Bücher-Abverkauf

Wir räumen unser Lager!

Alle BMÖ-Jahresbände, die bis zum Jahr 2000 erschienen sind, können zu einem Preis von je € 5,- erworben werden. Alle Bände, die bis zum Jahr 2005 erschienen sind, kosten ab sofort € 10,-!

Bestellungen richten Sie bitte an

Österreichische Gesellschaft für Mittelalterarchäologie
Franz Klein-Gasse 1
1190 Wien
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Oder direkt bei Claudia Theune oder Stefan Eichert am Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie.

 

Call for Papers Tagung DGAMN und SPMA

Wir erlauben uns, auf eine gemeinsame Tagung unserer Schwesterorganisationen in Deutschland und Großbritannien zum Thema "Archäologie des Spätmittelalters und der Neuzeit in Großbritannien und Deutschland: Neue Richtungen und Entwicklungen" vom 20.-22.09.2017 hinzuweisen.

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Nächster Vortrag

Die Vorträge finden jeweils im Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie
der Universität Wien, 1190 Wien, Franz-Klein-Gasse 1, 3. Stock, Hörsaal 7, statt

 

Sommersemester 2017 Themenschwerpunkt
„Funde und ihr kulturgeschichtliches Aussagepotential“

Mittwoch, 29. März 2017, 18 Uhr c.t.

 

Univ.-Prof. Dr. Claudia Theune (Universität Wien)

Welche Bedeutungen haben Objekte und Funde  aus ehemaligen Konzentrationslagern?

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts wurde lange ausschließlich von Historikern betrieben. Seit knapp 30 Jahren finden auch archäologische Untersuchungen an Tatorten des nationalsozialistischen Terrors statt. In jüngster Zeit werden auch bildliche Darstellungen verstärkt unter kunsthistorischen Aspekten untersucht. Damit steht einer geschichtlichen Auseinandersetzung mit dem 20. Jahrhunderts ein enorm großes Quellenmaterial zur Verfügung. Ähnlich wie bei anderen Fundplätzen der Neuzeit müssen alle Quellen mit einbezogen werden, um das volle Aussagepotential aus den Quellen auszuschöpfen. Dabei ist es immer wieder interessant zu beobachten, dass in den wortbasierten, bildbasierten und objektbasierten Quellen unterschiedliche Aspekte und Themen schwerpunktmäßig abgebildet werden und wir sicherlich nicht alle Informationen zum Terror der Nationalsozialisten und den Überlebensstrategien der Häftlinge aus den Schriftquellen oder Zeitzeugenberichte kennen. In dem Vortrag sollen anhand von Fallbeispielen das Aussagepotential der unterschiedlichen Quellen Gattungen beleuchtet werden und insbesondere das Aussagepotential der Objekte vorgestellt werden, um die Wirkungsfähigkeit archäologischer Untersuchungen auch an jüngeren Fundorten darzulegen.

Zur Person

Claudia Theune, Universität Wien, Professorin am Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie mit einem Schwerpunkt in der Historischen Archäologie, hat sich zunächst mit früh- und spätmittelalterlichen Forschungsthemen auseinandergesetzt. Seit über 10 Jahren forscht sie zusätzlich an Fundplätzen des 20. Jahrhunderts, in erster Linie an historischen Orten von ehemaligen Konzentrationslagern der Nationalsozialisten, insbesondere in Sachsenhausen nördlich von Berlin und in Mauthausen in Oberösterreich sowie den Nebenlagern und anderen Internierungslagern. In einem Buch wurde 2014 bzw. 2016 eine Zusammenschau der Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.