ÖGOR Arbeitsgruppe "Operations Research in Health Care & Disaster Management"

 

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Mission

Im Rahmen der Arbeitsgruppe "Operations Research in Health Care & Disaster Management " der österreichischen Gesellschaft für Operations Research (OEGOR) werden anwendungsorientierte Probleme behandelt, die mit Hilfe von Systemforschung/Operations Research, häufig mit EDV-Unterstützung, gelöst werden. Diese Arbeitsgruppe wurde im Sommer 2003 von Frau ao. Univ.-Prof. Dr. Marion Rauner, Universität Wien und Frau ao.Univ.-Prof. Dr. Margit Sommersguter-Reichmann, Universität Graz gegründet. Und im Winter 2016 um den Bereich Disaster Management mit Herrn ao.Univ.-Prof. Dr. Walter Gutjahr, Universität Wien und Frau Univ.-Prof. Dr. Tina Wakolbinger, WU-Wien erweitert.

 

Im einzelnen handelt es sich um Fragen zur Ausgestaltung von Gesundheitssystemen sowie der regionalen Gesundheitsversorgung, z.B. Strukturen von Krankenhaussystemen, Effizienz und optimale Größe von Krankenhäusern, Nutzwert-/Kosten-Analyse alternativer Krankenhaus-formen, Informationssysteme für niedergelassene Ärzte oder optimale Prognosestrategien. Außerdem werden krankenhausbetriebliche Probleme bearbeitet wie beispielsweise entscheidungsorientierte Kostenrechnung, Personalplanung, Arbeitsablaufplanung in medizinischen Leistungsstellen, Beschaffung und Lagerhaltung krankenhausspezifischer Güter. Die Gesundheitstechnologiebewertung ist ebenso ein wichtiges Thema.




Foto: Marion Rauner
 

Von zentraler Bedeutung sind jeweils quantitative und qualitative Datenerhebungen, deren Ergebnisse in Modelle der folgenden Struktur eingehen: Optimierungsmodelle, Kontrolltheoriemodelle, Graphen-modelle, Forrestermodelle, Simulationsmodelle, Prognosemodelle sowie heuristische Verfahren zur Lösung von komplexen quantitativen Modellen.

 
Foto: Margit Sommers-guter- Reichmann

 

Ein primäres Ziel dieser Arbeitsgruppe Teilbereich "Health Care Management" stellt die akademische Vernetzung und Kooperation der österreichischen Wissenschafter im Bereich der quantitativen Analyse von Problemen im Gesundheitsbereich gemeinsam mit Entscheidungsträgern aus dem Gesundheitswesen, wie beispielsweise Vertreter aus Ministerien und regionalen Gesundheitsbehörden, Sozialversicherungsbehörden, Krankenhäusern und Pflegeheimen, Rettungsdiensten, Medizingeräteherstellern sowie Pharmakonzernen und privaten Versicherungen dar. Daher finden zwei Mal jährlich halbtägige Arbeitsgruppentreffen statt, wobei jeweils eine Veranstaltung außerhalb der akademischen Räumlichkeiten bei Praktikern und die andere Veranstaltung an einer akademischen Einrichtung stattfinden sollten. Zusätzlich wird die Arbeitsgruppe sehr stark mit der deutschen und europäischen Schwesterngruppe vernetzt, was sich etwa in gemeinsamen Veranstaltungen von Tagungen widerspiegeln könnte.

   

 

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Foto: Walter Gutjahr

 

Naturkatastrophen ebenso wie von Menschen verursachte Kata-strophen sind jährlich weltweit für unzählige Todesopfer, großes menschliches Leid und immensen wirtschaftlichen Schaden verantwortlich. Um den schlimmsten Folgen vorzubeugen und im Katastrophenfall wirksam Hilfe zu leisten, werden neben der Unterstützung durch andere Fach-disziplinen (insbesondere aus den Naturwissenschaften) auch effiziente Methoden des modernen Management benötigt. Einen Kernbereich des Disaster Management stellt die „Humanitäre Logistik“ dar, die sich zunehmend auch der Methoden des Operations Research bedient, wie etwa die starke Präsenz von Vertretern der Humanitären Logistik auf OR-Tagungen und die jüngste Vernetzung von Wissenschaftlern in der EURO Working Group „Humanitarian Operations Research“ zeigt. Unabdingbar für diesen Forschungsbereich ist eine enge Kooperation zwischen akademischen Forschern einerseits, Praktikern in Hilfsorganisationen, die über reichhaltige Erfahrung in Katastrophen-einsätzen verfügen, andererseits.

Bereiche des Applied Operations Research, die für das Gebiet Disaster Management besonders hilfreich sein können, sind etwa Transport-logistik, Standortplanung, Finanzierung, Personalplanung u.a.m. Aus methodischer Sicht spielen unter anderem Optimierung (insbesondere stochastische Optimierung), multikriterielle Entscheidungsanalyse, Simulation, Systemdynamik, Spieltheorie und Statistik eine großer Rolle.

 

Foto_Tina_Wakolbinger

Foto: Tina Wakolbinger

 

Die Ziele des zweiten Teilschwerpunkts in der ÖGOR-Arbeitsgruppe „OR in Health Care and Disaster Management“ liegen darin,
1. die Erforschung der wissenschaftlichen Grundlagen des Disaster Management zu fördern,

2. Vertreter aus Theorie und Praxis zusammenzubringen und auf diese Weise die Erarbeitung anwendungsrelevanter, innovativer Methoden zu ermöglichen,
3. die Dissemination von Forschungsergebnissen zu erleichtern, und
4. junge WissenschaftlerInnen, die an einer Entwicklung ihrer Karriere in diesem Bereich interessiert sind, zu unterstützen.
School of Business, Economics, and Computer Science
Institute of Business Studies Department of Innovation and Technology Management
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