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Die meisten Menschen kennen Viktor Frankl als Überlebenden des
Holocaust, als Autor und als Begründer der
Logotherapie/Existenzanalyse. Er war aber auch Philosoph,
Zeitkritiker und hellsichtiger Beobachter seiner Mitmenschen
und der Gesellschaft. Er scheute sich nicht, Probleme und
negative Entwicklungen auch außerhalb seines engeren Fachgebietes
zu kommentieren. Manche sahen in ihm einen "weisen alten Mann",
andere kritisierten ihn. Seine scharfe Beobachtungsgabe
ermöglichte es ihm jedenfalls, Fehlentwicklungen und
gefährliche Trends zu erkennen, und er fühlte sich
verpflichtet, seine Stimme zu erheben, weil es gerade solche
kollektiven Irrwege sind, die die Grundlage für viele
individuelle Nöte und Neurosen bilden.
Hier finden Sie eine Reihe von Originalaufnahmen, auf denen
Frankl zu den verschiedensten Themen Stellung nimmt.
Diese Aufnahmen wurden in den Jahren 2007-08 als
"Clips of the month" nach und nach auf dieser Website
veröffentlicht und stehen nun als "Cliparchiv" zum Download zur
Verfügung.
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Meaning in Education: Huston C. Smith im Gespräch mit Viktor Frankl,
1963
[2:55]
Frankl spricht über die Bedeutung der Werte in der Erziehung. Er vertritt den Standpunkt, dass Werte und Sinn nicht gegeben und gelehrt werden können. Vielmehr ist es das authentische Vorbild des Lehrers, das eine sinnorientierte Haltung in der Jugend inspirieren kann.
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New Theory..., approx. 1963
[2:08]
TV-Interview im Rahmen einer der frühen Vortragsreisen Frankls in
die USA.
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Resources of Survival, 1987
[3:57]
Vortrag, Southern Methodist University, Dallas, TX.
Frankl spricht über Ideen und Ideale, über Tiefen- und "Höhenpsychologie".
Die Schlussbemerkung wurde vielfach zitiert: er erinnert seine
amerikanische Zuhörerschaft an den engen Zusammenhang zwischen
Freiheit und Verantwortlichkeit.
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Jerry Long: "I broke my neck, but it did not break me"
[6:55]
Jerry Long war seit einem Tauchunfall mit 17 Jahren vom Hals
abwärts gelähmt. Er schrieb an Frankl, "Ich habe mir das
Genick gebrochen, aber ich bin nicht daran zerbrochen."
Long studierte trotz seines Handicaps Psychologie und wurde
Psychotherapeut. Er starb 2004.
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On Existential Philosophy
[2:40]
Frankl beschreibt die Unterschiede zwischen der Logotherapie und
den Ansichten der französischen Existentialisten Sartre und
Camus.
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Drugs: Subjective vs. Objective Meaning
[4:28]
Eines der wichtigen Anliegen Frankls in den 1960er-Jahren.
Als er 1961 an der Harvard University eine Gastprofessur innehatte,
war er einer der wenigen, die sich gegen die Experimente Timothy
Learys mit LSD stellten: "Freiheit ist nur die eine Seite jenes
Phänomens, dessen andere Seite die Verantwortlichkeit ist."
(Kalifornien 1968)
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On belief after the holocaust
[3:31]
Ist der Glaube an Gott nach Ausschwitz noch berechtigt? Nicht alle teilten Frankls
persönliche Meinung zu diesem Thema. Oft kam es auch in seiner eigenen
Glaubensgemeinschaft zu Unstimmigkeiten. In diesem Clip erklärt Frankl seine
Position klar und eindeutig.
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The Will to Meaning
[3:19]
Am Sinn des Lebens zu zweifeln war für Sigmund Freud Symptom einer Neurose.
In direktem Gegensatz dazu steht Frankls Meinung. Frankl spricht in diesem
Interview eines kanadischen Fernsehsenders aus dem Jahr 1972 über den
Zusammenhang zwischen Sinn im Leben und Glück.
(Toronto 1972)
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Religion and Ultimate Meaning, 1990
[4:09]
In diesem Fernsehinterview, das 1990 in Südafrika entstand, spricht
Frankl über die Verbindung zwischen Religion und seinen Theorien.
Offen für die Sinn- und Wertfrage, wird Logotherapie oft
als tendenziell religiös missverstanden.
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Interview, South Africa, 1985 (Part I)
[8:41]
In diesem zeitlosen Interview spricht Frankl über Fragen der menschlichen Natur,
Gesellschaft und des Lebens an sich. Drei Teile.
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Interview, South Africa, 1985 (Part II)
[10:27]
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Interview, South Africa, 1985 (Part III)
[9:35]
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Youth in Search of Meaning, 1972
[4:22]
Ein Ausschnitt aus einem Vortrag, den Frankl im Jahr 1972 vor dem
"Toronto Youth Corps" hielt. In typisch lebhaftem und
humorvollem Stil erklärt er Kernpunkte der Logotherapie, unter
anderem an Hand von Analogien zwischen Goethe-Zitaten und dem Pilotieren
eines Flugzeuges – ein privates Hobby, mit dem er damals gerade
begonnen hatte.
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Rehumanizacion de la psicoterapia
[5:14]
Frankl diskutiert den Gebrauch von Methoden und Techniken in der Psychotherapie.
Obwohl oder gerade weil sich die Psychotherapie in einer Zeit des bedingungslosen
Fortschrittsglaubens rasch entwickelte, sieht er die Hauptaufgabe der
Logotherapie darin, den Beruf des Psychotherapeuten zu re-humanisieren.
Die Diskussion wirde für das Argentinische Fernsehen auf Spanisch
synchronisiert.
(Buenos Aires 1985)
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TV Interview, Buenos Aires 1985
[3:25]
Individuum und Gesellschaft – Fernsehauftritt in Argentinien mit Dr. Geronimo Acevedo
und Dr. Oscar Oro, den Gründern des ersten Logotherapie-Instituts in Buenos Aires.
Frankl lehrte oft in Argentinien, wo die Logotherapie bereits in den 1950er Jahren
starken Anklang fand. Frankls selbst reiste 1954 erstmals nach Argentinien und beherrschte
ein wenig Spanisch.
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Über Selbsttranszendenz
[2:16]
Frankl zum Konzept der "Selbsttranszendenz", das er
der vielzitierten "Selbstverwirklichung" (A. Maslow)
gegenüberstellte. Diese sah Frankl als nicht auf direktem
Weg erreichbar. Maslow stimmte ihm in seinen letzten Jahren
zu.
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Drei Wege zum Sinn, 1977
[2:23]
Frankl über die Möglichkeiten, Sinn zu verwirklichen.
Österreichisches Fernsehen 1977.
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