| Interaktives Online-Glossar: Ehe, Heirat und Familie | |||||
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| Asymmetrische Allianzgesellschaft | |
| Definition: Ein Sozialsystem, in welchem die durch den indirekten Frauentausch produzierten und reproduzierten dauerhaften Beziehungen zwischen Abstammungsgruppen (i.e. das asymmetrische Allianzsystem) das wichtigste Strukturprinzip und die Grundlage für den bedeutendsten Integrationsmechanismus sind. Dabei macht das System der Heiratsbeziehungen nur einen Teil des sozio-kulturellen Systems aus. | |
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| Anmerkungen: Die auf dem idealen Heiratsmodus (MBD-Heirat) basierenden dauerhaften Affinalbeziehungen zwischen Verwandtschaftsgruppen sind mit
Vorkommen: Asien, insbesondere im festländischen und insularen Südostasien.
Asymmetrische Allianzgesellschaften wurden zuerst von niederländischen
Ethnologen [van Wouden 1935] und später vor allem von den Vertretern der Allianztheorie wie Claude Lévi-Strauss 1949, Leach 1951, 1954, 1961, Needham 1957 untersucht.
Die begriffliche Unterscheidung zwischen asymmetrischem
Allianzsystem und asymmetrischer Allianzgesellschaft wurde von Lukas [1990:557f] vorgeschlagen. Asymmetrische Allianzgesellschaften wurden zuerst
von niederländischen Ethnologen (van Wouden 1935) und später vor allem von
den Vertretern der Allianztheorie wie Claude Lévi- Strauss (1949), Leach
(1951, 1954), Needham (1957, 1958), Lukas (1990) untersucht.
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© Lukas, Schindler, Stockinger 1993-11/10/97