Lehrveranstaltungen
Im Studienplan finden Sie die genaue Einordnung der Lehrveranstaltungen in das moraltheologische Curriculum
Titel der Lehrveranstaltung
Typ
Std.
Vortragender
 
Basistexte der Ethik und Anthropologie
PS
1
Ao. Univ.-Prof. Dr. Gunter Prüller-Jagenteufel


Pflichtfach für Katholische Fachtheologie und Katholische Religionspädagogik (1. Studienabschnitt)

Inhalt:
Ethische Reflexion setzt die Kenntnis der eigenen Tradition voraus. Diese kann man sich nicht besser aneignen als in der Auseinandersetzung mit Originaltexten. Manche Autoren haben unsere Tradition so sehr beieinflusst, dass verschiedene Fachbereiche der Theologie - wie etwa Philosophie, Moraltheologie und Ethik - sich immer wieder auf sie beziehen. In dieser Lehrveranstaltung werden ausgewählte Texte in einer kleinen Gruppe gemeinsam gelesen, analysiert und diskutiert und so für ein tieferes Verständnis erschlossen und zur gegenwärtigen Diskussion in Beziehung gesetzt. Nicht zuletzt soll damit StudienanfängerInnen der Einstieg in die selbständige Lektüre klassischer Texte der philosophischen und theologischen Tradition erleichtert werden.

Literatur:

Der Textauslegung sind die beiden folgenden Werke zu Grunde (bitte rechtzeitig besorgen):

  • Aristoteles, Die Nikomachische Ethik (dtv 52002; € 12,40)
  • Immanuel Kant, Die Grundlegung der Metaphysik der Sitten (Werkausgabe Bd. 7; € 9,30)

Sekundärliteratur: empfohlen, aber nicht Pflicht

  • Höffe Otfried, Aristoteles, München 21999.
  • Höffe Otfried, Immanuel Kant, München 52000.

 

Basistexte der Ethik und Anthropologie
PS
1
Ao. Univ.-Prof. Dr.
Gerhard Marschütz

Pflichtfach für Katholische Fachtheologie und Katholische Religionspädagogik (1. Studienabschnitt)

Inhalt: s.o.

Spezielle Moraltheologie III: Ethik der Geschlechterbeziehung
VO
2
Ao. Univ.-Prof. Dr.
Gerhard Marschütz

Optionales Pflichtfach für 011 und 012 nSP. Pflichtlehrveranstaltung für 011 und 012 a SP.

Inhalt:
Theologische Ethik hat sich der heutigen Realität der Pluralität von Geschlechterbeziehungen zu stellen und diese im Licht des christlichen Glaubens kritisch-konstruktiv zu reflektieren. In der Vorlesung ist daher zunächst der vielfältige Wandel von Lebensformen zu thematisieren. In einem weiteren Schritt ist die wechselvolle Geschichte der kirchlichen Ehe- und Sexualmoral darzulegen und insbesondere die gegenwärtige Position des kirchlichen Lehramtes auszuweisen.

Ein weiterer Abschnitt behandelt anthropologische Aspekte zum Thema. Den Schluss der Vorlesung bilden Überlegungen zu ethischen Urteilen im Bereich von Geschlechterbeziehungen (z.B. Ehe, Ehescheidung und Wiederheirat, nichteheliche Lebensgemeinschaften, gleichgeschlechtliche Partnerschaften ....)

Spezielle Moraltheologie II: Ethik des Lebens I
VO
2
Dr. Sigrid Müller


Optionales Pflichtfach für 011 und 012 nSP. Pflichtlehrveranstaltung für 011 und 012 a SP.

Inhalt:
Diese Vorlesung beginnt mit grundsätzliche Überlegungen über das Gut des Lebens in der Kulturgeschichte und der christlichen Tradition, zur Bewertung dieses grundlegenden Gutes und zur Grundlegung einer Ethik des Lebens (§ 1). Daran anschließend werden zentrale ethische Probleme im einzelnen mit ihren medizinisch-biologischen Grundlagen, ihren rechtlichen Rahmenbedingungen, ihrer Sinnperspektive aus dem Glauben und ihren normativen Konsequenzen entfaltet: Die schwierigen Fragen, die sich aus dem Konflikt ergeben, wenn Leben gegen Leben steht, werden mit den Stichworten Notwehr, Todesstrafe und medizinische Probleme behandelt (§ 2). Danach kommt die Verantwortung für das eigene Leben zur Sprache: Gesundheit und Krankheit, medizinische Forschung und das leidvolle Problem des Suizids (§ 3). Schließlich geht es um die Verantwortung für das Leben Anderer, wie sie sich in schwierigen Situation am Lebensende (Sterbebegleitung, Euthanasie, Feststellung des Todeszeitpunktes usw. (§ 4) und am Lebensbeginn zeigt (Abtreibung, verantwortete Elternschaft, medizinisch-technische Fortpflanzungshilfe (§ 5).

Literatur:
Literatur zur Vorbereitung (Spezialliteratur wird in der Vorlesung bekanntgegeben):

Relevante Artikel in:

  • G.W. Hunold (Hg.), Lexikon der christlichen Ethik, Freiburg/Basel/Wien 2003, 2 Bd.
    H. Rotter/G. Virt, Neues Lexikon der christlichen Moral (NLchrM), Innsbruck-Wien 1990.

Kirchenamtliche Texte:

  • Johannes Paul II, Enzyklika Evangelium vitae (EV) (Text über www-Suchmaschinenen online zugänglich); dazu R. Spaemann (Hg.), Die Unantastbarkeit menschlichen Lebens. Instruktion der Kongregation für die Glaubenslehre, mit einem Kommentar, Freiburg 1987.
  • Donum Vitae (DV) Instruktion der Kongregation für die Glaubenslehre über die Achtung vor dem beginnenden menschlichen Leben und die Würde der Fortpflanzung. Antworten auf einige aktuelle Fragen, Rom 1987 (http://www.human-life.ch/themen/donum.htm).

Theologische Literatur:

  • Karl Golser, Verantwortlich für das Haus des Lebens: Zum zehnjährigen Erscheinen der Enzyklika "Evangelium Vitae", Brixen 2005.
  • K. Hilpert/D. Mieth (Hg.), Kriterien biomedizinischer Ethik. Theologische Beiträge zum gesellschaftlichen Diskurs, Freiburg 2006.
  • D. Mieth, Was wollen wir können? Ethik im Zeitalter der Biotechnik, Freiburg i.Br. 2002.
  • E. Schockenhoff, Ethik des Lebens, Mainz 1993.
  • G. Virt, Das Menschenleben an seinem Beginn, in: Leben aus christlicher Verantwortung, Bd. 3, Düsseldorf 1992, 90-108.

Fundamentalmoral für Lehramt
VO
2
Ao. Univ.-Prof. Dr. Gunter
Prüller-Jagenteufel

Pflichtlehrveranstaltung für 020 (alter und neuer StPl.) und optionales Pflichtfach für Katholische Religionspädagogik (012), anrechenbar auch für das Fach "Christliche Moralphilosophie" im Rahmen des Erweiterungslehrganges "Ethik"

Inhalt:
Diese Vorlesung widmet sich den Grundlagen des Faches Moraltheologie und ist speziell für Studierende des Lehramtstudiums Katholische Religion konzipiert. Die Vorlesung Fundamentalmoral behandelt die wichtigsten grundlegenden Fragen einer theoretischen Fundierung der Moraltheologie in kompakter Form. Ausgehend von der Darlegung der Situation der Moraltheologie vor und nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil sollen sowohl die "objektiven" als auch die "subjektiven" Grundlagen moraltheologischen Denkens behandelt werden: biblische Grundlagen der Moraltheologie, Gewissen, Normentheorie, theologische Handlungstheorie, ethisches Urteilen, Schuld, Vergebung und Umkehr, ...

Hinführende Literatur:

  • Auer Alfons, Autonome Moral und christlicher Glaube, Düsseldorf 21998.
  • Demmer Klaus, Angewandte Theologie des Ethischen, Fribourg 2003.
  • Gründel Johannes (Hg.), Leben aus christlicher Verantwortung. Ein Grundkurs der Moral, Bd. 1 (Grundlegungen), hrsg. V. Johannes Gründel, Düsseldorf 1991.
  • Römelt Josef, Vom Sinn moralischer Verantwortung. Zu den Grundlagen christlicher Ethik in komplexer Gesellschaft, Regensburg 1996.
  • Weber Helmut, Allgemeine Moraltheologie. Ruf und Antwort, Graz 1991.

HIV/AIDS - theologisch-ethische Fragen und Herausforderungen
SE
2
Ao. Univ.-Prof. Dr. 
Gerhard Marschütz

Pflichtseminar für alle Studienrichtungen (Fächerkontingent 3), anrechenbar für das Fach "Christliche Moralphilosophie" im Rahmen des Erweiterungslehrganges "Ethik"

Voraussetzungen: Absolvierung eines Proseminars, Anwesenheit und Mitarbeit, Vorbereitung und Abhaltung eines Referates, schriftliche Seminararbeit.

Inhalt:
HIV/AIDS ist eine weltweite Bedrohung. Seit dem ersten Bekanntwerden im Jahr 1981 hat die Immunschwächekrankheit AIDS mehr als 25 Millionen Opfer gefordert. Derzeit infizieren sich täglich ca. 15.000 Menschen mit HIV und jährlich sterben etwa 3 Millionen Menschen an AIDS. Zu den am stärksten betroffenen Regionen gehört zwar nach wie vor das südliche Afrika, die höchsten Steigerungsraten an HIV-Positiven sind in den letzten Jahren jedoch in Ostasien sowie in Osteuropa und Zentralasien zu verzeichnen. Mehr als 90% aller HIV-positiven Menschen haben keinen Zugang zu antiretroviralen Behandlungen.
Innerhalb der theologischen Ethik stellt HIV/AIDS ein weithin vernachlässigtes Thema dar. Im Seminar sollen daher nach einer ausführlichen Sichtung der einschlägigen Daten und Fakten zentrale theologisch-ethische Fragen und Herausforderungen aufgegriffen und diskutiert werden. Zudem sind Kontakte mit ExpertInnen, Betroffenen und einschlägigen Einrichtungen geplant.

Literatur:
Literatur wird zu Beginn des Seminars bekanntgegeben.

 
Neuere Ansätze der Moraltheologie und Ethik in Lateinamerika
SE
2
Ao. Univ.-Prof. Dr.
Gunter Prüller-Jagenteufel

Wahlfach für alle Studienrichtungen, anrechenbar auch für das Fach "Christliche Moralphilosophie" im Rahmen des Erweiterungslehrganges "Ethik".

Unabdingbare Voraussetzung: ausreichende Kenntnisse der spanischen Sprache!

Inhalt:
Die Theologien der Befreiung, wiewohl oft totgesagt, entwickeln nach der Krise in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre eine neue und hochinteressante Dynamik. So sind in den letzten zehn Jahren neue Ansätze in Ethik und Moraltheologie entstanden, die sich von den früheren unterscheiden, aber ebenso der vorrangigen Option für die Armen verpflichtet wissen. Vor dem Hintergrund der Globalisierungsdebatte können diese Ansätze auch für die theologische Debatte in Europa wertvolle Impulse liefern. Allerdings trifft ihre Rezeption auf die Schwierigkeit, dass von neuerer befreiungstheologischer Literatur kaum etwas übersetzt ist. Man muss sich also auf die spanischen Originaltexte einlassen.
Dieses Seminar ist als Lektüreseminar konzipiert. Ausgewählte Literatur (zum größten Teil in spanischer Sprache) wird gemeinsam gelesen und unter Bezugnahme auf relevante Sekundärliteratur kritisch diskutiert.

Literatur:
Literatur wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben.

 

Moraltheologie - "reicher genährt durch die Heilige Schrift" (OT 16)
Wieviel Bibel braucht christliche Ethik?

SE
2
Ao. Univ.-Prof. Dr.
Gerhard Marschütz
Ao Univ.-Prof. Dr.
Gunter Prüller-Jagenteufel

Pflichtfach für Doktoratsstudium Katholische Theologie

Voraussetzung: Positiver Abschluss aller Pflichtprüfungen des Fachs Moraltheologie.

Inhalt:
Das Zweite Vatikanische Konzil betont, dass die Moraltheologie in ihrer wissenschaftlichen Methodik u.a. auch "reicher genährt aus der Lehre der Schrift" vorzugehen hat. Die Frage nach der biblischen Hermeneutik im Rahmen der moraltheologischen Methodologie wird dabei jedoch offen gelassen.
In diesem Seminar soll daher die Frage gestellt werden, wie die Bibel in die moraltheologischen Methodologie Eingang finden kann und welche Rolle Exegese und biblische Theologie in aktuellen Entwürfen der Moraltheologie spielen.
Es handelt sich um ein spezifisch moraltheologisches Methodenseminar, das speziell für PromovendInnen des Faches gedacht ist.

Privatissimum
VO
2
Ao. Univ.-Prof. Dr. 
Gerhard Marschütz


Pflichtfach für Doktoratsstudium Theologie und Wahlfach für DiplomandInnen aller Studienrichtungen.

Diese LV bietet jenen Hörern und Hörerinnen, die im Fach Moraltheologie ihre Doktor- bzw. Diplomarbeit schreiben, Gelegenheit, im regelmäßigen Austausch auch mit anderen DissertantInnen und DiplomandInnen ihre Methoden und Inhalte zu diskutieren. Gegenseitige Motivierung zur und regelmäßige Rückmeldungen zum Stand der Arbeit sowie konstruktive kritische Anregungen sollen die Freude an der Ausarbeitung des Diplomthemas bzw. der Dissertation steigern und ein zügiges Vorankommen gewährleisten.

Privatissimum
VO
2
Ao. Univ.-Prof. Dr. Gunter
Prüller-Jagenteufel


Pflichtfach für Doktoratsstudium Theologie und Wahlfach für DiplomandInnen aller Studienrichtungen.

Diese LV bietet jenen Hörern und Hörerinnen, die im Fach Moraltheologie ihre Doktor- bzw. Diplomarbeit schreiben, Gelegenheit, im regelmäßigen Austausch auch mit anderen DissertantInnen und DiplomandInnen ihre Methoden und Inhalte zu diskutieren. Gegenseitige Motivierung zur und regelmäßige Rückmeldungen zum Stand der Arbeit sowie konstruktive kritische Anregungen sollen die Freude an der Ausarbeitung des Diplomthemas bzw. der Dissertation steigern und ein zügiges Vorankommen gewährleisten.

 

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