Hellfeld Dunkelfeld Phasenkontrast Polarisation Interferenzkontrast

Interferenzkontrast

 

Der Physiker G. Nomarski entwickelte Mitte der fünfziger Jahre ausgehend von der Polarisations-Mikroskopie den Differentiellen Interferenzkontrast (DIC).

 

Beim DIC wird das Objekt von zwei senkrecht aufeinander stehenden Wellenzügen durchlaufen, wodurch, ähnlich wie beim Phasenkontrast, Unterschiede in der Dichte von Strukturen sichtbar gemacht werden. Im Gegensatz zum Phasenkontrast kann beim DIC der Kontrast allerdings stufenlos verstellt und so die Helligkeit und Farbe des Untergrundes verändert werden.

 

 

 

Anwendungsbereiche

Beim Interferenzkontrast erreicht man auch bei weit geöffneter Aperturblende und damit hoher Auflösung immer noch ausreichenden Kontrast. Der DIC eignet sich daher ähnlich dem Phasenkontrast für dünne und transparente Phasenobjekte sowie für fibrilläre Strukturen wie etwa Geißeln.

 

Im Gegensatz zum Phasenkontrast können im DIC auch optische Schnitte gemacht werden. Das heißt es werden einzelne Schichten des Objektes durch Verstellen des Feintriebes nacheinander untersucht. Der DIC kann daher auch bei dickeren Präparaten verwendet werden.

 

Durch die stufenlose Einstellmöglichkeit des Kontrastes können einerseits Objekte untersucht werden, die selbst nur eine extrem geringe Phasenverschiebung erzeugen (zB Plasmastränge), aber auch Objekte die sehr dick oder gefärbt sind und daher eine starke Phasenverschiebung erzeugen. Die Verwendung eines Phasenkontrastes wäre bei solchen Objekten nicht immer möglich.

 

Sehr schwache Farbtöne können mit Hilfe des Amplitudenkontrastes verstärkt werden. Dieses Verfahren findet oft bei sehr schwachen Vitalfärbungen oder histochemischen Reaktionen Verwendung. Außerdem lässt sich damit die Apertur des Objektives voll ausnutzen, da mit weit offener Aperturblende gearbeitet werden kann.