protokoll    
  • Emanuel Hurwitz zum Ehrenvorsitzenden der Internationalen Otto Gross Gesellschaft gewählt   
  • Melinda Friedrich: Kongressbericht  
  • Albrecht Götz von Olenhusen: Ansprache zur Feier von Sophie Templer-Kuhs 90. Geburtstag    


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L.-Waniek, Eva (Hg.); Vogt, Erik M. (Hg.):
Derrida und Adorno. Zur Aktualität von Dekonstruktion und Frankfurter Schule
Verlag Turia + Kant, Wien 2008

Was hat Derrida mit Adorno zu tun? Und umgekehrt: was Adorno mit Derrida? Das Buch geht dem bislang nur wenig bedachten Verhältnis der beiden Philosophen, die das Denken des 20. Jahrhunderts wesentlich geprägt haben, nach und versucht, ihre Unterschiede und Berührungspunkte zu analysieren. Wie verstehen beide Autoren z.B. die Konstitution des Subjekts und inwiefern kritisieren sie idealistische oder metaphysische Traditionen? Es geht dann um Fragen der Kunst und der kritischen theoretischen Methode, mit der das Ausgeschlossene, Disziplinierte, Verworfene - der Rest der Subjektkonstitution - sichtbar gemacht werden können.

  • Eva  L.-Waniek und Erik M.VogtWien: Derrida und Adorno – Zur Aktualität von Dekonstruktion und Frankfurter Schule. Ein Vorwort  
  • Jay M. Berstein New York: »Die Sprache des Toten von Stein und Stern«: Adorno,Derrida, Celan und das Buch der Natur
  • Aus dem Amerikanischen von Erik M. Vogt 
  • Erik M.VogtHartford | Wien: Auschwitz-Politik 
  • Hugh J. Silverman Stonybrook | NewYork: Die Grenzen der Aufklärung und das Ereignis der Grenze: Derrida und Adorno
  • Aus dem Amerikanischen von Gertrude Postl 
  • Alice Pechriggl Klagenfurt | Wien: Psycho/Analyse der Herrschaft zwischen Dialektik und Dekonstruktion 
  • Eleni Varikas Paris: Das geheime Leben der Begriffe: Gender, Geschichtlichkeit und Desidentifizierung
  • Aus dem Englischen von Erik M. Vogt 
  • Eva  L.-Waniek Wien | Strassburg: Geschlecht und das Erbe Hegels: Eine kleine Bedeutungsverschiebung mit Derrida und Adorno
  • Arno Böhler Wien: Politiken der Re-Signation: Derrida – Adorno
  • Christoph Menke Potsdam: Subjektivität und Gelingen: Adorno – Derrida 
  • Othmar Kastner Wien: »Freiheit ohne Autonomie«? Anmerkungen zu Derridas und Adornos Kritik an Kants Begriff der Freiheit 
  • Hent de Vries Baltimore | Amsterdam: Dialektik, Dekonstruktion und Wahrheit Oder: Die Moral des Skeptizismus Bei Adorno, Derrida und Cavell
  • Aus dem Amerikanischen von Erik M. Vogt
  • Michael Turnheim Paris | Wien: Zerfetzen der Zeit: Adorno und Derrida über Jazz


Koplenig

Korotin, Ilse (Hg.); Nusko, Karin (Hg.):
"...genug Geschichte erlebt." Hilde Koplenig (1904-2002). Erinnerungen.

Band 6 der Reihe "biografiA. Neue Ergebnisse de Frauenbiografieforschung".
Herausgegeben von Ilse Korotin und Karin Nusko. Praesens Verlag, Wien 2008.

Hilde Koplenig, geb. Oppenheim, entstammt einem jüdisch-deutschsprachigen bürgerlichen Milieu, in dem die Religion keine Rolle mehr spielte. Rationalität und Fortschrittsglaube traten an die Stelle der jüdischen Tradition. Nach dem Studium der Staatswissenschaften und einer Ausbildung zur Fürsorgerin geht sie in die Sowjetunion - für viele KommunistInnen und SozialistInnen, für linke Intellektuelle und KünstlerInnen ein ersehntes Ziel, das Land ihrer großen Hoffnungen. Bei Frauen paarten sich diese Vorstellungen mit hohen Ansprüchen hinsichtlich der sozialen und politischen  Gleichberechtigung.
Seit 1929 mit dem Generalsekretär der KPÖ, Johann Koplenig, verheiratet, erlebte sie politische Verfolgung, Widerstand und Exil, bis sie 1945 in das befreite Wien zurückkehrt.
Hilde Koplenigs autobiographisches Manuskript ist in eine Reihe zu stellen mit den Erfahrungsberichten von Genia Quittner, Ruth von Mayenburg, Rosa Puhm, Hilda Vitzhum oder Helene Golnipas. Im Spannungsverhältnis von Aufbruch und Selbstbestimmung als Frau und gesellschaftlicher Realität zeigen uns diese Erfahrungsberichte ein komplexes Bild der Alltagswelt, wie sie in der offiziellen Geschichtsschreibung lange keinen Platz fanden.



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2007

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Korotin, Ilse (Hg.):
Österreichische Bibliothekarinnen auf der Flucht. Verfolgt, verdrängt, vergessen?

Band 4 der Reihe „biografiA. Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung“.
Herausgegeben von Ilse Korotin. Praesens Verlag, Wien 2007 (Tagung 2006)

Das Buch beschäftigt sich mit Frauen, die in einer Phase ihres Lebens als Bibliothekarinnen beschäftigt waren und aus unterschiedlichen Gründen ausgegrenzt, verfolgt, ins Exil getrieben und im schlimmsten Fall ermordet wurden. Die heute der Öffentlichkeit zum Teil unbekannten Frauen und deren WIrkungsvielfalt sollen so wieder ins Bewusstsein zurückgeholt werden. Schwerpunktmäßig diskutiert wird das Leben und Wirken der wissenschaftlichen Bibliothekarinnen, der Frauen, die in Arbeiterbibliotheken und den jeweiligen Nachfolgeinstitutionenen tätig waren, und jener, die im staatlichen Bereich arbeiteten.

  • Ilse Korotin: Vorwort
  • Edith Stumpf-Fischer: Wie überlebt man "finstere Zeiten"? 5 Bibliothekarinnen, 5 Antworten
  • Susanne Blumesberger: Bibliothekarin im Exil. Beruf oder Berufung?
  • Christina Köstner: Budgetposten "Bleistift und Papier" - Bibliothekarinnen in der Österreichischen Nationalbibliothek
  • Ilse Korotin: "[...] vorbehaltlich eines jederzeit zulässigen Widerrufes genehmigt" Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer Wissenschaftlerinnen und Bibliothekarinnen
  • Karin Nusko: Der rote Weg. Lilli Beer-Jergitsch. Teilzeitbibliothekarin in Moskau
  • Renate Obadalek: Frauen im Arbeiter- und Volksbüchereisystem: Ehre, Leidenschaft und Verfolgung
  • Barbara Kintaert: Vertrieben und vergessen? Bibliothekarinnen in der Kinderfreunde- und Arbeiterbewegung



blumenberg

Blumesberger, Susanne / Seibert, Ernst (Hg.):
Alex Wedding (1905-1966) und die proletarische Kinder- und Jugendliteratur
Band 3 der Publikationsreihe "biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung"
Herausgegeben von Ilse Korotin. Praesens Verlag, Wien  2007 (Tagung 2005)

Die 1905 in Salzburg als Margarete Bernheim geborene Autorin – sie nannte sich Alex Wedding nach zwei für die Berliner Arbeiterbewegung zen­tralen Orten – gilt als eine der wichtigsten Wegbereiterinnen der sozialisti­schen Kinder- und Jugendliteratur. Mit ihrem Ehemann Franz Carl Weiskopf emigrierte sie in die USA und unter­nahm zahlreiche Reisen, die ihr künstlerisches Schaffen als Journalistin und Schriftstellerin beeinflussten. Bereits 1930 publizierte sie ihr viel beachtetes und später verbotenes erstes Kinderbuch „Ede und Unku“. Zu ihren in zahlreichen Sprachen übersetzten und in mehreren Auflagen erschienenen Büchern zählen unter anderem „Das Eismeer ruft. Die Abenteuer einer großen und einer kleinen Mannschaft“ (1936), „Die Fahne des Pfeiferhänslein“ (1948), „Söldner ohne Sold“ (1948) und „Das eiserne Büffelchen“ (1952). Der Sammelband beleuchtet nicht nur das Leben und Wirken der in Österreich wenig bekannten Schriftstellerin, sondern auch die Entwicklung und Ausprägungen der proletarischen Kinder- und Jugendliteratur im deutschsprachigen Raum.

  • Susanne Blumesberger: Grenzenloses Schreiben, grenzenloses Denken. Die Schriftstellerin, Übersetzerin und Journalistin Grete Weiskopf (Alex Wedding)
  • Karl Müller: Zu einigen Aspekten von Alex Weddings Poetik und Identität
  • Rüdiger Steinlein: „die Enkel fechten’s besser aus“ - Bilder von Klassenkampf und Revolution in Alex Weddings Geschichtsromanen
  • Peter Malina: „Wollt ihr wie die Nowaks werden?“ Alex Weddings „andere“ Kinder- und Jugendliteratur
  • Ernst Seibert: Das Spätwerk von Alex Wedding - Versuch einer Würdigung
  • Rahel Rosa Neubauer: Erna Lauenburger, genannt Unku. Das Schicksal der Titelheldin des Romans „Ede und Unku“
  • Rahel Rosa Neubauer: John Heartfield und die Kinderbücher des Malik-Verlags
  • Ilse Korotin: Das politische Kinderbuch - das Kinderbuch als Politikum in Verbindung mit Bemerkungen zu antifaschichtischen Erziehungsexperimenten der Zwischenkriegszeit



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2006



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Kohn, Charlotte (Hg.):
Luftfrauen. Der Mythos einer jüdischen Frauenidentität
Band 2 der Publikationsreihe "biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung"
Herausgegeben von Ilse Korotin. Praesens Verlag, Wien 2006

Der 1849 in Budapest geborene Schriftsteller und Journalist Max Simon Nordau prägte den Begriff des „Luftmenschen“. So wurden von ihm jüdische Menschen bezeichnet, die von den Stürmen ihres Schicksals von einer Örtlichkeit zur an­deren getrieben wurden, ohne eine wirkliche geografische und intellektuelle Heimat zu finden. Dieses Phänomen einer latenten „Wurzellosigkeit“ scheint der Autorin der einzige gemeinsame Nenner zu sein, den sie bei ihrer „Spurensuche“ nach einer jüdischen Frauenidentität finden konnte. Charlotte Kohn interviewte jüdische Frauen, die vor und nach dem Holocaust geboren wurden, wobei sie auf deren unterschiedliche Identifizierungen und Lebenseinstellungen achtete. Achtzehn dieser Interviews zeigt sie uns nun als spannungsgeladene Lebensbeschreibungen. Das Leben sämtlicher Frauen, die sich ihr für ein Interview zur Verfügung stellten, hat eine gemeinsame Prägung durch die Shoa.

Mit Beiträgen von Marianne Tischler, Katja Herz, Henriette Goldstein, Cloë Rosenstrauch, Anna Rosenstrauch, Anat Drucker, Hedwig Bloch, Rosa Meyer, Beate Blum, Ronit Haber, Ernestine Katz, Erika Blau, Jolanda Blau, Bella Weisz, Ruth Bothstein, Hedwig Schild, Miriam Mandel, Elvira Barranes und Nadja Perlman.




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Wiener Gesellschaft für interkulturelle Philosophie / WiGiP (Hg.):
Menschenrechte zwischen Wirtschaft, Recht und Ethik
Schwerpunktnummer von "polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren", Wien 2006 (Tagung 2004)

  • Pavel Barsa: Krieg führen im Namen der Menschenrechte? Vierzehn Thesen über humanitäre Interventionen
  • Ann Elizabeth Mayer: Eine Kollision von Prioritäten. Der Streit um die selektive Anwendung internationaler Menschenrechtsbestimmungen durch die USA und muslimische Länder
  • Gregor Paul: Der "Krieg gegen den Terrorismus". Menschenrechte zwischen Wirtschaft, Recht und Ethik
  • Yersu Kim: Entwicklung von Universalität. Zur Begründung der Universalität von Menschenrechten
  • Benedikt Wallner: Das Menschenrecht als ein Herzustellendes
  • Bilahari Kausikan: "Asian Values" - ein pragmatischer Weg zur Universalität der Menschenrechte? Eine E-Mail-Korrespondenz, angestiftet von Konrad Pleterski

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2005

bl

Blumesberger, Susanne (Hg.):
Helene Scheu-Riesz (1880-1970) - Eine Frau zwischen den Welten
Band 1 der Publikationsreihe "biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung"
Herausgegeben von Ilse Korotin. Praesens Verlag, Wien 2005 (Tagung 2004)

Helene Scheu-Riesz, deren Geburtstag sich 2005 zum 125. Mal jährte, war eine politisch aktive, interessante und schillernde Persönlichkeit der Wiener Gesellschaft; sie war eine entschlossene Kämpferin für die Rechte der Frauen und eine erfolgreiche Verlegerin, Journalistin, Schriftstellerin, Herausgeberin. Um den immer bedrohlicher werdenden politischen Verhältnissen in Europa zu entkommen – sie stammte aus einer jüdischen Familie – emigrierte sie 1937 in die USA. Während ihrer Emigrationsjahre und nach ihrer Rückkehr nach Wien widmete sie sich immer wieder ihrem Lebensziel, eine Universalbibliothek mit „guter Literatur“ für alle, vor allem auch ärmere Kinder zu schaffen. Der vorliegende Band geht auf eine 2004 stattgefundene IWK-Tagung zurück, bei der das literarische Schaffen und der Lebensweg von Helen Scheu-Riesz sowie die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ihrer Zeit beleuchtet wurden.

  • Edith Stumpf-Fischer: Wer war Helene Scheu-Riesz? Eine Antwort aus Literatur und Lebenserinnerungen
  • Veronica Kothbauer, geb. Scheu: Meine Großmutter Helene ... Persönliche Erinnerungen an eine vielseitige Persönlichkeit
  • Friedrich C. Heller: W. T. Steads „Books for the Bairns“ – das Vorbild für die Sesam-Bücher
  • Ernst Seibert: „Gretchen discovers America“ – ein Adoleszenzroman von Helene Scheu-Riesz mit großen Vorbildern
  • Ilse Korotin: Das Interesse an der proletarischen Jugend – Aspekte der Jugendforschung 
  • Johann Dvorak: Demokratie, Wissenschaft und Bildungsreform in der 1. Republik

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2004

S. Blumesberger: Frauen schreiben
                                  gegen Hindernisse

Blumesberger, Susanne (Hg.):
Frauen schreiben gegen Hindernisse
Zu den Wechselwirkungen von Biografie und Schreiben im weiblichen Lebenszusammenhang
Praesens Verlag, Wien 2004 (Tagung 2003)

In diesem Band wird die Frage diskutiert, inwieweit weibliche Biografie Einfluss auf das Schreiben hat und umgekehrt, wie das Publizieren von Texten Einfluss auf das weitere Leben haben kann. Die AutorInnen beschäftigen sich mit dem Schreiben von Frauen in den unterschiedlichsten Zusammenhängen. Es kommen sowohl WissenschaftlerInnen zu Wort als auch Frauen, die über ihre eigenen Erfahrungen schreiben. Die Annäherungen an das Thema erfolgen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln, wobei sich der Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart spannt. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Ist es denkbar, dass es einen Zeitpunkt im weiblichen Lebenslauf gibt, der das Schreiben ermöglicht bzw. an dem das Schreibe eine Möglichkeit ist, das Leben zu strukturieren? Welche Bedingungen müssen dabei gegeben sein, dass sich eine Frau schreibend an die Öffentlichkeit wendet? Welche Texte können eventuell daraus entstehen? In welcher Form kann sich das Publizieren von Texten auf das weitere Leben der jeweiligen Frau auswirken?
Die WissenschaftlerInnen mehrerer Disziplinen und die Autorinnen berichten anhand konkreter Beispiele unter anderem über das Schreiben in Extremsituationen, über das Verfassen von Autobiografien als Ausdrucksmittel, über das literarische Wirken im Exil und ob bzw. wie man Hindernisse auch als Chancen nutzen kann.

  • Johanna Rachinger: Geleitwort
  • Susanne Blumesberger: Vorwort
  • Katharina Beta: Welche Bedeutung das Schreiben in meinem Leben hat, ...
  • Susanne Blumesberger: Schreiben, um zu (über-)leben. Texte als Produkte von Grenzerfahrungen
  • Susanne Bock: Heimgekehrt und fremd geblieben
  • Christian Gastgeber: Zum Selbstbewusstsein der schreibenden Frau im Mittelalter
  • Lotte Ingrisch: Frauen schreiben gegen Hindernisse. Aber bin ich eine Frau?
  • Ilse Kilic: Die Autobiografie als unsichererer Ort
  • Ilse Korotin: Den Nationalsozialismus denken. Zur (Auto-)Biografie der Mathilde von Kemnitz-Ludendorff
  • Friederike Mayröcker: "will nicht mehr weiden". Requiem für Ernst Jandl
  • Barbara Neuwirth: Vom Mut, an sich zu glauben. Weibliche Biografien und literarisches Schaffen
  • Karin Nusko: Am Ende des Weges: Letzte Briefe von hingerichteten österreichischen Widerstandskämpferinnen im Landesgericht Wien (1941-1943)
  • Käthe Recheis: Hindernisse, die zur Chance werden
  • Ernst Seibert: Fortschreiben und Selbstinterpretation in der Literatur Marlen Haushofers
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Ingrisch, Doris / Korotin, Ilse / Zwiauer, Charlotte (Hg.):
Die Revolutionierung des Alltags. Zur intellektuellen Kultur von Frauen im Wien der Zwischenkriegszeit

Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2004 (Vortragsreihe)

Die Beiträge dieses Bandes behandeln Leben und Werk von Frauen, die sich mit den Anliegen der Sozialdemokratie identifizierten und zeigen beispielhaft die intellektuelle weibliche Kultur der Zwischenkriegszeit in Wien. Viele dieser Frauen kamen aus aufgeklärten jüdischen Familien des Bürgertums, die als Reaktion auf den Antisemitismus ein distanziertes Verhältnis zu ihrer religiösen Tradition entwickelt hatten. In der Sozialdemokratie, wo die Religion keine Rolle mehr spielen sollte, suchten sie ? die nicht mehr länger Außenseiterinnen sein wollten ? eine Lösung ihrer Probleme. Überlagert vom Frauenbild des Faschismus und Antisemitismus wurde durch die Vertreibung bzw. Ermordung dieser Frauen die Erinnerung an sie verschüttet und damit auch ihre Ideen, ihre Analysen und ihre Sicht der Welt, die einen wichtigen Teil der intellektuellen Tradition von Frauen ausmacht.

  • Johann Dvorak: Helene Bauer - Materialistische Theorien von Wirtschaft und Gesellschaft und der Austromarxismus
  • Renate Flich: Auguste Fickert - "Rote" Lehrerin und radikal bürgerliche Feministin
  • Ernst Glaser: Die Zeit der Illegalität - Muriel Gardiner (1901-1985) und Ilse Kulcsar (1902-1976)
  • Bernhard Handlbauer: Psychoanalytikerinnen und Individualpsychologinnen im Roten Wien
  • Ilse Korotin: Oda Olberg-Lerda, die eugenische Bewegung und ihre Rezeption durch die Linke
  • Brigitte Lichtenberger-Fenz: "Sklavin Frau" und "Junges Weib der Gegenwart". Zur Genese normativer Frauenbilder und -rollen in der österreichischen Sozialdemokratie der Ersten Republik.
  • Rüdiger Schiferer: Raissa Adler (1872-1962). Von der bürgerlichen Frauenbewegung zum österreichischen Trotzkismus
  • Michaela Schneider / Margit Wolfsberger: Marianne Pollak - Schreiben für den Neuen Menschen
  • Barbara Serloth: Käthe Leichter: Eine unorthodoxe Sozialdemokratin im austromarxistischen Umfeld
  • Charlotte Zwiauer: Friedl Dicker zu den Geschlechterkonzeptionen der Zwischenkriegszeit
  • Christine Zwingl: Grete Lihotzky, Architektin in Wien 1920-1926  


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Kubaczek, Marianne  / Pircher, Wolfgang  / Waniek, Eva  (Hg.):
Kunst. Zeichen. Technik. Philosophie am Grund der Medien

Konturen politischen Denkens 2, LIT Verlag, Münster 2004 (Symposium 2001)

Angeregt von der Spannung zwischen nationalen und natürlichen Sprachen, verfolgen die Autoren dieses Bandes die verschiedenen Dimensionen sprachlicher und nichtsprachlicher Äußerungsformen in elektroakustischer Musik, Kunst, Psychoanalyse, Sprachwissenschaft, Philosophie und Technik. Alle Beiträge eint ein medien-philosophischer Gestus.

Marianne Kubaczek / Wolfgang Pircher / Eva Waniek (Hg.): Vorwort

Kunst und Bild:

  • Catherine Z. Elgin: Der Beitrag der Kunst zur Erweiterung des Verstehens. Oder: Die Rolle der Kunst im Fortschritt des Verstehens
  • Beat Wyss: "Deja vu". Die Nachträglichkeit des Neuen. Die Krux mit dem Authentischen
  • Robert Pfaller: Das trügerische Bild der Vergangenheit huscht herbei. Nachträglichkeit und  das Imaginäre der Kulturwissenschaften
  • Sergius Kodera: Schattenhafte Körper, erotische Bilder. Zur Zeichentheorie im Renaissance-Neuplatonismus bei Marsili Ficino
  • Richard Heinrich: Das Wissen der Renaissance
  • Hans Dickel: Zeichen und Zeichnung. Die Wissensformen der bildenden Kunst als Grundlage und Grenze der Lehrbarkeit
  • Wolfgang Pircher: Die Perspektiven der Zeichnung

Elektroakustische Musik:

  • Peter Niklas Wilson: Wege zu einer 'oral-electronic Tradition'. Formen und Funktionen sekundärer Oralität im kreativen musikalischen Prozess
  • Denis Smalley: Spektromorphologie. Ein Zeichensystem zum Verständnis einer neuen Klangkunst
  • Mathias Fuchs: Schwarze Töne - Weiße Töne: Spektromorphologie im interkulturellen Kontext
  • Marianne Kubaczek: Ein Wissen und seine Medien. Musik zwischen Schrift, Oralität und AufzeichnungSprache:

Jürgen Trabant: Was wissen wir, wenn wir eine Sprache können?
Hans Julius Schneider: Die Sprache - Trübes Medium oder Lebenselement der Kommunikation?
Markus Arnold: Die 'leeren' Formen des Narrativen: Zu den Bedingungen der Erfahrung menschlicher Freiheit

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Nagl, Ludwig  / Waniek, Eva  / Mayr, Brigitte  (Hg.):
Film/Denken / Thinking Film - Film & Philosophy

Synema, Wien 2004 (Symposium 2002)

Um die Vielschichtigkeit des Phänomens Film gerecht zu werden, wurden internationale VertreterInnen aus dem Bereich der Film-, Medien- und Kulturwissenschaften eingeladen, ihre filmtheoretischen Ansätze und Analysen darzulegen. Sie alle arbeiten mit unterschiedlichen filmwissenschaftlichen Methoden und gehören verschiedenen Denktraditionen an (wie jener des Strukturalismus, Poststrukturalismus, der spät- bzw. postanalytischen Philosophie, des Neopragmatismus, der Diskursanalyse, der Medientheorie und Kulturphilosophie). Da ein Dialog zwischen ihnen, ein Ideenaustausch zu all den divergenten Zugangsformen zum Film jedoch selten bis kaum stattfindet, wurde das dem Buch zugrunde liegende gleichnamige Symposium initiiert. Das daraus entstandene Buch soll dazu beitragen, ein produktives Gespräch zwischen den verschiedenen Schulen in Gang zu bringen, um aktuelle Probleme und Defizite der Film- und Medientheorie zu thematisieren und Lösungsvorschläge für offene Probleme vorzubereiten.

Ludwig Nagl / Eva Waniek / Brigitte Mayr: Ein Vorwort

Der Beitrag der Philosophie zur interdisziplinären Filmtheorie:

  • Slavoj Zizek: Film as the Continuation of Philosophy with other Means - The Case of Gilles Deleuze
  • Ludwig Nagl: "Film and Self-knowledge"- Philosophische Reflexionen im Anschluss an Cavell und Mulhall
  • Thomas Korschil: Zur Ontologie des Films bei Stanley Cavell - Zum Beitrag von Ludwig Nagl
  • Gertrud Koch: Motion Picture - Bausteine zu einer Ästhetik des Films
  • Gabriele Jutz: Berührung und Index: Kommentar zum Beitrag von Gertrud Koch
  • Birgit Recki: Überwältigung und Reflexion - Der Film als Mythos und als Kunst
  • Gloria Withalm: Film als Semiose - Der Beitrag semiotischer Theorien zu Film Studies. Ein Kommentar zum Beitrag von Birgit Recki

Film als eigenes Medium und im Kontext der Neuen Medien:

  • Mike Sandbothe: Filmphilosophie als Medienphilosophie - Pragmatische Überlegungen zu "The Matrix" und "Minority Report"
  • Herbert Hrachovec: Das "Gute Leben" und die Medienphilosophie - Ein Kommentar zum Beitrag von Mike Sandbothe
  • David N. Rodowick: The Virtual Life of Film
  • Laura Mulvey: Das Stille im bewegten Bild - Möglichkeiten der Visualisierung von Zeit und ihrem Vergehen (aus dem Englischen von Camilla R. Nielsen)
  • Hugh J. Silverman: Postmoderne Medien und die Angst vor Simulationen: Die Leiden des jungen Truman (aus dem Amerikanischen von Erik Michael Vogt)
  • Wolfgang Pircher: Hollywoods Gespenster - Martin Arnolds filmische Dekonstruktionsarbeit

Film, Affekt, Gefühl und die Konstitution des Subjekts:

  • Noel Carroll: Film, Emotion and Genre
  • Cynthia Freeland: Empiricism and the Philosophy of Film
  • Anna Schober: Gewalt des Alltäglichen - Fragen an pragmatistische Theorien der (Medien-)Welt-Gestaltung
  • Raymond Bellour: Wie man mit Daniel Stern das Kino besser fühlen/denken kann (aus dem Französischen von Natascha Noack)
  • August Ruhs: Der Film denkt - Oder: Als die Bilder laufen lernten, lernten sie auch sprechen. Psychoanalytische Reflexionen

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2003

Dvorák, Johann (Hg.):
Radikalismus, demokratische Strömungen und die Moderne in der österreichischen Literatur

Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2003 (Symposien 1999 und 2000)

Seit der Gegenreformation im 17. Jahrhundert ist auf dem Territorium der Habsburger-Monarchie vor allem eine Kultur der politischen Unterdrückung und der Untertänigkeit ausgeformt worden, die bis heute nachwirkt. Verhindert werden sollte unter anderem das Eindringen westlicher Einflüsse: Aufklärung und Revolution, Parlamentarismus und Konstitutionen, bürgerlich-liberales Gedankengut und allzu entwickelte kapitalistische Wirtschaftsweise. Allerdings gab es auch Elemente einer untergründigen Tradition der Widerständigkeit, Ansätze demokratischer Denk- und Verhaltensweisen sowie Streben nach radikaler Veränderung der je bestehenden Verhältnisse.  Den Spuren und Erinnerungen an solche untergründigen Strömungen wird in den Aufsätzen dieses Sammelbandes an Hand von Beispielen der Wiener und der österreichischen Literatur des 19. Jahrhunderts sowie des Einflusses fiktionaler und nichtfiktionaler Texte der englischen Literatur auf die Wiener Moderne um 1900 nachgegangen: So werden nicht oder wenig bekannte Autoren und Aspekte der Wiener und österreichischen Literatur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts dargestellt und damit neue Zugänge zu verschütteten Traditionen der österreichischen Kultur eröffnet.

  • Wendelin Schmidt-Dengler: Vorwegnahmen im Untergrund - Die Einübung von Widerständigkeit vom Hanswurst zur Wiener Gruppe
  • Wolfgang Beutin: "Freiheit gebe ich euch, und Gleichheit! Gleich beglückt sollt all ihr sein!" - Spazier- und Waffengänge eines Wiener Poeten: Anastasius Grün
  • Johann Dvorak: Historisches Bewusstsein und die "Tradition der Unterdrückten" bei Nikolaus Lenau
  • Wynfrid Kriegleder: Eine "Republik, wie sie seyn soll, nämlich die der estados unidos". Charles Sealsfields "Herrenvolk democracy"
  • Johann Sonnleitner: "Ich habe keine Stimme". Immunisierungsstrategien Johann Nestroys gegen die Zensur
  • Heidi Beutin: "Der ich komme aus dem Hussitenlande" - Tradition, Revolution und Demokratie in der Gedankenwelt von Moritz Hartmann
  • Wolfgang Häusler: "Unterdrückte Taten" - Vom Scheitern revolutionärer Vormärzdichtung am Beispiel von Karl Beck
  • Wolfgang Häusler: Alfred Meißner - Ein deutschböhmischer Dichter zwischen Sozialismus und Nationalismus
  • Heidi Beutin: Die Revolutionen von 1846 und 1848 im erzählerischen Werk Maries von Ebner-Eschenbach
  • Wendelin Schmidt-Dengler: Eine Semmeringfahrt: Ferdinand Kürnbergers janusköpfiger Liberalismus
  • Wolfgang Beutin: Subversive Potentiale in den Dichtungen Jakob Julius Davids
  • Johann Dvorak: Der Junge Hermann Bahr - Materialismus und Moderne
  • Wendelin Schmidt-Dengler: Sozialwissenschaften als Relais: John Stewart Mill, Theodor Gomperz und Sigmund Freud
  • Johann Dvorak: Die Rezeption des englischen Ästhetizismus bei Sigmund Freud, Hugo von Hofmannsthal und Karl Kraus
  • Wolfgang Beutin: Lord Byrons Don Juan und die Wiener Psychoanalyse (Sigmund Freud und Otto Rank)
  • Michael Gassenmeier: Philologische Akribie und poetische Gestaltungskraft in Karl Krausë Nachdichtungen der Sonette Shakespeares
  • Ursula Prokop: Das britische Paradigma im Konflikt der Wiener Moderne zwischen Dekorativismus und Purismus. Zur unterschiedlichen Rezeption der Arts und Crafts Bewegung bei Josef Hoffmann und Adolf Loos


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Vogt, Erik M. (Hg.):
Was heisst Kontinentalphilosophie in den USA?
Eine internationale Debatte über Hermeneutik, Dekonstruktion, Feminismus

Turia + Kant, Wien 2003 (Symposium 2001)

Ziel des Bandes ist es, die Kontinentalphilosophie in den USA einem mitteleuropäischen Publikum vorzustellen. Es soll gezeigt werden, dass der Begriff der Kontinentalphilosophie eine deutlich markierbare und unverwechselbare Menge an philosophischen Praktiken und Traditionen mit einer zwingenden Anzahl von Frage- und Problemstellungen versammelt, die immer noch allzu oft ignoriert oder verworfen werden. Denn unbestritten ist, dass die Kontinentalphilosophie in der nordamerikanischen Philosophie zu einer der führenden Denktraditionen geworden ist und dass sie als eigener Denkansatz immer stärker in andere Bereiche und Disziplinen wie Kunst, Medientheorie, Politik und Kulturtheorie eindringt.

  • Erik M. Vogt: Kontinental-Drift in den USA
  • Ludwig Nagl: Amerika, der neue, aber unbetretbare Kontinent: Annotationen zu Stanley Cavells Konzept amerikanischen Philosophierens
  • Christina Howells: Kontinentalphilosophie: Über das Subjekt des Feminismus
  • Hugh J. Silverman: Merleau-Pontys Gespenster in der amerikanischen Kontinentalphilosophie
  • Tony O'Connor: Eine Re-interpretation der Kontinentalphilosophie in Amerika
  • James R. Watson: Interkontinentalraketen

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2002

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Keintzel, Brigitta / Korotin, Ilse (Hg.):
Wissenschafterinnen in und aus Österreich. Jahrhundertwende bis späte Nachkriegszeit

Böhlau Verlag, Wien 2002 (Projekt BiografiA der IWK-Dokumentationsstelle Frauenforschung)

In dieser bio-bibliografischen Sammlung wurden Leben und Werk von Wissenschaftlerinnen in und aus Österreich erforscht. Der zeitliche Schwerpunkt erstreckt sich vornehmlich von der Jahrhundertwende bis zur Nachkriegszeit. Erforscht wurde die erste Generation von Wissenschaftlerinnen an den Universitäten Wien, Graz und Innsbruck. Vollständig aufgenommen wurde die erste Generation von Frauen, die sich in Österreich habilitieren konnte, die ersten Dozentinnen und Professorinnen. Es handelt sich hier um "klassische" Wissenschaftskarrieren, die sich dennoch in ihrem Ablauf mit denen von Männern nicht vergleichen lassen. Ausführliche Berücksichtigung erhielt aber auch der außerakademische Bereich. Von insgesamt 331 Lexikonartikel sind circa ein Drittel aus dem medizinischen, psychologischen und therapeutischen Feld. Bedingt durch die historischen Zäsuren der beiden Weltkriege treten in zahlreichen Beiträgen Verfolgung, Flucht, Emigration und auch Remigration ins Zentrum der einzelnen Biografien. Die Frage nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu den in Österreich Verbliebenen, nach unterschiedlichen Lebensbedingungen und -chancen liegt nahe. Über den individualbiografischen Aspekt hinaus wird ein historischer Eindruck über kulturelle und politische Strömungen und ihre Einflüsse auf die wissenschaftliche Forschung und Lehre geschaffen. Vor allem aus feministischer Perspektive stellt das Lexikon ein Desiderat dar, da in Österreich die Beteiligung von Frauen an der Wissenschaftsproduktion und -vermittlung von der Jahrhundertwende bis in die späte Nachkriegszeit erstmals umfassend recherchiert, dokumentiert und erforscht worden ist. Anliegen war es, frauenspezifisches wissenschaftliches Wirken nicht als die Geschichte einiger weniger darzustellen - die Vielzahl der hier versammelten Beiträge spricht vielmehr für eine breite Emanzipationsbewegung im Bereich der Bildung und Wissenschaft. Deutlich gemacht wurden die vielfältigen Dimensionen, über die sich Frauen den wissenschaftlichen Bereich als Berufs- und Wirkungsfeld erschließen konnten. Dabei wurde nicht so sehr die Erforschung der persönlichen und privaten Lebensumstände in den Vordergrund gestellt, sondern der Schwerpunkt der Beiträge liegt auf einer umfassenden Werkinterpretation. Die von zahlreichen Autoren und Autorinnen aus den einschlägigen Fachgebieten verfaßten Beiträge gewähren damit ebenso Einblick in eine faszinierende Vielfalt von Erfahrungshorizonten und Lebensmustern wie auch in das engagierte Erkenntnisinteresse, welches die unterschiedlichen wissenschaftlichen Laufbahnen bestimmte. Dieses frauenspezifische Lexikon revidiert bisher übliche Sichtweisen auf die österreichische Wissenschaftsgeschichte. in denen nach wie vor der weibliche Anteil unterrepräsentiert vertreten ist. Das Lexikon kann nicht zuletzt auch auf Grund seiner Interdisziplinarität und der Darstellung des Exils österreichischer Wissenschaftlerinnen einen Beitrag zu einem umfassenderen Verständnis der Verwobenheit österreichischer Wissenschaftstraditionen mit dem inter/nationalen Kultur- und Wissenschaftstransfer leisten.


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Michael Ertl/Brigitta Keintzel/Rudolf P. Wagner (Hg.):
Ich bin tausend Ich. Probleme, Zugänge und Konzepte zur Therapie von Psychosen
Facultas, Wien 2002

Inhaltsverzeichnis als PDF:  pdficon


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2001

Kaller-Dietrich, Martina / Schweighofer-Brauer, Annemarie (Hg.):
Frauen kochen. Kulturhistorisch-anthropologische Blicke auf Köchin, Küche und Essen

Studienverlag, Innsbruck 2001 (Symposium 2000)

  • Annemarie Schweighofer-Brauer: Zugänge
  • Martina Kaller-Dietrich: Wegweiser
  • Martina Kaller-Dietrich: Macht über Mägen - Essen und Spiritualität. Ein Beispiel aus Mexiko
  • Annemarie Schweighofer-Brauer: Nicht nur die Liebe geht durch den Magen. Lebenserinnerungen aus einem Tiroler Dorf
  • Andrea Heistinger: Das Kochen beginnt mit der Saat. Pflanzenzüchtungen und Saatgutgewinnung aus der Sicht von Bäuerinnen in Südtirol
  • Irene Bandhauer-Schöffmann: Unter der Bröselkruste. Eine geschlechtsspezifische Analyse der Wiener Küche in der Zweiten Republik
  • Carol M. Counihan: Tränen , Zorn und Leidenschaft aufkochen. Die Macht von Frauen in dem mexikanischen Film "Como agua para chocolate" - "Bittersüße Schokolade"
  • Maria Mies: Frauen, Nahrung und globaler Handel
  • Elisabeth Meyer-Renschhausen: Die Frauen im Rauch - oder verschwindet die Mahlzeit?
  • Renate Breuß: Das Maß im Kochen - Mengen- und Maßangaben in Kochrezepten von der Antike bis zur Einführung der metrischen Maße im 19. Jahrhundert und deren Parallelität zu künstlerischen Gestaltungsprinzipien
  • Gabriele Sorgo: Aus der christlichen Opferküche - Entmachtung der Mägen. Askese als Strategie der Bewältigung

Lebensaft, Elisabeth (Hg.):
Desiderate der österreichischen Frauenbiografieforschung

Redaktion: Christine Gruber / Elisabeth Lebensaft
Österreichisches Biografisches Lexikon - Schriftenreihe Bd. 7, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien 2001 (Symposium 2000)

  • Elisabeth Lebensaft: Datenbank versus Lexikon. Ein Antagonismus?
  • Edith Stumpf-Fischer: Zur Entstehungsgeschichte des Projekts biografiA
  • Erika Weinzierl: Einleitung
  • Bettina Dausien: Frauengeschichte(n). Perspektiven der Biografieforschung in der Frauen- und Geschlechterforschung
  • Annegret Stopczyk: Philosophinnen - Liebhaberinnen der Weisheit. Erfahrungen mit einer Biografieausstellung
  • Sonia Horn: Desiderate der österreichischen Frauenbiografie-Forschung in der Medizingeschichte. Oder - was noch nicht ist, aber werden sollte ...
  • Brigitta Keintzel / Ilse Korotin: Wissenschaftlerinnen in und aus Österreich. Leben - Werk - Wirkung
  • Christine Kanzler: Geschlechtsspezifische Aspekte biografischer Forschung im Themenkomplex Widerstand - Exil - Verfolgung. Dokumentationsbereich Widerstandskämpferinnen in biografiA
  • Charlotte Zwiauer / Harald Riedmann: Science.Exile - ein Wissensportal im Internet
  • Ilse Korotin / Ursula Scholda: Frauen sichtbar machen. Das Projekt biografiA. Biografische Datenbank und Lexikon österreichischer Frauen.

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Stoller, Silvia / Waniek, Eva (Hg.):
Verhandlungen des Geschlechts. Zur Konstruktivismusdebatte in der Gender-Theorie

Turia + Kant, Wien 2001 (Vortragsreihe)

Was ist unter "Geschlecht", "Weiblichkeit" oder "Frau" zu verstehen? Wie kann die Kategorie "die Frau" definiert werden, wenn es die soziale, kulturelle und ethnische Diversität aller Frauen zu bewahren gilt? Und wie soll der für die Geschlechterforschung so grundlegende Begriff des Geschlechts gefasst werden? Der Streit um eine angemessene Auslegung der Kategorie "Geschlecht" hält spätestens seit der Sex-Gender-Debatte die feministische Forschung in Bann. Die Aufsätze informieren über den aktuellen Stand dieser Richtungsdebatte, zeigen auf unterschiedliche Weise deren Defizite auf und bieten konstruktive Vorschläge in Bezug auf Alternativen. Die fünfzehn teils heterogenen Ansätze bieten gleichzeitig einen guten Überblick über die gegenwärtigen Entwicklungen der Gender-Theorie im Allgemeinen und zeugen nicht zuletzt von einem interdisziplinären Umgang mit dieser Frage.

  • Eva Waniek / Silvia Stoller: Vorwort. Geschlecht im Kontext von Kultur und Phantasma:
  • Christine Lutter: Feministische Forschung, Gender Studies, Cultural Studies - eine Annäherung
  • Joan Wallach Scott: Überlegungen zu Geschlechtsidentität und Politik
  • Jane Flax: Der Skandal des Begehrens: Psychoanalyse und Geschlechterbrüche - Gedanken zu Sigmund Freuds "Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie"
  • Bettina Schmitz: "Unter dem Deckmantel der Wörter Sinn riskieren" (Kristeva) - Transpositionen, Mütter und Lernen in der Sprachtheorie Julia Kristevas
  • Ingvild Birkhan: Gender-Entwürfe im Lichte von Bild und Sprache
Geschlecht im Kontext von Zeichen und Sprache:
  • Gertrude Postl: (Über) den Körper sprechen: Materialität und Diskurs in der gegenwärtigen Gender-Debatte
  • Veronica Vasterling: Judith Butlers radikaler Konstruktivismus - Einige kritische Überlegungen
  • Eva Waniek: Bedeutung in der Gender-Theorie. Ein Beitrag zur Klärung eines Grundlagenproblems
  • Käthe Trettin: Neuer Ärger mit dem Geschlecht. Kritische Bemerkungen zum Konstruktivismus und Antirealismus in der feministischen Philosophie
  • Renate Dürr: Sex und Gender als Interpretationskonstrukte
Geschlecht im Kontext von Körper, Identität und Differenz:
  • Regula Giuliani: Das leibliche Selbst. Grenzen der Konstruktion des Geschlechts
  • Linda Fisher: Der fundamentale Charakter der sexuellen Differenz
  • Silvia Stoller: (Phänomenologische) Anonymität und (geschlechtliche) Differenz
  • Cathren Müller: Konstruktion und Rekonstruktion - Judith Butler revisited
  • Doris Guth: Identitätspolitik als Ausstellungspolitik - Frauenausstellungen in den neunziger Jahren

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2000

Beutin

Beutin, Wolfgang / Bütow, Thomas / Dvorak, Johann / Fischer, Ludwig (Hg.):
"Die Emanzipation des Volkes war die grösste Aufgabe unseres Lebens"
Beiträge zur Heinrich Heine-Forschung anlässlich seines 200sten Geburtstages 1997

von Bockel Verlag, Hamburg 2000 (Symposium 1997)

Der Band beinhaltet die Referate von drei Tagungen, die anlässlich des Heine-Jubiläums 1997 in Österreich und Deutschland stattfanden. Die im Folgenden genannten Beiträge gehen auf die Referate des IWK-Symposiums "Kunst, Politik und Gesellschaft im Europa des 19. Jahrhunderts. Zum 200. Geburtstag von Heinrich Heine" zurück:

  • Walter Grab: Heinrich Heine und die Revolution von 1848
  • Franzjosef Schuh: Heinrich Heines Stellung zu den ,Traditionen' der Griechisch-Römischen Antike oder Heinrich Heine - Bruder im Apoll
  • Heidi Beutin: Shakespeare, der Puritanismus und England
  • Alain Ruiz: "Hier ist heiliger Boden". Deutsche Freiheitspilger und politische Emigranten in Paris von der Revolution von 1789 bis Heinrich Heine
  • Johann Dvorak: Ästhetik und politische Ökonomie. Heinrich Heine, Karl Marx und der Saint-Simonismus
  • Wolfgang Beutin: ''Die Literaturgeschichte ist die große Morgue, wo jeder seine Toten aufsucht, die er liebt oder womit er verwandt ist.'' Heinrich Heine als Historiker der Literatur



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Korotin, Ilse / Barbara Serloth (Hg.):
Gebrochene Kontinuitäten? Zur Rolle und Bedeutung des Geschlechterverhältnisses in der Entwicklung des Nationalsozialismus

StudienVerlag, Innsbruck 2000 (Seminarreihe)

Die ideengeschichtlichen und gesellschaftspolitischen Voraussetzungen des Nationalsozialismus sind vielfältig und weniger eindeutig, als gemeinhin vermutet wird. Im Mittelpunkt der Beiträge steht die Auseinandersetzung mit den Vorstellungen von Geschlecht und Geschlechterverhältnis, wie sie ab der Jahrhundertwende von unterschiedlicher Seite diskutiert wurden. Es zeigt sich, wie scheinbar "traditionelle" Organisationsprinzipien des Geschlechterverhältnisses für Ausgrenzungsdiskurse verwendbar wurden und es wird damit die bedrückende Frage aufgeworfen, welche Rolle die Kategorie "Geschlecht" in von Antisemitismus und Rassismus geprägter Ideologie spielt.

  • Eva-Maria Ziege: "Weiblicher" Antisemitismus? Vier Varianten
  • Barbara Serloth: Biologismus und Antisemitismus als Selbstverständlichkeit. Einige ideelle Grundeinstellungen der bürgerlichen Frauenbewegung Deutschlands der Weimarer Zeit im Spiegel der nationalsozialistischen Frauenpolitik
  • Silvia Lange: Protestantismus, Nationalismus und frauenpolitische Konzepte der Neulandbewegung in der Weimarer Republik
  • Bettina Amm: Völkische Erotik? Differente weibliche und männliche Sexualvorstellungen innerhalb der völkischen Rechten zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus
  • Ina Schmidt: Die Matriarchats-Patriarchats-Geschlechteregalitätsdiskussion unter den NationalsozialistInnen in der Weimarer Republik und NS-Zeit
  • Leonie Wagner: Totalitäre Projektionen. Zum Verhältnis von Weiblichkeit und Politik im Nationalsozialismus
  • Brigitte Fuchs: "Rasse", "Volk", Geschlecht und Sexualität: Anthropologische Diskurse und deren politische Funktionalisierung in Österreich 1860-1945
  • Ilse Korotin: Geschlecht und Gemeinschaft. Eine Diskussion im Anschluß an Ferdinand Tönnies
  • Maria Steiner: (Un-)gebrochene Kontinuitäten: Paula Wessely - eine "österreichische Institution"
  • Johanna Gehmacher: Selbst/Darstellungen und Allianzen. "Völkische" Frauen in Österreich


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Muttenthaler, Roswitha / Posch, Herbert / S.-Sturm, Eva (Hg.):
Seiteneingänge. Museumsideen & Ausstellungsweisen

Museum zum Quadrat, Band 11, Turia + Kant, Wien 2000 (Vortragsreihe 1998 bis 2000)

Museen und Ausstellungen sind der ständigen Neuverhandlung darüber unterworfen, was und wer auf welche Weise repräsentiert wird. Welche Bilder und Erzählungen tauchen in Ausstellungen auf und mit welcher Funktion, mit welchen Mitteln? Dieser Thematik widmen sich die Beiträge des Sammelbandes, die auf Referate der Seminarreihe "Museum im Kopf" aus den Jahren 1998 bis 2000 zurückgehen.

  • Gert Dressel: Nationalsozialismus und Lebensgeschichten. Her-Ausstellen als Möglichkeit biografischer Erinnerungsarbeit
  • Zoya Kozur: Museums, Artists and Schools
  • Lydia Marinelli: Dreckige Götter. Erwägungen zu einer Ausstellung über Freuds archäologische Sammlung
  • Roswitha Muttenthaler / Regina Wonisch: Oberfläche und Subtext. Zum Projekt "Spots on Spaces"
  • Birgit Schulte: Die Ausstellung vis-à-vis: kleine Unterschiede  im Karl Ernst Osthaus-Museum in Hagen. Eine Revision zum Thema Gender im Museum
  • Gregory Sholette: How to best serve the new global contemporary art matrix
  • Eva S.-Sturm: Give a Voice. Partizipatorische künstlerisch-edukative Projekte aus Nordamerika


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Waniek, Eva (Hg.):
Bedeutung. Für eine transdisziplinäre Semiotik

Turia + Kant, Wien 2000 (Symposium 1995)

Das Buch ist dem Phänomen "Bedeutung" gewidmet, dessen Begrifflichkeit und Definition äußerst umstritten ist und ein Grundlagenproblem in den Kultur- und Naturwissenschaften bildet. Die Klärung der Frage, wie menschliche Wahrnehmung vor sich geht, auf daß die Dinge oder Ereignisse in unserem Leben Bedeutung erlangen, ist zwar spätestens seit der Moderne ein zentrales Anliegen in Wissenschaft und Kunst. Da diese Fragestellung jedoch sogar innerhalb der einzelnen Disziplinen und Schulen kontroversiell diskutiert wurde und wird, gilt sie - gerade was eine diziplinübergreifende Einschätzung anbelangt - mehr als je zuvor als ungeklärt. Dem entgegen stellt der Sammelband zum einen mehrere wichtige Bedeutungstraditionen in vermittelnder Weise vor und sucht zum anderen, die Aktualität der Problematik in der kulturwissenschaftlichen Theoriebildung sowie im Bereich von Ästhetik und künstlerischer Praxis darzustellen, um damit zu einer vielschichtigen und transdisziplinären Weiterentwicklung anregen zu können.

  • Eva Waniek: Was bedeutet Bedeutung? Beiträge zu einer transdisziplinären Semiotik
  • Traditionen und Definitionen von Bedeutungsbegriffen:
  • Hans Sluga: Was "Bedeutung" bedeutet. Frege, Russell und Wittgenstein zu einem (?) Begriff
  • Tanja Eden: Intentionalität und Sinn. Husserls Weg zwischen den Fronten
  • Achim Stephan: Psychoanalytische Bedeutungshypothesen
  • Robert Tanzmeister: Von der Wortsemantik zu Textsemantik
  • Eva Waniek: Zur Unterscheidung einer referentiellen und differenziellen Bedeutungsauffassung am Beispiel Gottlob Freges und Ferdinand de Saussures
  • Markus Arnold: Sprachlose Erklärung. Zum theoretischen Gebrauch musikalischer Variationen in der Anthropologie des Claude Lévi-Strauss
  • Hans-Dieter Bahr: Über den Humor der Metaphysik - oder: Die Kunst eines gewissen Freiherrn von Münchhausen

Kultur - Natur - Technik: Bedeutung in der gegenwärtigen Theoriebildung:

  • Franz M. Wimmer: Was bedeuten Kulturen für das Philosophieren?
  • Elmar Holenstein: Natürliche und künstliche Kommunikationspartner
  • Wolfgang Pircher: Geheime Bedeutung. Über das Verschlüsseln von Nachrichten
  • Peter Moeschl: Die Einschreibung des Körpers. Leibliches Deuten in der Entgegnung von Sprache und Körper
  • Ulrike Kadi: Von der Mutterbrustimago zum Gesetz der Mutter. Aspekte der Bedeutung bei Jacques Lacan

Bedeutung in der ästhetischen Wahrnehmung und im künstlerischen Verfahren:

  • Hugh J. Silverman: Postmodernismus und Film. Pulping Fiction mit Eco und Derrida
  • Walter Pamminger: Layout und Philosophie. Zur Körpersprache philosophischer Texte
  • Felix Philipp Ingold: Just Make Sense. Gegen Bedeutung
  • Ferdinand Schmatz: Dichte in Worten, wenn ich denke? / Ferdinand Schmatz: Pro Domo
  • Martin Arnold: "Wider-Holung". Zum Umschreiben von Bedeutung im Film
  • Burkhard Stangl: Und der Ganges bleibt stehen  




zembylas

Zembylas, Tasos (Hg.):
Kunst und Politik. Kunstfreiheit  - Geschlechterasymmetrie

StudienVerlag, Innsbruck 2000 (Symposium 1999)

Der Sammelband thematisiert zwei Aspekte der Beziehung der bildenden Kunst zur Politik: Im ersten Teil werden der Umfang und die faktische Konkretisierung der Kunstfreiheit diskutiert. Der zweite Teil beleuchtet die Berufsbedingungen weiblicher Kunstschaffender und die Sichtbarkeit ihrer Leistungen. Die AutorInnen versuchen die Umrisse einer neuen Kulturpolitik vorzuskizzieren - einer Kulturpolitik die sich zum Ziel macht, die vorhandene Geschlechterasymmetrie aufzuheben und die Arbeitsbedingungen der Kunstschaffenden insgesamt zu verbessern.
Die Einsicht über die Komplexität beider Problemfelder wurde durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit möglich, in deren Rahmen Rechts-, Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen in einen konstruktiven Dialog miteinander traten. Dadurch konnte ein überzeugendes Ganzes erstellt werden, das einerseits Theorie mit Praxisbezug weiterentwickelte und andererseits empirisches Material für die systematische Reflexion zugänglich machte.

Kunst und Rechtsnormen: Umfang und Konkretisierung der Kunstfreiheit

  • Tasos Zembylas: Einleitung
  • Norbert Campagna: Der liberale Staat und die Kunst
  • Gerhard Luf: Kunstfreiheit. Aufgabe oder Überforderung des Rechts?
  • Tasos Zembylas: Zwischen Förderung und Kontrolle
  • Elisabeth Holzleitner: An den Grenzen der Kunst - Reaktionen des Rechts

Kulturpolitik als Sozialpolitik: Geschlechterasymmetrie im Kunstbetrieb:

  • Tasos Zembylas: Einleitung
  • Michael Wimmer: Die Kunst und ihre Vermittlung im demokratischen Rechtsstaat
  • Barbara Baier: Wege von jungen Künstlerinnen zur professionellen Kunstausübung
  • Doris Guth: Im Labyrinth sexueller Kunstpolitik
  • Neda Bei: Geschlechterasymmetrien im Bereich der Bildenden Kunst

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1999

hbr

Keintzel, Brigitta / Gabriel, Eberhard (Hg.):
Gründe der Seele. Wiener Psychiatrie im 20. Jahrhundert.
Picus Verlag, Wien 1999 (Tagung 1997)


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1998

Keintzel, Brigitta (Hg.):
Bewegliche Ziele. Positionen zur Philosophie der Gefühle.
Turia + Kant, Wien 1998 (Vortragsreihe 1994 bis 1997)

Kuretsidis-Haider, Claudia / Garscha, Winfried R. (Hg.):
Keine "Abrechnung". NS-Verbrechen, Justiz und Gesellschaft in Europa nach 1945.
Akademische Verlagsanstalt, Leipzig - Wien 1998 (Symposium 1996)

Stockreiter, Karl (Hg.):
Schöner Wahnsinn. Beiträge zu Psychoanalyse und Kunst
Turia + Kant, Wien 1998 (Vortargsreihe 1992 bis 1994)

Institut für Wissenschaft und Kunst:
Zeugen Jehovas. Vergessene Opfer des Nationalsozialismus?
Wien 1998 (Referate und Berichte der vom DÖW und IWK veranstalteten wissenschaftlichen Tagung 1998)


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1997

ewf

Dvorák, Johann (Hg.):
Politik und die Kultur der Moderne in der späten Habsburger-Monarchie
Studien Verlag, Innsbruck - Wien 1997
(Vortragsreihe)

Eickhoff, Volker / Korotin, Ilse (Hg.):
Sehnsucht nach Schicksal und Tiefe. Der Geist der konservativen Revolution
Picus Verlag, Wien 1997
(Seminar "Konservative Revolution - gestern und heute", 1995f)

Wiener Philosophinnen Club (Hg.):
Krieg/War. Eine philosophische Auseinandersetzung aus feministischer Sicht
Wilhelm Fink Verlag, München 1997
(Internationales Symposion "Krieg/War", 1995)


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1996

Bundesministerium für Unterricht und Kunst (Hg.):
Gelehrte Frauen. Frauenbiographien vom 10. bis zum 20. Jahrhundert
Redaktion: René Korotin, Projektleitung: Dr. Ilse Korotin. Eine Informationsbroschüre zum Thema "Frauengeschichte" anläßlich des Milleniums, Wien 1996
(Projekt der IWK-Dokumentationsstelle Frauenforschung, 1992/93)

Trallori, Lisbeth N. (Hg.):
Die Eroberung des Lebens. Technik und Gesellschaft an der Wende zum 21. Jahrhundert
Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1996
(Internationales Symposion "Die Eroberung des Lebens. Technik und Gesellschaft an der Wende zum 21. Jahrhundert", 1994)


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1995

Bundesministerium für Unterricht und Kunst (Hg.):
"Und kann ein Frauenzimmer dafür, dass es auch ein Mensch ist?" Frauen der europäischen Aufklärung und Romantik.
Redaktion: Dr. Ilse Korotin. Schriftenreihe "Frauengeschichte" des BMUK, Wien 1995
(Projekt der IWK-Dokumentationsstelle Frauenforschung, 1994/95)

Bundesministerium für Unterricht und Kunst (Hg.):
"Er ist die Sonn / sie ist der Mond / sie ist die Nacht / er hat die Tagsmacht". Frauenbiographien aus dem Mittelalter bis zu Frühen Neuzeit
Redaktion: Dr. Ilse Korotin. Schriftenreihe "Frauengeschichte" des BMUK, Wien 1995
(Projekt der IWK-Dokumentationsstelle Frauenforschung, 1994/95)


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1994

Institut für Wissenschaft und Kunst / Dokumentationsstelle Frauenforschung (Hg.):
Bibliographie: Frauenspezifische und feministische Hochschulschriften an österreichischen Universitäten: 1968 - 1993.
Erstellt von Ilse Korotin unter Mitarbeit von Kirstin Breitenfellner
Band 4 der vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung herausgegebenen Reihe "Materialien zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft", Wien 1994

Korotin, Ilse (Hg.):
"Die besten Geister der Nation". Philosophie und Nationalsozialismus
Picus Verlag, Wien 1994
(Seminar "Philosophie und Nationalsozialimus", 1991ff)


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1993

Bundesministerium für Unterricht und Kunst (Hg.):
"Wir sind die Ersten, die es wagen". Biographien deutschsprachiger Wissenschafterinnen, Forscherinnen, intellektueller Frauen.
Redaktion: Ilse Korotin. Schriftenreihe "Frauengeschichte" des BMUK, Wien 1993
(Projekt der IWK-Dokumentationsstelle Frauenforschung, 1992/93)

Fleischer, Eva / Winkler, Ute (Hg.)
Die kontrollierte Fruchtbarkeit. Neue Beiträge gegen die Reproduktionsmedizin.
Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1993
(Seminar "Diskurse zur Produktion des Lebens - Feministische Kritik an den Gen- und Reproduktionstechnologien, 1992)

Haller, Rudolf / Stadler, Friedrich (Hg.):
Wien-Berlin-Prag. Der Aufstieg der wissenschaftlichen Philosophie Zentenarien Rudolf Carnap - Hans Reichenbach - Edgar Zilsel
Verlag Hölder-Pichler-Tempsky, Wien 1993
(Symposion "Wien-Berlin-Prag. Der Aufstieg der wissenschaftlichen Philosophie, Wien 1991)

Institut für Wissenschaft und Kunst (Hg.):
Matar el alma. Aspectos psicosociales de la tortura.
Institut für Wissenschaft und Kunst, Wien 1993
(Spanische Ausgabe der IWK-Mitteilungen "Seelenmord. Psychosoziale Aspekte der Folter", 1/1992)

Sitt, Martina / Ursprung, Philip (unter Mitarbeit von Dieter Ronte):
Kunstkritik. Die Sehnsucht nach der Norm.
Deutscher Kunstverlag, 1993
(Seminar "Kunstkritik - Positionen gestern und heute", 1991)


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1992

Bandhauer-Schöffmann, Irene / Hornung, Elsa (Hg.):
Wiederaufbau weiblich. Dokumentation der Tagung "Frauen in der österreichischen und deutschen Nachkriegszeit"
Geyer Edition, Wien-Salzburg 1992
(Tagung "Frauen in der Nachkriegszeit", 1990)

Fischer, Kurt Rudolf / Franz M. Wimmer (Hg.):
Der geistige Anschluss. Philosophie und Politik an der Universität Wien 1930-1950
Wiener Universitätsverlag, Wien 1992
(Arbeitstagung "Die Philosophie an der Universität Wien in den 30er Jahren, nach dem 'Anschluß' an das Dritte Reich und in der Zweiten Republik bis in die 60er Jahre", 1988)


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1991

Ludwig, Michael / Mulley, Klaus-Dieter / Streibel, Robert (Hg.):
Der Oktoberstreik 1950. Ein Wendepunkt in der Zweiten Republik
Picus Verlag, Wien 1991
(Symposion "Politische und wirtschaftliche Weichenstellungen in Österreich der fünfziger Jahre", 1990)

Neugebauer, Christian (Hg.):
Philosophie, Ideologie und Gesellschaft in Afrika: Wien 1989
Peter Lang Verlag, Frankfurt a. M. 1991
(Symposion "Philosophie, Ideologie und Gesellschaft", 1989

Schafranek, Hans / Streibel, Robert (Hg.):
22. Juni 1941. Der Überfall auf die Sowjetunion
Picus Verlag, Wien 1991
(Symposion "22. Juni 1941. Der Überfall auf die Sowjetunion", 1991)

Wangermann, Ernst / Wagner, Birgit u.a. (Hg.):
Die schwierige Geburt der Freiheit. Das Wiener Symposion zur Französischen Revolution
Sonderzahl Verlag, Wien 1991
(Symposion "Ça ira. 1789-1989. 200 Jahre Französische Revolution", 1989)


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1990

Althaler, Karl S. / Stadler, Sabine (Hg.):
Leben und Geld. Diskussion um soziale Mindeststandards
Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1990
(Workshop "Mindeststandard. Umbau des Sozialstaates und Grundsicherung im europäischen Vergleich", 1989)

Blümlinger, Christa (Hg.):
Sprung im Spiegel. Filmisches Wahrnehmen zwischen Fiktion und Wirklichkeit
Sonderzahl Verlag, Wien 1990
(Internationales Film-Symposion "Fiktion und Wirklichkeit", 1988)

Huter, Michael (Hg.):
Wittgenstein und Philosophie-Literatur
Edition S, Wien 1990
(Symposion "Ludwig Wittgenstein - Philosophie und Literatur", 1989)

Nagl-Docekal, Herta / Pauer-Studer, Herlinde (Hg.):
Denken der Geschlechterdifferenz. Neue Fragen und Perspektiven der feministischen Philosophie
Wiener Frauenverlag, Reihe Frauenforschung Band 14, Wien 1990
(Internationales Symposion zur feministischen Philosophie "Denken der Geschlechterdifferenz", 1990)


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1989

Edlinger, Karl (Hg.):
Form und Funktion. Ihre stammesgeschichtlichen Grundlagen
Wiener Universitätsverlag, Wien 1989
(Symposion "Form und Funktion in phylogenetischer Sicht", 1988)

Köpl, Regina / Redl, Thomas:
Das totale Ensemble. Ein Führer durch die Industriekultur im südlichen Wiener Becken
Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1989
(Projekt "Wohnkultur und Lebensformen in Industrieansiedlungen", 1984ff)

Prost, Edith (Hg.):
"Die Partei hat mich nie enttäuscht ..." Österreichische Sozialdemokratinnen
Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1989
(Projekt "Frauen der Wiener Arbeiterbewegung", 1987)


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1988

Benedikt, Michael / Burger, Rudolf (Hg.):
Bewusstsein, Sprache und die Kunst. Metamorphosen der Wahrheit
Edition S, Wien 1988
(Symposion "Bewußtsein, Sprache und die Kunst", 1986)

Institut für Wissenschaft und Kunst (Hg.):
Josef Luitpold Stern. April 1886 - 13. September 1966
Institut für Wissenschaft und Kunst, Wien 1988
(Arbeitstagung "Josef Luitpold Stern", 1986)

Pfoser, Alfred / Sonnleitner, Johann:
Zum Thema 1938
Sonderheft der Neuen Wiener Bücherbriefe, 2/1988, Wien 1988

Stadler, Friedrich (Hg.):
Kontinuität und Bruch. 1938 - 1945 - 1955 Beiträge zur österreichischen Kultur- und Wissenschaftsgeschichte
Verlag Jugend & Volk, Wien-München 1988
(Seminar "Kultur und Gesellschaft in Österreich (1938-1955)", 1984f)

Stadler, Friedrich (Hg.):
Vertriebene Vernunft II. Emigration und Exil österreichischer Wissenschaft
Verlag Jugend & Volk, Wien-München 1988
(Symposion "Vertriebene Vernunft. Emigration österreichischer Wissenschaft", 1987)


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1987

Appelt, Erna / Lösch, Andrea / Prost, Edith (Hg.):
Stille Reserve. Erwerbslose Frauen in Österreich
Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1987
(Symposion "Erwerbslosigkeit von Frauen I/II", 1987)

Stadler, Friedrich (Hg.):
Vertriebene Vernunft I. Emigration und Exil österreichischer Wissenschaft 1930-1940
Verlag Jugend & Volk, Wien-München 1987
(Seminar "Österreichische wissenschaftliche Emigration 1918-1938", 1985ff)


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1986

Benedikt, Michael / Burger, Rudolf (Hg.):
Die Krise der Phänomenologie und die Pragmatik des Wissenschaftsfortschritts.
Edition S, Wien 1986
(Symposion "Die Krise der Phänomenologie und die Pragmatik des Wissenschaftsfortschritts", 1985)

Meissl, Sebastian / Mulley, Klaus-Dieter / Rathkolb, Oliver (Hg.):
Verdrängte Schuld - Verfehlte Sühne. Entnazifizierung in Österreich 1945-1955
Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1986
(Symposion "Entnazifizierung in Österreich", 1985)


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1985

Benedikt, Michael / Burger, Rudolf (Hg.):
Kritische Methode und Zukunft der Anthropologie. 
Wilhelm Braumüller Universitäts-Buchhandlung, Wien 1985
(Symposion "Die Zukunft der Anthropologie und die Kritische Methode", 1984)

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / Institut für Wissenschaft und Kunst (Hg.):
Erzählte Geschichte. Berichte von Widerstandskämpfern und Verfolgten. Band 1: Arbeiterbewegung
Österreichischer Bundesverlag/Jugend und Volk, Wien 1985
(Projekt DÖW/IWK)


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1984

Lüftenegger, Peter (Hg.):
Philosophie und Gesellschaft
Schriftenreihe des Instituts für Wissenschaft und Kunst,
Nummer 4, Wien 1984 (Diskussionsreihe 1982f)


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1983

Institut für Wissenschaft und Kunst (Hg.):
DIE VERBRANNTEN BÜCHER. 10. 5. 1933
Redaktion: Alfred Pfoser und Friedrich Stadler
Institut für Wissenschaft und Kunst, Wien 1983


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1981

Internationale Tagung
der Historiker der Arbeiterbewegung (Hg.):
Arbeiterkultur in Österreich 1918 – 1945
Berabeitet von Brigitte Galanda, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
Europaverlag, Wien 1981 (Konferenz 1981)


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