Forschungsprojekt


‚Die Kinderjause’ 

Zur Geschichte einer marginalisierten Jugend


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April 2015


Seit 1999 trifft sich alle zwei Jahre eine Gruppe von Kindern ehemaliger österreichischer Widerstandskämpfer und Flüchtlinge, alle zwischen 1940 und 1955 geboren, in Wien zu einer „Kinderjause“. Diese Menschen sind durch eine einmalige gemeinsame Geschichte verbunden: Sie waren in ihrer Kindheit und Jugend aufgrund der politischen Haltung und/oder auch wegen der Remigrations-Biographie ihrer Eltern eine marginalisierte gesellschaftliche Gruppe, die in den späteren Jahren zu einem handlungsmächtigen Subjekt der Geschichte Österreichs geworden ist – und zwar individuell jeder und jede für sich. Viele konnten in ihren jeweiligen beruflichen und politischen Handlungsfeldern relevante, teilweise auch prominente gesellschaftliche Positionen erreichen. Auffällig sind Parallelitäten in der Berufswahl - ÄrztInnen, PsychotherapeutInnen, WissenschaftlerInen, LehrerInnen, KünstlerInnen, ArchitektInnen, und JournalistInnen sind überproportional vertreten. Schlüsseljahre der österreichischen Geschichte (1965, 1968, 1986, 2000) waren auch in den meisten dieser Biografien Schlüsseljahre des politischen Engagements. Das Projekt dokumentiert diese Gruppe erstmals unter wissenschaftlichen Voraussetzungen und setzt sich interdisziplinär mit diesen Biografien auseinander.



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