
Durch den Bau einer Sommerrodelbahn soll das Freizeitangebot in der Region erweitert werden. Touristen und Tagesausflügler sollen angelockt werden. Durch Einbindung in das Radweg- und Wanderwegenetz soll eine zusätzliche Attraktion und Verweilmöglichkeit für Radler und Wanderer geschaffen werden.
Verkehrsanbindung:
Es sollte eine Anbindung an eine Bundes- oder Landesstraße geben, der Anschluß kann eventuell durch Bau eines Zufahrtsweges mit einer Länge von max. 300 Metern erfolgen. Wenn vorhanden, sollte der Ausbau eines Güterweges, Forstweges etc. Vorrang haben. Die Talstation der Bahn soll jedoch auch mindestens 100 Meter von einem stark befahrenen Verkehrsweg entfernt sein, geringe Lärm-, Abgasbelastung und Sicherheit entstehen dadurch.Einrichtungen:
Hangeigenschaften:
- Parkplatz für etwa 50 PKW und Bus
- Talstation und Bergstation für Ticketverkauf, Verpflegung und Souvenirs - die Stationen sollten auch zu Fuß erreichbar sein, etwa durch Einbindung in ein Wanderwegenetz
- Sessel- oder Schlepplift zum Transport von Rodeln und Rodlern: ca. 500 Meter Länge
Der Hang sollte natürlich einen gewissen Höhenunterschied aufweisen, damit man beim Rodeln Geschwindigkeit aufnehmen kann. Die Hangneigung sollte somit mindestens 5 Grad und maximal 15 Grad betragen, sonst wird es zu gefährlich!
Um alle Einrichtungen auf einem Hang unterzubringen ergibt sich etwa eine Fläche von mindestens 5 ha. Für eine Notlösung in einer kleineren Variante reichen 2 bis 5 Hektar aus.
Weiters sollte der Hang südexponiert und damit windgeschützt, und sonnenbestrahlt sein. So ist ein Betrieb vom Frühling bis in den Herbst hinein möglich.Geländeeigenschaften:
Günstig für den Bau sind Wiese oder Grünland.
Nicht in Sumpf- und Moorgebieten, nicht in Wasserflächen und im verbauten Gebiet,
das Gebiet darf nicht von Straßen durchzogen sein, Fußwege spielen keine Rolle.
Abstand zu Fließgewässern muß mindestens 50 Meter betragen.
Waldgebiet ist aus Naturschutzgründen auszuschließen.Bahneigenschaften:
- Länge: um 1000 Meter
- Neigung: maximal 15 Grad
- Steilkurven, Tunnels, Über- und Unterführungen, Kreisel, ev. mit Flutlichtanlage einmal in der Woche als Attraktion
ÖK 50, Blatt 6, Waidhofen an der Thaya in vektorisierter Form.
| THEMATIK | COVERNAME | OBJEKTE | TOPOLOGIE | ||||
| Nutzung | nut | Verbauung; Wald; Acker- und Weideland; See, Teich; nasser Boden | Polygon | ||||
| Verkehr | ver | Bundes-, Landes-, Bezirksstrasse; Ortsgasse; Fahrweg; Karrenweg; Fussweg breit, schmal; Normahlspurbahn eingleisig | Line | ||||
| Gewässer | gew | Fluss, Bach > 20 m; Fluss, Bach 5-20 m; Fluss, Bach < 5 m | Line | ||||
| Höhenlinien | hoe | Höhenlinien | Line |
Zuerst waren Links zu den zur Analyse nötigen Daten zu erstellen. Ausgehend von den 4 Datencoverages erfolgten dann die einzelnen Analyseschritte in ARC/INFO, ARCEDIT und ARCGRID mit den jeweis gültigen Befehlsketten. Die einzelnen Schritte mit den verschiedenen Zwischenergebnissen bis zum Endergebnis sind in folgender Grafik dargestellt.
Analysebedingungen:
- Ein Teil der Fläche muß im Bereich zwischen 100 und 300 Metern Entfernung von Verkehrswegen liegen (nicht die gesamte Fläche!).
- Die Entfernung zu Gewässern muß mind. 50 Meter betragen.
- Es muß eine Wiesen-Fläche sein - Nutzung 5106.
- Exposition nach Süden muß gegeben sein - slope 90 bis 270 Grad.
- Der Hang muß entsprechend geneigt sein - aspect 5 bis 15 Grad.

Das Ergebnis wurde schließlich in ARCVIEW mittels einer Karte visualisiert. Die für die Errichtung des Projektes geeigneten Flächen sind so klar ersichtlich.

Am 16. und 17.6. 2000 erfolgte eine abschließende Geländebegehung vor Ort. Das Bild zeigt eine Aufnahme des Geländes.

Anhand der Begehung wurde deutlich, daß es im Analysegebiet eigentlich wenig Sinn machen würde, eine Sommerrodelbahn zu errichten. Selbst die nach der Analyse am besten dazu geeigneten Flächen stellten sich als insgesamt zu flach heraus. Eine Lösung wäre vielleicht eine flachere Rodelbahn kombiniert mit einer Märchenwelt für kleinere Kinder, wo die Geschwindigkeit während des Rodelns niedrig sein soll.
Hemetsberger Markus