Forschungsdesign

Die mikroanalytischen Fallstudien basieren auf gleichem Forschungsdesign und werden parallel durchgeführt. Vorgesehen sind zwei jeweils mehrmonatige Feldforschungsaufenthalte in Wels und Hildesheim. Über ein vielfältiges methodisches Instrumentarium aus teilnehmender Beobachtung, informellen Gesprächen und ethnographischen Interviews mit BewohnerInnen und ExpertInnen sowie weiteren Verfahren (wie Wahrnehmungsspaziergänge, Mapping-­Methoden, Analyse schriftlicher, bildlicher und dinglicher Quellen, ggf. Niederschrift von Tagesabläufen durch BewohnerInnen und eine Fragebogen-Erhebung) werden die beiden Städte untersucht.

1. Zunächst werden statistische Rahmendaten recherchiert und kontextualisiert sowie zentrale Diskurse in und über die jeweilige Stadt herausgearbeitet.

2. Daran anschließend werden Aspekte des jeweiligen (Mittel)Stadtlebens und urbanen Alltags aus der Perspektive und Praxis verschiedener AkteurInnen ethnographisch erkundet.

3. Schließlich wird die Frage nach dem spezifisch Mittelstädtischen exemplarisch an einem paradigmatischen Feld des Urbanen (i.e. einem Ort, einem Handlungsfeld oder einem Ereignis) vertieft.

4. Abschließend werden Kennzeichen „mittelstädtischer Urbanitäten“ über eine vergleichende Zusammenschau der Ergebnisse eruiert.