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Keltische Forschungen |
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Geschichte1995: Brennos - Studia Celtica AustriacaDie Bemühungen, in Wien eine keltologische Fachzeitschrift zu etablieren, gehen bis in die Mitte der 1990er Jahre zurück und sind eng mit dem Schicksal von Brennos - Verein für Keltologie verbunden. Dieser Verein wurde Ende 1994 unter der Federführung von Albert Bock, Raimund Karl und David Stifter gegründet. Weitere einbezogene Personen waren Ingeborg Gaisbauer, Theresa Illés, Jutta Leskovar und andere. Vereinsziel war die Einrichtung von Keltologie als eigenes Studienfach an der Universität Wien. Neben Unterschriftenaktionen und öffentlichen Veranstaltungen war eine der Aktivitäten, die zu diesem Ziel führen sollten, die Gründung einer eigenen Vereins- und Fachzeitschrift des Titels Brennos - Studia Celtica Austriaca. Für die Beiträge waren einerseits die Protagonisten verantwortlich, doch gelang es auch Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fächern als Autoren zu gewinnen. Die Probenummer -1 (25 MB) Nach einigen Jahren geringer Aktivität erhielt die Arbeit des Vereins Brennos einen neuen Anstoss, als es günstige Umstände 1999 ermöglichten, Keltologie als sogenanntes individuelles Diplomstudium an der Universität Wien einzurichten. Der Verein entwickelte sich in den folgenden Jahren zu der sozialen Klammer, die die verschiedenen in der Keltologie Wien versammelten Gruppen zusammenband. Demgemäss stand auch der soziale Aspekt so lange im Vordergrund, bis die in unterschiedliche Richtungen drängenden Kräfte die Vereinsaktivitäten erneut in eine Sackgasse führten. 2005: Keltische ForschungenAls einen Ausweg aus der Situation schlug das Vereinsmitglied Hannes Tauber 2004 vor, erneut eine eigene Zeitschrift herauszugeben. Die wissenschaftliche Initiative übernahm David Stifter als Herausgeber, als wertvoller Ratgeber stand Raimund Karl zur Verfügung. Als geeigneter Name der neuen Publikation wurde rasch Keltische Forschungen (KF) gefunden. Auch wenn die Veröffentlichung der Zeitschrift Brennos zehn Jahre davor im Sande verlaufen war, ermöglichten die daraus gewonnen Erfahrungen, bei den Keltischen Forschungen professioneller ans Werk zu gehen. So wurde die Idee einer selbstproduzierten und selbstverlegten Publikation nach kurzer Erwägung ad acta gelegt und stattdessen nach einem passenden Verlag gesucht, der in der Edition Praesens (heute Praesens Verlag) und in der Person des Verlegers Dr. Michael Ritter gefunden wurde. Ein wesentlicher Faktor einer Zeitschrift sind die Mitarbeiter. Um in inhaltlicher, vor allem in begutachtender Funktion zur Seite zu stehen, konnte etwa ein Dutzend vor allem heimischer Fachkolleginnen und -kollegen gewonnen werden. Die Namen des ursprünglichen Herausgebergremiums lauteten: Prof. Helmut Birkhan (Wien) Mag. Albert Bock (Wien) Prof. Heiner Eichner (Wien) Dr. Gisbert Hemprich (Bonn) Dr. Andreas Hofeneder (Wien) Mag.a Theresa Illés (Wien) Dr. Raimund Karl (Bangor) Mag.a Jutta Leskovar (Linz) Dr. Katharina Rebay (Cambridge) Dr. Stefan Schumacher (Wien) Prof. Karin Stüber (Zürich) Dr. Kurt Tomaschitz (Wien) Daneben bewährte sich Hannes Tauber als äusserst wertvoller redaktioneller Mitarbeiter. Die konzeptionelle Arbeit an der Zeitschrift wurde in der ersten Hälfte 2005 erledigt, sodass David Stifter schon im Juli 2005 beim 4. Symposium deutschsprachiger Keltologinnen und Keltologen in Linz an der Donau die Gründung der Zeitschrift vor einem Fachpublikum bekannt geben konnte. Die redaktionelle Arbeit am ersten Band konnte noch Ende 2006 abgeschlossen werden, doch war das physische Erscheinen des Druckwerks erst einige Wochen später möglich. Dafür konnte der zweite in rascher Folge bereits im Juli desselben Jahres der Fachwelt vorgelegt werden, da der Herausgeber durch eine günstige Fügung den Zuschlag für die Veröffentlichung der Akten einer kleinen Tagung zum 200. Geburtstag von Johann Kaspar Zeuß, dem Begründer der sprachwissenschaftlichen Keltologie, erhalten hatte. Die Veranstalter der Tagung, die Stadtgemeinde Kronach in Oberfranken, Heimatgemeinde von Zeuß, waren damit einverstanden, die Akten als Jahrgangsband einer Zeitschriftenreihe zu veröffentlichen. Die weiteren Bände konnten jeweils im Jahresabstand im Laufe des Sommers redaktionell abgeschlossen und vom Verleger rasch veröffentlicht werden. Die personelle Zusammensetzung des Herausgebergremiums erfuhr während der ersten vier Bände einige Veränderungen, allerdings in der Substanz weniger, als es die Lektüre der Impressumseiten vermuten liesse. Im Mai 2008, kurz vor Erscheinen des dritten Bandes, hatten wir den Tod unseres Kollegen Dr. Kurt Tomaschitz zu betrauern. Es gelang noch, einen Nachruf (197 KB) 2007 wurde nach Beratungen von Hannes Tauber, Raimund Karl und David Stifter beschlossen, neben der eigentlichen Zeitschrift eine dreigliedrige Monographiereihe zu etablieren. Diese soll aus einer Allgemeinen Reihen (A), einer Hibernistischen Reihe (B) und einer Britannischen Reihe (C) bestehen. Dieses Vorhaben wurde in weiterer Folge publik gemacht, um Manuskripteinreichungen anzuregen. 2009: Ein neues RegimeEine grundlegende Änderung der organisatorischen Struktur der Zeitschrift wurde im Oktober und Anfang November 2009 vorgenommen. Um im aktuellen Erweiterungsdurchgang der Listen für den European Reference Index for the Humanities (ERIH) der European Science Foundation (ESF) eine Chance auf Aufnahme zu haben, war es notwendig, etliche der formalen Vorgaben des ESF zu übernehmen. Die wesentlichen Punkte darunter waren Internationalität der Gremien und Anonymität des Begutachtungsverfahrens. Nach Konsultationen der nicht sehr eindeutigen Richtlinien des ESF und von Sachkundigen beim Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) wurde in Beratungen von Raimund Karl, David Stifter und Hannes Tauber beschlossen, anstelle des alten breiten Herausgebergremiums ein enges, fünfköpfiges einschliesslich eines Hauptherausgebers zu installieren. Dieses Gremium soll Herausgeberentscheidungen im Mehrheitsverfahren treffen und soll personell ein breites fachliches Spektrum abdecken. Um gleichsam legislative und exekutive Funktionen zu trennen, wurde dem Herausgebergremium für gutachterische Zwecke ein wesentlich verbreitertes Gutachterkollegium zur Seite gestellt. Beide Gremien sind mehrheitlich international besetzt. Die beiden neuen Gremien wurden zum einen aus dem alten Herausgebergremium beschickt, doch war es notwendig, zusätzliche zwölf Fachleute, bis auf eine Ausnahme international, zu finden. Bei der Auswahl der neuen Mitglieder wurde ebenfalls auf eine breite fachliche Streuung Wert gelegt. Das neue Herausgebergremium setzt sich folgendermassen zusammen:
Das Gutachterkollegium hat folgende Mitglieder:
Obwohl auch schon in den Bänden davor die Beiträge regelmässig von zwei Gutachtern beurteilt worden waren, wurde die Gelegenheit genutzt, das Begutachtungsverfahren im Detail und verbindlich festzulegen, um dem Objektivierungsgebot zu entsprechen. Um die neuen Strukturen transparent zu gestalten, legte David Stifter das neue Regime in verbindlichen Statuten für die Zeitschrift nieder. Mit der Arbeit an einer repräsentablen Internetseite für die Zeitschrift wurde Martin Braun zwar schon Ende 2008 betraut, doch wurde die inhaltliche Füllung des Systems erst anlässlich der Neuorganisation der Zeitschrift im November 2009 vorgenommen. David Stifter, November 2009 |
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http://www.univie.ac.at/keltische-forschungen/?geschichte&spr=de Letzte Änderung: Di, 24.11.2009, 22:06:23 Seite automatisch erstellt am: Sa, 18.05.2013, 20:15:23 |
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