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Symposien im Sommersemester 2012



Donnerstag, 3. Mai, Freitag, 4. Mai 2012, IWK
Die tschechische Moderne und Wien um 1900
Konzept: Johann Dvořák
In dieser Tagung wird versucht, einige wenig bekannte Zusammenhänge zwischen tschechischer und Wiener Moderne in Politik und Literatur herauszuarbeiten; insbesondere am Beispiel
des Schriftstellers Josef Svatopluk Machar und des Gelehrten und Politikers Tomáš Garrigue Masaryk

Donnerstag, 3. Mai 2012, 17.00 Uhr-19.30 Uhr
Johann  Dvořák (Wien):
Das Manifest der tschechischen Moderne von 1895 und seine Bedeutung für die politische Kultur Mitteleuropas

Heidi  Beutin (Stormarn):
Eine heilige Sünderin unter sündigen Unheiligen.
J. S. Machars Versroman »Magdalena«  


Freitag, 4. Mai 2012, 16.00-19.00 Uhr
Wolfgang Beutin (Stormarn):
Hellenen - Römer - Galiläer
J. S. Machars Geschichtssicht in seinen Lyrikzyklen »Das Gewissen der Zeiten«

Florian Ruttner (Wien):
T.G. Masaryks Modernität in seiner politischen Tätigkeit in Wien
(mit Hinweisen auf Karl Kraus und seine Wertschätzung Masaryks)


ReferentInnen:
Beutin, Heidi: Politologin und Germanistin, Wissenschaftspublizistin
Beutin, Wolfgang: Germanist und Historiker, Privatdozent an der Universität Bremen; zahlreiche Veröffentlichungen zur Literaturge­schichte des Mittelalters, der frühen Neuzeit und der Moderne.
Dvořák, Johann: Univ. Doz., Politikwissenschaftler und Historiker,
Ruttner, Florian: Politikwissenschafter, schreibt an einer Dissertation uber Edvard Beneš.





Dienstag, 17. April 2012, 9.00-17.00, IWK
Workshop
Der Weg zur beruflichen Gleichstellung. Am Beispiel von Bibliothekarinnen
Koordination: Ilse Korotin, Edith Stumpf-Fischer
Bibliotheksgeschichte stellte sich lange Zeit als eine Geschichte von Männern – meist Leitern großer Bibliotheken – dar. Dem Anteil der Frauen an der Entwicklung des Bibliothekswesens wurde kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Die Namen der Bibliothekarinnen – wie auch ihre Arbeit – gerieten in Vergessenheit. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, Frauen in Bibliotheken für wenig qualifizierte Tätigkeiten aufzunehmen. In den 1920er Jahren wurde schließlich der gehobene Fachdienst (MaturantInnen) eingerichtet und zu diesem Zeitpunkt finden sich auch die ersten Frauen auf akademischen Posten.
Im Workshop wird der lange und hindernisreiche Weg zur beruflichen Gleichstellung von Frauen in Österreich am Beispiel der Berufsgruppe „Bibliothekarinnen“ thematisiert. Die Berufsgruppe der Bibliothekarinnen ist dafür besonders geeignet, weil dieser Tätigkeitsbereich ein breit gefächertes Spektrum umfasst: Dieses reicht von öffentlichen Bibliotheken mit kommunaler und kirchlicher Trägerschaft über die Bibliotheken des ÖGB und der Arbeiterkammern bis zu Schulbibliotheken und wissenschaftlichen Bibliotheken. Dementsprechend vielfältig sind die beruflichen Anforderungen und die ausbildungsmäßigen Voraussetzungen.
Daraus ergeben sich wiederum zahlreiche Themenkreise, die für die gesellschaftliche, rechtliche und ökonomische Gleichstellung von großer Relevanz sind, wie zum Beispiel die Probleme des Hochschulzuganges, der Zulassung zu akademischen und zu Leitungsposten sowie zu wissenschaftlicher Tätigkeit, die Verdrängung in ehrenamtliche Positionen oder auch die Vertreibung aus politischen Gründen.
Im Rahmen der Veranstaltung diskutieren ForscherInnen und BibliotheksexpertInnen über historische Entwicklungen und geben Einblick in bibliotheksrelevante Fragestellungen.

Projektbegleitende Veranstaltung in Kooperation mit "frida. Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich" (gefördert vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank) und "biografiA. datenbank und lexikon österreichischer frauen."


Programm:

9.00 Uhr - 9.30 Uhr
Begrüßung und Einleitung

9.30 Uhr - 10.00 Uhr
Ingrid Roitner:
Das Amt der Bibliothekarin in Frauenklöstern: Eine Spurensuche von den Anfängen bis zu den Klosteraufhebungen unter Joseph II. im Gebiet des heutigen Österreich

10.00 Uhr - 10.30 Uhr
Christine Kanzler:
Das „Adressbuch der Bibliotheken der Oesterreich-ungarischen Monarchie" als Quelle

10.30 Uhr - 11.00 Uhr
Pause

11.00 Uhr - 11.30 Uhr
Christina Köstner-Pemsel:
Bibliothekarinnen in Wissenschaftlichen Bibliotheken

11.30 Uhr - 12.00 Uhr
Sandra Mann:
Bibliothekarinnen an der Universitätsbibliothek Wien

12.00 Uhr - 13.00 Uhr
Mittagspause

13.00 Uhr - 13.30 Uhr
Susanne Blumesberger:
Bibliotheken für junge Leserinnen und Leser. Ein Einblick in eine facettenreiche Geschichte

13.30 Uhr - 14.00 Uhr
Sabine Lichtenberger / Barbara Kintaert:
Bibliothekarinnen in Bibliotheken von ArbeitnehmerInneninteressenvertretungen

14.00 Uhr - 14.30 Uhr
Monika Löscher:
Zur Geschichte der Bibliothek des Kunsthistorischen Museums bis 1945

14.30 Uhr - 15.00 Uhr
Pause

15.00 Uhr - 15.30 Uhr
Veronika Pfolz:
Die Administrative Bibliothek des Bundes

15.30 Uhr - 16.00 Uhr
Barbara Unterberger:
Frauen in Bewegung. Untersuchungen zur Berufssituation von Bibliothekarinnen in der VÖB

16.00 Uhr - 17.00 Uhr
Aufstiegschancen für Frauen im wissenschaftlichen Bibliothekswesen − ein Rückblick auf die letzten 50 Jahre auf Grund persönlicher Erfahrungen

Podiumsgespräch mit:
Ilse Dosoudil (UB Wien), Sigrid Reinitzer (UB Graz), Gertraud Wehrmann (UB WU Wien)
Moderation: Edith Stumpf-Fischer


Biografien der Referentinnen:

Susanne Blumesberger, Mag.a Dr.in phil., Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Germanistik an der Universität Wien. Seit 1999 Mitarbeiterin des Projekts „biografiA. datenbank und lexikon österreichischer frauen" am Institut für Wissenschaft und Kunst. Seit 2007 Customermanagement für Phaidra, das digitale Langzeitarchivierungssystem der Universität Wien. Mitglied der Open Access-Arbeitsgruppe der Universitätsbibliothek Wien.

Ilse Dosoudil, Dr.in iur., Dienstantritt an der Universitätsbibliothek Wien, Dienstprüfung  für die Verwendungsgruppe B - Bibliotheks-, Dokumentations- u. Informationsdienst, Studium der Rechtswissenschaften, Dienstprüfung für die Verwendungsgruppe A, Leitung der Hauptabteilung Bestandsaufbau (UB Wien), Leitung der Hauptabteilung Dezentraler Bereich und Vizedirektorin (UB Wien), Bibliotheksdirektorin der UB Wien. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Bibliotheksdirektoren/innen, Vortragende, Prüferin u. Vorsitzende der Prüfungskommission der Grundausbildung Bibliotheks-, Dokumentations- u. Informationsdienst für die Verwendungsgruppen A u. B.

Christine Kanzler, Dr.in phil., Studium der Theaterwissenschaft, Erwachsenenbildnerin. Forschungsschwerpunkte: Exilforschung, Biografieforschung. Zurzeit Mitarbeiterin am Institut Österreichisches biographisches Lexikon und biographische Dokumentation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und des Projekts „biografiA. datenbank und lexikon österreichischer frauen“ am Institut für Wissenschaft und Kunst.

Barbara Kintaert, Mag.a phil., Studium der Anglistik, Germanistik und Sprachwissenschaften. Seit 1986 Dokumentarin an der AK-Wien. frida-Mitglied. Forschungen zu den Schicksalen von Holocaust-Opfern. Publ. u.a.: Vertrieben und vergessen? Bibliothekarinnen in der Kinderfreunde- und Arbeiterbewegung. In: Korotin, Ilse (Hg.): Österreichische Bibliothekarinnen auf der Flucht. Verfolgt, verdrängt, vergessen? Wien 2007.

Ilse Korotin, Dr.in phil., Studium der Philosophie und Soziologie an der Universität Wien. Leiterin der Dokumentationsstelle Frauenforschung sowie des multimodularen Forschungs- und Dokumentationsprojekts biografiA. datenbank und lexikon österreichischer frauen. Obfrau des Vereins frida. Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich.

Christina Köstner-Pemsel, Mag.a Dr.in phil., Studium der Germanistik und Romanistik in Wien und Turin. Diplomarbeit über die Geschichte des kommunistischen Globus Verlags. Tätigkeit im Buchhandel und in Verlagen. 2003-2005 FWF-Projekt zur Geschichte der Österreichischen Nationalbibliothek in der NS-Zeit (Dissertation). Kuratorin der Ausstellung „Geraubte Bücher. Die Österreichische Nationalbibliothek stellt sich ihrer NS-Vergangenheit" (gem. mit Margot Werner). Bibliothekarin und Provenienzforscherin an der Universitätsbibliothek Wien. Zuletzt erschienen: Bibliotheken in der NS-Zeit. Wien 2008 (gem. mit St. Alker und M. Stumpf), Österreichisches Exil in Italien 1938-1945. Wien 2009 (gem. mit Klaus Voigt) und NS-Provenienzforschung an Österreichischen Bibliotheken. Anspruch und Wirklichkeit. Graz/Feldkirch 2011 (gem. mit B. Bauer und M. Stumpf).

Sabine Lichtenberger, Mag.a phil., Studium der Geschichte und Volkskunde an der Universität Wien. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gewerkschafts- und AK-Geschichte, AK Wien. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Gewerkschaftsgeschichte, Widerstand und Verfolgung, Biografieforschung.

Monika Löscher, Mag.a Dr.in  phil., Studium der Geschichte und Romanistik. Referentin beim Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus. 2007/08 Mitarbeiterin am Projekt Provenienzforschung an der UB Wien / Dezentraler Bereich. Seit 2009 Provenienzforscherin am Kunsthistorischen Museum.

Sandra Mann, Mag.a phil., Studium der Ethnologie und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Seit 2004 Fachreferentin für Ethnologie, Gender Studies und Geografie an der UB Wien. Seit 2011 Leitung des Teams Infodienst und Führungen an der Hauptbibliothek. Derzeit karenziert.

Veronika Pfolz, Mag.a Dr.in phil., Studium der Kunstgeschichte, Dissertation 2001 über die Künstlerinnen Sascha Kronburg und Margarete Berger-Hamerschlag, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Buchforschung in Österreich. Publikationen u. a. zu Künstlerinnen und Künstlern der Zwischenkriegszeit und im Exil sowie zu Fragen der Gebrauchsgraphik.

Sigrid Reinitzer, Dr.in  phil., Studium an der Karl-Franzens-Universität Graz, Promotion 1968. Chemotechnik Abschluss 1972. Bibliotheksprüfungen für den gehobenen und höheren Dienst 1972 und 1974. 36 Jahre Bibliothekarin von 1971 bis Ende 2006 an der Karl-Franzens-Universität Graz, davon 15 Jahre Bibliotheksdirektorin und 3 Jahre strategisches Management für Bibliotheken, Archive und Museen. 4 Jahre Präsidentin und 2 Jahre erste Stellvertreterin des Präsidenten der VÖB. 2004-2010 stellvertretende Vorsitzende der UNESCO-IFAP (Information For All Programme) und Mitglied der Arbeitsgruppe Memory of the World der UNESCO, Österreich. Freie Mitarbeiterin am AIT (Angewandte Informationstechnik) und am Steinbeis-Transferzentrum, Informationsmanagement und Kulturerbe-Informatik Graz, im Rahmen von EU-Programmen für Bibliotheken, Archive und Museen im lokalen Bereich, wie z.B. EDLocal zur Vorbereitung auf Daten-Integration in die europäische Datenbank Europeana. Mitarbeit bei Tagungen und Seminaren. Kooperationen mit UB-Maribor und Informationszentrum IZUM, Maribor seit 1975 bis heute.

Ingrid Roitner, Mag.a  Dr.in  phil., Studium der Geschichte und Evang. Theologie; seit 2002 Mitarbeiterin von biografiA. datenbank und lexikon österreichischer frauen (Schwerpunkt: Frauenbiografien des Mittelalters und der Frühen Neuzeit); seit 2005 Erfassung der Bestände von Archiv und Bibliothek, Assistenzprofessorin i. R. am Institut für Anglistik der Universität Wien (Schwerpunkt: Länder und Fächer übergreifende englische Kultur- und Literaturgeschichte des 18. Jahrhunderts); Derzeit Bearbeiterin des biografiA-Modulprojekts „Die Frauen und Töchter der Babenberger“.

Edith Stumpf-Fischer, Dr.in  phil., Studium der Klassischen Philologie und Archäologie; Ausbildung und Tätigkeit als wissenschaftliche Bibliothekarin, später Leitung der Abteilung für wissenschaftliches Bibliotheks-, Dokumentations- und Informationswesen des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung und Leitung der dortigen Arbeitsgruppe für die Gleichstellung der Frauen im Bundesdienst; Publikationen (bis zur Eheschließung 1992 unter dem Namen Edith Fischer) zu Themen des wissenschaftlichen Informationswesens sowie zu frauengeschichtlichen Themen.

Barbara Unterberger, Dr.in  phil. Nach dem Studium der Klassischen Archäologie und Alten Geschichte Bibliothekarin an der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, in versch. Funktionen und unterschiedlichen Arbeitsbereichen (Ausleihe / Informationsvermittlung / Formalerschließung). Ausbildung zur akademischen Informationsexpertin im Rahmen des „Universitätslehrgangs Library and Information Studies" an der Universität Innsbruck sowie Absolvierung des Fortbildungsprogramms „Bibliotheksmanagement für Führungskräfte" an der FU Berlin. Seit 2008 Leiterin der altertumswissenschaftlichen Fachbibliothek Atrium an der ULB Tirol.

Gertraud Wehrmann, Mag.a, Dkfm, Studium an der Hochschule für Welthandel und an der Schauspielschule des Konservatoriums. 1963 Anstellung an der Universitätsbibliothek Wien, 1968 Dienstprüfung für den höheren Bibliotheksdienst. Ab 1970 an der Bibliothek der Hochschule für Welthandel. 1975-1979 familienbedingte Unterbrechung der beruflichen Tätigkeit (Geburt zweier Kinder). 1979 bis 1985 an der Österreichischen Nationalbibliothek. 1985-2000 Bibliotheksdirektorin an der Wirtschaftsuniversität Wien.

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Buchpräsentation
Mittwoch, 13. Juni 2012, Uhrzeit wird noch bekanntgegeben
Susanne Blumesberger / Ilse Korotin (Hg.):
Frauenbiografieforschung. Theoretische Diskurse und methodologische Konzepte
Wien: Praesens Verlag 2012
Der Band basiert auf der gleichnamigen Tagung  (IWK, April 2010).






Freitag, 16. März 2012, 16.00-19.00 Uhr, IWK
Zur Archäologie des politischen Wissens
und der politisch-kulturellen Bildung (5. Teil)

Glanz und Elend des Austro-Marxismus
Konzept und Organisation: Johann Dvořák, Günther Sandner

Mit dieser Veranstaltungsreihe sollen wichtige, aber verdrängte oder vergessene Theorien, Denkweisen und Denkansätze aus diversen Bereichen von Wissenschaft und Kunst der späten Habsburger-Monarchie sowie der Ersten Republik herausgearbeitet und auf ihre Aktualität hin untersucht werden.
 
Anhand einiger ausgewählter Fragestellungen und Themen soll exemplarisch gezeigt werden, welche wissenschaftliche und kulturpolitische Bedeutung der Austro-Marxismus gegen Ende der Habsburger-Monarchie und in der Ersten Republik hatte, und worin noch immer Anregungen für Wissenschaft, Kultur und politischen Handeln bestehen.

Zugleich wird auch herausgearbeitet, wie sehr in manchen bisherigen Darstellungen austro-marxistische Theorien verzerrt und verfälscht, sowie bedeutende wissenschaftliche Leistungen (wie z.B. im Falle von Helene Bauer) einfach verdrängt worden sind.


Günther Sandner (Wien):
Austro-Marxismus und "Intellectual History"

Klaus-Dieter Paar (Wien):
David Josef Bach und die sozialdemokratische Kunstpolitik und Bildungsarbeit
 
Johann Dvořák (Wien):
Wissenschaft und politische Aufklärung am Beispiel von Helene Bauer



 

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