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KOVO-KOMMENTAR
Allgemeines
Das Lehrangebot an der Universität Wien sowie an den Partneruniversitäten
im In- und Ausland ist ausreichend, um jedes Submodul problemlos in einem
Studienjahr absolvieren zu können. Es stehen - neben Lehrveranstaltungen
in der gewählten Sprache des Ostseeraumes -auch genügend Lehrveranstaltungen
mit deutscher und englischer Unterrichtssprache zur Verfügung.
Rechtzeitig vor Beginn jedes Semesters wird für jedes Teilmodul eine
Liste mit anrechenbaren Lehrveranstaltungen in einem kommentierten Vorlesungsverzeichnis
auf der Ostsee-Homepage sowie in der Abteilung für Skandinavistik und
an den Instituten für Finno-Ugristik und Slawistik veröffentlicht.
Die Teilmodule sind aufbauend in dem Sinne, dass als 12-Stunden-Modul nur
das Basismodul anerkannt wird, als 24-Stunden-Modul nur Basismodul + Aufbaumodul
und als 36-Stunden-Modul nur Basismodul + Aufbaumodul + erstes Anwendungsmodul.
Außerdem wird empfohlen, die Einführungsproseminare im ersten
Studienjahr zu absolvieren. Die Sprachkurse der Hauptsprache, die im Ausmaß
von vier bis zwölf Semesterstunden anerkannt werden, können natürlich
hintereinander - ohne Rücksicht auf die Modulzugehörigkeit - absolviert
werden.
Die beiden Einführungsproseminare innerhalb des Basismoduls werden
jedes Jahr (EPS 1: jedes Wintersemester, EPS 2: jedes Sommersemester) angeboten,
wobei empfohlen wird, das EPS 1 vor dem EPS 2 zu absolvieren.
Für das erste und zweite Anwendungsmodul wählbare Lehrveranstaltungen
sind in den oben bereits erwähnten Listen enthalten, die zu Beginn
jedes Semesters veröffentlicht werden.
Die Stundenzahlbegrenzung bezüglich Sprachbeherrschung und Literaturwissenschaft
wird mit der Deckung des diesbezüglichen Bedarfs durch bereits existierende
(philologische) Studienrichtungen begründet. In den Anwendungsmodulen
sollen starke interdisziplinäre Impulse gegeben werden, auch weil in
dieser Phase die geforderte schriftliche Arbeit zu verfassen ist.
Das vorgeschriebene Mindestausmaß an prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen
(= ein Drittel) ist leicht zu erreichen, da im Curriculum im Basismodul
bereits 8 Semesterstunden, im Aufbaumodul und im restlichen Studium je 2
weitere Semesterstunden an solchen Lehrveranstaltungen zu absolvieren sind.
Die Aufbaumöglichkeit zu einem Bakkalaureatsstudium ist vorhanden.
Das Modul "Ostseeraumstudien" wurde anhand des entsprechenden
Qualifikationsprofils und der Berufsmöglichkeiten konzipiert. Daher
werden breite Wahlmöglichkeiten sowie Vertiefungs- und Anwendungsmöglichkeiten
geboten.
Die erwünschte Verbreiterung hinsichtlich der Sprachkombinationen soll
dem grenz- und kulturüberschreitenden Charakter der Ostseeraumstudien
Rechnung tragen.
Zugang zu den Lehrveranstaltungen der Ostseeraumstudien
Für den Zugang zu den Lehrveranstaltungen der Ostseeraumstudien gelten
die Regelungen des jeweiligen anbietenden Institutes. Für Lehrveranstaltungen
der Skandinavistik, Finno-Ugristik, Slawistik und Indogermanistik ist jedenfalls
die allgemeine Zugangsberechtigung zur Universität Wien (Matura/Abitur
oder gleichwertiger Mittelschulabschluss, Studienberechtigungsprüfung,
[allenfalls seit einer gewissen Mindestzeit] bestehendes Studium an einer
anderen Universität) ausreichend.
Betreffend Anerkennung von Lehrveranstaltungen von postsekundären Forschungs-
und Lehrinstitutionen im In- und Ausland wenden Sie sich bitte an Herrn Roger
Reidinger.
Neue Ostseeraum-Lehrveranstaltungen in der Studienrichtung
Skandinavistik ab dem Studienjahr 2004/05
"Einführung in die Ostseeraumstudien" (Prof. Mag. Imbi
Sooman) I (WS) und II (SS)
Beide Einführungen setzen sich im weitesten Sinne mit den Verlaufslinien
des West-Ost-Diskurses im erweiterten Ostseeraum und über seine Grenzen
hinaus sowie mit dessen Auswirkungen auf den Integrationsprozess in Nordosteuropa
auseinander.
Die Einführungen sollten, müssen aber nicht, in der vorgeschlagenen
Reihenfolge absolviert werden.
In der Einführung I
werden die wechselnden West-Ost-Grenzen durch die Geschichte und die
dadurch entstandenen Zentren und Peripherien sowie das heutige
komplizierte Geflecht aus Sprachen (inkl. Varianten,
Minderheitensprachen), "Nationen" (inkl. auf kritischer Betrachtung des
Begriffes basierende Behandlung von autochthonen und neuen
Minderheiten), Kulturen und Staaten (inkl. ihrer Zwischenformen)
behandelt. Abschließend sollen die Möglichkeiten der
tatsächlichen Realisierung der europäischen
Integrationsabsichten einschließlich der verschieden Ebenen (der
nationalen, der regionalen und der "gesamteuropäischen"), auf
denen die Integrationsprozesse im unterschiedlichen Ausmaß und
zum Teil widersprüchlich verlaufen, vor dem historischen
Entstehungshintergrund diskutiert werden. Vergleiche mit strukturell
ähnlichen Regionen werden gesucht.
Die Einführung I hat teilweise den Charakter einer Ringvorlesung (Einladung von ExpertInnen).
Die Einführung II (auch für Neueinsteiger!) setzt sich direkt mit den Minderheiten sowie
mit den "Less Common Used Languages" im Kontext der Nachbarbeziehungen
- über politische Grenzen, aber auch über kulturell-sprachliche
im Lande - innerhalb des erweiterten Ostseeraumes auseinander.
Schließlich wird die durch die eigene Geschichte und die Einflüsse
von außen entstandene Sprachen- und Kulturpolitik exemplarisch und
im international-kontrastiven Kontext behandelt.
Die Einführung II hat teilweise den Charakter einer Ringvorlesung (Einladung von ExpertInnen).
Aktuelles Semester:
Lehrveranstaltungen der Studienprogrammleitung
Fennistik, Hungarologie, Skandinavistik und Slawistik:
* zu den Lehrveranstaltungen WS 2008/09
Anrechenbare Lehrveranstaltungen sonstiger Studienrichtungen (Liste wird laufend aktualisiert)
* zu den Lehrveranstaltungen SS 2008
Frühere Semester:
Lehrveranstaltungen der Studienprogrammleitung
Fennistik, Hungarologie, Skandinavistik und Slawistik:
* zu den Lehrveranstaltungen WS 2005/06
* zu den Lehrveranstaltungen SS 2006
* zu den Lehrveranstaltungen WS 2006/07
* zu den Lehrveranstaltungen SS 2007
* zu den Lehrveranstaltungen WS 2007/08
* zu den Lehrveranstaltungen SS 2008
Anrechenbare Lehrveranstaltungen sonstiger Studienrichtungen (Liste wird laufend aktualisiert)
* zu den Lehrveranstaltungen SS 2005
* zu den Lehrveranstaltungen WS 2005/06
* zu den Lehrveranstaltungen SS 2006
* zu den Lehrveranstaltungen WS 2006/07
* zu den Lehrveranstaltungen SS 2007
Für die Ostseeraumstudien anrechenbare Lehrveranstaltungen
in der Studienrichtung Skandinavistik
* zu den Lehrveranstaltungen SS 2005
Anrechenbare Lehrveranstaltungen der Finno-Ugristik
* zu den Lehrveranstaltungen SS 2005
Anrechenbare Lehrveranstaltungen der Slawistik
* zu den Lehrveranstaltungen SS 2005
Vernetzung mit anderen Studienrichtungen an der Universität
Wien
Ein Teil des Moduls "Ostseeraumstudien" setzt sich aus bereits
bestehenden Lehrveranstaltungen aus der Skandinavistik, Finno-Ugristik,
Slawistik und Indogermanistik zusammen, die neu gebündelt und integriert
sowie durch eine neue Einführung zur Region und Theorie, eine Einführung
aus dem Modul "Kulturwissenschaften und Cultural Studies" sowie
ein kulturwissenschaftliches Proseminar aus der Skandinavistik ergänzt
werden.
Die Vernetzung geht jedoch weit über die GEKU-Fakultät und HUS-Fakultät
hinaus und gibt so Impulse für neue fächerübergreifende Lehrveranstaltungen
auch mit kulturwissenschaftlichem Ansatz. Es besteht eine gute Zusammenarbeit
mit Cultural Studies und Gender Studies. Nicht zuletzt ist durch die ertragreiche
Zusammenarbeit des Arbeitsschwerpunktes "Ostseeraumstudien" mit
dem Zentrum für Frauenforschung der Universität Wien die Käthe
Leichter-Gastprofessur für das Sommersemster 2004 an Dr. Natalia Gluhova
(Universität Joschkar Ola) aus Mari-El (Russland) vergeben worden.
Nicht die geographische Abgrenzung ist ausschlaggebend, sondern die jeweilige
Fragestellung entscheidet, welche Region oder welcher Bereich unter welchem
Aspekt inkludiert werden soll. Für die Entscheidung für Partnerveranstaltungen
ist die Quantität des "Ostseeraumaspektes" freilich kein
Kriterium.
Aber es gibt auch neue spezifische Lehrveranstaltungen durch den kulturwissenschaftlichen
Lehrauftrag in der Skandinavistik, durch Gastprofessuren der Skandinavistik,
Finno-Ugristik, Slawistik und Indogermanistik, durch die oben erwähnte
Käthe Leichter-Gastprofessur sowie durch den Lehrendenaustausch zwischen
den Ostseeraumstudien und Universitäten im Baltikum; siehe "Internationale
Zusammenarbeit und Vernetzung".
Es soll versucht werden, dem Bedarf nach forschungsgeleiteter Lehre gerecht
zu werden und die Ostseeraumthematik aus verschiedenen Aspekten im wissenschaftlichen
und öffentlichem Dialog aufzuarbeiten. Siehe weiter unter "Projekte",
"Tagungen" und "Vorträge".
Die Zuordnung und Anrechenbarkeit von Lehrveranstaltungen obliegt der Studienkommission
Skandinavistik. Die Kriterien für die Auswahl der Lehrveranstaltungen
werden in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Studienrichtungen entschieden.
Ab 1. Oktober 2004 werden die Skandinavistik, die
Finno-Ugristik und die Slawistik eine gemeinsame Studienprogrammeinheit
bilden. Detailliertere Informationen dazu folgen später.
Zusammenarbeit mit anderen österreichischen Universitäten
und postsekundären Bildungsinstitutionen sowie mit außeruniversitären
Instituten/Stellen in den Bereichen Diplomatie, Wirtschaft und Kultur
Hochschule für Angewandte Kunst, Hochschule für Bodenkultur, Musikhochschule,
Diplomatenakademie.
Kontaktaufnahmen laufen noch, erster Text Ende September. Meldungen zur
Zusammenarbeit im Bereich einzelner Lehrveranstaltungen oder betreffend
Design von neuen, gemeinsamen Lehrgängen machen Sie bitte an Prof.
Mag. Imbi Sooman (imbi.sooman@univie.ac.at).
Im Rahmen
des Ostseeraummoduls wird eine bereits vor langer Zeit etablierte Zusammenarbeit
mit verschiedenen Ministerien, Institutionen und Vereinen Österreichs
weitergeführt. Dies hat sowohl zur Öffentlichkeitswirkung und
zu einem Dialog mit außeruniversitären PartnerInnen als auch
zu Drittmittelfinanzierungen führen können.
Internationale Zusammenarbeit und Vernetzung
Zwecks Information über Studienprogramme und Kursliteratur sowie
Lehrenden- und Studierendenautausch, gemeinsames Kursdesign und gemeinsame
Forschungsprojekte findet bereits eine Vernetzung statt mit Universitäten
im erweiterten Ostseeraum (sowie auch außerhalb dieses Raumes), die "Baltic
Studies Programs" oder einzelne themenbezogene Lehrveranstaltungen
in Deutsch, Englisch oder in der Landessprache anbieten.
Ein Sokrates-Austausch (Lehrenden- und Studierendenaustausch) besteht
bereits mit der Universität Tallinn und der Kulturakademie Riga
und wird - den ganzen Ostseeraum umfassend - kontinuierlich ausgebaut.
Außerdem ist geplant, die drei baltischen Staaten in das
CEEPUS-Programm aufzunehmen und dadurch auch einen Austausch mit den
dortigen kleineren Universitäten zu ermöglichen.
Für allgemeine Anfragen zum Erasmus- und Sokratesaustausch im Ostseeraum
wenden Sie sich bitte an Frau Imbi Sooman bzw. Herrn Roger Reidinger.
Derzeit laufen Planungen für Joint/Double Degrees mit den
Universitäten Tallinn, Tartu, Narva, Pärnu, Riga, Vidzeme
(inkl. Barona-Netz), Vilnius, Kaunas und Gdansk ab dem WS 2005/06.
Hier folgt eine Liste unserer Partneruniversitäten im Ostseeraum:
Universität Vilnius
Universität Kaunas
Universität Klaipeda
Universität Lettland
Pädagogische Universität Daugavpils
Universität Vidzeme
Pädagogische Universität Tallinn
Universität Tartu
dazu gehören: Universitäts-College Pärnu und Universitäts-College Narva
Im Oktober 2004 wird der aktuelle Stand der konkreten Kontaktaufnahmen mit diesen Universitäten erscheinen.
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