Petr Baran – Gero Fischer – Petr Francán
Brünner Vorstädte

8. 1. 2004 – 1. 4. 2004
Vernissage: Do, 8. 1. 2004, 19 Uhr
Die Ausstellung präsentiert ein Projekt, das
vom Magistrat der Stadt Brünn unterstützt wurde.
Vít Šimánek (Praha)
Republika Žižkov

2.4. – 19.4.2004
Vernissage: Dienstag, 2.4. 2004
Vít Šimánek
Geboren 1976 in Prag, Gymnasium, seit 1993 Arbeit als Sanitäter in einem Krankenhaus in Žižkově Prag. 2003 Abschluss des Magisterstudiums der Künsterischen Fotografie v Opava. Seit 2002 Zusammenarbeit mit Člověk v tísni / Mensch in Not. Gründungsmitglied der Fotogruppe Rovnýma nohama / Mit geraden Beinen. Widmet sich langfristigen Dokumentarprojekten. Lebt in Prag
Einzelaustellungen:
1998 Republika Žižkov, Znojmo, Galerie Taurus
1998 Fotografien 1996-98, Opava, Kabinet fotografie Slezského zemského muzea
2000 Republika Žižkov, Praha, Žižkovské divadlo Járy Cimrmana (mit L. Rudinská)
2001 Republika Žižkov, Brno, Galerie FOMA
2002 Fotografien 1996 - 2001, Uherské Hradiště, Kino Hvězda
2002 Republika Žižkov, Olomouc, Galerie U mloka
2002 Republika Žižkov, Praha, Palác Akropolis
2003 Inter homines, Praha, Komunikační prostor Linhartovy nadace (mit K. Tůma)
2003 Inter homines, Mariánské Lázně, Galerie Atrium (mit K. Tůma)
Gruppenausstellungen (Auswahl):
1997 Neue Namen, Praha, Pražský dům fotografie
1997 Institut schöpferischer Fotografie 25/5, Praha, Národní technické muzeum
1997 Czech Press Photo, Praha, Staroměstská radnice
1998 Institut schöpferischer Fotografie, Bratislava, Dielo Centrum
2000 Czech Press Photo, Praha, Staroměstská radnice
2001 Talentinum, Praha, České centrum fotografie
2002 Zlín und seine Menschen, Zlín, Městské divadlo
2002 Anschwärzungen, Praha, Divadlo Archa
2002 Konfrontace, Praha, Pražský dům fotografie, České Budějovice, Galerie Měsíc ve dne
2003 Roma in der Tschechischen Republik, České centrum, Brüssel, Wien
2003 Vom Rand ins Zentrum, České Budějovice, C.K.Solnice
2003 Diplomarbeiten ITF, Opava, Dům umění
Preise und Auszeichnungen:
1997 Neue Namen – Hauptpreis in der Kategorie Dokumentaristik für junge tschechische Fotografen
1997 Czech Press Photo - 3. Presi in der Kategorie Reportage
2001 Talentinum - 1. Preis in der Kategorie Dokumentaristik
Adresse:
MgA. Vít Šimánek, Sokolovská 199, 190 00 Praha 9, tel.: +420 721 749 759,
e-mail: vitsimanek@post.cz
Zur Ausstellung
Wie kaum ein anderer Prager Stadtteil hat sich Žižkov einen solch eigenartigen und markanten Kolorit bewahrt. Alte Pawlatschenhäuser, nicht besonders gepflegte Straßen, kleine Krämer-, Konsumläden, Basare, Spielhallen, Geschäfte mit billigen Textilien, abendliche Verkaufsstände oder vietnamesische Märkte gehören dazu, was wir Atmosphäre oder hochtrabender als Genius loci bezeichnen. Niirgendwo anders in Prag findet sich eine solche Anhäufung von Gaststätten wie in Žižkov. In der Bořivoj-Straße gibt es derart viele Wirtshäuser, dass es praktisch unmöglich ist, in nüchternem Zustand durch diese Straße zu gehen. Auch die Bewohner dieser Stadtteiles stellen eine bunte Mischung dar, dazu gehören nicht nur die alteingesessenen Žižkover oder die Roma, heute aber auch Ausländer – Ukrainer, Chinesen, Vietnamesen oder junge Amerikaner. Es ist kein Wunder, dass die Žižkover Eigenart besonders die junge nonkonforme und kosmopolitische Generation anzieht, die sich hier wohler fühlt als im Zentrum Prags.
Die Akropolis, günstig gelegen an der Grenze zwischen den Stadtteilen Vinohrady und Žižkov, bietet etwas Besseres an als eine Disco, nämlich interessante Konzerte von Rock- oder ethnischer Musik und die Möglichkeit authentischen Zusammentreffens von Musikern, Sängern und weiteren Künstlern mit dem Publikum. Es gibt auch hier Fußball, einen Fußballplatz mitten im Herzen von Žižkov, gewissermaßen eine Fußballszene direkt unter den Fenstern der Zinskasernen. Žižkov ist banal, aber auch mysteriös, phänomenal, elektrisierend und nicht zuletzt fotogen.
Vít Šimánek (geb. 1973) ist kein geboreren Žižkover, aber in Žižkov fand er sein fotografisches Thema. Mit einem Schalge erkannte er die Grundelemente des Žižkover Mosaiks und begann es so zusammenzusetzen, dass die ein neues Ganzes mit maximaler Intensität der Aussage bilden. Es ist dies verdichtete Žižkover Realität, es ist dies ein Dokument über Žižkov, das Befangenheit, Wahl und Auslese voraussetzt. Šimánek sucht nicht nur die allgemeine Charakteristik des Stadtteiles als Dokumentarist und Soziologe, es interessiert ihn auch die Einzigartigkeit, die der Kunst der Fotografie eigen ist.
Schon vor Šimánek wirkte in Žižkov eine Reihe von Fotografen – Irena Stehli, Karel Cudlín, Pavel Štecha oder Miroslav Pokorný. Das Thema hat schon seine eigene Geschichte und Logik, was einerseits die Aufgabe des Fotografen erleichtert, andererseits aber zu einem sehr strengen Vergleich der Ergebnisse führt. Auch Vít Šimánek fotografiert Viktoria Žižiov, volkstümliche Unterhaltungen, Interieurs von Gaststätten und Wohnungen, die Roma-Kolonie, den Fasching, so wie seine Vorgänger. Trotzdem gibt es hier auch estwas Neues, tiefer ist hier vor allem der Sinn für die tragikomischen Seiten der Žižkover Realität. Šimánek sieht nicht nur die abgeblätterte Alltäglichkeit, die Unordnung, das Elend der beengten Wohnungen, sondern auch die Poetik dieser Banalität und Misere. Eine der wirklungsvollsten Fotografien Vít Šimáneks stellt ein Winkel in einem verdreckten Hinterhof dar, wohin Kinder zum Spielen gehen. Einige Holzstangen, eine gespannte Schur und ein in ins Aus gerollter Ball sprechen allein für sich. Das Leben hat sich direkt in die Žižkover Materie eingegraben Zeugnis davon abgelegt, wo die künftigen Probleme und Konfrontationen beginnen. Vít Šimánek blickt auf Žižkov eher mit Verständnis als aus Neugier und sieht weiter als es ihm sein Fotoobjektiv ermöglicht.
Josef Kroutvor
Miroslav Pokorný (Praha)
Landleben

20.4. - 17.5.04
Vernissage: Dienstag, 20.4. 19 Uhr
geb. 1946. Nach der Matura an einer landwirtschaftstechnischen Schule Studium der Fotografie an der FAMU in Prag . Seit Abschluss des Studiums 1974 selbständiger Fotograf. Hauptarbeitsgebiete: Theaterfotografie, Dokumentation des Landlebens (1973 - 87).
„Landleben“
Die Ausstellung ist ein Teil des Zyklus von Dokumentarfotografien über Momente des sich „normalisierenden“ Lebens der Einwohner von Buková und den umliegenden Dörfern in den Jahren 1973 bis 1988.
Ziel dieses Projektes ist es Zeugnis abzugeben über die Unwiederholbarkeit von Zeit und Raum von der abgeschlossenen Mikrowelt im tschechisch-österreichischen Grenzgebiet einer damals hermetischen Grenze und über eine eigenartige Zeit, in der es trotz Vertreibung der Deutschen und Kollektivierung nicht gelang, gänzlich die ursprünglichen ländlichen Traditionen und den typischen Charakter der Region, wie er sich über Jahrhunderte herausgebildet hat, zu liquidieren, sondern wie der sich vollziehende Prozess der Normalisierung in seinem Pompösität und Ungeheuerlichkeit auflöst und entwertet.
Das Landleben begann mich als Thema schon Anfang der 70er Jahre zu interessieren, als ich versuchte, die Atmosphäre der dörflichen Tanzveranstaltungen in Nordböhmen einzufangen.
Aber meine eigene Welt habe ich erst in Buková entdeckt, wo ich dem menschlichen und künstlerischen Zauber der dörflichen Unterhaltungen derart erlegen bin, dass ich begann mich damit systematisch zu beschäftigen. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit zog ich los in die dörfliche Umgebung und fotografierte Bälle, Jahrmarktsunterhaltungen und das Leben der Dorfgasthäuser. Die Fotografien habe ich dann als Diplomarbeit an der FAMU in Prag verarbeitet und ausgestellt.
Im Laufe der Zeit lebte ich mich in die Umwelt der Dorfbewohner ein und erweiterte meine fotografische Sammlung um immer weitere Momente ihres Lebens. Das Thema der Mikrowelt ließ mich nicht mehr los und nahm schließlich 15 Jahre meines Lebens in Anspruch. Die letzten Aufnahmen machte ich im Frühjahr 1988 vom Fasching. An eine Veröffentlichung dieser Bilder war damals nicht zu denken, die von der fortschreitenden Nivellierung traditioneller Werte des Landlebens und vom schwindenden Charakter der Orte erzählen, wo sich ursprünglich tschechische und deutsche bzw. österreichische Kultur trafen.
Im Jahre 1989 habe ich den Zyklus abgeschlossen. Die Zeit danach war auch nicht für eine Veröffentlichung günstig, so konnte das Material noch etwas „nachreifen“. Erst in der letzten Zeit habe ich mich dem Thema wieder zugewandt und habe einen Teil des Materials in Kladno 2003 ausgestellt. Erst in diesem Zusammenhang habe ich begriffen, dass es mir gelungen ist, eine Welt einzufangen, die die Zeit allmählich definitiv ausgelöscht hat.
Jozef Sedlák (Bratislava)
Feierlichkeiten
18.5. - 16.6.2004
Vernissage: Dienstag, 18.5.2004
Jozef Sedlák (geb. 1958)
J.S. gehört zu den bekannten und anerkannten slowakischen Fotografen nicht nur in seiner Heimat sondern auch im Ausland. Davon zeugen zahlreiche Ausstellungskataloge und eine eigenständige Monographie. Das Studium der Fotografie an der FAMU in Prag schloss er 1984 ab und ist seit 1989 als freischaffender Fotograf tätig. Seit 1991 unterrichtet er als Lehrbeauftragter an der Hochschule für bildende Kunst in Bratislava. In seiner fotografischen Arbeit legte er ein dokumentaristisches Zeugnis ab über bestimmte Erscheinungen der Gesellschaft, wie Wallfahrten, Karnevals, Tanzunterhaltungen u.a. Sein Blick auf die Menschen ist verständnis- und liebevoll, weise, sensibel, ohne erhobenen Zeigefinger.
Einzelausstellungen in:
Slowakei, Tschechische Republik, Bulgarien, Deutschland, Ungarn, USA, Italien
Gruppenausstellungen in:
Slowakei, Tschechische Republik, Deutschland, Polen, Russland, Ungarn, Schweden, Finnland, Japan, USA, England, Slowenien, Italien, Griechenland, Holland, Frankreich
Feierlichkeiten
Atgets Suchen einer magischen Überrealität in der menschlichen Realität gehört wahrscheinlich zu zum wesentlichsten und eigentlichsten Beitrag der Fotografie zur Geschichte der Kunst. Mich fasziniert alles was vor dem Objektiv ist, aber vor allem was hinter dem Bild, hinter der Realität ist. Auch das alltäglichste Ereignis wird im Augenblick des Niederdrückens des Auslösers durch das Subjekt des Autors umgewertet und verwandelt sich mit Hilfe des Lichtes, der Form der Komposition, der Poetik, der Psychologie des Bildes in einen magischen, überzeitlichen Wert.
Der Fotozyklus "Feierlichkeiten" ist ein langzeitiges Projekt , das spontan und zufällig je nach gelegentlichen Kontakten mit dem gegebenen Umfeld und mit Menschen entstanden ist. Es umfasst die Zeit von der Totalität der 80-er Jahre bis in die Gegenwart. Jedes Ereignis, jedes Thema stellt eine schmale Gemeinschaft von anonymen Helden dar, die durch das augenblickliche Schicksal, durch den Augenblick verbunden sind, der für sie wesentlich und in gewissen Sinne unwiederholbar ist. Unwiederholbar ist er auch für mich, denn verschiedene Ereignisse hab ich objektiv selbst erlebt und erfahren - Musterungen, Kino. Begräbnis, Karneval ... Ein manchmal sehr ernstes Thema kann grotesk wirken und umgekehrt. Das tief Menschliche repräsentiert nicht nur die Ethik, die Humanität, Philosophie, Moral, Konfession ..., sondern auch die Fotogenität des Gewöhnlichen, die Inversion der Bedeutungen und Symbole, das Paradoxon des Zusammentreffens, die Semantik des Bildes oder der Kontrast des Artefakts und Archetyps ... Deshalb war jedes Niederdrücken des Auslösers eine Feier der Realität und das in jeder Bedeutung und jedem Kontext. Deshalb konnte es auf der Fotografie geschehen, dass zur Feier eine tatsächliche Feierlichkeit wurde, ähnlich wie ein tatsächliches Begräbnis.
Jozef Sedlák
Vera Brandner Sonja Burtscher
nebeneinander gesehen
bulgarien

17.6. - 7.9. 04
Vernissage: Donnerstag, 17.6.04 19 Uhr
nebeneinander gesehen
Fragmente Bulgariens
Im Februar 2003 entstehen zwei fotografische Fragmente Bulgariens.
Die Fragmente stehen für sich, erzählen Geschichten eines Landes, bestätigen Vorurteile oder widerlegen sie.
Zusammengesetzt erleichtern sie den Zugang zum Gesamtbild.
Unsere Fragmente Bulgariens sind geprägt durch Erfahrungen mit Land, Leuten, Rakhia und Hodge Podge.
Vera Brandner
1980 geboren in Villach
1999 Abitur
2000-2002 Ausbildung am Kolleg für Fotografie an der Grafischen in Wien; Diplom;
2002-? Studium der Internationalen Entwicklung an der Universität Wien; Tätigkeit als
freiberufliche Fotografin in Wien;
Ausstellungen:
Juni – September 2002 Stift Ossiach / Kärnten
Oktober 2002 Bank Austria am Hof / Wien
Sonja Burtscher
1979 geboren in Braunau/ Inn
1998 Abitur
2000-2002 Ausbildung am Kolleg für Fotografie an der Grafischen in Wien; Diplom
2002-? Tätigkeit als freiberufliche Fotografin in Wien;
Ausstellungen:
2002 Sargfabrik Wien: Thema Modefotografie
2002 Photokina Köln
2004 Galerie auf der Pawlatsche Wien: Nebeneinander gesehen- Bulgarien
Gero Fischer
Ferner Nachbar Estland

Vernissage: 12.10.2004, 19 Uhr
Dazu Folder
Estland ist
erst mit seiner Selbständigkeit nach dem Zerfall
der Sowjetunion und besonders seit dem EU-Beitritt stärker
in unserem Bewusstsein getreten. Ein Land, dessen Geschichte,
Kultur und Landschaft es zu entdecken gilt.
Die hier vorgestellten Bilder entstanden im Laufe
einer Exkursion nach Estland im Sommer 2004 unter der Leitung
von Frau Imbi Sooman, Lektorin an der Universität Wien.
Für ihre Unterstützung sei an dieser Stelle
aufrichtiger Dank ausgesprochen.
Gero Fischer
Geb. 1944 in OÖ. Univ. Prof. am Institut f. Slawistik
der Universität Wien.
Spezialgebiete: Bohemistik, Studium der Minderheiten, Soziolinguistik,
Sprachpolitik, Sprachdidaktik,
Mathematische Linguistik
Beschäftigung mit Fotografie seit der Kindheit
1999 Gründung der Galerie auf der Pawlatsche
Ausstellungen in In- und Ausland:
Wiener Alltag (gem. mit H.C.Ehalt), 1983 (Wien)
Donau bei Wien, 1984 (Wien)
Südindischer Alltag, 1984 (Wien, Cs. Budejovice)
Kubanischer Alltag, 1984 (Wien)
Schmelztiegel Wien, 1987 (Wien)
Prag 1980 - 1990 (gem. mit Vladimir Koci), 1990 (Wien)
Nebeneinander, Gegeneinander Miteinander in Wien, 1992 (Bautzen)
Verschwundene Orte (gemeinam mit Zdenek Rubes), 1993 (Mikulov)
Jüdische Friedhöfe in Südböhmen und Südmähren (gem. mit Zd. Rubes), 1994
(Mikulov)
Widerhall der Zeiten (gem. mit Petr Baran), 1999 (Wien)
Das Eigene und das Fremde Wien - Brno (gem. mit Petr Baran), 2000 (Wien)
Im Schatten Europas, Erkundungen im rumänischen Banat, 2001 (Wien, Sv.
Helena/Rumänien)
Moldawien - Vergessenes land zwischen Pruth und Dnjestr, 2001 (Wien)
Zwischen Wald und Tanz (gem. mit Petr Baran und Petr Francán), 2002 (Wien,
Brno, Valasske Mezirici)
Ökorebellen (gem. mit Petr Baran und Petr Francán) 2004 (Wien)
Wien ohne Stereotype, 2004 (Zagreb)
Jiří Hanke
Blicke aus meinem Fenster
18. 11. - 6. 12. 2004, Mo - Frei: 9 - 18 Uhr
Vernissage: 18. 11. 2004, 19 Uhr
Die Fotos zum Zyklus “Blicke aus dem Fenster meiner Wohnung” sind in den Jahren 1982 bis 1986 entstanden.
Jiří Hanke
Geb. 1944 in Kladno, Matura in Kladno
1963 - 5 erste Fotos1967 - 71 Mitglied der Beatgruppe Barclay
1971 - 6 Auftritte als Liedermacher
1974 systematische Beschäftigung mit Fotografie
1977 gründet und leitet die Kleine Galerie in Kladno
1979 Studienaufenthalt in Paris
1990 Teilnahme am Fotofest in Houston
1991 Teilnahme an der Fotokonferenz in Wroclaw, Teilnahme am Fotofestival Aarhus Teilnahme am Fotoworkshop in Basel
1994 Teilnahme am Treffen der Fotografen in der Normandie
1995 Organisator der Fotowerkstatt in Kladno
1995 - 6 Teilnahme am Fotoprojekt Bohemia - Helvetia
1995 - 8 Buchpublikationen (Lidé z Podrůhonu, Otisky generace)
1999 Fotodokumentation und Ausstellung beim Jazz Festival in Hradec Králové Jazz Goes To Town
2003 Buchpublikation Stop Time
2004 Kurator und Organisator der Ausstellung Autoporträt 5
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
Fotos in Sammlungen in Tschechien, USA, England, Deutschland
Literatur über J.Hanke:
V. Flusser: J.Hanke - Standpoint, European Photography 50/1992
M. Janata: Jiøí Hanke 1977 - 1991. Ateliér 8/1992
D. Mrázková: Kladno Jiřího Hanke. Čs. fotografie 3/1986
V.Remeš: Pohledy z okna mého bytu. Čs. fotografie 4/1990
In Fachliteratur wurde Hanke als “Fotoapparatakrobat” (European Photography 50/1992) bezeichnet.
"Hanke zeigt uns, wie man inmitten von schwirrenden, kollidierenden und auseinanderstiebenden Standpunkten, wie dies unter totalitärem Druck der Fall ist, dennoch emporklimmen kann und das vorbeifließende Geschehen dennoch anständig ersehen kann. Diese Bewunderung für das Kunstwerk, ehrlich geblieben zu sein verdient auch nach der Entspannung des über den Prager Straßen lastenden Druckes, ausgesprochen zu werden.” Vilém Flusser
Jürgen Matschie - Stanko Abadžić - Gero Fischer - Zdeněk Rubeš - Anton Sládek
Fußgängerzonen

14. 12. 2004 - 8. 1. 2005
Vernissage: Dienstag, 14. 12. 2004, 19 Uhr
Stanko Abadžić / Hr Freischaffender Fotograf in Prag und Istrien
Gero Fischer / A Slawist, nebenberuflicher Fotodokumentarist
Jürgen Matschie / D Freischaffender Fotografiker in Bautzen
Zdeněk Rubeš / Cz Freischaffender Fotograf in České Budějovice
Anton Sládek / Sk Freischaffender Fotograf in Bratislava
Fotografen aus sechs Ländern sind in diesem fotodokumentarischen Projekt dem internationalen Phänomen Fußgängerzonen nachgegangen und stellen in einer konfrontativen Sichtweise ihre Resultate vor.Fußgänzerzonen werden eher mit Konsum- und Freizeitmeilen und weniger mit Orten ideologischer Konfrontationen assoziiert.
Fußgängerzonen zeigen sich als eindeutig d.h. auch territorial von den angrenzenden städtischen Gebieten abgehobene Bereiche, die sich durch bestimmte Kommunikations- und kulturelle Artikulationsformen auszeichnen.
Fußgängerzonen sind der Raum, in dem sich der Widerspruch zwischen Uniformierungstendenz infolge der Globalisierung und widerständiger reagionaler bzw. lokaler Identität fotografisch aufweisen lässt.
Das Projekt wurde von der MA 7 Wien finanziell unterstützt.