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3 Sampling

Unter einem Sample (der Stichprobe) versteht man die Auswahl der zu untersuchenden Fälle aus einer Grundgesamtheit. Wenn z.B. die Studierenden der Universität Wien untersucht werden sollen, so sind diese die Grundgesamtheit. Eine Untersuchung wird im Normalfall keine Totalerhebung dieser Grundgesamtheit durchführen, sondern eine Auswahl der zu untersuchenden Studierenden treffen.

In der quantitativen Sozialforschung ist die Repräsentativität der Stichprobe ein zentrales Qualitätskriterium. Eine Stichprobe ist dann repräsentativ, wenn sie ein verkleinertes unverzerrtes Abbild der Grundgesamtheit darstellt. Dies ist die Voraussetzung, um von einer untersuchten Stichprobe mit einer gewissen Irrtumswahrscheinlichkeit, auf die Gesamtpopulation (Grundgesamtheit) schließen zu können.

Innerhalb der quantitativen Sozialforschung gibt es unterschiedliche Verfahren, um repräsentative Stichproben zu ziehen, z.B.:

  • Zufallsauswahl (random sampling)
  • geschichtete Zufallsauswahl
  • Klumpenauswahl
  • mehrstufige Stichproben
  • Quotenverfahren
  • systematische Auswahl

 

Innerhalb der qualitativen Sozialforschung, die auf die verstehende Analyse vergleichsweise weniger Fälle abzielt, werden hingegen in der Regel keine repräsentativen Stichproben gezogen. Die Auswahl der zu untersuchenden Einheiten erfolgt vielmehr nach theoretischen Überlegungen (theoretical sampling).

 

Einführende Literatur:

Atteslander, Peter (2000) Stichproben. In: ders. Methoden der empirischen Sozialforschung. Walter de Gruyter: Berlin, New York. 9.Auflage.

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down 3.1 Theoretisches bzw. gezieltes Sampling
down 3.2 Literatur
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