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Living Rooms | Drucken |

Das Projekt Living Rooms: The Art of Mobilizing Belonging(s) beschäftigt sich mit der politischen Mobilisierung von Zugehörigkeit in Wiener Gemeindebauten. Das Projekt wird aus dem Art(s)&Sciences Call 2009 des Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) gefördert und läuft von Mai 2010 bis Mai 2012.

Mobilisierung von Zugehörigkeit

"Living Rooms" (c) Julia Rosenberger, Florian Bettel, 2011

Im Rahmen von Migration und kultureller Diversität kommt der politischen Mobilisierung von Zugehörigkeit große Bedeutung zu. Politische Akteure, insbesondere jene mit deutlichem Anti-Immigrationsprofil, nutzen die Zugehörigkeitsrhetorik zur Inklusion bzw. Exklusion, zur Formulierung ausgrenzender Politik. Und auch im alltäglichen Zusammenleben werden Konflikte zunehmend entlang ethnischer, religiöser und kultureller Differenzen gedeutet. Vor diesem Hintergrund möchte dieses Projekt dazu beitragen, a) die Art und Weise der Mobilisierung von subjektiven, emotionsbeladenen Zugehörigkeiten im konkreten sozialen und räumlichen Umfeld besser zu verstehen und b) den Zusammenhang zwischen mobilisierten Zugehörigkeiten und Grenzziehungen und -verschiebungen zu erkennen und zu reflektieren.

Kunst und Wissenschaft

Dafür wird das Projekt eine Methodologie an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft entwickeln. Ein Wiener Gemeindebau, unter dem Blickwinkel von Zugehörigkeit und Heimat vielfach interessant, ist das empirische Untersuchungsfeld. Klassische sozialwissenschaftliche Methoden werden mit einer künstlerischen Intervention zusammengeführt – ausgewählte Gruppen von BewohnerInnen werden in einem von KünstlerInnen geschaffenen Wohnzimmer Gegenstände bewegen. Dies erlaubt eine visuelle Repräsentation von Zugehörigkeit: Die Objekte werden Teil einer „Sprache“, mit der sich die BewohnerInnen ausdrücken.

Das Bewegte Wohnzimmer

Living Rooms - Das bewegte WohnzimmerDieses Setting verkörpert die wichtigste Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft und macht das Projekt innovativ. Es ist ein physischer Raum zwischen Öffentlichem und Privatem, in dem materielle Gegenstände bewegt werden, aber auch ein „hyperkultureller Raum“, in dem imaginierte Grenzen überbrückt, verschoben oder verstärkt werden. Mit und in diesem Raum im Gemeindebau werden KünstlerInnen, SozialwissenschaftlerInnen und BürgerInnen gemeinsam neue Erkenntnisse über Zugehörigkeiten hervorbringen.

Gemeindebauten

Die Forschung findet in einer Reihe von Gemeindebauten im 5. Bezirk statt. Für mehr Informationen über die beteiligten Gemeindebauten klicken Sie bitte auf den Menüpunkt Gemeindebauten (rechts oben).