Dieser Artikel erschien ursprünglich in Die Universität 4/1999

Weng wos um di Kötn und uman Asterix so a Griß is

  von

Helmut Birkhan


  Der folgende Text orientiert sich an der Schreibung des Wienerischen, wie sie H.C.Artmann vorschlägt, und ist daher in "alter Rechtschreibung".

Heit konst ruig sogn, daß bei uns olle gonz narrisch auf de Kötn san und do froxt di nadierli, wiaso des so is.

Á Grund ligt auf da Hond: mia suachn olle unsare eiganan Wuazln und hom deswegn an di Kötn an Noarn gfressn, weu ma mit di oidn Deitschn, fon denen mia unser Schbroch hom, aiso di Germanan hoit, wegen da Nazizeit kan Stich mea mochen. Do het ma aa no di Slawen, grod in Wien, owa de meisten sogn: na de Slawm san iwahaupt tschinkwe, mia woin liawa Kötn sei. Das mia amoi Kötn woarn, hot jo aa bekonntlich da Greisky xagt, aiso muaß stimma. Stimmt aa, owa nua zum Täu! Daß mia olle Kötn san, is so a Aberglaubm, der wos so im Stüün iwaroi umanandergeistert, owa deswegn is er drotzdem foisch!

Aba, i glaub, s gawat no mea wos uns an di Kötn so gfoit.

Wannst driwa a bissl nochdenxt, dann foin da a boa Sochn ei, de wos hoit olle oda de meisten Normalverbraucha fon de Kötn glaubm, ma kenntat a fon an "Klischee" redn. Owa bei an glischee denxt hoit ollaweu des miassat foisch sei - nua, des stimmt net, weu a jeds glischee hot an woan Kean, wanns eam a aufbauscht hom und wann des wos aussikummt iwadriim is. Wann i jetzt owa glischee sog, so maan i des ganz neutrai und net daß des fon Haus aus scho a Bledsinn sei muaß. Des easchte is, daß de Kötn so richtige Naturfanatika woan, daß a leiwonds Naturvaständnis ghobt hom, und daß domois ka Umwötzastörung gebm het.

Des zweite is, daß in ana madriarchalischen Uadnung glebt hom und daß bei eana so quisi-quasi ka Gwoit gebm hot.

Des dritte is, daß beim Kunsthondweak gonz supa woan.

Viatans sogn olle, daß di Kötn so fü Fantasie ghobt hom

Und zletzt soins a no recht aiternativ und ollaweu renitent und folla Kuraasch gwesn sei.

Aiso des easchte fon de Naturfanatika mit eanan glassen Naturvaständnis is amoi a Schmee. Mia wissn jo, daß di Kötn irrsinnig guade Schmiid woan, fom Eisn, fon da Brons und fom Goid do homs wirkli wos fastondn. Jetzt muaßt owa denkn, daß d fiaran Kilo Eisn - und des is a gonz a glaana Wiafö mit fimf Zantimeta - wannst das erzeign wüst, sechzen Kubikmeta Hoiz ohoizn muaßt und des is ka Leachalschaaß. Des haaßt, daß de Kötn net schlampat oghoizt hom. Do hetst glaubm kenna, du bist in da Steppe, so woa des oghoizt. Na logo, se san jo aa mitn Schdreitwogn gfoan. Wann do iwaroi a Uawoid gwesn wa, wa da Schdreitwogn jo fia d Wetti-Tant gwesn.

I waaß bis heit net, wegn wos domois bei da Kötn-Ausstöllung in Venedig 1991 a so a Wossa wengan Woid gmocht hom. Do hots ghaaßn, de Kötn san di Woidleit, denen wos da Woid heulig gwesn is und im Balazzo Grassi do homs an gonzn Soi aisan Woid eingricht, i glaub eha des woa, weu di Idalieena do unt mit eanara Macchia söwa kan gscheidn Woid hom, daß jetzt gmaant ham, de Kötn, de wos eh so leiwond woan, woan a no so richtige Woidfexn.

Owa des is sicher a Holler. Wanns schon Woidleit geben het, donn warn des eha di Germanen gwesn oder de Slawen, weu de san frank im Uawoid xessn - hom jo a kan Schdreitwogn ghobt. Nadierli i wü net leigna, daß de Kötn aa eanare heulign Baam ghobt hom, owa wo hets n des net gebm? Do brauchst nua an di Wöteschn bei di Germanan denkn und on des deitsche Wuat "Buk-stam", wos des friha ghassn hot: a Zauwarei mit Buchenstawerln, eh scho wissn! Di Kötn ais di Woid- und Baamleit - des kannst da Frau Blaschke dazön, di wos min Griaßschmoan Fenster butzt.

I maan hoit, dea Schmee mit de Woit- und Baamleit, des kummt ois fon dem Ranke-Graves, dea wos glaubt hot, daß de Baamnoman fia de Bukstam bei di Iian gonz uaoide Noman san. Jo owa Schneckn! Fon de zwanzg Ogambukstam san nua sechse gonz gwiß Noman fon irgendwöche Baam, und des is net amoi a Drittel!

Donn hod er aa daan, ais wann des mittelkymrische Gedicht Cad Goddeu waßiwos waa. Des is a rechter Hund zum Ibasetzn, a ganz a schwara Text, und wias da Teifö wü, a Barodii auf a Hödnliadl, wo da liabe Gott sogt, de Leit soidn liawa ais Baam, ais Streicher oder Bliamaln an Griag fiahrn, ais daß si si - eh scho wissen - massakrian.

Jetzt san di Kötn-Noarn gonz iwagschnoppt: do homs si si so an hiarnverbrenndn Baamgraas und a bodschats Baamhoroskop aus de Finger zutzelt. Ollas a Bledsinn! Guat, wonns eana wos gibt, hob i nix dagegn, soi jeder auf sei Fasson sölich wearn, owa dann soins net so duan ais wann des mit de Kötn wos zduan het.

Is e gloa, de Kötn woarn net nua im Griag, de woarn a gonz fleißige Bauern. Und nadierlich homs do a fü mea fon da Natua fastondn wia unserans, wos a Stodtkind im 20. Johrhundert is. Aber wohea wüst wissen, daß mea nochdenkt und schbeguliart hom ais de andern Bauern, zum Beischbü fon de Römer oder fon de Slawm?

Mia mit unsara "eskapistischen Sehnsucht" noch ana "heilen Wöd" schaun donn ins Noarnkastel fon de neichen Druiden, owa donn is Sense, weu de jo söwa net wissn, wos woin. Jetzt, man waaß jo nix iwan Inhoid fon dem, wos de Druidn glaubt hom, aiso sogt ma hoid: guat mochma a bissl an Schamanismus und a Kabbala und dan ma a bissl hexn, wiat scho hinhaun. Na, ja und dann gibts no de Faszination fon di großn Staana, fon de Dolmen, im Woidviartel und so hoit. Und so griaxt donn di diverse Druidenschuin, di was da aus m Internet owelodn konnst und wos sogoa im Fernsehn zagn, des is ois a Kaas. Owa de Esoteriga stengan sis drauf, richti geil. Des is ane fon de Haubdursochn, warum de Kötn so "in" san.

Des Nexste is des Madriarchat und de gwoitfreie Kuitua. Jo sche was, owa schbün dan sas net! Owa aans muaß ma eana lossn: in de Geschichtln fom Kenik Artus und so do kuman schon fü Sochn fua, wos da denxt: gruzifix, des schaut scho fadechtig noch an Matriarchat aus, zan Beischbü, daß di glassn Ritter wia da Gawan oder da Tristan ollaweu so an wichtign Herrn Ongl hom (wian Artus odan Marke), oda daß de Ritter, wanns a Madl oda a Wittib befreit hom, donn justament bei ihr einiheiratn, des is scho gschbaßig.

De Kötn, wann mas so nimmt, woan jo eigentlich indogermanischer Obstommung. Und de Indogermanen woarn Matschos wias im Biachel steet, do brauchst kan Zwicka. Ergodessen hots am Festlond bei de Kötn eigentlich ka Madriarchat gebm. Wann ma jetzt owa so Madriarchatsschburen in de Artusgschichteln fint, dann miassens fon de Britischn Insln stammen, i maan fon da forkötischen Besiedlung, weu logo, daß do scho Leit woarn, wia d Kötn iwan Kanal umme san. Sogn ma hoit ber Hetz, des woarn de "Ua-Pikten" - nix Genaues weiß man nicht. In dem áan Bunkt, daß auf de Britischn Insln schauen, do hom de Madriarchatsdantn schon Recht. Owa weus woa is, aans muaß ma aa sogn, wann ma si so glasse Weiwa wie di Onomaris, di Chiomara oda goa de Boudicca anschaut: de Frau an sich hot scho a bessere Stöllung ghobt - sixt aa im Scheidunxrecht und so - ais zum Beischpü bei di Griechen, wos ollaweu dahaam im Haus hot umanondaknotzn miassn.

Drittens, daß de Kötn wirkli Schbitze im Kunsthandwerk woan, des kannst laut sogn. Owa drotzdem miaß ma do a a bißl auf di Griechen und Edrusker reschpektiife auf di Draker und Sküthen schaun, weu fon de ham se si wos opausen kenna. Owa des homs aamolig gmocht und des Kunsthondwerk in da Ladènezeit is lavradutti. Wonnst de Sochn fagleichst, dann sixt, wia söbständig, daß s do woarn, daß se si söwa ham wos eifoin lossen und wia elegant und sauwa, daß s goawat hom. Owa des muaßt da gebm: Schau da zum Fagleich eanare Schtatuen an! I daat sogn, de san ganz schee brimitiif: aanfoch zuaghockt und wegglaant! Owa daß grod beim Uanament so dulli woarn, des wiard da kaaner ohstreidn.

Nadierli hams des Uanament a net glei wiida falearnt, weu wias dann auf de Britischn Insln und scho Christen woan, hams net nochlossen. Des sixt aa an di Handschriften und an di Hochkreiz. Da foin da de Augn aussa fuar lauta Schbirain, Rankn und Wiabin und wannst de Bandln in so an Bondornament ferfoign duast, wirst im Kopf gonz daamisch, sogoa da Leonardo da Vinci hot si no mit Zeichnungen fon Knepf und Bandln umanandergschbüüt. A so a Uanament is wirklich ka Schmoan. Do muaßt scho a eisana Disziplin hom und den Blotz gscheit eindeun und sauber uaganisiirn, obsd jetzt a Hondschrift moist oder wos in Staa einiglopfst, sunst konnst glei bodn ge. Owa des is komischerweise nua beim Uarnament, daß so fü Uadnung und Disziplin ghobt hom, weu wannst da eanare Sagn onschaust, do gehts oft drunter und driiwa wie Graut und Ruabm. Owa do muaß ma wida bedenken, daß si oft aa in da Erinnerung Föla einschleichen kennan, fua oin, wannst kane Reim und Vers host. Owa de oidn Gedichtln und Liada zaagn da wiida, daß eanare Dichter, de Barden, de sauschwaare Metrik, gonz bikobello hinkriagt hom. Aiso homs doo eindeun und uaganisiirn kenna!

Wannst heit in a Museum kummst, do sixt d Leit Musterbiachln kaafn, weus d Uarnamente studian woin, und im heitign Kunsthondwerk sixt goa net so sötn kötische Uarnamente aus der Ladènezeit.

Wiar i scho xogt hob: es gibt gnua, de was sogn, daß de Kötn so folla Fandasie woarn. Des stimmt scho, wannst wiida des Uarnament anschaust: da sixt auf an Oarmraafn zwischn de Schbirajn und Wiabin auf aa moi a gonz a schiachs Xicht fiereschaun oder a Gfries mit an muads Bfrnak und glotzade Augen, daß d fua Schreck fost in d Fraasn foist. Des schaut aus, ais hetens glaubt, daß in an jedn Schmuckstickl, in an Messagriff, in an Wognnogl a glaana Teifi steckt, der wos do aussischbeanzlt.

Wannst jetzt owa a phantastische Gschicht damit fagleichen duast, oda, wos hoit glaubt hom in eanara Religion, dann denxt da: Himmifix, des wiarkt a nua so fandastisch, weus so oid ist. In da oidn Zeit, do woa di Kuitua fon di Griechn und Römer des Moderne, owa duat, wo de Kötn woarn, am Rond fon da Wööt, da san de modernan Gedanken fon de Philosophen genau so wenig hinkumma, wia de römische Juristerei und de römische Dechnik und da heulige römische Bürogratius und durch des wiakn de Ideen auf uns so fandasiivoi, weus hoit fia uns heit so was Bsunders san.

Des muaß ma si amoi fuastön: de Griechen und Römer mit eanara Zivilisation und do kumman auf amoi de Gscheatn daher, nockate Griaga mit eanara Streitwagen, wos di Griechen fon eanara Hödnliada fom Homer sölich erinnat hot. So Nockabatzln homs ober domols hextens no auf eanare Vasn xeng mit de Büdln aus da guadn oidn Hödnzeit oder auf an Gratér - des is a gonz a großer Kibi zum Weinzampantschn - , wia dem wos s da Kötnfiaschtin fon Vix gschickt hom. "Jessasmariandanna!" wearn d Kötn xogt hom, "de Nockatn auf dem Kiwi, des san mia jo söwa!" Owa des woar nur, weus hoit ollas in oin gonz sche zruck woan. Oda denk on d Kopfjogt! Wannst an Feind in d Goschn ghaut host und wann a scho dot woa, host eam an Schedl ogschnittn, auf d Lonzn gsteckt und damit renommiat. Dann hams de Schedln bei de Heisa aufgnogelt wia heitzutog de Jaga de Gweia oder di Gamskrickerln - da Philosoph Boseidonios, wos des xeng hot, hot xogt, daß a si zerscht fost ongschbiebm het, so ibi is eam wuan, owa donn hot a si a dron gwent. Jetzt derfst di nadierli net wundern, wonn in de Gschichln fon de Kötn jede Menge ogschnidane Kepf fuakumman, de wos dann a no di Gest underhoidn und so: Do muaß ma onan Orpheis sein Kopf denkn, dea wos aa aisa ogschnidana no xunga hot. Owa bei de Griechn woa des hoit nua a Sage und bei de Kötn woa des "beinhoate" Realität. Wos i ollaweu sog: si woarn hoit im Fagleich a bissl zruck.

Und no aans: schau da on, wias Christen wuarn san: Bei de Deitschn hom de Fiaschtn gonz auf brutalo gmocht und untam Koal ois Heidnische zammghaut, in Irlond hom si si denkt: des woa di oide Zeit und des soitat ma hoit net gonz fagessn, wos do woa, wia unsare Leit no an di oidn Götta glaubt hom, de wos jetzt Geista und Schrattln wuan san, aisdann schreim ma hoit ois auf. Nadierli hom di Mench net an di Götta glaubt, owa si hom hoit do gmaant, on de Sagn is wos dra. Des sicht man gonz glass am letztn Sotz, den wos da Schreiwa fon da irischen Hödnsage der Táin Bó Cuailnge auf Ladeinisch hingschriibm hot: "I owa, der wos de Nochricht - oda besser: des Gschichtl - aufgschriebm hot, konn net ois glaubm, daß des so woa. Weu edliche Sochn san nix ais a Blendwerk fom Deifi, ondare Sochn san nur so Schbinnareien fon di Dichter, des ane oder ondere is fielleicht aa wirgli so gwesn, und wiida ondere Sochn hot si wer ausm Finger zutzelt, zwegn dem, daß di Dodeln an Gschpaaß hom." Owa: der guade Mon hat des ois aufgschriim und durch des wißma s heit. Wann ma de Táin net hedatn, wußtatn ma fü weniger iwa de fandasiivoin Kötn!

Wann des a net so hundadbrozendik hinhaut mit da Supa-Irrsinns-Fandasie fon di Kötn, dann muaß ma owa do zuagebm, daß beim Redn - bei da Schbroch hoit - wirgli wos drauf ghabt ham, wia jo aa scho da oide Cato xogt hot, daß bunkto Schoafsinn ganz raffiniate Hunt woan. Und mia wissn aa, daß da Köte beim Dischkarían fü mit Büder und Andeitungan umananderghaut hot, so daß ma s goa net leicht kapiat hot und earscht hot nochdenkn miassn, wos a maant. I waaß net, ob des on da strengan Schui fon de Druiden und de Barden gleng is, owa de Kötn ham mit di Wearta leiwond umgeen kenna, mit und ohne eanara kompliziaten Medrik, und des bis heit. In Wales lebm di oidn Bardn - hear i - bis heit weida, wanns eana eisteddfod uaganisian. Des glaane Irlond hot fost genau so fü Noböbreisdräger wia de Ameriganer oder de Deitschn - und des is ka Schmutz. Ma het glaubm kenna, daß mit da Litaratua aus is, wonns de oide kötische Schbroch falearna, owa naa: da Ire is, aa wann a angloirisch schreibm duat, a Hund auf da Geign. Fielleicht homs grod dadurch a bessars Schbrachgfüh griagt, wer waß?

Des letzte Glischee fon di renidentn Kötn bringt uns direkt aufn Asterix. Wannst da de kötische Gschicht anschaust, dann sixtas deutli gnua, do brauch ma nua on an Viriatus fon di Kötibera denkn, oder on an Vercingetorix , wos der m Zesar aufzlesen gebm hot und des geet weida bis in di heitige Zeit, brauxt da nua di IRA anschaun. Dessöwe in Dunkelgrin bei da Religion, wos gonz sture "nonconformists" san, de wos si an Schmoan um di Church of England bfeifm. Wos d hinschaust sixt de Kötn fia eana Freiheit auf di Barrikadn ge, wia si si gegn di Siiga aufmandln und ollaweu an Wiidastond leisten.

Des is heit nadierli a gfundanas Fressen, wanns si a glaans gallischs Deafl fon Stuaschedln gegnan iwamechtign Zesar und gengan römischen Zentralismus weat. Kaa Wunder, daß des fün Franzosen unter d Haut geht, durch des, daß bei eana da Barisa Zentralismus a Schgandal is, owa ma konn aa on di bürokratischn Großkopfatn fon der EU denkn oda sogoa on di Ameriganer, de wos des oide Eiropa einsackln woin. Sechts, des is aane fon de Ursochn, wiaso so a Griß um di Kötn und uman Asterix is. Weu, ob mir woin oda net, mia fagleichn si mim glaan gallischn Dearfl und mit seine Hödn, wo si di römischen Militaristen koide Fiaß hoin und Dresch griang. Mia sogn quisi-quasi "small is beautiful", mia woin kaan Zentralismus net, mia segn hinta di brotzatn Röma mit eanara Dekadenz nix andas ais wian ameriganischen Kabidalismus und di ameriganische schleissige Moreu. Schau ma si do liawa de Gallier on, lauta Individualisten und Lebmskinstler, de wos des Improvisian großschreim. De woin net di Wöt erowan und hom kan Baraß wia di Römer, wos exerzian miaßn, naa, de san gonz friedli und wanns net anderst geht, dann hams a Zauberdrankl, mit dems so stoak san, daß di Römer ofotzn. Des glaane Grischbindl, da Asterix, zaagt da, daß aa di glaan a Schauns ham. Sowas sicht ma gearn!

Logo, daß net ois mim kötischen Oitertum stimmt: Da Miraculix kennt kaane Menschenobfer, da Asterix und da Obelix san kaane Kopfjäger, di wos de Schedln fon de massakriaten Römer umananderzahn - es gibt jo iberhaupt kaan Dood im Asterix und di gallischn Hödn griagn net amoi an Diwi!

Ondaraseits glaub i, daß da Uderzo und da Goscinny bei dem Griplmandl fon an Asterix on den irischn Hödn CúChulainn denkt hom, weu dear is aa eher glaa und zniachtn owa a wohnsinns Kämpfa, der wos ins Rasen kummt, daß aan da Schiach angeht. Do wird da glaane Zurnbinkl gonz rawiat, so daß er si in da Haut richtik fadraht. A "Bild für Götter"! Don muaß a ausgschaut hom, wia da  Bforra fon Kagran, weu ma jo sogt:

                                                Da Bforra fon Kagran
                                                hot de Wadeln foran
                                                und di Schiembaana hint,
                                                drum rennt a so gschwint.

Dem Asterix sei Hawara is da Obelix, a so a Gfühda, net grod a Hirnederl, owa a kaa Intelligenzbestie. A guada Lopp, wan a aa gean hinhaut. Da Obelix is guat fian Lesa, weu er si im Fagleich mit dem Blaaden ollaweu gscheit furkumma kann. Mit seine rundn Forman hot da Obelix schon aa a bislwos fon ana Frau, man kennt efters maana, daß er de Oide fom Asterix is, owa nadierli san de zwa Hödn kaane Woaman. Des sicht ma grod im "Asterix ais Legionäa" ganz deidli, wo er si jo in de Falbala ferschaut und so gschaamig is. So wia da glaane Asterix im CúChulainn hot da Obelix sei Gegenstickl im walisischn Kenik Bendigeidvran. Der woa aa so a Breckal, weu da Dichter fom Mabinogi sogt: "Ny angassei Uendigeituran eiryoet ymywn ty"; des haaßt: "da Bendigeidvran hot absolut in ka Haus einebaßt." Drotzdem is da Bendigeidvran a muads Griaga, do fajt si nix, gonz wia da Obelix.

Owa wichti is, daß des Bubligum gearn dobite Hödn sicht, denen wos de Freindschoft iwa ollas geht und de wos zuanonder im Gegensotz stengan wia de Donkidschot und da Sandscho Bansa oder da Scherlock Holms und da Dokta Watson oder Bat und Batachon oda da Schdan Laurel und da Oliva Hardi oda da Farkasch und da Waldbrunn. De Freindschoft zwischn de zwa Gallia loßt bei kaan fon eana a Liabschoft aufkumma und deswegn bleibn aa di Weiwerleit im Asterix a bissl bloss.

Do homma noarmaj nua zwa Düpn: des scheene Foaferl wie di Falbala und di Bißguarn, di wos den oaman Man kujoniert, wia dem Majestix sei Oide. Bei der sixt gonz deidli den letzten Rest fom Madriarchatsschmee, weu si di Hosn anhat - aa wida aans fon di Kötnglischees, di wos d im Asterix findst.

Di geistliche und di wötliche Gwoit host beim Mirakulix und Majestix. I brauch net nóamoi song, daß da Mirakulix kaane Menschenobfer kennt, des bassat aa goa net in des Null-ocht-fuchzen-Kötnbüt, wos di meisten Leid und aa di Asterixleser hom. Olle zwaa, de Autoritätn, wonn ma so sogn kunnt, san gmiatlich und stengan aufm Niwo fom Asterix - net fom Obelix - , nua daß da Majestix hoit aa unta da Fuchdl fon seiner Oidn steht. Da Mirakulix is jo net ferheirat, net weul er a Druide is, sundern weul er dafia fü z obrennt is und deswegn is er aa a botzn Reschbektsberson, der si fon neamd nix song lossn braucht. Fur oim owa is er des Hirn fon seine Leid, weul éa ais aanziga des Zauwerdrankl zamrian kann und weul er drotzdem net großgoschad is. Des is da Düp fon an Indelligenzla, net wiara im Biachl steht, sondern wiaram Asterixleser symbadisch is.

Is eh gloa, ma kenndat no fü mehr hérzön, wos denan Leit am Asterix gfoit, owa i glaub, des is jetzt scho gnua. Es weards jo glei söwa segn, wos eich no gfoit, und fielleicht a no mea, i maan di glasse wienerische Iwasetung fom oidn Ha-Ce mit seim "Weaner Schmee".

 



   [In dem voranstehenden Text ist das verdumpfte a nicht konsequent, die Nasalierung der Vokale gar nicht bezeichnet]