Programm - Abstracts/CVs - Fragestellungen - Literatur - Berichte/Medienreaktionen
Das Internet-Zeitalter beginnt seine Vorgeschichte zu schreiben: An Stelle der "politischen Haupt- und Staatsaktionen" rücken zunehmend Medien ins Zentrum des historischen Interesses, es werden Aufschreibesysteme, Datenverarbeitung und Übertragungstechnologien untersucht. Zu diesen Forschungen möchte das Symposion einen Beitrag leisten, indem es sich mit jenen Einrichtungen, Personen und Techniken beschäftigt, die als "Vorläufer" heutiger Suchmaschinen betrachtet werden können, seien es Staatshandbücher, Diener, Bibliothekskataloge, Fragebögen oder Zeitungskomptoire. Welche strukturellen Ähnlichkeiten gibt es zwischen diesen vergangenen und den heutigen Suchmaschinen? Welche Unterschiede lassen sich feststellen? Welche Utopien knüpften sich an die Suchmaschinen des analogen Zeitalters? Welche Formen von Kontrolle ermöglichten sie? - Diese und ähnliche Fragen sollen im Rahmen des Symposions behandelt werden. Ein solcher Zugang verspricht, nicht nur neue Erkenntnisse über die Medien der Vergangenheit zu liefern, sondern auch die Analysen der gegenwärtigen medialen Lage zu vertiefen.
Do 9.10.2008
19.30 Begrüßung
Sylvia Mattl-Wurm (Wienbibliothek)
Thomas Hübel (IWK)
Anton Tantner (Institut für Geschichte, Universität Wien)
Thomas Brandstetter (Institut für Philosophie, Universität Wien)
Stefan Rieger (Institut für Medienwissenschaften, Ruhr-Universität Bochum) (statt Claus Pias):
Eröffnungsvortrag:
Ordnung ist das halbe Leben. Zur Ökonomie von Benamung und Suche
[Kurzbiographie]
Fr 10.10.2008
Moderation: Thomas Brandstetter
9.30-10.15
Daniel Weidner (Zentrum für Literaturforschung, Berlin):
"Wende sie um und um, alles ist in ihr" - Über das Suchen in Heiligen Texten
[Abstract/Kurzbiographie]
10.15-11.00
Volker Bauer (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel):
Herrschaftsordnung, Datenordnung, Suchoptionen: Recherchemöglichkeiten in Staatskalendern und -handbüchern des 18. Jahrhunderts
[Abstract/Kurzbiographie]
11.00-11.30 Pause
Moderation: Mario Wimmer
11.30-12.15
Harald Bollbuck (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel):
Historische Methode und loci communes als Such- und Ordnungsinstrumente im 16. Jahrhundert
[Abstract/Kurzbiographie]
12.15-13.00
Alix Cooper (History Department, State University of New York at Stony Brook):
Fragen ohne Antworten. Die Suche nach lokalen Informationen in der frühen Aufklärung
[Abstract/Kurzbiographie]
13.00-14.30 Pause
Moderation: Ramón Reichert
14.30-15.15
Andreas Golob (Archiv der Universität Graz):
Das Zeitungskomptoir als Informationsdrehscheibe. Michael Hermann Ambros und seine Grazer Anzeigenblätter
[Abstract/Kurzbiographie]
15.15-16.00
Markus Krajewski (Fakultät Medien, Bauhaus-Universität Weimar):
Ask Jeeves. Der Diener als Informationszentrale
[Abstract/Kurzbiographie]
16.00-16.30 Pause
Moderation: Anita Eichinger
16.30-17.15
Hans Petschar (Österreichische Nationalbibliothek) (statt Catarina Caetano da Rosa):
Der Zettelkatalog. Ein historisches System geistiger Ordnung
[Abstract/Kurzbiographie]
17.15-18.00
Peter Haber (Historisches Seminar, Universität Basel):
Das Google-Syndrom in historischer Perspektive. Zu einigen medialen Bedingtheiten des phantasmatischen Allwissens
[Abstract/Kurzbiographie]
Sa 11.10.2008
Moderation: Sebastian Vehlken
10.00-10.45
Martin Schreiber (Seminar für Kultur- und Mediengeschichte, Universität des Saarlandes, Saarbrücken):
Vannevar Bush und die Technikutopie Memex. Visionen einer effizienten Speicherung und Verfügbarmachung von Information
[Abstract/Kurzbiographie]
10.45-11.30
Bernhard Rieder (Département Hypermédias, Université de Paris 8):
Zentralität und Sichtbarkeit. Mathematik als Hierarchisierungsinstrument am Beispiel der frühen Bibliometrie
[Abstract/Kurzbiographie]
11.30-12.00 Pause
Moderation: Anton Tantner
12.00-12.45
Henning Trüper (European University Institute, Florenz) (statt Anke te Heesen):
Suchen und Finden. Zettel, Fließtext und gelehrte Autorschaft im Fall des Historikers F. L. Ganshof
[Abstract/Kurzbiographie]
Veranstaltungsort:
Wienbibliothek im Rathaus
Rathaus
A-1010 Wien
Achtung: Benutzen Sie am besten den Eingang Lichtenfelsgasse und gehen Sie von dort über den Hof zur Stiege 4, 1. Stock (Lift), Tür 331. Der Eingang Felderstraße ist ab 18 Uhr und am Samstag gesperrt.
Konzeption:
Thomas Brandstetter, Institut für Philosophie, Univ. Wien
Anton Tantner, Institut für Geschichte, Univ. Wien
Organisationsbüro:
Thomas Hübel
Institut für Wissenschaft und Kunst
Berggasse 17/1
A-1090 Wien
Tel: 0043 1 317 43 42
http://www.univie.ac.at/iwk/
Veranstaltende Organisationen:

Förderung:

