Hellfeld Dunkelfeld Phasenkontrast Polarisation Interferenzkontrast

Prinzip des Interferenzkontrastes

 

Wie bei der Polarisation wird auch beim Interferenzkontrast mit polarisiertem Licht gearbeitet. Zusätzlich werden aber noch 2 Prismen, so genannte Wollaston Prismen, in den Strahlengang eingebracht.

 

Das erste Prisma befindet sich vor dem Objekt und spaltet das einfallende polarisierte Licht in zwei senkrecht aufeinander stehende Strahlen gleicher Amplitude auf; es stellt somit ein doppelbrechendes Element dar, bei dem zusätzlich die Teilstrahlen seitlich etwas versetzt sind.

 

Die beiden Strahlen verlaufen parallel aber räumlich etwas versetzt durch das Präparat, wobei der Abstand der beiden Strahlen immer unter der Auflösungsgrenze liegt.

 

Je nach Dicke und Dichte der Strukturen die die Strahlen durchlaufen, werden sie unterschiedlich stark abgebremst und so in ihrer Phase verschoben.

 

Durchlaufen beide Strahlen eine Struktur, so werden sie auch beide in gleicher Weise in ihrer Phase verschoben.

 

An den Kanten von Strukturen verläuft ein Strahl durch die Struktur selbst, der andere hingegen durch das Umgebungsmedium. Durch die meist unterschiedlichen Brechungsindices der beiden Medien resultiert daraus auch eine unterschiedliche Phasenverschiebung der beiden Strahlen.

 

Nach dem die getrennten Strahlen das Objekt durchlaufen haben, werden sie vom zweiten Prisma wieder zusammengeführt und vom Analysator zur Interferenz gebracht, wodurch sich ähnlich dem Phasenkontrast ein deutlich kontrastiertes Bild ergibt. Besonders deutlich tritt der DIC an Kanten im Präparat hervor, wo die beiden Teilstrahlen in ihrer Phase unterschiedlich verschoben werden und so eine abweichende Amplitude erzeugen. Die Kanten erscheinen dadurch dunkler oder heller, was einen 3D-Effekt erzeugt (Reliefkontrast).

 

Die Stärke der Phasenverschiebung und somit des Kontrastes kann durch horizontales Verschieben des 2. Prismas (Interferenzkontrast nach NOMARSKI) oder mit Hilfe einer Platte und Drehen des Polarisators (Interferenzkontrast nach SMITH) geregelt werden.

 

Interferenzkontrast nach NOMARSKI