Projektmitarbeiterinnen:
Mag.
Brigitte Bischof, Mag. Dr. Susanne
Blumesberger, Dr. Ilse Korotin
Finanzierung:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und
Bundesministerium für Frauen, Medien und Regionalpolitik. Bundeskanzleramt Österreich,
Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst
Laufzeit:
Jänner 2008 laufend
Seit 1998 wurden im Rahmen
von „biografiA. Datenbank und Lexikon
österreichischer Frauen“ am Institut für
Wissenschaft und Kunst in einer
lokalen Datenbank über 17.000 Biografien dokumentiert.
Nun soll eine
Auswahl dieser
Biografien zu einem Gesamtmanuskript zusammengefasst und mit
Einleitungstexten,
Registern, Abkürzungs- und Literaturverzeichnissen versehen
werden. Letzte
Aktualisierungen der biografischen Eckdaten, ergänzende
Bildrecherchen sowie
das abschließende Lektorat sind im Arbeitsprogramm
vorgesehen.
Als
voraussichtlicher Umfang
sind 3 Bände á ca. 600 Seiten, inklusive Register,
anzunehmen.
Der Erfassungszeitraum von biografiA
reicht von der erstmaligen Nennung Österreichs bis zur
Gegenwart, die
geografischen Grenzen wurden mit dem jeweiligen historischen
Staatsgebiet
definiert, wobei bisher vorrangig deutschsprachige Quellen ausgewertet
und
eingearbeitet wurden. Aufgenommen werden Frauen, die in
Österreich geboren
wurden bzw. einen wichtigen Teil ihres Lebens hier verbrachten.
Die biografische Sammlung
reicht von nur unvollständigen biografischen Eckdaten bis zu
ausführlichen
detailgenauen Lebensbeschreibungen, welche von ExpertInnen speziell
für biografiA
recherchiert und verfasst wurden.
Neben den bis heute berühmten
Frauen wurden besonders die uns heute weniger bekannten oder
unbekannten Frauen
berücksichtigt. Sie vervollständigen erst das
Gesamtbild weiblicher Aktivitäten
und Wirkungsbereiche der jeweiligen Zeitepoche und verweisen auf ein
Netz
sozialer und gesellschaftlicher Beziehungen.
Die weitgehende Unterrepräsentanz
von Frauenbiografien in den meisten Datenbanken und Lexika ist ein
unbestrittenes Faktum, welches nicht nur auf nationale oder regionale
Standardwerke zutrifft, sondern weitgehend auch auf berufs- oder
fachspezifische biografische Datenbanken und Lexika. Die
Gründe dafür sind
nicht nur in der patriarchalen Gesellschaftsstruktur der Vergangenheit
zu
suchen, die der Frau nur beschränkte Möglichkeiten zu
Darstellung und Aktion im
öffentlichen Leben ließ, sondern auch in dem
Umstand, dass die historische
Betrachtung sich auf das öffentliche Leben von
Männern fokussierte und daher
kaum Informationen über die private Sphäre, auf
welche die Frau vielfach
reduziert wurde, produziert und zugänglich gemacht worden sind.
Außer Acht gelassen wurden dabei
– und dies hat wohl besondere Relevanz für das
gegenwärtige
Geschichtsbewußtsein - auch jene vielfältigen
Bereiche des öffentlichen
Lebens, in denen Frauen aktiv waren.
Zur Idee einer umfassenden
historisch-biografischen Aufarbeitung österreichischer
Frauenpersönlichkeiten
trugen auch bereits existierende internationale Vorbilder bei. Zu
erwähnen sind
das dreibändige Standardwerk „Notable American
Women: 1607-1950“ sowie das im
Zusammenhang mit einer biografischen Datenbank konzipierte
„Dansk Kvindebiografisk
Leksikon“.
Diese Überlegungen lassen ein ausschließlich auf
Frauen ausgerichtetes biografisches Lexikon unter Zugrundelegung
genderspezifischer Kategorien und Paradigmata, wie es biografiA darstellt, als
längst fälliges Desiderat begreifen.
Kontakt:
Dr.
Ilse Korotin, IWK-Dokumentationsstelle Frauenforschung
Berggasse
17, A-1090 Wien
Tel.
317 43 42
E-mail: info@biografiA.at
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Übertragungen: Psychoanalyse - Kunst - Gesellschaft
Finanzierung: WWTF
Laufzeit: März 2009 bis Februar 2011
Dr. Eva Laquièze-Waniek
und Univ.-Prof. Dr. Robert Pfaller
Forschungsgruppe Psychoanalyse "stuzzicadenti"
Durchführung:
Das
Forschungsprojekt wird von der
siebenköpfigen transdisziplinären
Wiener Forschungsgruppe Psychoanalyse "Stuzzicadenti"
durchgeführt und vom Wiener Wissenschafts-, Technologie-
und Forschungsfonds (WWTF) im Rahmen des "Art(s) and Science Call
2008" von 2009 bis 2011 gefördert.
Schwerpunktthemen sind: Magie (Robert Pfaller
/ Mona Hahn), Imagination (Karl Stockreiter), Übertragung (Judith Kürmayr),
Körper (Ulrike Kadi), Geschlecht (Eva Laquièze-Waniek) Ödipuskomplex (Georg
Gröller); als
Leiter des Projekts fungieren Eva
Laquièze-Waniek und Robert Pfaller.
Weitere Informationen siehe:
http://stuzzicadenti.at
Kooperationspartner:
Akademie der bildenden Künste, Wien
Institut für Philosophie der Universität Wien
Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK), Thomas Hübel
Wiener Akademie für Psychoanalyse, August
Ruhs
Das WWTF-Forschungsprojekt
"Übertragungen: Psychoanayse -- Kunst --
Gesellschaft" geht der Fragestellung
nach, welche Rolle Lust und Sexualität in den Bereichen von Kunst, Individuum
und Gesellschaft heute spielen und welche Faktoren hier zur Hemmung von
Innovation und Kreativität führen. Hierfür wird eine neue Methode entwickelt,
die sich einerseits auf die Erkenntnisse des Unbewussten bei Sigmund Freud und Jacques
Lacan bezieht und die anderseits die Kunst als erkenntnistheoretisch
gleichwertigen Partner anerkennt. Denn Psychoanalyse und Kunst verbindet ein
Wissen um den menschlichen Konflikt, um seine Triebkräfte, verschiedenen
Formfindungen und Lösungsmöglichkeiten, die hier wie dort ein In-Szene-Setzen
bestimmen. Dieses Wissen soll auf die Ebene der Gesellschaft und des Sozialen übertragen
und für neue Betrachtungsweisen des menschlichen Subjekts, des Geschlechts und
der Familie fruchtbar gemacht werden.
Leitfragen:
Wie kann die Psychoanalyse die Kunst als
eigenständige Wissensform begreifen und sichtbar machen?
Durch welche gesellschaftlichen Veränderungen
muss sich die Psychoanalyse in ihrer eigenen Theorie und Klinik heute
weiterentwickeln?
Wie kann die Psychoanalyse die gegenwärtigen
Kulturwissenschaften und die Gesellschaft bereichern?
Kontakt:
Dr. Thomas Hübel, IWK
Berggasse
17, A-1090 Wien
Tel.
317 43 42
E-mail: iwk.institut@aon.at
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Wiener Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus - eine biografische - Spurensuche
Projektmitarbeiterin: Mag. Karin Nusko
Finanzierung: Magistratsabteilung 57
Frauenförderung und Koordinierung von Frauenangelegenheiten
Laufzeit: Jänner 2010 – Dezember 2010
Kontakt:
Dr.
Ilse Korotin, IWK-Dokumentationsstelle Frauenforschung
Berggasse
17, A-1090 Wien
Tel.
317 43 42
E-mail:
info@biografiA.at
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Opfer des Nationalsozialismus auf den zweiten Blick. Am Beispiel von Lilli Weber-Wehle und ihrer Familie
Projektmitarbeiterin: Mag. Dr. Susanne Blumesberger
Finanzierung: Magistratsabteilung 7 - Kultur
Wissenschafts- und Forschungsförderung
und Nationalfonds der Republik Österreich
Laufzeit: Juli 2010 - Sept. 2010
Kontakt:
Mag. Dr. Susanne
Blumesberger,
Institut für Wissenschaft und
Kunst, Berggasse 17/1 1090 Wien,
Tel: 315 76 88, E-mail:
s_blumesberger@yahoo.de
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Angepasst, verdrängt, verfolgt. Österreichische Kinder- und Jugendliteratur in den Jahren 1938 bis 1945.
Karriereverläufe im Vergleich.
Projektmitarbeiterin: Mag. Dr. Susanne Blumesberger
Finanzierung: Zukunftsfonds der Republik Österreich
Laufzeit: Okt. 2010 - Juni 2011
Kontakt:
Mag. Dr. Susanne
Blumesberger,
Institut für Wissenschaft und
Kunst, Berggasse 17/1 1090 Wien,
Tel: 315 76 88, E-mail:
s_blumesberger@yahoo.de
The
Art of Knowing (the limits of knowledge) (2009/10)
WWTF-Projekt (Arts &
Sciences Call 2009)
Laufzeit: Juli 2010 bis Juni 2011
Trägerorganisation:
Dr. Karin
Harrasser, Science Communications Research
Mag. Alexander
Martos, Science Communications Research
Partner:
Ali M. Abdullah,
Drama-X / Ensemble Theater am Petersplatz
Harald Posch,
Drama-X / Ensemble Theater am Petersplatz
Dr. Thomas
Hübel, Institute for Art and Science (IWK)
The fellowship-program comprises a research
dimension and an experimental dimension. The first concerns the question what
kind of knowledge contemporary Humanities (including Social Sciences and
Cultural Studies) produce. How can this specific knowledge be understood in
relation to the contemporary self-description of (Western) society as a
‘knowledge society’? The experimental dimension is concerned with the question
how the Humanities could be enabled to communicate with different publics.
Humanities knowledge has a specific status
within the concert of (cultural) knowledge: It has recently been identified as
idiosyncratic, conditional and liminal. But is has also been addressed as being
orientational and translational. As a major difference to the Sciences the
Humanities do not claim to) produce (in)contestable facts but modes of knowing:
knowledge that holds present the historicity of knowledge itself, knowledge
about the fundamental unavailability of the future etc. And it should therefore
be considered to be an important resource to enable agency and decision-making
despite of complexity, confusion and contradicting ‘facts’. The humanities’
knowledge is not so much structured by the task of finding solutions to
problems, but takes serious the socializing and cultivating function of maintaining
problems, as unsolvable problems are hot spots of transformational
processes and should be considered privileged situations to observe antagonistic
futures of societies.
The arts have been for a long time
experimenting with elaborated cultural theories and philosophical approaches
and they have developed communicational formats such as (fake) documentaries,
participatory theatre and many different forms of interventions in the public
space. And they are beginning to develop methods of ‘artistic research’ (Holert
2009) that operate on the intersection of aesthetic and political theory,
educational practices and experimental communication. We want to build on these
experiences and push them further, as we want to talk with audiences that are
neither affine to academic forms of communication (written texts, philosophical
discourse) nor to contemporary art. We are especially interested in interlocutive
communicational forms (the conversation, the dialogue), which we want to combine
with the (dramatic visual, spatial) techniques of the performing arts.
Four fellows (two academic scholars, two
artists including Hannah Hurtzig as key-fellow) are invited to conjointly
conduct research in the nature and societal function of contemporary humanities
and to investigate in the question of how and with whom to share this
knowledge. We want to use the Theater am Petersplatz in Vienna under the
artistic direction of Drama-X
as a laboratory to invent and explore new
communicational forms for the humanities. And we nt to conceptualize the
fellowship-program itself as a version of Dirk Baeckers proposal of a ‘Small
University’.
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3.3.2010
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