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QUALIFIKATIONSPROFIL Einleitung Ziel der Ostseeraumstudien ist es, den erweiterten Ostseeraum - ostwärts bis zum Uralgebirge reichend - sprachlich, kulturell und gesellschaftlich in Geschichte und Gegenwart systematisch zu erfassen sowie einen Bezug zu dieser Region und eine Auseinandersetzung mit ihr - ausgehend von anderen Regionen oder von Fragestellungen, bei denen der Ostseeraum einen theorieproduktiven Platz hat, oder auch von Arbeitsbereichen, in denen der Ostseeraum einen neuen und europapolitisch notwendigen Aspekt darstellt - zu ermöglichen. Diese Auseinandersetzung mit dem Ostseeraum ist in einem erweiterten Europa der EU und in der internationalen Zusammenarbeit nicht nur von friedenspolitischer Bedeutung, weil der Ostseeraum eine "Brücke zum Osten" darstellt, sondern ermöglicht auch eine qualifizierte Integration dieses Raumes in die Europäischen Union, indem zum Teil lange verborgene Sprachen und Kulturen neu entdeckt werden können. Dabei sind der Dialog und die Zusammenarbeit der Universität Wien mit außeruniversitären Institutionen und mit der breiten Öffentlichkeit von großem Gewicht, nicht nur inhaltlich, sondern auch was den Zugang zum Studium betrifft. Siehe weiter unter "Curriculum, Kommentar" und "Projekte", "Tagungen" und "Vorträge". Tätigkeits- und Berufsfeld a) Lehre und Unterricht, inklusive Erwachsenenbildung. b) Wissenschaft und Forschung (an Universitäten und anderen Forschungsinstitutionen, bei der Evaluierung von Kooperationsprojekten, als Forschung im Auftrag von gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Stellen). c) Die Ostseeraumkompetenz soll einen zusätzlich qualifizierenden Aspekt bei europäischen und internationalen Tätigkeiten in den Bereichen Diplomatie, Politik, Wirtschaft, Rechtswesen, Handel, Kultur(management), Umweltplanung, EU-Verwaltung, Kunst, Musik u.ä. darstellen. d) Öffentlichkeitsarbeit (Medien, Verlagswesen, Übersetzungstätigkeit, Fremdenverkehrs-wesen u.ä.). e) Verwaltung von Institutionen des Wissenschafts- und Kulturbereichs (Archive, Bibliotheken, Museen) sowie ihre Präsentation in der Öffentlichkeit. f) Planung und Organisation von Kooperationsprojekten im Bereich Wissenschaft und Kultur sowie Planung und Durchführung von wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen. g) Sprachverarbeitung und Übersetzung. h) Sprach- und kulturpolitische Tätigkeit im Bereich Bewusstseinsmachung über "Less Common Used Languages". Qualifikationen Die mehrschichtige Ausbildung vermittelt parallel zur Sprachen- und Kulturkompetenz vor allem auch die Fähigkeit zur kreativen Vernetzung unterschiedlicher Wissensbereiche hinsichtlich der Geschichte, Gegenwart und Zukunft politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Institutionen des erweiterten Ostseeraums, die dem Bedarf im Zusammenhang mit den vielfältigen Kulturkontakten und den unterschiedlichen Verwendungssituationen Rechnung tragen soll. Die Ausbildung durch das Ostseeraummodul vermittelt auch die Fähigkeit zur adäquaten Informationsbeschaffung unter Nutzung neuer Technologien, neuer Medien und anderer relevanter Hilfsmittel und hat als Ergebnis die Befähigung zur selbständigen, kontrastiven oder kulturwissenschaftlichen Bearbeitung länder- und regionenrelevanter Problemstellungen unter Nutzung des internationalen wissenschaftlichen Methodenangebotes. Auf eigene Motivation, Entscheidungsfähigkeit, Kreativität und kritischen Umgang mit Normen und Werturteilen wird besonderer Wert gelegt. Diese Kompetenzen sollen gebündelt eine interkulturell bewusste Haltung zur Folge haben. Neben der fachlichen und methodischen Kompetenz werden während des Ostseeraumstudiums durch die individuelle und flexible Didaktik (Kleingruppen, Referate, Diskussionen, Papers, Projekte) sowie durch das Einbeziehen von Symposien, Tagungen und Seminaren außerdem Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Argumentationsfähigkeit trainiert. Sowohl fachliche als auch soziale Kompetenzen können weiter ausgebaut werden, indem die Studierenden einen Teil ihres Studiums an international anerkannten in- und ausländischen Universitäten im Ostseeraum und außerhalb des Ostseeraumes absolvieren. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, ihre erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen im beruflichen und sozialen Umfeld flexibel einzusetzen, um sich auch in neuen Berufsfeldern zurechtzufinden und zu etablieren sowie politisch, sozial und persönlich emanzipierend die herausfordernde Aufgabe der europäischen und internationalen Integration wahrnehmen zu können. |