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Gewohnzimmert
„Gewohnzimmert“ – Einleitung | Drucken |

Hier wird gewohnzimmert und das Innere nach Außen verlegt, Privates hergezeigt. Mit den „Blumenkisten“ (Julia Rohn, 2011) präsentieren BewohnerInnen des Reumannhofs ihre Lieblingsdinge, die sie an ihre Fensterbretter hängen.

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„Visit of Aliens“ von Dmitry Alexeev, 2011 | Drucken |

Dmitry Alexeev zeichnet Lebewesen, die zugleich vertraut und fremd anmuten, aus einer anderen Welt in den Reumannhof gekommen sind. Vertrautes wird so unheimlich und läßt sich mit beklemmender Distanz aus neuen Augen anschauen. Die Aliens werden an neuralgischen Orten des Reumannhofs angebracht: auf den ersten und ganz absichtlich auch erst auf den zweiten Blick sichtbar.

 
„Kunstgeschichten aus dem Reumannhof“ von Bianca Busetti & Nora Grote, 2011 | Drucken |

Die Künstlerin Bianca Busetti und die Kunsthistorikerin Nora Grote konzipieren und gestalten eine Art Märchensammlung, in der von den Objekten, der Architektur, der Gestaltung des Reumannhofs erzählt wird: wie im Reumannhof kommen auch in den Geschichten Wasserfontänen, Freitreppen, schlossartige Fenster, eine Pergola, Blickachsen und anderes mehr vor. So lassen sich Geschichten erfahren, die lustig, skurril, unerwartet sind. Offen bleibt, ob sie so passiert sein können oder nicht: die Realität ist meist merkwürdiger als die Fiktion – so das Motto der beiden Geschichtenerzählerinnen.

 
„Lauf! Möbel, lauf!“ von Luca Costantini, 2011 | Drucken |

Luca Costantini baut – vergleichbar den Aufziehtieren für Kinder – Sessel zum Aufziehen, für Kinder wie Erwachsene, die gern mal einen Sessel erleben, dessen Beine sich drehen, einknicken, ausschlagen und der gar nicht mehr aufhört, verrückt zu spielen. Wer mag kann sich diese wilden Sessel gegen einen Einsatz im Living Rooms-Büro ausleihen. Einsatz soll ein Gegenstand aus der Wohnung der Familie sein, der dann vorübergehend im Büro mit einem kurzen Text ausgestellt wird, der erklärt, was wem gehört.

 
„I did it my way“ von Deniz Örs, 2011 | Drucken |

Deniz Örs entwirft eine Plakatserie, auf der jeweils Möbelstücke zu sehen sind, die aus der Fotodokumentation des Projektteams stammen. Deniz Örs wählt Bildausschnitte – durch starke Vergrößerung – die auf die Individualisierung der Gegenstände und Möbelstücke verweisen: z. B. handgearbeitete Deckerln, nachträgliche Ergänzungen, Verbesserungen, Basteleien etc. Ein ganz naher, fast poetischer Blick gibt persönliche Umgangsformen wieder.

 
„Blumenkisten“ von Julia Rohn, 2011 | Drucken |

Julia Rohn lädt die BewohnerInnen des Reumannhofs ein, mit einer einfachen Befestigung (Seil, Schnur, Draht), Gegenstände aus dem Fenster zu hängen, weithin sichtbar wie ein Blumenkisterl. Diese höchst persönliche „Ausstellung“ wird fotografisch festgehalten und ist auf der Website des Projekts zu sehen.

 
„Geheimfächer und Platzwunder“ von Brigitte Zaussinger, 2011 | Drucken |

Brigitte Zaussinger gestaltet einen Flugzettel, der an jeden Haushalt im Reumannhof verteilt wird und wie eine Werbesendung gestaltet ist. Möbelstücke aus privaten Haushalten werden abgebildet, benannt, abgemessen, ihr Material beschrieben (ganz wie im Möbelhausprospekt) und all das, was das Möbel sonst noch kann – dies mit den Worten ihrer jeweiligen BesitzerInnen, die am besten wissen, warum sie ihre Möbel schätzen.