Hellfeld Dunkelfeld Phasenkontrast Polarisation Interferenzkontrast

Polarisation

 

Manche Objekte haben die Eigenschaft Lichtstrahlen in zwei Teilstrahlen aufzuspalten, sie werden daher als doppelbrechend bezeichnet.

 

Doppelbrechende Strukturen sind aus regelmäßig angeordneten Einheiten (Molekülen, Atomen) aufgebaut. Meistens handelt es sich dabei um Kristalle, die ja immer regelmäßig gebaut sind, aber auch biologische Objekte wie Zellulose oder Stärke sind doppelbrechende Strukturen.

 

Das Phänomen der Doppelbrechung kann in Kombination mit polarisiertem Licht und einer speziellen optischen Anordnung im Mikroskop genutzt werden, um eine Interferenz der beiden Teilstrahlen zu erreichen. Dadurch kommt es zur Bildung von unterschiedlichen Farbringen beziehungsweise zu einem Aufleuchten der Strukturen.

 

Mit Hilfe der Polarisationsmikroskopie können Strukturen analysiert oder durch das Auftreten von unterschiedlichen Farbsäumen Mineralen bestimmt werden.

 

 

Glukose im Polarisationsmikroskop

Glukose im Polarisationsmikroskop

Anwendungsbereiche

Die Polarisationsmikroskopie findet in den Naturwissenschaften vielseitige Angwendung,
beispielsweise zur Identifizierung oder Kontrastierung von doppelbrechenden Strukturen, wie etwa von Kristallen. Sie findet aber auch bei Bestimmung von Mineralien in der Geologie und in den Materialwissenschaften Verwendung. Mit ihrer Hilfe lässt sich auch die Textur von Zellulosefasern in den Zellwänden von Pflanzenzellen und die Schichtung von Stärkekörnern analysieren.