Hellfeld Dunkelfeld Phasenkontrast Polarisation Interferenzkontrast

Einstellen des Gangunterschiedes

 

Nach dem Wollaston Prisma sind die beiden Wellenzüge entweder phasengleich oder besitzen einen variablen Phasenunterschied.

 

Die Größe des Gangunterschiedes hängt von der Stelle ab, an der das Prisma durchstrahlt wird; je länger der Teil ist der gerade durchlaufen wird, desto höher ist der Phasenunterschied.^

 

Je nach eingestelltem Phasenunterschied erscheint der Hintergrund heller, dunkler oder auch in einer bestimmten Farbe. Bei einem Gangunterschied von 0 λ erscheint der Hintergrund völlig dunkel. Mit steigendem Phasenunterschied erreicht man über mehrere Graustufen das Weiß der I. Ordnung und in weiterer Folge Interferenzfarben von gelb über rot bis blau. Bei der Verwendung von monochromatischem Licht hat man nur den hell/dunkel Kontrast zur Verfügung, auf den Farbkontrast muss man dabei verzichten.

Zum Einstellen des Phasenunterschiedes werden je nach Verfahren 2 unterschiedliche Methoden verwendet.

 

  • Verschieben des 2. Prismas (NOMARSKI)
  • Drehen des Polarisators (SMITH)

 

 

Interferenzkontrast nach NOMARSKI

Das 2. Wollaston Prisma über dem Objektiv ist horizontal verschiebbar, damit kann die Position des Lichtstrahls und somit die Phasenverschiebung direkt verändert werden.

 

 

 

Interferenzkontrast nach SMITH

Bei diesem Verfahren befindet sich das 2. Prisma fix im Objektiv eingebaut und kann daher nicht verschoben werden. Um den Gangunterschied auch hier verstellen zu können befindet sich über dem Polarisator eine λ/4 Platte, und der Gangunterschied wird durch Drehen des Polarisators verstellt.