Geschichte

16. Jahrhundert

1502 Christoph Kolumbus erfährt von Indios, dass sich jenseits der mittelamerikanischen Landenge ein Ozean erstreckt, missdeutet aber die Nachricht.
1512 Antonio de Abreu segelt nach den Bandainseln und erreicht dabei die Grenzen des Westpazifiks.
1513 Vasco Nunez de Balboa überquert den Isthmus von Darien (Panama) in Nord- Süd- Richtung. Er nennt das nach Süden vor ihm liegende Meer „mar del sur“ (Südmeer). 1520 Ferdinand Magellan (Fernando de Magallanes) gelangt auf der Westroute nach den Molukken durch die nach ihm benannte Meeresenge in den Südpazifik . Er gibt dem Ozean den Namen „mar pacifico“.
1521 Magellan landet auf Guam und nennt die gesamte Inselgruppe „Islas de Ladrones“ (Marianen, Mikronesien).
1525 Diego de Rocha und Gomez de Siqueira entdecken wahrscheinlich Fais und Yap (Karolinen, Mikronesien).
1525-26 Eine zunächst von Garcia Jofre de Loaysa geführte Flotte folgt Magallanes´ Route. Loaysas Nachfolger Alonso Toribio de Salazar entdeckt vermutlich Taongi im Marshallarchipel (Mikronesien).
1526 Jorge de Meneses entdeckt Neuguinea.
1527-29 Alvaro de Saavedra Ceron durchquert die Marshallgruppe und findet im Verlauf zweier vergeblicher Versuche, von den Molukken nach Mexiko zu segeln, die Admiralitätsinseln (Melanesien) und die östlichen Karolinen (Mikronesien).
1537 Fernando Grijalva entdeckt den Gilbertarchipel (Mikronesien).
1542-45 Ruy Lopez de Villalobos überquert wie zuvor Saavedra und Grijalva von Mexiko kommend den Pazifik. Er trifft auf die zentral gelegenen Marshallinseln sowie die westlichen Karolinen. Die Rückreise seiner zunächst von Bernaldo de la Torre, dann von Ortiz de Retez geführten Flotte scheitert am Nordostpassat; Torre entdeckt dabei die nördlichen Marianen (Mikronesien), Retez dringt an die Nordküste Neuguineas und bis zur Ninigogruppe (Melanesien) vor.
1564-65 Miguel Lopez de Legaspi segelt von Mexiko nach den Philippinen und gründet dort eine fortdauernde Niederlassung; auch er berührt die Marshallinseln.
1565 Alonso de Arellano und Lope Martin sowie Fray Andres de Urdaneta bezwingen den ostwärtigen Segelweg zwischen den Philippinen und Mittelamerika.
1568 Alvaro de Medaña y Neya trifft auf die Elliceinseln und entdeckt die Salomonen.
1577-80 Francis Drakes Kaperfahrt durch die Magellanstraße an der amerikanischen Westküste nordwärts bis 43°N.B., dann über den Stillen Ozean zu den Philippinen. Er ist der erste englische Weltumsegler.
1584 Pedro de Sarmiento legt in der Magellanstraße spanische Sperrforts (Port Famine) an. Sie gehen unter dem Einfluss des Klimas und des Hungers zugrunde.
1586-88 Pazifische Kaperfahrt des Briten Thomas Cavendish.
1595 Medaña berührt den Norden der Cookgruppe (Polynesien); er entdeckt die Marquesas und die Santa-Cruz-Inseln (beide Polynesien) auf seiner zweiten Südseefahrt.
1598 Jakob Mahu ist der erste Holländer, der – unter großen Verlusten – den Pazifik befährt.
1599 Der holländische Weltumsegler Olivier van Noort erreicht die Ladronen (Islas de Ladrones, Marianen-Inseln).

 

17. Jahrhundert

1606 Pedro Fernandez de Quiros und Louis Vaez de Torres entdecken die Tuamotu- Gruppe und Teile der Neuen Hebriden, sowie das Great Barrier Reef in Australien und die Torres-Straße.
1609 Pedro Fernandez de Quiros entdeckt die Duffgruppe, die Banksgruppe und die Neuen Hebriden (heute Vanuatu, alles Melanesien), sein Begleiter Luis Vaez de Torres die nach ihm benannte Meerenge zwischen Neuguinea und Australien.
1614-16 Der Holländer Joris Spielbergen fährt – durch die Magellan-Straße kommend – entlang der pazifischen Küste Südamerikas und fügt der spanischen Flotte eine Niederlage zu.
1616 Cornelisz Schouten und Jaques Le Maire treffen auf den Norden der Tongainseln (Polynesien), sie entdecken die Horngruppe und Neuirland (beides Melanesien).
1622-23 Christoph Carl Fernberger ist der erste Österreicher der unfreiwillig auf einem holländischen Schiff den Pazifik auf dem Weg nach Batavia durchquert.
1624 Jakob L´Heremite umsegelt im Auftrag der Holländisch-Westindischen Kompanie Kap Hoorn und durchfährt den Stillen Ozean.
1642-43 Abel Janszoon Tasman entdeckt auf seiner Südlandsfahrt von Batavia kommend Tasmanien, Neuseeland, das Zentrum der Tongainseln und berührt den Fidschiarchipel sowie Neubritannien (Melanesien).
1668 Die Marianen werden der spanischen Kolonialverwaltung auf den Philippinen untergeordnet.
1699 William Dampier umsegelt Neubritannien und Neuirland; er findet dabei die nach ihm benannte Passage zwischen Neubritannien und Neuguinea.

 

18. Jahrhundert

1722 Jakob Roggeven entdeckt die Osterinsel und den Samoaarchipel.
1740-44 George Ansons Kaperfahrt mit Aufenthalten auf den Karolinen und Marianen.
1764-66 John Byrons Südseereise. Sie verläuft über die Tuamotus, die Tokelauinseln (beides Polynesien) und die Gilbertinseln nach den Marianen.
1766-69 Erste von Wissenschaftlern begleitete Südsee-Expedition, geführt von Jean Louis Antoine de Bougainville: Erforschung Tahitis (zeitlich nach der Entdeckung durch Wallis, siehe unten), Wiederauffindung des Samoaarchipels, der Neuen Hebriden und der Salomonen, Entdeckung der Louisiaden (Melanesien).
1766-69 Samuel Wallis entdeckt Tahiti; Philip Carteret findet die Santa-Cruz-Inseln und die Salomonen wieder und entdeckt die Carteretstraße zwischen Neuirland und Neubritannien.
1768-71 James Cooks erste Pazifikfahrt: Entdeckung der Tubuai-(Austral)Gruppe und der Cookstraße, Wiederauffindung der Torresstraße.
1769-72 Der Franzose J.-F.-M. de Surville berührt die Salomonen und forscht – wie sein bald darauf eintreffender Landsmann N.-T- Marion de Fresne – auf Neuseeland. Du Fresnes Expedition wird nach dessen Tod von A.-B.-M. le Jar du Clesmeur nach Tonga geführt.
1770 Der Spanier Francisco Gonzalez findet und umsegelt die wieder vergessene Osterinsel und nimmt sie für Spanien in Besitz.
1772-75 James Cooks zweite Pazifikreise: Auffindung der Cookinseln, Besuche auf Tonga und den Marquesas, Entdeckung Neukaledoniens.
1772-75 Domingo de Boenechea segelt nach Tahiti. Er entdeckt mehrere Inseln in der Tuamotu-Gruppe (z.B. Tatakoto und Amanu). Bei einer zweiten Fahrt wird er von Thomas Gayangos begleitet.
1775-76 Cayetano de Langara segelt mit demselben Schiff wie Bonechea nach Tahiti und zu den Tuamotus.
1780-81 Francisco Antonio Maurelle unternimmt die letzte spanische Entdeckungsfahrt in den Südpazifik und entdeckt Latte (Late) in der Vavau-Gruppe, die zu Tonga gehört.
1776-80 Britische Forschungsreise im Pazifik, bis 1779 geleitet von James Cook; Entdeckung des Hawaiiarchipels (Polynesien), Tod von James Cook am 14. Februar 1779 auf Hawaii.
1785-88 J.-F. de Galaup, Comte de La Pérouse, führt eine französische Expedition zur Osterinsel, nach Hawaii und Samoa (Entdeckung von Savaii). Während er Melanesien erkundet, stranden seine Schiffe vor Vanikoro (Santa-Cruz-Inseln). Sein Schiffbruch wird erst 1826 von Peter Dillon genau geklärt.
1788 Auf Fahrten zwischen Australien und China entdecken englische Kapitäne mehrere bisher unbekannte Inseln der Gilbert-, der Marshall- und der Kermadecgruppe.
1789 Der von Meuterern mit wenigen Getreuen in einem offenen Boot ausgesetzte englische Kapitän William Bligh segelt von Tonga nach Timor. Er durchquert dabei die kaum bekannte Fidschigruppe, entdeckt ihre Hauptinsel Viti Levu und trifft auf die Banksinseln. Der amerikanische Walfängerkapitän John Fearn findet im selben Jahr Nauru (Mikronesien).
1790-92 Etienne Marchand entdeckt mit dem Schiff Solide einige Inseln der Marquesas-Gruppe und besucht Hawaii.
1791 Der amerikanische Kapitän Joseph Ingraham entdeckt die bislang übersehenen nördlichen Marquesas (Nuku Hiva u.a.)
1791-94 George Vancouver, der mit der Kartierung nordwestamerikanischer Küstengebiete beauftragt worden ist, setzt während dreier Besuche auf Hawaii die von Cook begonnenen Forschungen fort. 
1792-93 R.-J. de Bruni D´Entrecasteaux erkundet Neukaledonien, Tonga, die Salomonen, Louisiaden, Admiralitätsinseln, Neubritannien und einen Abschnitt Neuguineas; Entdeckung der Trobriandinseln (Melanesien).
1797 James Wilson führt eine Missionsreise der London Missionary Society durch Ozeanien.
1798 Der amerikanische Kapitän Edmund Fanning entdeckt Fanning und Washington Island sowie Kingman Reef (Polynesien).

 

19. Jahrhundert

1803-06 Russische Pazifikexpedition unter dem Kommando von Adam Johann von Krusenstern; in der Südsee werden die Marquesas und Hawaii besucht und kartiert.
1815 Dr. Scheffer im Auftrag von Baranow (Leiter der russischen Alaskakompanie) auf Kauai (Hawaii), Kolonisationsversuch der 1816 scheitert.
1815-18 Von Otto von Kotzebue befehligte russische Forschungsfahrt, in deren Verlauf die Marshallgruppe und Hawaii aufgesucht werden.
1817-20 Pazifikexpedition des Franzosen L.-C. de Freycinet: geographische und ethnographische Forschungen auf Hawaii, Samoa, Tonga und den Marianen.
1820 Erste umfassende Kartierung des Tuamotuarchipels während einer von F.G. von Bellinghausen geführten russischen Antarktisexpedition.
1823-24 Der Franzose L.-I. Duperrey kartiert die Tuamotus, die Gilbert- und die Fidschiinseln nebst den Karolinen. Dumont d´Urville begleitet diese Fahrt.
1823-26 Abermals von Kotzebue geleitete russische Pazifikexpedition: Forschungen auf Hawaii und in Mikronesien.
1826-29 Fjodor Petrowitsch Litke führt eine russische Forschungsreise durch den Pazifik; Kartierung der Marianen.
1826-29 J.-S.-C. Dumont d´Urville erschließt Mikronesien und erkundet Neuguinea mit den umliegenden Inselgruppen, die Neuen Hebriden, Neuseeland und Fidschi umfassend.
1828 Holländische Niederlassungen im Westen Neuguineas.
1831 Die Insel Pitcairn wird britisch.
1833-36 F.D. Bennett, englischer Walfängerkapitän, betreibt Walstudien im Stillen Ozean, vor allem in Polynesien.
1833-35 Robert Fitzroy durchquert mit dem englischen Schiff „Beagle“ den Stillen Ozean (Galapagos-Inseln, Tahiti, Tuamotus, Neuseeland).
1835 Charles Darwin bereist mit der von Robert Fitzroy geführten „Beagle“-Expedition Ozeanien. Er klärt wesentliche Naturphänomene auf den Tuamotus, auf Tahiti und Neuseeland und begründet seine Theorie über den Bau und die Verbreitung von Korallenriffen.
1837-40 Zweite von Dumont d´Urville geleitete Forschungsreise, in deren Verlauf Neuguinea, Fidschi, die Salomonen, Marquesas und Tuamotus besucht werden.
1837-39 Auf Dupett-Thouars französischer Weltumseglung werden die Marquesas und Tahiti besucht.
1838 Tahiti wird zum französischen Protektorat erklärt.
1838-42 Eine von Charles Wilkes geführte amerikanische Expedition untersucht die Bedingungen für den Walfang im Südpazifik und forscht auf den Tuamotu-, Gesellschafts-, Samoa-, Tonga-, Fidschi-, Hawaii- und Gilbertinseln sowie auf Neuseeland.
1839 Neuseeland (zunächst die Nordinsel) wird der britischen Kolonialadministration in Australien unterstellt (1840 Kolonie, 1907 Dominion).
1842 Die Marquesas und Tuamotus werden als Schutzgebiete Frankreichs beansprucht.
1843 Tahiti wird französische Kolonie.
1853 Frankreich unterstellt Neukaledonien (1860 Kolonie) der Kolonialverwaltung auf Tahiti.
1857 Das Hamburger Handelshaus Godeffroy gründet auf Upolu (Samoa) eine Niederlassung.
1857-59 Österreichische „Novara“-Expedition unter der Leitung von Commodore B. von Wüllerstorf-Urbair. Im Rahmen der Weltreise werden, von Südostasien kommend, die Marianen, Karolinen und Salomoneninseln sowie in weiterer Folge Australien und Neuseeland besucht. Wissenschaftliche Leitung: Karl v. Scherzer.
1858 Amerikanische Firmen beginnen die Guanovorkommen auf den Phoenixinseln auszubeuten. 
1865-66 Godeffroy-Niederlassungen auf den Karolinen und Palauinseln, das deutsche Handelshaus Hernsheim eröffnet eine Filiale auf Jaluit (Marshallinseln).
1866 Loyality-Inseln werden französisch, Malden und Starbuck britisch.
1873-78 Amerikanisches Schiff „Tuscarora“ unternimmt dreimal Tiefseeforschungen nördlich des Äquators.
1874 Die Fidschiinseln werden Bestandteil des britischen Kolonialimperiums. Erste Godeffroy-Niederlassungen im Bismarckarchipel (Melanesien).
1874-76 Britische „Challenger“-Expedition – Beginn der systematischen Meeresforschung; sie besucht 1875 mehrere Südseeinseln.
1875-76 Deutsche „Gazelle“-Expedition unter Freiherr von Schleinitz: Forschungen im Bismarckarchipel, in der Salomonen-, Fidschi- und Samoagruppe.
1877 Die Gilbert- und Elliceinseln geraten unter britische Kolonialverwaltung.
1878 Amerikanischer Flottenbasenvertrag mit Ostsamoa. Der deutsche Marineoffizier B. von Werner schließt einen ähnlichen Vertrag auf Jaluit im Zuge der Südseefahrt mit der Korvette „Ariadne“.
1879-85 Otto Finschs Reisen im Südpazifik (Hawaii, Mikronesien, Melanesien, Neuseeland, Nordostküste von Neuguinea)
1884-85 Großbritannien ergreift Besitz vom Südosten Neuguineas; Nordostneuguinea und der Bismarckarchipel werden Bestandteile des deutschen Kolonialreiches. 
1885 Spanien annektiert die Karolinen.
1885-86 Die nördlichen Salomonen und die Marshallinseln werden dem deutschen, die südlichen Salomonen dem britischen Einflussgebiet zugeordnet.
1885-86 Das Amerikanische Schiff „Enterprise“ führt Tiefseeforschungen im Gebiet der Magellanstraße durch. Weitere Tiefseeuntersuchungen durch das englische Schiff „Penguin“ (1896), das amerikanische Schiff „Nero“ (1899), das deutsche Schiff „Planet“ (1907). Dabei werden durch Lotungen große Rinnen und die Gräben des pazifischen Ozeans entdeckt.
1886 Holland erklärt den Westen Neuguineas zur Kolonie. Seit 1828 gibt es dort holländische Niederlassungen.
1887 Die Neuen Hebriden geraten unter britisch-französische Kolonialherrschaft (sogenannte anglo-französische Marinekommission); die Atollgruppen Futuna und Alofi fallen an Frankreich.
1888 Nauru wird Bestandteil Deutsch-Neuguineas, Chile annektiert die Osterinsel, Großbritannien erklärt die Cookgruppe (ab 1901 Territorium Neuseelands) und Fanning, Manihiki sowie Christmas Island zu Protektoraten.
1889 Annektion der Tokelaugruppe durch Großbritannien und der Tubuaiinseln durch Frankreich.
1892 Das britische Protektorat über die Gilbert- und Elliceinseln wird nunmehr offiziell verkündet (ab 1916 mit Fanning Kolonialstatus).
1893 Gründung des britischen Protektorates Südsalomonen.
1895-1998 Expedition des österreichischen Kanonenbootes „Albatros“ nach Australien und den Salomonen-Inseln unter der Leitung von Korvettenkapitän Josef Mauler von Elisenau. Tod von fünf Mitgliedern der Besatzung bei Zusammenstößen mit Einheimischen auf der Salomonen-Insel Guadalcanar bei der Besteigung des Berges „Lion Head“.
1897 Hawaii wird amerikanisches Protektoratsgebiet, nachdem schon 1893 die letzte hawaiianische Königin Liliuokalani gestürzt worden war.
1898 Großbritannien ergreift Besitz von der Santa-Cruz-Gruppe.
1898-1900 Im Gefolge des amerikanisch-spanischen Krieges fällt Guam an die USA. Das Deutsche Reich erwirbt die übrigen Marianen, die Karolinen und Palauinseln von Spanien und bemächtigt sich endgültig der Marshallgruppe sowie der Samoainseln Upolu und Savaii. Ostsamoa (Tutuila und Manua) gerät in das amerikanische, Tonga nebst Niue im Westen der Cookgruppe in das britische Kolonialreich. Zudem erhält Großbritannien als Ausgleich für seinen Verzicht auf Samoa von Deutschland Choiseul und Ysabel (Nordsalomonen), während Buka und Bougainville deutsche Kolonien bleiben.

 

20. Jahrhundert

1900 Hawaii wird amerikanisches Territorium.
1904-1905 Der österreichische Kreuzer „Kaiserin Elisabeth“ unter Führung von Fregattenkapitän Franz Mirtl besucht nach Ostasien Australien und Neuseeland.
1906 Die Neuen Hebriden werden gemeinsam mit den Banks- und Torresinseln anglo-französisches Kondominium. Großbritannien überträgt seinem Dominion Australien die Verwaltung von Südostneuguinea. 
1914-1918 Deutschland verliert im Zuge des ersten Weltkrieges seine Kolonien.
1919-20 Die ehemals deutschen Kolonien werden vom Völkerbund als Mandatsgebiete vergeben: die Marianen (außer Guam), Karolinen, Palau- und Marshallinseln an Japan, Nauru im Wechsel an Großbritannien, Australien und Neuseeland, Buka und Bougainville an Australien, Westsamoa an Neuseeland und Nordostneuguinea mit dem Bismarckarchipel an Australien.
1933 Japan erklärt den Austritt aus dem Völkerbund und annektiert die ihm zugesprochenen Mandatsgebiete.
1937 Großbritannien annektiert die Phoenixinseln.
1939 Gründung des anglo-amerikanischen Kondominiums Canton und Enderbury im Norden der Phoenixinseln.
1941-42 Japanische Truppen erobern Guam, Wake, Nauru, zahlreiche andere Inseln Mikronesiens, einen Teil Neuguineas und mehrere Salomoneninseln.
1943-45 Amerikanische Streitkräfte zerschlagen gemeinsam mit ihren Verbündeten und einheimischen Hilfskräften Japans ozeanisches Kolonialreich.
1946-47 Die Vereinten Nationen sprechen den USA die einstigen japanischen Mandate als Treuhandgebiete zu.
1946-69 Die USA evakuieren die Bevölkerung von Bikini, Kwajalein und Eniwetak um Atomversuche auf den Atollen durchführen zu können.
1948 Großbritannien übergibt die Tokelaugruppe an Neuseeland.
1959 Hawaii wird Bundesstaat der USA.
1962 Westsamoa erlangt die Unabhängigkeit als erster Staat des pazifischen Raumes.
1963 West-Neuguinea (Irian-Jaya) kommt unter indonesische Verwaltung und bildet seit einem Referendum 1969 einen offiziellen Bestandteil der Republik Indonesien.
1966-74 Frankreich führt in Französisch-Polynesien Atomversuche an der Oberfläche durch.
1968 Nauru wird selbständige Inselrepublik.
1970 Tonga und Fidschi werden unabhängig.
1975 Ost-Neuguinea (Papua) bildet gemeinsam mit dem Bismarckarchipel, den Admiralitätsinseln, Louisiaden und nördlichen Salomonen einen souveränen Staat. Die nördlichen Marianen bilden einen „Commonwealth of Northern Mariana Islands“ und spalten sich von den verbleibenden Gebieten Mikronesiens, den amerikanisch verwalteten TTPI (Trust Territory of the Pacific Islands) ab.
1978 Die mittleren und südlichen Salomonen sowie die Elliceinseln (Tuvalu) erlangen Selbständigkeit.
1979 Die Gilbertinseln (Kiribati) werden unabhängig.
1980 Die neuen Hebriden bilden den selbständigen Staat Vanuatu. Ein Sezessionsversuch der Nagriamel-Bewegung auf Espiritu Santo wird mit Hilfe von Papua-Neuguinea und Australien niedergeschlagen.
1981 Belau (Palau) erklärt seine Loslösung von den übrigen Karolinen und strebt einen Assoziierungsvertrag mit den USA an, der 1986 von den USA verabschiedet wird aber in Belau an der Zweidrittelmehrheit mehrmals scheitert.
1984 Bei Unruhen auf Neukaledonien im Zuge der Forderung nach Unabhängigkeit durch die kanakische Separatisten werden 20 Personen getötet.
1986 Die USA unterzeichnet den „Compact of Free Association“ mit der „Republic of the Marshall Islands“ und den „Federated States of Micronesia“ (FSM).
1987 Auf Fidschi finden nacheinander zwei Militärputsche statt, in deren Folge Fidschi den britischen Commonwealth verlässt. Fidschi wird Republik.
1988 In Bougainville beginnen Auseinandersetzungen zwischen den Bewohnern Bougainvilles und der Verwaltung der Panguna Kupfermine. Die Forderung nach Abspaltung von Papua-Neuguinea bringt eine Ausweitung des Konfliktes mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen.
1992 Eine neue Verfassung soll auf Fidschi wieder zu demokratischen Verhältnissen verhelfen.
1994 Belau (Palau), die jüngste Nation des Pazifiks, wird 185. UNO-Mitglied. 
1996 Frankreich beschließt nach heftigen Protesten die endgültige Einstellung aller Atomversuche im Südpazifik.
1997 Fidschi kehrt zehn Jahre nach seinem Austritt aus dem (britischen) Commonwealth of Nations wieder in diese Organisation zurück. Implementierung einer neuen Verfassung, die auch den Indern mehr Mitgestaltungsrechte einräumt.
1998 Aufgrund geänderter politischer Rahmenbedinungen in Papua-Neuguinea und Indonesien besteht erstmals berechtigte Aussicht und Hoffnung auf weitreichende Autonomie oder sogar Unabhängigkeit für die Inseln Bougainville (PNG) sowie Osttimor und Irian Jaya (Indonesien).

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