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Anlässlich des Weltbuchtages 2018

CFP und Tagung "Inszenierungen kindlicher Lektüre in der Literatur seit 1990"

Termin: 23.04. und 24.04.2018
Ort:  Pädagogische Hochschule Karlsruhe 

 

Keynote speaker: Prof. Dr. Günther Stocker (Universität Wien)

Was lesen welche literarischen Figuren wie, wann und warum? – Antworten auf diese Frage bieten zahlreiche Studien zu einzelnen Autor/innen und zu vergangenen Epochen; gattungs- und gegenwartsbezogene Untersuchungen sind dagegen ein Desiderat. Zwar ergänzt Günther Stocker seinen Forschungsbericht zum Lesen als Thema der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts (IASL 2002) um eine umfangreiche Untersuchung zur Darstellung des Lesens in der deutschsprachigen Literatur seit 1945 (Winter 2007); er berücksichtigt aber weder lyrische oder dramatische noch kinder- und jugendliterarische Texte. Letztgenannten widmen sich die Beiträge in Children as Readers in Children‘s Literature (hg. von Evelyn Arizpe und Vivienne Smith, Routledge 2016), sie beschränken sich allerdings auf englischsprachige Werke.

Das Tagungsthema impliziert daher eine inhaltliche und eine zeitliche Fokussierung. Dadurch, dass die fiktionale Darstellung kindlicher Lesestrategien im Zentrum des Interesses steht, sind ausdrücklich auch Beiträge der Kinder- und Jugendliteraturforschung erwünscht.

Da die Tagung sich zudem auf literarische Texte konzentriert, die nach 1990 erschienen sind, sollen diese insbesondere auf die Folgen hin befragt werden, welche sich aus den politischen und medialen Umwälzungen für die Inszenierung kindlicher Lektüre ergeben. Besonders aufschlussreich dürfte dabei deren Analyse im Medienverbund (Paratexte, Literaturverfilmungen etc.) sein.

Die geplante Konferenz soll Wissenschaftler/innen, die sich für diese Fragestellung interessieren, ein Forum zum gegenseitigen Austausch und zur weiterführenden Diskussion bieten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Verbindung zwischen gewandelten Kindheitsbildern und Lektüreinszenierungen seit den 1990er Jahren, um auf diese Weise neue Forschungsperspektiven auf die vielfältigen literarischen Darstellungen und die Komplexität der zugrundliegenden Fragestellung zu gewinnen.Ein Ziel dieser Konferenz besteht darin, Wissenschaftler/innen aus verschiedenen Fachdisziplinen (Philologien, Narrationsforschung, Pädagogik, Medienwissenschaft, Kinderliteraturwissenschaft, u.a.) zusammenzubringen. Interdisziplinäre und komparatistische Fragestellungen sind willkommen.

 

Organisation:
PD Dr. Beate Laudenberg (Pädagogische Hochschule Karlsruhe)
in Kooperation mit Prof. Dr. Bettina Kümmerling-Meibauer (Universität Tübingen)

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Quelle: CFP)

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