Hellfeld Dunkelfeld Phasenkontrast Polarisation Interferenzkontrast

Prinzip des Dunkelfeldes

Bei transparenten ungefärbten Präparaten kommt es, wie bei allen Präparaten, auch zu einer Lichtbrechung an Phasengrenzen, also an Grenzen zwischen unterschiedlich dichten Strukturen.

 

An diesen Grenzen wird das Licht so gebrochen, dass es seine Richtung ändert; dieses Prinzip nutzt man im Dunkelfeld um Phasengrenzen sichtbar zu machen.

 

 

transparente Praeparat im Dunkelfeld

transparente Präparat im Dunkelfeld

Dazu beleuchtet man das Präparat mit einem Hohlkegel, der so breit ist, dass kein direktes Licht vom Kondensor in das Objektiv gelangt. Befindet sich kein Präparat im Lichtstrahlt erhält man ein einheitlich schwarzes Bild.

 

Durch Lichtbrechung an Phasengrenzen innerhalb des Präparates ändern die Lichtstrahlen ihre Richtung und treffen ins Objektiv. Man sieht diese Strukturen dann auf schwarzem Hintergrund hell aufleuchten.

 

 

In der Dunkelfeld-Mikroskopie können auch Strukturen unterhalb der Auflösungsgrenze des Mikroskops sichtbar gemacht werden. Dabei wird aber nicht die Auflösung verbessert sondern lediglich das Vorhandensein von sehr kleinen Strukturen durch ein Aufleuchten nachgewiesen. Für diese so genannte „Selbstleuchter“ gilt nämlich die Abbe'scheFormel für die Auflösung nicht!

 

Aus diesem Grund ist es sehr schwierig festzustellen wie groß im Dunkelfeld sichtbare Strukturen wirklich sind, da sie größer abgebildet werden als sie wirklich sind!