Bearbeiterinnen: Jennifer Glick und Andrea
Heiden
Naturpark mit Wanderpfad als Erholungsfunktion
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1. Problemstellung und Zielsetzung:
Grundüberlegung für diesen Naturparkentwurf ist der Kurort Bad Schallerbach. Ein Naturpark mit einem Wanderweg wäre für Kurgäste, die Entspannung, Erholung und ein bißchen Sport suchen und brauchen, optimal.
Als Zielsetzung wird der günstigste
Weg für einen Wanderpfad angestrebt, wo Kurgäste aber auch andere
Erholungssuchende Tagesausflüge durchführen können.
2. Aufgabenstellung und grundlegende
Überlegungen:
Zuerst müssen die Parkgrenzen
festgelegt werden. Dabei ist auf eine gute Erreichbarkeit zu Fuß,
per Bahn, mit dem Fahrrad oder PKW zu achten. Die Distanz vom Parkplatz
oder Bahnhof der Ausgangsorte zum Park sollte maximal 1km betragen. Dies
ist eine Entfernung, die man zu Fuß leicht bewältigen kann (auch
für Kurgäste und/oder gebrechlichere, ältere Personen).
Ein bis zu 15-minutiger Spaziergang zum Parkeingang erscheint somit als
angebracht.
Es sollten zwei Parkeingänge vorhanden
sein. Darunter ist zu verstehen, daß ein Fahrweg (mit der ID-1201),
ein Karrenweg (1203) sowie ein breiter und schmaler Fußweg (1204
und 1205) als Zubringer von den Ausgangsorten zur Parkgrenze dienen sollen.
Die Fläche des Naturparks sollte
ca. 10km2 betragen.
Folgende Grundüberlegungen
sollten für die Grenzziehung des Naturparks beachtet werden:
Der Wanderweg innerhalb des Naturparks
sollte folgende Eigenschaften aufweisen:
Als GIS-Lösungsansätze
für dieses Projekt werden Puffer- und Verschneidungsfunktionen sowie
eine Geländemodellierung (Berechnungen von Tins) herangezogen. Damit
können die vorangestellten Probleme gelöst werden.
Die Art des Endproduktes ist
eine Arbeitskarte.
Als Endbenutzerkreis soll ein
breites öffentliches Publikum für diese Wanderkarte angesprochen
werden.
3. Datenbasis
Die Eingrenzung des Bearbeitungsgebietes
unterliegt der Digitalisierungvorlage.
Die Genauigkeitsanforderungen
entsprechen die dem Maßstab von 1:50.000.
Als Thematiken werden die Coverages
Nutzungsgestaltung, Verkehr, Gewässer und Höhenlinien der ÖK50
herangezogen. Dies sind jene thematischen Ebenen, womit eine adäquate
Analyse für den Naturpark durchgeführt werden kann.
Als Datenquelle dient die ÖK50.
Die Daten werden im UTM-Meter Koordinatensystem
abgebildet.
Der Objektschlüssel wird
von einem bereits bestehenden übernommen.
Die Datenerfassung entfällt,
da bereits auf vorhandene digitale Daten zurückgegriffen werden kann.
Die Daten können kopiert oder mit einem Link angefordert werden.
Die Geocodierung entfällt
ebenfalls, da die Daten bereits im richtigen System vorhanden sind.
Bei der Dateneditierung werden
eventuell auftretende Fehler überprüft und behoben.
Der Topologieaufbau wird mit
dem Befehl build durchgeführt.
Es müssen keine Sachdaten
integriert werden, da keine zusätzlichen Attribute notwendig sind.
Die existierenden Daten mit den entsprechenden Ids sind ausreichend.
Die Daten-Fileorganisation,
daher die Namensgebung und Verzeichnisstruktur, sind in einem Dateibaum
dargestellt (siehe Tabellen).
4. Datenanalyse
Bestimmung von Teilproblemen:
Zuerst müssen die Daten vorbereitet werden, daher die zur Verfügung stehenden Daten werden kopiert (oder mit einem Link zugänglich gemacht) und in einem Workspace abgespeichert.
Danach wird die Parkgrenze definiert.
Anschließend wird der Wanderweg
innerhalb des Parks festgelegt.
Wahl der Analysefunktion:
Um die Zielsetzung dieses Projektes
erreichen zu können, werden für die Vektoranalyse folgende GIS-Auswerte-
und Analysefunktionen angewendet: Puffer- und Verschneidungsfunktionen,
eine Geländemodellierung und ein Digitalisierungsvorgang zum Erstellen
des Wanderweges.
Analyseabfolge:
Nach dem Kopieren der Daten wird die Parkgrenze festgelegt. Dazu werden die Nutzungs- und Verkehrscoverages gepuffert und danach miteinander verschnitten.
Diese neu gewonnene Grenze wird mit
dem Proj_clip-Coverage verschnitten, was dann zur tatsächlichen Parkgrenze
führt.
Um den Wanderweg zu erstellen, wird zunächst die Parkgrenze mit allen Ausgangscoverages (Nutzung, Gewässer, Verkehr und Höhenlinien) verschnitten. Damit werden die Daten zur weiteren Analyse vorbereitet.
Anschließend wird die geeignete
Steigung des Wanderweges mit der Geländemodellierung (TIN) berechnet,
wobei drei Steigungsgruppen unterschieden werden. Die idealen Steigungen
werden nachher gepuffert.
Die stehenden und fließenden
Gewässer werden ebenfalls gepuffert und das gepufferte Ergebnis der
Gewässerthematik wird mit den Höhenlinien, welche die geeignetste
Steigung aufweisen, verschnitten.
Zum Schluß werden die Resultate der Gewässer- und Höhenlinienthematik mit dem Verkehrsnetz verschnitten, was den Wanderweg ergibt, welcher die richtigen Bedingungen erfüllt.
Letztendlich wird durch einen Digitalisierungsvorgang
lückenhafte Teilstücke des Wanderweges hinzugefügt.
Analyse:
Die Analyse dieses Projektes wurde
wie folgt durchgeführt:
Feststellung der Parkgrenze
Straßendaten vorbereiten
Arcedit: ec ver arc
sel $id = 1110
put AUTO
sel $id = 1111
asel $id = 1112
asel $id = 1113
asel $id = 1115
asel $id = 1301
asel $id = 1621
put STRA
Arc: buffer auto AUTOBUF # # 800
calc $id = inside
save
ec autobuf label
sel all
calc $id = inside
save
Arcedit: ec nut poly
put SIED
Arc: buffer sied SIEDBUF # # 300
Arcedit: ec siedbuf label
calc $id = inside
save
Visualisierung im ARCVIEW
Verschneidung der Straßenthematik
Arc: union strabuf autobuf VERUNI
Arcedit: ec veruni label
draw
sel strabuf-id =1 and autobuf-id = 0
calc $id = 0
nsel
calc $id = 100
save
Visualisierung im ARCVIEW
Verschneidung der Straßenthematik und Siedlungsbuffer
Arc: union veruni siedbuf VERSIED
Arcedit: ec versied label
draw
sel veruni-id = 0 and siedbuf-id = 0
calc $id = 0
nsel
calc $id = 100
save
draw
sel all
calc versiedis-id = versied-id
save
Visualisierung im ARCVIEW
Verschneidung der gebufferten Coverages mit dem Clip-coverage
Arc: identity clip versiedis GRENZE
Arcedit: ec grenze poly
draw
sel all
list
hier wird das Polygon mit der größte Fläche identifiziert und selektiert
put PARKGRENZE
Arc: identity hoe parkgrenze GRENZHOE line
identity gew parkgrenze GRENZGEW line
identity ver parkgrenze GRENZVER
line
Vorbereitung der Gewässerdaten
Arcedit: ec grenznut poly
draw
sel $id = 4202
put STEHGEW
Arc: buffer grenzgew GEWBUF # # 3
draw
sel all
calc $id = inside
save
ec stehbuf poly
de arc label poly
draw
sel all
calc $id = inside
save
Arc: union gewbuf stehgew GEWUNI
Arcedit: ec gewuni poly
draw
sel gewbuf-id = 100 or gewsteh-id = 4204
calc $id = 100
nsel
calc $id = 0
save
Bearbeitung der Höhenlinien
Arc: arctin grenzhoe HOETIN line hoe-id 10 10 # 9999
describe hoetin 9999 flat
tinarc hoetin HOEARC poly percent
Arcedit: ec hoearc poly
de arc poly
draw
sel percent_slope le 15
calc $id = 15
sel percent_slope ge 15 and le 20
calc $id = 20
sel percent_slope ge 20
calc $id = 0
Arc: dissolve hoearc HOEDIS hoearc-id
Arcedit: ec hoedis label
de poly label arc
draw
sel all
calc hoedis-id = hoearc-id
save
Arc: build hoedis poly
identity parkgrenze hoedis PARKHOE
Arcedit: ec parkhoe poly
de poly label arc
draw
sel $id = 15
put HOE15
sel $id = 0
put HOE0
Arc: buffer hoe15 HOE15BUF # # 20
Arcedit: ec hoe15buf label
sel all
calc $id = inside
save
Arc: build hoe15buf poly
union hoe15buf hoe0 HOEWEG
Arcedit: ec hoeweg label
de poly label arc
draw
sel hoe15buf-id = 100 and hoe0-id ne 100
calc $id = 100
nsel
calc $id = 0
save
Arc: dissolve hoeweg HOEWEGDIS hoeweg-id
Arcedit: ec hoewegdis poly
de poly label arc
draw
sel all
calc hoewegdis-id = hoeweg-id
save
Verschneidung der Höhenlinien mit der Gewässerthematik
Arc: identity bufsteh hoewegdis GEWHOE
Arcedit: ec gewhoe poly
de poly label arc
draw
sel hoewegdis-id = 0 or bufsteh-id = 100
calc $id = 0
nsel
calc $id = 100
save
Arc: build gewhoe poly
Feststellung des Wanderweges mit den geeigneten Verkehrslinien und den geeigneten Wasserflächen sowie den Höhenlinien innerhalb der bereits festgelegten Parkgrenze
Arc: intersect grenzver gewhoe WANDERWEG line
Da nicht alle Verkehrswege im Park miteinander verbunden sind, müssen die fehlenden Wegstücke dazu digitalisiert werden. Die neu digitalisierten Wegstücke wurden als breite Fußwege identifiziert (mit der ID- 1204).
Anschließend wurde der Wanderweg
im ARCVIEW rot eingefärbt zum besseren Visualisierung.
Evaluierung der Analyseergebnisse:
Bereits am Anfang der Analyse ergaben sich Probleme, die gelöst werden mußten.
So wurde die gewählte Distanz von 1000m von der Autobahn zur Parkgrenze auf 800m verkürzt, da eine 1000m-Pufferung zu breit erschien.
Auch die Entfernung von 500m der Parkgrenze
zu den dicht verbauten Gebieten schien zu groß. Die Pufferung wurde
mit 300m durchgeführt, da sonst die annähernde Parkfläche
von 10km2 nicht erreicht hätte werden können.
Nach den Puffer- und Verschneidungsfunktionen
resultierten drei geeignete Gebiete für einen Naturpark. Der Selektiervorgang
dieser drei Gebiete ergab sich aus folgenden Überlegungen:
Visualisierung der Daten:
Das Projekt mit seinen Daten und Sachverhalten wird mittels ArcView visualisiert, abgefragt und analysiert. Im ArcView erscheint die Karte mit der Überschrift, dem Maßstab, der Legende und dem Nordpfeil.
Außerdem kann eine Tabelle aufgerufen werden, die Informationen über das Projekt vermittelt. Somit können Attribute wie Länge des Wanderweges, %-Anteil von bestimmten Flächen, Parkfgröße, etc. abgefragt werden.
Mittels HTML kann die Karte im Internet
besichtigt und mit einer Postscript-Datei kann sie gedruckt werden.